Creative LIVE! Cam Chat HD Webcam

Pro
- GĂŒnstige Einsteigerkamera
- Eigenes Softwarepaket
Kontra
- Kein Full-HD
- Starkes Rauschen beeintrÀchtigt die BildqualitÀt
- In Video-Chats ist die Auflösung auf 640 mal 480 Bildpunkte beschrÀnkt
Bewertung
5,22 / 10
Fazit
Die LifeCam HD-3000 von Microsoft ist ein gĂŒnstiges Webcam-Einsteiger-Modell, das mit seiner 720p-Bildauflösung ĂŒberzeugende QualitĂ€t fĂŒr Gelegenheitsnutzer bietet.
Funktionsumfang





Verarbeitung & Haptik





Inbetriebnahme & Bedienung





Funktionsumfang 




Die LIVE! Cam Chat HD ist eine preiswerte Einsteigerwebcam mit HD-ready-Auflösung aus dem Hause Creative. Mit rund 30 Euro ist das GerĂ€t in der Anschaffung gĂŒnstig. FĂŒr diesen Preis erhalten Nutzer aber auch bessere Kameras.
Auflösung
Laut Hersteller nehmen Nutzer Fotos mit einer maximalen Auflösung von 5 Megapixel (3.200 mal 1.800 Pixel) auf. Da der Sensor maximal 1.280 mal 720 Pixel unterstĂŒtzt, wird diese Auflösung durch Interpolation erreicht. Interpolation wird dazu genutzt, Pixelgrafiken anhand mathematischer Verfahren gröĂer zu rechnen. Dabei werden die fehlenden Pixel anhand der benachbarten Pixel dupliziert, in gewisser Weise also geraten. Darunter leidet sie QualitĂ€t.
Videos werden im Full-HD-Format mit 1.280 mal 720 Pixeln bei 30 Einzelbildern pro Sekunde aufgezeichnet. Video-Chats sind hingegen ausschlieĂlich im VGA-Format möglich. Ferner verfĂŒgt die Kamera ĂŒber ein Mikrofon mit RauschunterdrĂŒckung.
Verbaut ist ferner ein fester Objektivfokus ohne nĂ€here Spezifikationen. Die Kamera ist ferner in der Lage, sich den LichtverhĂ€ltnissen anzupassen. Dies dauert jedoch etwas lĂ€nger als bei anderen Modellen. Das Sichtfeld betrĂ€gt 54 Grad. Den Betrieb bei Videoaufzeichnungen oder in Skype-Chats signalisiert die Kamera durch eine kleine, grĂŒne LED auf der Vorderseite.
Verarbeitung und Haptik 




Die Webcam gehört zu den kleinsten im Test. Sie ist mit einem Gelenk ausgestattet, das der Befestigung am Computermonitor dient. Keine allzu gelungene Lösung: Leider sitzt die Kamera etwas wackelig. Aufgrund des geringen Eigengewichtes hatten wir im Test Zweifel, dass die Webcam bei Befestigung an mobilen GerĂ€ten wie Laptops ihre Position ĂŒber eine lĂ€ngere Zeit halten kann. Geringe Mechanische Einwirkungen wie ein AnstoĂen des Schreibtisches fĂŒhren dazu, dass die Kamera herunterfĂ€llt. Ein 1,5 Meter langes USB-Kabel ist fest mit der Webcam verbunden. Am Arbeitsplatz mit einem Desktop-Computer unter dem Schreibtisch ist das Kabel daher in einigen FĂ€llen zu kurz.

Insgesamt ist das GerÀt sehr leicht. Es besteht komplett aus Plastik und macht daher trotz mangelfreier Umsetzung keinen hochwertigen Eindruck.
Inbetriebnahme und Bedienung 




In der Verpackung finden sich neben der Webcam mit fest verbundenem, 1,5 Meter langem USB-Kabel zwei Booklets mit Installationsanweisungen inklusive Piktogramm. AuĂerdem liegt ein Garantie- und Reparaturhinweis bei.
Die Kamera funktioniert ab Windows 8 sofort nach dem Einstecken und bietet mithilfe der generischen Windows-Treiber bereits alle Grundfunktionen: Foto- und Videoaufzeichnung ĂŒber die App âKameraâ und die Video-Chat-FunktionalitĂ€t.
Alternativ kann der User die Software-Lösung des Herstellers verwenden: LIVE! Central 3. Im Programmkopf schaltet er zwischen der Foto- und Videofunktion um.

