Ruderergometer-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

  • Das Wichtigste in Kürze
  • Ruderergometer gibt es in einer Seilzug- und in einer Ausleger-Variante.
  • Insgesamt gibt es fünf unterschiedliche Widerstandssysteme: die magnetischen Widerstände, den Luft- und Wasserwiderstand, den elektrischen Wirbelstrom sowie die Hydraulik.
  • Die praktischen Geräte schulen alle typischen Problemzonen des Körpers und können sogar zu Therapiezwecken eingesetzt werden.

Was ist ein Ruderergometer?

Frau am Ruderergometer

Ruderergometer sind ideale Sportgeräte für das Ganzkörper-Training, werden doch 80 Prozent der Muskulatur beansprucht. Zugleich wird das Herz-Kreislauf-System unterstützt. Beim Kauf eines Ruderergometers müssen zahlreiche Punkte beachtet werden – von der Art des Widerstands bis zum Platz im heimischen Wohnzimmer.

Ruderergometer, die synonym auch als Rudergeräte, Rudermaschine oder Rower bezeichnet werden, stammen ursprünglich aus den USA und sind Kraft-Ausdauer-Geräte für Indoor-Training. Sie fördern die Ausdauer, unterstützen dadurch das Herz-Kreislauf-System und schulen 80 Prozent der Muskulatur. Besondere Schwerpunkte liegen dabei auf Nacken, Rücken, Bauch, Schultern, Armen und Beinen.

Wie funktionieren Ruderergometer?

Rudergeräte simulieren Ruderbewegungen. Ein Widerstand muss mittels Armen, Beinen und Oberkörper überwunden werden. Zumeist wird hierfür mit einem Seilzug gearbeitet. Der Sportler sitzt auf einem beweglichen Sitz, der auf Schienen nach vorne und zurück gleiten kann. Die Füße fixiert er in Schlaufen auf einem Brett, um sie unbeweglich zu machen. Durch den zeitgleichen Einsatz von Armen und Beinen findet eine Ganzkörper-Aktivierung statt.

Welche Vorteile bieten Ruderergometer?

Nur wenige Sportgeräte können zugleich Kraft und Ausdauer schulen. Ein Ruderergometer trainiert die typischen menschlichen Problemzonen und arbeitet effektiver als beispielsweise ein Crosstrainer. Rudergeräte schulen im Schwerpunkt:

  • Arme und Beine
  • Schultern und Nacken
  • Rücken und Bauch

Dadurch, dass ein Ruderergometer 80 Prozent der menschlichen Muskulatur aktiviert, eignet sich jener auch als Therapiegerät. Nicht nur die Mobilität kann wiederhergestellt werden, sondern zugleich können chronische Schmerzen behandelt werden.

Durch die Mischung aus Kraft- sowie Ausdauertraining unterstützt ein Rudergerät überdies hervorragend beim Abnehmen. Nutzer bauen Muskulatur auf und verbrennen zugleich Kalorien. Zu beachten ist allerdings, dass sich Erfolge auf der Waage nicht kurzfristig, sondern mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung einstellen. Die Muskelmasse wird anfangs schneller aufgebaut, weshalb es für die trainierende Person sogar den Anschein nimmt, dass sie zunimmt. Innerhalb von vier Wochen reguliert sich dieses Phänomen bei gleichmäßigem Training.

Tipps für Anfänger

Wer zum ersten Mal mit einem Rudergerät trainiert, läuft Gefahr zu übertreiben. Dadurch, dass der ganze Körper beansprucht wird, stellen sich schnell Ermüdungserscheinungen ein. In der Anfangszeit sollte das Ruderergometer maximal drei Mal pro Woche mit einem zeitlichen Aufwand von 30 bis zu 45 Minuten genutzt werden. Es kann Sinn machen, zusätzlich mit einem anderen Konditionsgerät zu arbeiten, um sich für das Rudergerät zu stärken. Nach vier bis sechs Wochen können Nutzer die Trainingsintensität langsam erhöhen. Hierfür kommen längere Trainingseinheiten, zusätzliche Sessions beziehungsweise höhere Widerstände infrage.

Ruderergometer als Therapiegeräte

Zwar werden Rudermaschinen bei Rückenproblemen empfohlen, Nutzer sollten zuvor jedoch einen Arzt konsultieren. Das Ergometer eignet sich beispielsweise hervorragend, um präventiv Rückenmuskulatur aufzubauen oder aber einen Bandscheibenvorfall zu behandeln. Allerdings gibt es einige Krankheitsbilder, die Rückenschmerzen verursachen und durch ein Ergometer verschlimmert werden. Hierzu zählen beispielsweise eingeklemmte Nerven: In solchen Fällen wäre beispielsweise der Crosstrainer empfehlenswerter. Insbesondere bei chronischen Schmerzen ist das ärztliche Einverständnis vor Beginn des Trainings unbedingt einzuholen.

