Sportuhr-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

  • Das Wichtigste auf einen Blick
  • Sportuhren helfen, Trainingsintensität und Trainingsbelastung zu steuern.
  • Die Trainingsleistung kann dank der Auswertungen gesteigert werden.
  • Es gibt verschiedene Gattungen und Spezialisierungsgrade von Sportuhren.
  • Viele Sportuhren können mithilfe von Apps individualisiert werden.
  • Die Preise reichen von etwa 20 Euro bis zu mehreren Hundert Euro.

Sportuhren: Trainingsprogramm und Belastungssteuerung optimieren

Trainingserfolg oder Frust bei den Einheiten – die richtige Sportuhr stellt diesbezüglich einen entscheidenden Faktor dar. Moderne Uhren dieser Art liefern mittlerweile derart viele Daten, dass neben den zahlreichen Hobby- und Freizeitsportler selbst Profis ihr Trainingsprogramm anhand der angezeigten Werte optimal ausbalancieren können.

Ob zum Beispiel die Herzschläge pro Minute, die Anzahl der Schritte, die Streckenlänge und teilweise sogar die Vertikalbewegung der Füße – die Features und Funktionsvielfalt einer Sportuhr helfen Sportlern dabei, persönliche Leistungsgrenzen im gesundheitsverträglichen Rahmen nach oben zu verschieben.

Daten liefern entscheidende Hinweise auf Fehler beim Training

Gerade Anfänger profitieren ungemein von Sportuhren und ihren integrierten Funktionen. Zum einen hilft eine solche Uhr bei der Belastungssteuerung. Oftmals übertreiben es gerade Einsteiger mit den sportlichen Aktivitäten. Zu viel Belastung tut dem eigenen Körper, besonders dem Herz-Kreislauf-System, nämlich absolut nicht gut. Zum anderen können Anwender durch die Auswertung der Daten typische Fehler beim Training erkennen. So sorgen zum Beispiel beim Laufen respektive beim Joggen zu wenige und zu große Schritte oder etwa auch zu hohe Sprungbewegungen zwischen den Schritten für Knieschmerzen.

Falsches Training ist häufig ein Grund, warum das Training schnell wieder vernachlässigt oder gar ganz eingestellt wird. Mit einer auf die individuellen Bedürfnisse und die jeweilige Sportart ausgerichteten Sportuhr können Fehler dieser Art schnell erkannt und bereits bei der nächsten Einheit korrigiert werden.

Fun Fact: Mit dieser Uhr leben Sie gefährlich!

Das Modell F-91W von Casio ist ein klassisches, günstiges und funktionales Modell mit integrierter Stoppuhr. Allerdings sollte sie nicht unbedingt am Flughafen oder auch wichtigen politischen Veranstaltungen getragen werden. Denn Casios wasserdichte F-91W gilt als typische Uhr von Terroristen.
Sogar Osama Bin Laden trug eine solche Uhr. Zudem wurde sie bereits mehrmals für Bombensprengsätze verwendet. Daher befindet sich die Uhr in den USA seit Jahren auf der Liste der Gegenstände, die auch unbescholtene Touristen zu Terrorverdächtigen machen. Andererseits gilt der Klassiker aus den 1980er-Jahren auch als modische Kult-Uhr. Ob das etwas mit ihrem gefährlichen Image zu tun hat?

Sportuhren bieten eine breit gestreute Palette an Funktionen

Zusätzlich zur reinen Zeitanzeige haben die Hersteller ihre Modelle mit vielen weiteren Funktionen ausgestattet. Nicht alle jedoch auf die Ermittlung und Kontrolle von Daten während des Trainings ausgerichtet. Es geht auch immer um die Erreichbarkeit, um zusätzliche Tools wie Sport-Apps und sogar um Ernährungsfragen und einen erholsamen Schlaf.

Die wichtigsten Funktionen und Eigenschaften von Sportuhren

Was können Sportuhren leisten und wodurch zeichnen sie sich aus? Die Liste gibt einen Überblick:

