Standboxsack-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

  • Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Standboxsack eignet sich für Kinder und Erwachsene, die sich für den Boxsport begeistern – egal ob absolute Einsteiger oder Fortgeschrittene.
  • Sie können einen Standboxsatz bequem zu Hause nutzen und damit jederzeit trainieren.
  • Mit dem Boxsport trainieren Sportler ihr Reaktionsvermögen, ihre Koordination, Körperfitness sowie den Aufbau von Muskeln. Darüber hinaus hilft Boxen beim Stressabbau.
  • Neben stehenden und hängenden Boxsäcken gibt es auch Boxdummys und aufblasbare Ausführungen.
  • Achten Sie bei der Auswahl vor allem auf die Größe und die richtigen Füllmaterialien.

Ideale Trainingspartner für zu Hause

Aufgrund der Corona-bedingten Schließungen von Fitnessstudios interessieren sich immer mehr Sportbegeisterte für die Einrichtung eines Homegyms. Falls Sie in Zeiten der Pandemie nicht auf sportliche Betätigung, etwa das Boxtraining, verzichten möchten, haben Sie zwei Optionen: Entweder Sie verlagern den Sport nach draußen und setzen sich damit den jeweils vorherrschenden Wetterbedingungen aus oder Sie trainieren in den eigenen vier Wänden.

Das Heimtraining hat auch losgelöst von der Coronakrise zahlreiche Vorteile. Unter anderem bleibt die Anfahrt zum Fitnessstudio aus, was ebenso bequem wie zeitsparend ist. Noch dazu sind Sie unabhängig von den Öffnungszeiten. Zwar müssen Sie für die Anschaffung des gewünschten Equipments zunächst etwas Geld investieren, dafür sparen Sie sich die Kosten einer Mitgliedschaft im Fitnessstudio sowie eventuell anfallende Fahrtkosten. Möchten Sie sich zu Hause beispielsweise ein eigenes kleines Boxstudio auf die Beine stellen, benötigen Sie lediglich einen Standboxsack und Boxhandschuhe. Verzichten Sie dafür auf den Besuch im Fitnessstudio, haben sich die Ausgaben schnell amortisiert.

Die positiven Effekte des Boxtrainings

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Boxen und das damit verbundene Trainieren am Boxsack fördert die Reaktionsfähigkeit, Koordination, Fitness und den Muskelaufbau, weil Sie dafür verschiedenste Schlag- und Tritttechniken erlernen müssen. Das Training entspricht also einem Ganzkörper-Workout. Wer sich lediglich hin und wieder auspowern möchte, etwa um Stress abzubauen, ist mit einem Standboxsack – umgangssprachlich als Sandsack geläufig – ebenfalls gut bedient. Absolute Einsteiger informieren sich am besten über die Basics gängiger Schläge und Tritte.

Die folgende Übersicht veranschaulicht, welche positiven Auswirkungen das Boxtraining hat:

  • Reaktionsfähigkeit und Schnelligkeit
  • Koordination
  • Körperliche Fitness und Ausdauer
  • Aufbau von Muskelpartien im gesamten Körper
  • Abbau von Stress
  • Ausgleich zum Alltag
  • Allgemeines Wohlbefinden nach dem Sport

Wie ist ein Boxsack aufgebaut?

Boxsäcke sind für gewöhnlich zylindrisch geformt. Außen bestehen sie aus Kunstleder, Leder oder Nylon, gefüllt sind sie meistens mit Kunststoffgranulat oder Textilresten. Auch wenn es der Name missverständlicher Weise denken lässt, sind die Säcke normalerweise nicht mit Sand gefüllt. Die hängenden Varianten werden mittels einer Aufhängevorrichtung an einer Zimmerdecke befestigt. Standboxsäcke stehen dagegen auf dem Boden, wo sie durch einen äußerst stabilen Standfuß Halt finden. Einige Modelle werden im Boden verschraubt, andere stehen frei. Ein Federgestell sorgt für das freie Schwingen bei Boxsäcken. Hängende Modelle benötigen stattdessen eine Kette, die sie schwingen lässt. Standboxsäcke punkten nicht nur mit ihrem schnellen Aufbau, sondern überzeugen auch in puncto Platzersparnis und Flexibilität.