Mit Bedacht sollte ein Ruderergometer auch bei Arthrose oder einem eingeschränkten Hüftwinkel eingesetzt werden. Die Beugung muss angenehm bleiben, damit die Rudermaschine hilft und nicht schadet. Empfehlenswert ist auch in solchen Fällen die ärztliche Konsultation vor Trainingsbeginn. Grundsätzlich gilt aber: Schmerzhaft dürfen die Einheiten auf der Rudermaschine zu keiner Zeit sein.
Bei Herz-Kreislaufproblemen eigenen sich Ruderergometer ausschließlich in fortgeschrittenen Therapieplänen. Für den Einstieg kann die intensive Belastung zum Kollaps führen. Insbesondere Personen, die eine Vorgeschichte mit einem Herzinfarkt, Verschluss von Arterien oder aber Kreislaufschwierigkeiten bei Hitze haben, sollten mit Bedacht arbeiten. Ratsam ist es in jedem Fall, den Blutdruck vor jedem Training zu kontrollieren. Ist er deutlich erhöht oder zu tief, können die Einheiten riskant sein. Was genau das bedeutet, unterscheidet sich nach jedem individuellen Fall. Ein Arzt kann es genau ausrechnen.

Welche Arten von Ruderergometern gibt es?

Grundsätzlich lassen sich Ruderergometer nach zwei Kategorien unterscheiden: Art des Zuges und Typ des Widerstands. Die meisten Geräte arbeiten mit Seilzug. Beispielsweise in Fitnessstudios sind diese Ruderergometer praktisch ausschließlich zu finden. Ausleger sind Randerscheinungen und dienen zumeist als Einsteiger-Varianten für den Heimgebrauch.

Die Vor- und Nachteile einer Seilzug-Rudermaschine gegenüber einem Ausleger-Ergometer

ProKontra
Training ist effektiverMehr Verschleißteile als Ausleger-Modelle
Es gibt Modelle mit unterschiedlichen WiderständenMüssen intensiver gepflegt werden
Insgesamt ist die Auswahl größerDurchschnittlich kostspieliger als Ausleger-Geräte
Der korrekte Bewegungsablauf ist einfacher zu erlernenOptisch erinnern Ausleger mehr an echtes Rudern als Seilzug-Modelle
Seilzug-Ergometer halten durchschnittlich länger

Folgende Widerstandstypen, die in vielen Produktbeschreibungen auch als „Bremse“ bezeichnet werden, lassen sich unterscheiden:

  • Magnetisch
  • Luft
  • Hybridlösung aus einer magnetischen Bremse und einem Luftwiderstand
  • Hydraulisch
  • Elektrischer Wirbelstrom

Magnetische Widerstände

Magnetische Widerstände

Magnetische Widerstände lassen sich stufenlos verstellen. In der Regel gibt es mehr als 15 unterschiedliche Widerstandsstufen. Magnetische Widerstände bieten diesbezüglichen den größten Spielraum. Sie erlauben zudem sehr runde Bewegungen und gestatten so ein möglichst effektives Training. Reine Magnetwiderstände sind allerdings kostspielig.

Luftwiderstand

Luftwiderstand

Luftwiderstände sind am weitesten verbreitet. In einem abgeschlossenen Behälter muss eine bestimmte Menge Luft überwunden werden. Durch den Zug drückt eine Klappe die Luft aus dem Behälter. Das System ist effektiv, allerdings auch sehr laut. Zudem gibt es keinen flüssigen Übergang zwischen den einzelnen Widerständen. Aus diesem Grund sind Hybrid-Lösungen im Umlauf, die auf Luft und Magneten setzen. Luftbremsen sind für Einsteiger gut geeignet, weil sie auch sanftes Ziehen erlauben und weitgehend intuitiv arbeiten, was den Krafteinsatz angeht.

Wasserwiderstand

Wasserwiderstand

Wasserwiderstände funktionieren im Prinzip genau wie Luftwiderstände. Allerdings lassen sich bei Wasserbremsen die Übergänge runder gestalten. Zudem können die Wasserbehälter in unterschiedlichen Farben erleuchtet werden, was optisch beeindruckend ist. Das Wasser muss allerdings in regelmäßigen Abständen entsorgt werden. Die Pflege ist insgesamt aufwendiger als bei allen anderen Widerstandstypen. Das Wasser bedeutet zudem zusätzliches Gewicht, wenn das Ergometer verstaut werden soll.

Elektrischer Wirbelstrom

Elektrischer Wirbelstrom

Strom baut einen Widerstand auf. Der Computer erkennt, ob der Widerstand überwinden wird. Dieses System bietet einige Vorteile: Die Übergänge zwischen den Widerständen sind sehr rund. Zudem kann das System die Widerstände automatisch anpassen, wenn der Computer beispielsweise erkennt, dass der Trainierende überfordert ist oder der Pulsschlag zu hoch oder zu niedrig ist. Einige Ruderergometer setzen die elektrische Variante gemeinsam mit einem Magneten an. Der elektrische Wirbelstrom als Widerstand eignet sich am besten für Therapiegeräte. Zugleich ist er aber auch der teuerste aller Widerstände.

Hydraulik

Hydraulik

Hydraulische Widerstände arbeiten mit Zylindern, die bewegt werden müssen. Sie sind in Ausleger-Modellen weit verbreitet, kommen aber auch Seilzug-Maschinen vor. Sie sind sehr günstig, allerdings auch anfällig für Defekte. Hydraulische Ruderergometer eignen sich deshalb besonders für Einsteiger, die testen möchten, ob ihnen diese Art des Trainings zusagt.

Welcher Widerstand mit welchem Zug?