Im Fotomodus nutzt der User die Selbstauslöser- und Serienbild-Funktion (genannt âPlatzrateâ) und stellt die Auflösung sowie das Dateiformat (.JPEG oder .BMP) ein. Dort hat er auch die Möglichkeit, die Einblendung von Datums- und Uhrzeitstempeln im Bild auszuwĂ€hlen.
Im Videomodus gibt es folgende Einstellungsmöglichkeiten: Videoauflösung, Bildrate, Selbstauslöser, Aufzeichnungsmodus (normales Video oder Zeitraffervideo, inklusive frei wÀhlbarem Zeitintervall). In den erweiterten Optionen legt der Nutzer gegebenenfalls eine maximale VideolÀnge fest.
Die restlichen Features sind in beiden Modi vorhanden und umfassen:
- Wahl der Audioquelle und der LautstÀrke
- Speicherort fĂŒr aufgezeichnete Medien
- Speicherort der Medien im Explorer anzeigen
- Direkter Upload von Medien in soziale Netzwerken, etwa YouTube oder Facebook (funktionierte in unserem Test nicht)
- Bildsteuerung: Flimmerkontrolle, Hintergrundbeleuchtung, Helligkeit, Kontrast, Farbe, Gamma, WeiĂabgleich, spiegelverkehrte Darstellung
- Anzeigesteuerung: Schwenk- und Zoomfunktionen, Facetracking
- âAuto-Einstellungâ: Aktivierung oder Deaktivierung von Gesichtsaufhellung und Hautweichzeichnung
- RauschunterdrĂŒckung und Wahl des Mikrofons
- Etwas versteckt ĂŒber ein Piktogramm: Aktivierung der Kindersicherung (Passwort fĂŒr Programmstart)
Warum der Direktupload, etwa von Video-Dateien, auf YouTube nicht funktionierte, konnten wir im Rahmen unseres Tests leider nicht klÀren.

Fotofunktion
Die FotoqualitĂ€t kann höchstens als akzeptabel bezeichnet werden. Die Bilder wirken âkörnig-pixeligâ. Je höher der Nutzer die Auflösung einstellt, desto stĂ€rker wird das Bildrauschen. Das gilt besonders fĂŒr Aufnahmen, die ĂŒber die maximale Auflösung der Optik hinausgehen (1.280 mal 720 Pixel), also jene, die durch zusĂ€tzliche Interpolation entstehen. Auch Bildraten von 3.200 mal 1.800 Pixel sind möglich, haben jedoch weiteren QualitĂ€tsverlust zur Folge. Die Farben werden zu kontraststark dargestellt â so wirken beispielsweise manche Gesichter deutlich röter als in natura.
Auslöseknopf
Auf der Oberseite des KameragehĂ€uses wurde ein Auslöseknopf verbaut, um SchnappschĂŒsse zu ermöglichen. Allerdings war diese Funktion in unserem Test sehr unzuverlĂ€ssig. Lediglich zwei SchnappschĂŒsse lieĂen sich realisieren â weiteres DrĂŒcken brachte keine neuen Ergebnisse. Den Grund dafĂŒr konnten wir nicht ermitteln. Sowohl ein Neustart der Software also auch Trennen und Wiedereinstecken der Kamera Ă€nderten diesbezĂŒglich nichts.
Videofunktion
Die maximale Auflösung von Videoaufnahmen betrĂ€gt 1.280 x 720 Pixel. Diese wirken sehr âpixeligâ, und die Farben sind stark ĂŒberzeichnet. Das lĂ€sst den gesamten Bildausschnitt kĂŒnstlich wirken, etwa wie in einem Comic. Das Bild wird synchron ĂŒbertragen, Verzögerungen waren nicht festzustellen.
Video-Chat-Funktion
In unserem Test nutzen wir die Video-Chat-Funktion von Microsoft Teams. In Video-Chats ist die Videoauflösung auf 640 mal 480 Pixel beschrĂ€nkt. Dieses Downgrade macht sich in nochmals schlechterer VideoqualitĂ€t bemerkbar. Die Körnung im Bild ist noch gröĂer als in der Videoaufzeichnung, es gibt eine im Vergleich zu anderen Kameramodellen gröĂere Zeitverzögerung im Bild. FĂŒr Gelegenheitsnutzer, die in Kontakt mit der Familie bleiben wollen, ist dieses Modell grade noch ausreichend. FĂŒr eine geschĂ€ftliche Nutzung eignet sich das GerĂ€t eher nicht.
SupportkanÀle
Der Hersteller hat unter âKnowledgebaseâ einen FAQ-Ă€hnlichen Bereich eingerichtet, der bei vielen Problemen Hilfe bietet. Die entsprechenden Anleitungen sind teils auf Deutsch und teils auf Englisch. Ferner existiert ein englischsprachiges Community-Forum.
DarĂŒber hinaus besteht fĂŒr Kunden die Möglichkeit, sich per E-Mail-Formular, auch auf Deutsch, an den Creative-Kundendienst zu wenden.
Zusammenfassung
Die Creative LIVE! Cam Chat HD ist eine gĂŒnstige Einsteigerkamera. Leider ist die BildqualitĂ€t weder im Foto- noch im Videomodus ĂŒberzeugend. Die maximale Auflösung von 640 mal 480 Bildpunkten in Video-Chats, etwa mit Skype, ist ein zusĂ€tzliches Ărgernis. In dieser Preisklasse gibt es bessere GerĂ€te auf dem Markt, etwa die C270 von Logitech oder die LifeCam HD-3000 von Microsoft. Diese erlauben Video-Chats mit 1.280 mal 720 Bildpunkten. Der Unterschied zwischen diesen zwei und der CSL USB Webcam ist groĂ.
Produktbild: © Creative Labs (Europe) Limited | Abb. 1â3: © Netzvergleich
Kundenrezensionen
06.10.2025 Bilder und Videos leicht pixelig. Das habe ich bei der Konkurrenz schon besser gesehen.
07.10.2025 Zufrieden
15.12.2025 Eine Full-HD-Version wÀre besser. Sonst gute Kamera.