Diese Boxsackarten gibt es

Boxsäcke gibt es sowohl in hängender als in auch stehender Ausführung. Sie unterscheiden sich voranging in ihrer Montageart, womit verschiedene Vor- und Nachteile einhergehen.

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Boxsäcke gibt es als hängende und stehende Variante.

Hängende Boxsäcke

Hängende Boxsäcke sind die Klassiker unter den Trainingsgeräten im Boxsport. Da sie an einer Kette von der Decke hängen, entfällt der Standfuß und damit auch die Gefahr des Umstürzens. Preislich liegen die Hängesäcke unter den Standboxsäcken, noch dazu ist die Auswahl größer. Allerdings ist eine robuste Deckenmontage nötig, die nicht in allen Wohnungen möglich ist: Viele Mieter dürfen beispielsweise nicht einfach in die Decke bohren. Hinzu kommt, dass in Altbauten mitunter Stuck an der Decke verbaut ist, der durch die Befestigung Schaden nehmen würde.

VorteileNachteile
Keine UmsturzgefahrRobuste Montage an der Decke erforderlich
GünstigerIn Mietwohnungen eventuell nicht erlaubt
Große AuswahlRaumeinnehmend
Leiser beim SchlagenAufwendige Umplatzierung

Standboxsäcke

Standboxsäcke punkten mit ihrer einfachen Montage, ihrer Platzersparnis und ihrer Flexibilität. Vor allem in Mietwohnungen kann es vorkommen, dass Sie keine großen Löcher in die Decke bohren dürfen – hier kommen Standversionen gelegen. Sie sind flexibel zu positionierbar, falls sie zu Hause etwa keinen festen Platz erhalten. Berücksichtigen Sie jedoch, dass Standboxsäcke durch das Befüllen des Standußes etwas schwerer sind.

VorteileNachteile
Unkomplizierter AufbauHöheres Gesamtgewicht
Kein Zubehör für die Installation erforderlichTeurer
Einfach umstellbarEtwas weniger stabil
FlexibelLauter beim Schlagen

Für wen eignet sich ein Boxdummy?

Ein sogenannter Boxdummy ist einem Standboxsack sehr ähnlich. Statt eines einfachen Sacks ist hier jedoch eine Puppe mit der Physiognomie eines Sparringpartners abgebildet, die sich stärker bewegt als ein gewöhnlicher Sack. Fortgeschrittene Boxer oder sehr ambitionierte Anfänger können mit einer solchen Ausführung gezielter üben und ihre Schläge sowie Tritte genauer auf einzelne Körperpartien richten. Boxtrainer, die auch Selbstverteidigungskurse anbieten, verwenden manchmal Dummies dieser Art, um die Situationen so realistisch wie möglich nachzustellen. Für Hobby-Boxer reichen normale Boxsäcke jedoch in der Regel aus – zumal die Dummys preislich deutlich über herkömmlichen Standboxsäcken liegen.

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Boxdummys bieten durch ihre menschenähnliche Physiognomie realistischere Trainingsbedingungen.

Ist ein aufblasbarer Standboxsack für ein professionelles Training geeignet?

Ein aufblasbarer Boxsack eignet sich weniger für ambitionierte Boxtrainings. Er weist nicht die Standfestigkeit auf, die dafür nötig ist. Stattdessen kommt er für Kinder infrage, die sich erst einmal ausprobieren, oder für Erwachsene, die lediglich hin und wieder Stress abbauen möchten. Falls Sie noch nicht wissen, ob das Boxen die richtige Sportart für Sie ist, und es zunächst austesten möchten, können Sie ebenfalls auf ein solches Modell zurückgreifen. Schließlich ist ein aufblasbarer Boxsack bereits sehr günstig erhältlich. In den Punkten Langlebigkeit und Nachhaltigkeit steht er jedoch hinten an.

Darauf kommt es beim Kauf eines Standboxsacks an

Informieren Sie sich zuerst über die richtige Größe, das Material sowie angemessene Füllmengen und -materialien. Insbesondere zum Thema Füllmaterialien gibt es einiges, das Sie bei der Kaufentscheidung berücksichtigen sollten.