Seilzug-Ruderergometer gibt es mit allen Widerständen. Ausleger setzen hingegen fast ausschließlich auf hydraulische Bremsen. Die anderen Varianten sind nur ausgesprochen selten anzutreffen.

Zubehör

Mögliches ZubehörEinsatzgebieteMögliche Alternativen
Brustgurt

 

 

Puls- und Sauerstoff messen

 

 

Fitnessarmband, Puls-Oxi für die Finger, Smartphone mit Pulsmesser

 

 

Besserer Rudercomputer

 

 

Gezieltes Trainingsprogramm, Therapieeinheiten, Rennen mit Freunden

 

 

App fürs Smartphone

 

 

Sitzauflage, Antirutschmatte

 

 

Stabilere Sitzposition, falsche Haltung korrigieren

 

 

 

 

Slides

 

 

Eindruck erzeugen, wie auf dem Wasser zu rudern

 

 

 

 

Dynamic Link

 

 

Kopplung mehrerer Ruderergometer

 

 

Passende Smartphone-App, in der die Daten zusammengeführt werden können

 

 

Kaufratgeber: Darauf ist beim Erwerb von Ruderergometern zu achten

Gewicht des Rudergeräts

Die Gewichte der gängigen Ruderergometer schwanken stark. Besonders leichte Modelle bringen nur 22 Kilogramm auf die Waage. Allerdings sind sie nicht sonderlich stabil und für Personen mit starkem Übergewicht ungeeignet. Empfehlenswerter sind Modelle ab 30 Kilogramm. Spitzenmodelle, die mit Wasserwiderstand arbeiten, können sogar 60 Kilogramm auf die Waage bringen. Sie sind für Einzelpersonen nur schwer zu verstauen.

Größe des Rudergeräts: Zusammenklappbar oder nicht?

Praktisch alle Ruderergometer sind voll aufgestellt etwa einen halben Meter hoch. Zudem sind sie etwa zwei Meter lang – mit Slides können daraus sogar drei Meter Längenbedarf werden, den der Rower einnimmt. Viele Rudermaschinen sind deshalb zusammenklappbar, wodurch Nutzer sie einfacher verstauen können. Die Mechanismen unterscheiden sich stark: Bei einigen Modellen müssen Verbraucher Schrauben öffnen, um die Rudermaschine aufzuklappen; bei anderen wird einfach die Sitzschiene hochgestellt. Um das Ergometer wieder zusammenzuklappen, sind sie erneut zu fixieren. Deshalb sollte beim Kauf nicht nur darauf geachtet werden, ob, sondern auch wie sich das Ergometer überhaupt zusammenklappen lässt.

USB-Schnittstelle für Datenübertragung auf den PC?

Einige Rudergeräte verfügen über eine USB-Schnittstelle, mit denen sich Daten bequem auf einen Computer überspielen lassen. Sinn macht dies vor allem für Leistungssportler, die ihre Trainingseinheiten im Detail vergleichen möchten. Helfen können die Daten aber auch, wenn das Ergometer zu therapeutischen Zwecken eingesetzt wird. Die Mediziner können beispielsweise Rückschlüsse ziehen, ob sich die Mobilität einzelner Körperpartien verbessert. Für Durchschnittsportler, die das Ergometer ausschließlich dazu nutzen, um fitter zu werden oder abzunehmen, ist eine USB-Schnittstelle nicht unbedingt notwendig.

Zusammengebaut liefern lassen oder selbst aktiv werden?

Die meisten Ruderergometer werden nicht montiert geliefert. Sie müssen eigenständig zusammengeschraubt werden, was ein gewisses handwerkliches Geschick verlangt. Dafür kommt die Rudermaschine in unterschiedlichen Paketen. Dies ist für Personen von Vorteil, die beispielsweise in höheren Stockwerken leben und keine 50 bis 60 Kilogramm alleine die Treppe hochtragen möchten.

Tipp für das Zusammenbauen: Kein toter Punkt

Ruderergometer dürfen keinen toten Punkt haben. Dies gilt sowohl für Seilzug-Modelle wie auch für Ausleger-Varianten. Konkret bedeutet dies, dass bei jedem Zug zum Körper Widerstand gespürt und überwunden werden muss. Ist dies an einer Stelle nicht der Fall, liegt ein Fehler in der Montage vor. Häufig springen zudem Seilzüge aus der Fassung, wodurch überhaupt kein Widerstand mehr spürbar ist.

Vormontierte Ergometer sind etwas kostspieliger, funktionieren aber von Beginn an. Es ist jedoch ratsam, das Paket mit mindestens zwei Personen in Empfang zu nehmen. Zu beachten ist auch der Versand: Nicht montierte Rudermaschinen werden in der Regel mit dem normalen Paketdienst versandt. Bei vormontierten Ergometern beauftragen einige Verkäufer aufgrund der Größe und des Gewichts ein Logistikunternehmen. Der Versand wird so für den Käufer kostspieliger.

Was sollte der Rudercomputer des Ergometers können?

Ruderergometer

Anders als bei anderen Fitnessgeräten ist der Computer bei Rudermaschinen von geringerer Bedeutung. Die Widerstände lassen sich meistens separat verstellen. Effektives Training ist deshalb auch ohne Computer möglich. Dieser bietet aber hilfreiche Daten zur Unterstützung. In der minimalen Grundausstattung sollte er Zeit, Strecke, verbrannte Kalorien und die Zahl der Schläge beziehungsweise Züge anzeigen.

