CSL USB Webcam

Pro
- Sehr gĂŒnstig
Kontra
- Sehr geringe Auflösung bei Fotos und Videos (640 mal 480 Pixel)
- BildqualitÀt sehr schlecht
- Sehr starker Zoom, der sich nicht Àndern lÀsst
- Fokus muss manuell eingestellt werden
- Nach erstem Test bereits defekt
Bewertung
2,66 / 10
Fazit
Die CSL USB Webcam ist ein reines EinsteigergerĂ€t fĂŒr unter 10 Euro. Eine hohe QualitĂ€t darf der Nutzer bei diesem Preis nicht erwarten, die Foto- und Videoauflösung von 640 mal 480 Bildpunkten entspricht nicht den heutigen Standards. Der manuell zu bedienende Fokusring an der Frontseite ist sehr fragil und ging in unserem Test beim ersten Versuch kaputt.
Funktionsumfang





Verarbeitung & Haptik





Inbetriebnahme & Bedienung





Funktionsumfang 




Die CSL USB Webcam ist ein sehr gĂŒnstiges Einsteiger-Webcam-Modell. Bei ihrem Preis sollten Nutzer keine Spitzenleistungen erwarten. Allerdings handelt es sich um ein etwas Ă€lteres Modell, das bereits seit ĂŒber vier Jahren im Amazon-Sortiment gelistet ist.
Auflösung
Sowohl die Foto- als auch die Videoauflösung ist auf 640 mal 480 Pixel begrenzt. Die QualitÀt in beiden Modi ist schlecht. Das Bild ist grobkörnig und unscharf, und es gibt ein starkes Bildrauschen.
Manueller Fokusring
Das Bild fokussieren Nutzer mittels eines Drehringes an der Vorderseite der Kamera. Leider ist dieser Ring Ă€uĂerst fragil. In unserem Test haben wir ihn bereits beim ersten Versuch versehentlich ĂŒberdreht, ein Scharfstellen war danach unmöglich. Wir hĂ€tten uns einen Schutzmechanismus in Form eines spĂŒrbaren Widerstandes gewĂŒnscht. Das hĂ€tte die Konsequenzen sicherlich verhindert. Der Sichtwinkel wird nicht angegeben. Allerdings fiel auf, dass das Kamerabild im Vergleich zu den anderen GerĂ€ten sehr nah, wie gezoomt, wirkt. Dies lĂ€sst sich nicht Ă€ndern und daher muss die Kamera in vergleichsweise groĂer Entfernung vom Nutzer positioniert werden.
Betriebsanzeige
Eine Betriebsanzeige, etwa in Form einer Status-LED, suchen Nutzer bei diesem Modell vergeblich.
Verarbeitung und Haptik
In unserem Test war diese Kamera am wenigsten wertig verarbeitet. Das GerÀt wirkt sehr billig und klapprig; Plastikkanten wurden nicht sauber abgeschnitten beziehungsweise abgerundet.
Bildschirmhalterung
Einen Hinweis auf die Bildschirmhalterung gibt der Hersteller an keinem Punkt. So fanden wir diese Funktion im Test eher zufĂ€llig. Sie ist sehr schwergĂ€ngig und uns beschlich eher das GefĂŒhl, durch die mechanische BetĂ€tigung etwas kaputtzumachen. AuĂerdem lĂ€sst sich das GerĂ€t kaum sicher am Bildschirm befestigen, geringe mechanische Einwirkungen am Schreibtisch lassen die Kamera herunterfallen. Stellt man die Kamera wie im Bild direkt auf einen Tisch, steht sie einigermaĂen sicher.
Ausrichtung und Anschluss
Die Kamera selbst lĂ€sst sich durch ein Gelenk um 360 Grad horizontal und um 90 Grad vertikal ausrichten. Ein 1,2 Meter langes USB-Kabel ist fest mit der Webcam verbunden, vor dem USB-Anschluss zweigt ein weiteres Kabel mit einem 3,5-Millimter-Klinkenstecker ab. Letzteres stecken Nutzer in den Audio-Eingang des Computers, sodass die Audio-Signale bei Chats ĂŒbertragen werden. Die geringe LĂ€nge kann bei Einsatz an einem Desktopcomputer, der unter einem BĂŒroschreibtisch steht, zum Problem werden. In diesem Fall helfen sich Nutzer mit VerlĂ€ngerungskabeln.
Belichtungs-LEDs
Kurz vor der Webcam ist ein Bedienrad im Kabel verbaut, mit dem der Nutzer die sechs LEDs ansteuert, die fĂŒr die manuelle Helligkeitsregulierung zustĂ€ndig sind. Dadurch können Nutzer in begrenztem MaĂe dunkle Bereiche ausgleichen. Die LichtintensitĂ€t stellen Nutzer ĂŒber das Bedienungsrad stufenlos ein. WĂ€hlt der Nutzer eine zu starke Helligkeitsstufe, werden Gesichter zu hell und damit matt und wenig detailreich dargestellt.
Inbetriebnahme und Bedienung
In der Verpackung liegen neben der Webcam mit fest verbundenem, 1,2 Meter langem USB-Kabel zwei Booklets. Das eine ist ein kurzes Nutzerhandbuch in deutscher und englischer Sprache, das andere listet Kontaktoptionen auf.