Größe

Vor dem Kauf eines Standboxsacks empfiehlt es sich, die eigene Körpergröße auszumessen. Die passende Boxsackgröße erhalten Sie, wenn Sie zu Ihrer Körpergröße etwa zehn Zentimeter hinzurechnen. Dadurch gewährleisten Sie, dass der neue Boxsack perfekt auf Ihre Körpermaße abgestimmt ist.

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Optionen zur Höhenverstellung sind insbesondere dann praktisch, wenn verschiedene Personen den Boxsack nutzen. Dafür eignen sich beispielsweise Teleskop-Lösungen. Ab einer Größe von 1,60 Meter gilt ein Standboxsack als Ausführung für Erwachsene. Für kleinere Sportler und Kinder gibt es entsprechend kleinere Versionen. Ebenso bieten Hersteller für sehr große Menschen Modelle an, die bis zu 2,00 Meter hoch sind. Die Größenangaben sind normalerweise in Höhe x Durchmesser in den Herstellerangaben zu finden.

Außenmaterial

Das Äußere von Boxsäcken besteht heutzutage aus Kostengründen nur noch sehr selten aus echtem Leder. Die meisten Ausführungen sind aus Kunstleder, Nylon oder Vinyl gefertigt. Diese Materialien zeichnen sich durch ihre Reißfestigkeit und Langlebigkeit aus. Von anderen Materialien ist eher abzuraten.

Füllgewicht des Boxsacks

Beim Füllgewicht des Boxsacks orientieren Sie sich bestenfalls an dem geläufigen Wert von circa 60 Kilogramm. Für sehr kräftige Personen kann es jedoch sinnvoll sein, ein paar Kilogramm mehr zu bemessen. Das Gewicht steht außerdem immer in Abhängigkeit zur Größe des jeweiligen Boxsacks: Je größer er ist, desto schwerer sollte auch das Füllgewicht sein.

Füllgewicht des Standfußes

Auch beim Standfuß empfiehlt sich, ein Füllgewicht von mindestens 60 Kilogramm einzuplanen. Handelt es sich um einen größeren Boxsack, sollten Nutzer auf ein Füllgewicht von 100 oder sogar 150 Kilogramm achten. Wichtig ist, dass der Boxsack während des Trainings fest auf dem Boden stehenbleibt und nicht anfängt, hin und her zu rutschen. Beachten Sie zudem, dass Sie den Standfuß selbst befüllen müssen.

Wenn der Boxsack rutscht

Die Größe passt, das Füllgewicht ist ausreichend, doch der Sack rutscht trotzdem hin und her? Bei einem glatten Boden wie beispielsweise Laminat oder Fliesen schaffen Anti-Rutsch-Matten Abhilfe.

Materialfüllung für den Sack

Für die Befüllung des Boxsacks eignen sich verschiedene Materialien, doch nicht alle sind perfekt. Von Stofffetzen über Schaumstoff oder einer Kombination aus beidem bis hin zu Kunststoffgranulat, Mais und Sägespänen ist prinzipiell alles möglich. Sand eignet sich für die Füllung weniger, da er in der Masse erstens sehr schwer wird, was zu einem unnötig hohen Eigengewicht des Sacks führt, und zweitens so hart ist, dass die Schläge und Tritte gegen den Sack die Gelenke zu sehr beanspruchen würden.

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Auch von Materialien wie Mais, Reis oder Sägespänen ist eher abzuraten – hier besteht eine ähnliche Problematik wie bei Sand. Sie sind zu schwer, außerdem ziehen Lebensmittel Feuchtigkeit, wodurch langfristig Schimmelgefahr besteht. Sie sollten den Sack also mit Textilresten befüllen. Die Materialdichte ist angenehm, das Gewicht nicht zu schwer und die Beschaffung relativ einfach. Falls Sie noch alte Textilreste aus dem Kleiderschrank für diese Zwecke entbehren können, fallen nicht einmal zusätzliche Kosten an.

Ein integrierter Reißverschluss ist dann ideal, wenn Sie das Material zwischendurch austauschen möchten – beispielsweise, wenn Kinder mittrainieren. Für eine sehr weiche Füllung eignen sich Schaumstoffreste; Stoffreste in Kombination mit Schaumstoff funktionieren ebenfalls. Für eine weiche Innenwand im Sack polstern Nutzer den Rand mit Schaumstoff aus und befüllen den Rest des Sacks mit Stoffresten.