Bessere Computer lassen sich beispielsweise auch mit einem Pulsgurt verbinden und zeigen den Herzschlag sowie idealerweise die Sauerstoffsättigung. Einige Rudercomputer bieten zudem einen Überblick über die gegenwärtig erbrachte Leistung, was insbesondere für Semiprofi-Sportler interessant ist. Einige Modelle lassen sich mit speziellen Smartphone-Apps oder aber mit anderen Ruderergometern verbinden. Auf diese Weise können beispielsweise Rennen gefahren oder die Trainingsdaten zuhause analysiert werden. Die Computer müssen hierfür Bluetooth- oder Internet-fähig sein.

Wer eine Rudermaschine als Heimtrainer erwirbt, sollte unbedingt darauf achten, dass der Computer unterschiedliche Profile speichern kann. Gewicht, Größe und Geschlecht werden eingegeben, damit die Berechnung zum Beispiel des Kalorienverbrauchs exakter geschieht. Zudem gestatten es mehrere Profile, dass das Gerät von mehreren Personen zum Training genutzt wird und jeder seinen Fortschritt überwachen kann.

Wie viele Widerstandstufen sollte das Ruderergometer haben?

Sehr günstige Rudergeräte haben nur drei Widerstandsstufen. Die Einteilung ist in der Folge grob und die Unterschiede fallen sehr groß aus. Ratsam für Anfänger ist es, auf Ergometer zu vertrauen, die mindestens acht unterschiedliche Widerstände besitzen. Fortgeschrittene Sportler finden Rudermaschinen mit 15 bis 20 Widerständen. Die größere Zahl der Widerstände erlaubt Phasentraining: Die Schwierigkeit kann beispielsweise sanft ansteigen oder wieder abnehmen. Gerade zum Abnehmen ist dies vorteilhaft.

Zulässiges Körpergewicht: 120 Kilogramm bis zu 200 Kilogramm

Insbesondere Personen, die ein Ruderergometer zum Abnehmen nutzen möchten, sollten auf das zulässige Körpergewicht achten. Die günstigsten Modelle beginnen bei 90 Kilogramm, sind aber in der Regel so wacklig, dass sie ihr Geld nicht wert sind. Solide und stabile Ruderergometer, die sich zum Abnehmen eignen, beginnen bei einem zulässigen Körpergewicht von 120 Kilogramm. Es gibt auch Modelle, die bis zu 200 Kilogramm tragen können. Allerdings gehen diese in der Regel mit einem Aufpreis einher.

Wer mit einer Rudermaschine abnehmen möchte, sollte sich für eine Seilzug-Variante entscheiden. Ausleger sind nicht stabil genug für Körpergewichte jenseits von 100 Kilogramm. Insbesondere große Männer, die über ein umfangreiches Muskelvolumen verfügen, sollten diesen Umstand ebenfalls im Auge behalten. Dies ist der Grund, weshalb man in den meisten Fitnessstudios ausschließlich Seilzug-Ruderergometer findet.

Transportrollen: ja oder nein?

Einige Ruderergometer werden mit Transportrollen angeboten. Diese Modelle sind mit einem geringen Aufpreis versehen. Trotzdem wirken sie auf zahlreiche Sportler ausgesprochen attraktiv. Schließlich lässt sich das Ruderergometer leicht von A nach B transportieren. Zu bedenken ist aber, dass die Maschine nicht mit Rollen zum Trainieren genutzt werden kann. Die Rollen müssen abmontiert werden. Viele Ergometer mit Rollen sind nicht zusammenklappbar. Resultat ist, dass die Rollen nach dem Training wieder angebracht werden muss, wenn die Rudermaschine verstaut werden soll. Dies ist auf Dauer unpraktisch. Rudergeräte mit Transportrollen sind deshalb ausschließlich dann empfehlenswert, wenn diese einen festen Platz bekommen. In Sportstudios lassen sich beispielsweise häufig sehen, wo die Rollen ursprünglich saßen.

Ist die Höhe der Sitzposition verstellbar?

Mann auf Ruderergometer

Die Höhe der Sitzposition auf Ruderergometern wird häufig vernachlässigt. Für eine optimale Kraftübertragung müssen aber beispielsweise sehr große Sportler höher sitzen und kleine Trainierende tiefer. Zahlreiche Personen, die Ruderergometer kennen, sind überrascht, welchen Unterschied es machen kann, wenn sie die Höhe der Sitzposition verstellen können. Von 1,65 Meter bis zu 1,90 Meter reicht die „Standardhöhe“ – wer kleiner oder größer ist, sollte in jedem Fall darüber nachdenken, ein Gerät mit verstellbarer Sitzposition zu erwerben.

Mehrzweck-Ergometer oder reines Rudergerät?