Neben dem USB-Stecker verfĂŒgt dieses Modell auch ĂŒber einen 3,5-Millimeter-Klinkenstecker. Dieser muss in den Mikrofon- (âLine-inâ-) Eingang des Computers gesteckt werden, sodass die Audiosignale ĂŒbertragen werden.
Generell ist dieses Kabel etwas kurz geraten, es ist das kĂŒrzeste Kabel aller Kameramodelle im Vergleich. Nutzer klassischer Desktop-PCs, die fĂŒr gewöhnlich unter dem Schreibtisch stehen, werden diesbezĂŒglich Probleme bekommen.
Treiber
Das Kameramodell kommt ohne eigene Treiber aus. Es nutzt nach Anschluss an einen freien USB-Port generische Windows-Treiber fĂŒr den Betrieb. Foto- und Videoaufnahmen sind ĂŒber die Windows-10-eigene App âKameraâ möglich. Mit Programmen wie Skype oder Microsoft Teams arbeitet es problemlos zusammen.
QualitÀt der Aufnahmen
Insgesamt sind die Aufnahmen schlecht. Sie sind sehr grobkörnig, teils gar verschwommen, und es gibt ein starkes Bildrauschen. Die SchĂ€rfe und Beleuchtung regulieren Nutzer manuell. Da der manuelle Fokus in unserem Test einen Defekt aufwies, konnte das Bild anschlieĂend gar nicht mehr scharfgestellt werden.

Fotofunktion
Die FotoqualitĂ€t war bereits vor dem Auftreten des Defekts höchstens akzeptabel. Aufgrund der geringen Auflösung sind die Bilder, vor allem auf Laptop-, Flach- und groĂen Fernsehbildschirmen, unscharf und Ă€uĂerst grobkörnig.
Auf der Oberseite des KameragehĂ€uses wurde ein groĂer Auslöseknopf verbaut, um SchnappschĂŒsse zu ermöglichen. In unserem Test funktionierte dieser jedoch nicht.
Videofunktion
Ăhnlich frustrierend ist das Nutzererlebnis bei der Videoaufzeichnung. Die VideoĂŒbertragung leidet unter starkem Bildrauschen, das die ohnehin niedrige BildqualitĂ€t zusĂ€tzlich verschlechtert.
Video-Chat-Funktion
In unserem Test nutzen wir die Video-Chat-Funktion von Microsoft Teams. Hier lieferte die Kamera, wohlgemerkt vor dem Defekt, bereits das schlechteste Bild. AuĂerdem muss das GerĂ€t durch die starke VergröĂerung mit viel Abstand zum Gesicht aufgestellt werden. Eine Montage auf dem Bildschirm ist daher nicht zu empfehlen.
SupportkanÀle
Bereits in der Verpackung findet der Nutzer ein kleines Faltblatt, auf dem eine E-Mailadresse und eine Telefonnummer angegeben sind. Diese können Nutzer verwenden, um bei Unzufriedenheit den Kundenservice zu kontaktieren. Positiv zu bewerten ist, dass es sich um eine deutsche Festnetznummer handelt. DarĂŒber hinaus steht Unzufriedenen und Hilfesuchenden ein Kontaktformular auf der Homepage zur VerfĂŒgung.
Zusammenfassung
Die CSL USB Webcam ist ein reines Einsteigermodell aus dem Billigpreis-Segment. Der bescheidene Preis spiegelt sich in der nicht mehr zeitgemĂ€Ăen maximalen VGA-Auflösung von 640 mal 480 Pixeln wieder. Bilder und Videos haben eine sehr schlechte QualitĂ€t. FĂŒr etwas mehr Geld gibt es deutlich bessere GerĂ€te, wie etwa die Logitech C270 oder die Microsoft LifeCam HD-3000; letztere bieten gute Bild- und Videoaufnahmen sowie Video-Chats in 720p-Auflösung â die QualitĂ€tskluft zwischen ihnen und der CSL USB Webcam ist riesig.
Produktbild: © CSL Computer GmbH | Abb. 1â2: © Netzvergleich
Kundenrezensionen
02.10.2025 Ist wirklich so gruselig wie beschrieben. Aus meiner Erinnerung heraus die schlechteste Webcam, die ich selbst jemals besessen habe. Dass der Fokus durch Drehen selbst gesucht werden muss, ist ein Witz. Und die Zeiten, in denen ein Klinken-Audiostecker zusĂ€tzlich zum USB-Anschluss zum Einsatz kommen muss, erachtete ich als bereits vorĂŒber. Insgesamt keine Kaufempfehlung.
18.11.2025 Ist fĂŒr den Spottpreis ok. Nicht mehr und nicht weniger.
05.12.2025 Modell fĂŒr absolute Einsteiger. Eher fĂŒr die Kinder zum Spielen, als um ein ernstgemeintes Video-Telefonat fĂŒhren zu wollen. Heutzutage hat jedes, aber wirklich jedes Smartphone aus hoch auflösendere Kamera. Als absolutes Notfall-Backup fĂŒr Desktop-Rechner oder auch fĂŒr den Laptop â auch da kann die Kamera mal kaputtgehen â bedingt geeignet. Liegt aber wohl eher in der Schublade bei den Kabeln, die man schon lange zum Wertstoffhof bringen wollte.