Des Weiteren bieten Hersteller speziell für die Befüllung von Boxsäcken angefertigte Kunststoff-, Gummi- oder Korkgranulate an. Diese Materialien kosten zwar extra, bieten dafür aber ein besonders gelenkschonendes Training, da sie elastisch sind und eine geringe Dichte besitzen.

Preisspanne

Die Durchschnittspreise für Standboxsäcke liegen bei 180 bis 200 Euro, für circa 100 Euro werden Interessierte jedoch ebenfalls fündig. Besonders hochwertige, dafür aber teurere Modelle kosten bis zu 500 Euro. In dieser Preiskategorie bewegen sich auch die sogenannten Boxdummys. Aufblasbare Standboxsäcke kosten lediglich 20 bis 30 Euro. Sie eignen sich allerdings weniger für ambitioniertes sportliches Training.

Hinweise zur Befüllung und Sicherheit

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Damit auch Boxanfänger auf ihre Kosten kommen, folgen ein paar hilfreiche Informationen. Wie für alle Sportarten steht beim Boxen ebenfalls die eigene Gesundheit im Vordergrund. Einsteiger fangen am besten mit leichten Schlägen und Tritten an. Absolvieren Sie kurze Trainings und steigern Sie sich langsam. Ein Aufwärmprogramm ist ebenfalls dringend zu empfehlen. Personen, die sich vorab wenig oder gar nicht mit dem Boxsport beschäftigt haben, starten idealerweise mit einem angeleiteten Video, um sich über die Techniken zu informieren.

Was fülle ich zur Beschwerung in den Standfuß?

Für die Befüllung des Fußes eignen sich je nachdem, wo Sie trainieren, Sand, Kiesel oder Wasser. Wasser ist für die Nutzung in Wohnungen mit empfindlichem Holzfußboden zum Beispiel weniger geeignet. Allerdings bietet es den Vorteil, dass es nicht erst beschafft werden muss. Viele Boxer verwenden alternativ Sand oder kleine Kiesel, die sich am besten mithilfe eines Trichters in den Fuß füllen lassen. Vor allem bei Wasser ist diese Vorgehensweise hilfreich, um ein Verschütten zu vermeiden. Es besteht zudem die Möglichkeit, den Sand zu befeuchten. Da Sand eine bessere Standfestigkeit bietet als Wasser, benötigen Sie in der Regel etwas weniger davon als für eine Wasserfüllung. Planen Sie für die Befüllung ein Minimum von 60 Kilogramm ein.

Falls Sie vorhaben, den Boxsack zu transportieren, empfiehlt es sich, das Material vorher zu entfernen. Dafür drehen Sie den Standfuß einfach um. So fließt das Wasser beziehungsweise rieselt der Sand heraus.

Sollte ich Sicherheitsequipment wie Boxhandschuhe und einen Zahnschutz tragen?

Boxhandschuhe und -bandagen gehören zur Grundausstattung von Boxsportlern. Das Equipment ist sowohl für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene wichtig, um die Hände und die Handgelenke während der Schläge zu schonen. Außerdem beugt es Verletzungen vor und ermöglicht ausgiebige Trainingssessions. Ein Zahnschutz ist lediglich dann zu empfehlen, wenn Sie mit einer anderen Person trainieren. Üben Sie zunächst nur am Boxsack, ist ein Zahnschutz nicht zwingend notwendig. Beachten Sie jedoch, dass auch ein zurückfedernder Standboxsack Zahnschäden verursachen kann.

Weiterführende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich. Wir haben die Standboxsäcke nicht selbst getestet.

Bei der Suche nach weiterführenden Testberichten versuchen viele Verbraucher ihr Glück zuerst beim renommierten Testportal der Stiftung Warentest. Allerdings werden Suchende hier nicht fündig: Weder die Stiftung Warentest noch ÖKO-TEST oder andere Test-Websites wie das ETM-Testmagazin oder die Testzeitschrift Haus & Garten Test führten bislang einen Standboxsack-Test durch beziehungsweise verglichen Boxsäcke allgemein miteinander.

Miriam

Miriam

24.11.2020