Einige Ruderergometer bieten Mehrzweck-Charakter und lassen sich beispielsweise mit einigen Handgriffen in ein Fahrradergometer umwandeln. Dies ist praktisch, wenn unterschiedliche Trainingsschwerpunkte gesetzt werden sollen. Entsprechende Geräte sparen zudem Geld, wenn es mehrere Personen im Haushalt gibt, die abweichende Trainingsvorlieben haben. In Fahrräder lassen sich aus technischen Gründen nur Ergometer umrüsten, die eine elektrische, hydraulische oder magnetische Bremse haben. Maschinen, die mit Wasser- oder Luftverdrängung arbeiten, haben grundsätzlich keinen entsprechenden Mehrzweck-Charakter.

Neben dem Fahrrad lassen sich viele Ruderergometer zudem auch in Oberkörpertrainer umwandeln. In der Regel wird lediglich der Seilzug entfernt. Stattdessen werden andere Griffe montiert, die gegen Widerstand gedreht werden können. Alle Widerstandssysteme kommen hierfür in Frage. Bei dieser Art des Trainings werden die Beine jedoch ausgespart. Die Kondition wird nicht mehr geschult, dafür können spezielle Oberkörperpartien effektiver stimuliert werden. Solche Oberkörper-Trainer lohnen sich aber nur für Kraftsportler und speziell für Bodybuilder. Andernfalls genügen die „Allround“-Qualitäten der Rudermaschine.

Feuchte Hände? Auflagen kaufen

Viele Personen schwitzen auch an den Händen. Diese Feuchtigkeit kann dazu führen, dass man leicht vom Griff der Rudermaschine abrutscht, da er in der Regel aus Plastik gefertigt ist. Dies stört. Zudem ist es wenig komfortabel, mit einem nassen Griff zu trainieren. Helfen können spezielle Auflagen. Diese sind aus einem relativ harten Schaumstoff und können auf den Griff des Seilzugs aufgeschoben werden. Sie saugen den Schweiß auf und behindern so nicht beim Training. Anschließend können Nutzer sie einfach unter fließendem Wasser auswaschen. Die Auflagen trocknen sehr schnell ab.

Fortgeschrittene Sportler sollten zusätzlich darüber nachdenken, ob sie spezielle Handschuhe tragen, die für das Krafttraining gedacht sind. Bei großen Widerständen muss der Griff sehr fest umfasst werden. Dies kann zu roten Druckstellen an den Händen führen, wenn diese nicht durch passende Handschuhe geschützt werden. Die Krafttrainingshandschuhe sind so konzipiert, dass sie nicht von den Griffen abrutschen.

Design: Klassisch, modern oder unauffällig?

Positiver Nebeneffekt davon, dass es zahlreiche Ruderergometer auf dem Markt gibt, sind die Auswahlmöglichkeiten beim Design. Die Maschinen gibt es klassisch-eleganter Optik, im modernen Look oder in einem zurückhaltenden Entwurf. Tatsächlich ist die Auswahl derart groß, dass die meisten Menschen ein Ruderergometer finden, der optisch zu ihrer Inneneinrichtung passt. Falls dies nicht der Fall ist, sollten Metallik-Töne gewählt werden. Sie passen sich problemlos ein, weil sie als natürliche Farbe des Sportgeräts wahrgenommen werden.

Metall für den Rahmen: Holz, Aluminium, Kunststoff oder Stahl

Beim Grundmetall des Ruderergometers für den Rahmen stehen vier Möglichkeiten zur Auswahl, von denen allerdings nur drei wirklich infrage kommen: Kunststoff, Aluminium, Stahl oder Holz. Kunststoff ist wenig geeignet, weil es defektanfällig ist. Zudem ist das maximal zulässige Körpergewicht derart limitiert, dass sich das Rudergerät zum Abnehmen nicht eignet.

Ruderergometer aus Holz

Holz sieht sehr edel aus und garantiert für eine erstklassige Verarbeitung. Die entsprechenden Rudergeräte erinnern optisch an Kunstwerke und passen beispielsweise hervorragend ins Wohnzimmer. Das Holz bedarf allerdings einer besonderen Pflege. Außerdem sind die Ergometer in der Regel nicht zusammenklappbar. Eigenmontagen von Rudermaschinen aus Holz sind anspruchsvoll, da die Metallschienen, auf denen der Sitz entlangläuft, eingepasst werden müssen. Holz-Ergometer sind zudem kostspielig.

Stahl garantiert für ein solides und stabiles Rudergerät. Die Montage fällt der in der Regel leicht. Es existieren allerdings zwei Nachteile, die in Betracht gezogen werden sollten. Zum einen kostet Stahl mehr als beispielsweise Aluminium. Zum anderen ist er schwer. Wer über für einen festen Platz für das Ergometer verfügt, trifft mit einem Rudergerät aus Stahl die beste Entscheidung. Soll er jedoch häufig zur Seite geräumt werden, ist Stahl unpassend.

Aluminium ist das Gegenstück zum Stahl: Es ist leicht, gutmütig und günstig. Dafür ist es weniger solide. Mehrzweck-Ergometer basieren fast ausschließlich auf Aluminium. Einsteiger, die nicht wissen, ob eine Rudermaschine wirklich der passende Heimtrainer für sie ist, treffen mit diesem Material die passende Auswahl.

Garantie: Die meisten Verschleißteile geben nach zwei Jahren auf

Wer ein Ruderergometer kauft, erhält in der Regel drei Garantiezeiten: Auf die Verschleißteile, die Bremse und den Rahmen. Auf die Verschleißteile werden gängig die gesetzlich vorgeschriebenen zwölf Monate sowie ein weiteres Jahr Gewährleistung gegeben. Die durchschnittliche Garantiezeit für die Bremse richtet sich nach der Art des Widerstands. Hydraulik-Zylinder fallen unter Verschleißteile. Die weiteren Widerstände sollen garantiert drei bis fünf Jahre halten. Bei elektronischen Wirbelstrom-Bremsen schränken einige Hersteller allerdings auf zwei Jahre ein. Der Rahmen hat je nach Material und Hersteller eine Garantie von fünf, zehn oder sogar 30 Jahren.

Unterschiedliche Garantie-Zeiten je nach Gebrauchsumfeld

Es gibt allerdings vereinzelt Hersteller, die für die Garantie-Zeiten einen anderen Ansatz wählen. Sie unterscheiden nach Gebrauchsumfeld. Wird das Ruderergometer beispielsweise als Heimtrainer gebraucht, ist die Garantiezeit länger als bei der Nutzung im Studio.

Die Preisfrage: Was darf und was muss ein Ruderergometer kosten?

Die Spannbreite der Preise für Rudermaschinen ist breit. Sie beginnt im zweistelligen Bereich und geht bis in den vierstelligen. Zu günstig sollte das Ruderergometer nicht sein, wenn er Grundlage für das regelmäßige Training werden soll. Solide Einsteigergeräte kosten wenigstens 300 Euro. Wer ein zuverlässiges Gerät sucht, das technisch auf dem Stand der Zeit ist, und unterschiedliche Trainingsziele gezielt unterstützt, sollte wenigstens 600 Euro ausgeben. Leistungssportler sollten über Spitzenmodelle nachdenken. Mehrzweckgeräte kosten zumeist etwa 1000 Euro.

Günstigere Ruderergometer sind nicht grundsätzlich nutzlos. Sie eignen sich beispielsweise hervorragend für ein Aufwärmprogramm oder um andere Fitnessgeräte zu unterstützen. Wer beispielsweise einen Stepper, einen Crosstrainer oder ein Fahrrad-Ergometer sein Eigen nennt, kann diese Ausstattung durch ein preisgünstiges Rudergerät ergänzen.

Bei einigen Herstellern ist etwaige Trainings- oder Rennsoftware in den Preis eingeschlossen. Andere verkaufen sie separat. Darauf ist bezüglich des Preises speziell zu achten.

Wie wird der richtige Bewegungsablauf beigebracht?

Ruderergometer als Heimtrainer haben den Nachteil, dass es keinen Trainer gibt, der den richtigen Bewegungsablauf beibringen kann. Gerade Einsteiger sind jedoch anfällig dafür, mit einem falschen Bewegungsablauf zu arbeiten. Im besten Fall ist das Training weniger effektiv. Im schlimmsten Fall verdreht sich der Körper schmerzhaft.

Alle Hersteller bieten aus diesem Grund spezielle Hinweise. Die einfachste, günstigste und am wenigsten hilfreiche sind Bilder auf dem Ergometer. Drei oder vier Darstellungen illustrieren, wie der Bewegungsablauf funktionieren soll. Andere Hersteller bieten einen Link zu einer Homepage oder einem Video, um ausführlichere Erklärungen geben zu können. Bei Spitzenmodellen liegt in vielen Fällen eine ausführliche Trainings-DVD bei. Einige Hersteller bieten zudem Muster-Trainingspläne für Einsteiger und Fortgeschrittene.

Tipps für den richtigen Bewegungsablauf auf der Rudermaschine

Die richtige Kleidung beim Rudern

Auf einem Ruderergometer sollten Nutzer eine Hose tragen, die möglichst eng am Körper sitzt. Auf diese Weise verhindern sie, dass sich die Kleidung und Schienen, auf denen der Sitz läuft, verhakt. Aufgrund der Schweißbildung beim Rudern ist Funktionskleidung mit Dri-Fit-Einsätzen ratsam. Durch die intensiven Bewegungsabläufe reiben Haut und Kleidung mehr als auf anderen Sportgeräten aufeinander. Um schmerzhaften Druckstellen vorzubeugen, ist Sportkleidung mit Flachnähten deshalb empfehlenswert.

Von zentraler Bedeutung ist die gleichmäßige Kraftverteilung zwischen Armen und Beinen, um gleichmäßig effektiv zu arbeiten. Einsteigern fällt es in der Regel schwer, zu einer passenden Balance zu finden. Sie stoßen sich stärker mit den Beinen ab als sie mit den Armen ziehen, da sie mehr Kraft in den Oberschenkeln abgeben. Der Oberkörper wird weniger geschult – dies gilt auch für Rücken und Bauch. Fortgeschrittene neigen dazu, genau den gegenteiligen Fehler zu machen. Sie ziehen zu stark mit den Armen und vernachlässigen die Beine.

Richtig ist es, sich erst mit den Beinen abzustoßen, dann leicht nach hinten zu lehnen und erst anschließend die Arme zum Körper zu ziehen. Der Winkel, mit dem man sich nach hinten lehnt, beträgt maximal 45 Grad. Der Rücken bleibt gerade. Zurück wird der Bewegungsablauf in genau der entgegengesetzten Richtung durchgeführt. Von zentraler Bedeutung ist, dass eine runde Bewegung durchgeführt wird: abstoßen, nach hinten lehnen und ziehen sind drei Bestandteile eines Bewegungsablaufs und nicht drei getrennte Bewegungen. Ein klassischer Effekt, den Anfänger beispielsweise erleben, ist, dass sie sich so stark abstoßen, dass sie bereits mit der Kraft aus den Beinen den Widerstand komplett überwinden. Der Seilzug kann einfach aus dem Ergometer herausgezogen werden.

„Trockenübungen“ sind deshalb ratsam. Erst wird das schnelle Abstoßen, dann das Abstoßen mit nach hinten lehnen und schließlich beides in Kombination mit dem Ziehen geübt. Wer über ein gutes Rhythmus-Gefühl verfügt, erlernt den passenden Bewegungsablauf in der Regel innerhalb von Minuten.

Einsteiger sollten zudem versuchen, nur eine bestimmte Zahl von Zügen pro Minute zu machen, um ein Gefühl für das Ruderergometer zu bekommen. Die meisten Hersteller empfehlen 20 bis 25 Züge pro Minute. Mit steigender Trainingsleistung kann auch schneller gezogen werden.

Nützliche Pflegetipps und Alltagshinweise

Schwachstelle Seilzug

Schwachstelle Seilzug

Es liegt in der Natur der Sache, dass der Seilzug eines Ruderergometers besonders gefordert wird und deshalb zumeist das erste Teil ist, dass ausgetauscht werden sollte. Mindestens einmal pro Monat sollte der Seilzug mit den Fingern abgefahren und auf Risse untersucht werden. Sind diese spürbar, sollte der Seilzug sofort getauscht werden. Es macht aus diesen Gründen Sinn, stets einen Ersatz-Seilzug zur Hand zu haben. In der Regel ist der Wechsel sehr einfach.

Bei einem Riss muss der Seilzug getauscht werden, um zu verhindern, dass er unter Belastung reißt. Er könnte aus der Maschine herausschnellen und beispielsweise den Trainierenden verletzten. Zudem kann der gerissene Seilzug im Rudergerät großen Schaden anrichten, wenn er unkontrolliert hin- und her schlägt. Es ist deshalb unbedingt anzuraten, ihn tatsächlich regelmäßig zu überprüfen.

Wasserbremse: Passende Chlortabletten wählen

Wer ein Ruderergometer mit einer Wasserbremse kauft, muss bei der Pflege besonders aufpassen. Aus ökonomischen und ökologischen Gründen möchte man nicht nach jedem Training das Wasser wechseln. Deshalb muss mit Chlortabletten gearbeitet werden, damit sich im Tank keine Schadstoffe absetzen. Allerdings ist der Tank in der Regel aus Plastik oder einem sonstigen Kunststoff. Gleiches gilt für den Verdränger im Inneren, der das Wasser wegschiebt. Übliche Chlortabletten sind zu aggressiv und entwickeln eine ätzende Wirkung. Die Hersteller bieten in der Regel passende Tabletten für ihre Geräte an. Freie Hersteller führen für die am weitesten verbreiteten Rudergeräte günstigere Alternativen, die ebenfalls genutzt werden können.

Die Rollen des Sitzes dürfen nicht zu sehen sein

Hochwertige und qualitativ minderwertigen Ruderergometern lassen sich sehr einfach über die Rollen des Sitzes unterscheiden. Die Schienen und der Sitz müssen diese vollständig bedecken. Schaut man von oben auf den Sitz dürfen die Rollen genau so wenig wie beim Blick von der Seite zu sehen sein. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Rollen aus den Schienen springen.

Regelmäßig Staub entfernen

Regelmäßig sollte der Staub aus den Schienen entfernt werden. Ratsam wäre eine entsprechende Reinigung mindestens einmal im Monat. Die Schienen sind Staub- und Schmutzmagnete. Sie behindern das freie Spiel der Rollen. In extremen Fällen quietschen oder ruckeln die Rollen in den Schienen. Spätestens müssen Staub und Schmutz beseitigt werden.

Zur Reinigung: Microfasertuch, aber keinesfalls scharfe Mittel

Generell gilt: Ruderergometer werden mit Microfasertüchern gereinigt. Rahmen aus Metall können mit Wasser abgewischt werden. Holz sollte mit einem speziellen Öl bearbeitet werden. Keinesfalls dürfen zu scharfe Reinigungsmittel zum Einsatz kommen. Es lässt sich nicht vermeiden, dass ein Teil der Reinigungsmittel die Verschleißteile erreicht. Wird mit zu scharfen Mitteln gearbeitet, nehmen jene Schaden.

Scharniere und bewegliche Elemente regelmäßig schmieren

Es ist zwingend, dass alle beweglichen Elemente und insbesondere die Scharniere von Rudermaschinen regelmäßig geschmiert werden. Dafür eignen sich handelsübliche Schmierfette, beispielsweise aus Silikon. Die Häufigkeit hängt vom jeweiligen Modell und Hersteller ab. Einige Ruderergometer sind gutmütig und müssen nur alle drei Monate entsprechend gepflegt werden. Bei der Mehrzahl der Maschinen für den Heimgebrauch liegt die Frequenz jedoch bei einem bis zwei Monaten. Diese Angaben beziehen sich auf regelmäßige Trainings. Einige Hersteller geben deshalb auch etwas andere Informationen und schreiben beispielsweise, dass alle 100 Einheiten die Scharniere zu schmieren sind.

Fragen und Antworten rund um Ruderergometer

Welche Zeit auf einem Ruderergometer ist mit den Werten von Amateur-Rudervereinen auf dem Wasser vergleichbar?

Die Schlagfrequenz drückt die Anzahl von Schlägen pro Minute aus. Auf dem Wasser beträgt diese 22 bis 24 Schläge pro Minute. Die meisten Vereine setzen sich dabei als Ziel, 500 Meter in unter zwei Minuten zu fahren (innerhalb einer Trainingseinheit von insgesamt 40 Minuten). Wer nur 1.000 Meter zurücklegt, sollte für diese Distanz mit der obigen Frequenz etwa 3,5 Minuten benötigen. Hierfür empfiehlt es sich, einen mittleren Widerstand zu wählen.

Welche Vor- und Nachteile bieten Heim-Ruderergometer gegenüber Modellen in Fitnessstudios?

Rudergeräte in Fitnessstudios sind zumeist von ausgezeichneter Qualität und werden regelmäßig gewartet. Die meisten Studios reinigen sie täglich oberflächlich und einmal pro Woche intensiv. Sie sind so gute Allrounder und eignen sich beispielsweise sehr gut zum Testen, ob diese Art der Fitness zu einem passt.

Ruderergometer im Studio lassen sich aber beispielsweise nicht mit einem persönlichen Profil ausstatten. Sie bieten keine Anbindung an Apps. Zudem können sie von anderen Mitgliedern belegt sein. Wer schwerpunktmäßig mit einem Rudergerät trainiert, gibt mittel- und langfristig weniger für die Anschaffung eines eigenen Geräts als für die Mitgliedschaft im Studio aus.

Wie laut werden Rudergeräte?

Einzig Rudermaschinen mit Luftwiderstand haben eine deutlich wahrnehmbare Lautstärke. Alle anderen Varianten sind leise und können auch in Wohnungen mit dünnen Wänden verwendet werden, ohne die Nachbarn zu verärgern.

Beim Luftwiderstand hängt es von der Qualität des Rudergeräts ab. Sehr billige Geräte werden unangenehm laut. Bessere Geräte verfügen über eine Dämmung, die einen Teil des Pegels filtert. Die meisten Ruderergometer mit einer Luftbremse können so beispielsweise vom Geräusch eines Fernsehers oder von Musik relativ effektiv überdeckt werden. Zu beachten ist allerdings, dass die Seilzuggeräte nach unten durch die Kraftübertragung schallen können. Dies gilt insbesondere dann, wenn Slides zum Einsatz kommen. Im unteren Stockwerk ist ein dumpfer, leicht dröhnender Laut wahrnehmbar.

Weiterführende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich. Wir haben die Ruderergometer nicht selbst getestet.

Das ETM-TESTMAGAZIN hat 2016 insgesamt 15 Rudergeräte einem Test unterzogen. Besonderen Wert haben die Redakteure auf die Ausstattung, die Handhabung, die Funktionalität und den Trainingscomputer gelegt. Das Aquon Evolution von Finnlo konnte mit einer Wertung von 95,15 Prozent den Sieg erringen und in sämtlichen Kategorien gute Ergebnisse erzielen: Der Widerstand lässt sich leicht verstellen, es sind mehrere Programme verfügbar und die Bedienung des Computers gestaltet sich einfach. Das Christopeit Sport Lugano ist mit 80,35 Prozent das Schlusslicht des Tests. Neben der geringen Programmvielfalt und der erschwerten Bedienung des Trainingscomputers fiel das Gerät vor allem durch seine komplizierte Montage und die geringe Standsicherheit negativ auf. Allerdings ist es mit etwa 400 Euro auch das günstigste Modell im Test. Der Preis-Leistungs-Sieger ist das Rower Cardio XI von AsVIVA. Auch wenn das Gerät wenige Widerstandsstufen und eine geringe Programmauswahl bietet, ist es auffällig leise und darüber hinaus mit rund 500 Euro sehr preiswert.

Im Jahr 2018 hat die Testzeitschrift Haus & Garten Test hat zwei Rudergeräte auf den Prüfstand gestellt. Bei den getesteten Ergometern handelt es sich um das Stoksman Wasserrudergerät von Capital Sports und das Ruderergometer 8.1 von Maxxus. Das Gerät von Capital Sports besteht aus Buche-Echtholz und macht optisch mehr her als der Konkurrent. Der Widerstand, gegen den der Ruderer antritt, wird durch einen Wassertank erzeugt. Anders als beim Ruderergometer von Maxxus: Hier rudert der Anwender gegen einen Luftwiderstand an. Die integrierte elektronische Magnetbremse erhöht den Schwierigkeitsgrad bei Bedarf. Beide Geräte sind ungefähr gleich groß und schwer. Das Stocksman von Capital Sports ist für rund 1.300 Euro zu haben, während das Modell von Maxxus mit 900 Euro ein wenig günstiger ist.

Marvin Dharmawan

Marvin Dharmawan

24.11.2020