FunktionEigenschaft
SchrittzählerIntegrierte Sensoren protokollieren die Schritte des Nutzers.
BlutdruckmesserEr kontrolliert und dokumentiert den Blutdruck bei sportlichen Aktivitäten.
KalorienzählerDiese Funktion hilft beim Errechnen des Energieumsatzes.
SchlaftrackerDiese Zusatzfunktion dient zur Schlafüberwachung. Ein erholsamer Schlaf ist für eine gesunde Lebensführung ebenso wichtig wie eben ausreichend Bewegung und die richtige Ernährung.
WasserdichtigkeitIn der Regel sind Sportuhren wasserdicht. Dies ist insbesondere für Schwimmer wichtig, hilft aber auch bei allen anderen Outdoor Sportaktivitäten, wenn es regnet.
GPSDas globale Satellitennavigationssystem sorgt dafür, dass Sportler beim Joggen, Walken, Wandern oder Radfahren stets auf dem richtigen Kurs bleiben. Außerdem kann mittels GPS auch die zurückgelegte Strecke exakt gemessen werden.
WhatsAppUm die Erreichbarkeit zu gewährleisten, erlauben einige Sportuhren auch den Zugriff auf den Instant-Messanger WhatsApp. Es können sowohl Nachrichten empfangen als auch gesendet werden.
Audio-PlayerNahezu alle Sportuhren spielen Musik ab. So wird jede Trainingseinheit mit dem richtigen Sound untermalt.
BluetoothIn der Regel lassen sich Sportuhren dank des digitalen Nahbereichsfunks Bluetooth unkompliziert mit dem Smartphone verbinden. Das ermöglicht zum Beispiel den Zugriff auf Sport- und Trainings-Apps.
DesignSportuhren gelten mittlerweile auch als modisches Accessoire beziehungsweise als Schmuck-Alternative, daher ist die Mehrzahl der Geräte optisch attraktiv gestaltet.

Individuelle Anforderungen an eine Sportuhr als Kaufkriterium

Die Anforderungen an eine Sportuhr unterscheiden sich oft enorm. Nicht jeder Freizeitsportler benötigt ein funktionell hochgezüchtetes Modell. In vielen Fällen reichen auch Uhren mit vergleichsweise wenigen Funktionen und Features. Wichtig ist vor allem, dass eine Sportuhr bedarfsgerechte Attribute aufweist und Daten liefert, die einen tatsächlichen Mehrwert – auf die ausgeübte Sportart bezogen – liefert. Wer zum Beispiel einfach nur gerne nach Feierabend oder in der Mittagspause joggt oder Fahrrad fährt, kommt meistens auch mit einer abgespeckten Version zurecht.

Kleiner, aber feiner Unterschied zwischen Sportuhren und Fitness-Trackern

Beliebt sind hier zum Beispiel Fitness-Tracker. Die Unterschiede zwischen einem reinen Fitness-Tracker sind dabei gar nicht mal so groß. Zwar bieten die Fitness-Tracker teilweise einen reduzierten Funktionsumfang, aber die wesentlichen Unterscheidungsmerkmale betreffen die Optik. Während die Tracker-Varianten in der Regel mit kleineren Displays und schmaleren Armbändern aufwarten, sehen Sportuhren mit ihren oftmals runden Zifferblättern meistens eher wie klassische Armbanduhren aus. Meistens werden Uhren dieser Art daher auch dann getragen, wenn sportliche Aktivitäten keine Rolle spielen.

Sportuhren lassen sich in mehrere Gattungen unterteilen

Sportuhren werden also generell im Hinblick auf ihre Funktionen unterschieden. Im Folgenden finden Sie eine Auflistung und Skizzierung der verschiedenen Sportuhren-Gattungen mit den jeweiligen Funktionen und ihren typischen Merkmalen.

1. Stoppuhren: Die eigenen Zeiten grob im Blick behalten

Dies ist die preisgünstigste Variante. Armbanduhren mit Stopp-Funktion gibt es im Handel bereits ab rund 20 Euro. Von der Funktionalität her können mit Uhren dieser Art Zeiten gestoppt sowie zum Beispiel Runden gezählt werden. Allerdings müssen Anwender die Zeiten und die Runden dabei manuell per Knopfdruck stoppen beziehungsweise zählen. In dieser Leistungsklasse verfügen die Uhren generell nicht über automatische respektive intelligente Einstellungsmöglichkeiten. Vorzugsweise sollte eine Stopp-Uhr zudem ein Armband mit Standard-Stegbreiten von 20 oder 22 Millimetern aufweisen. Armbänder mit kleineren Stegbreiten verschleißen schnell, wenn sie häufig getragen werden.

Eine Stoppuhr ist im Grunde genommen nur für Läufer oder zum Beispiel Radfahrer geeignet, die ihren eigenen Leistungs- und Fitnessstand kennen und gut einordnen können. Dann hilft diese günstige Sportuhr dabei, die eigenen Zeiten zumindest grob im Blick zu behalten. Die Uhren speichern auch keine Zeiten und synchronisieren die entsprechenden Daten nicht mit Sportportalen im Internet. Wer aber Werte über seinen Fitnesszustand und Daten über die absolvierten Trainingszeiten abrufen möchte, ist mit dieser Sportuhren-Gattung nicht gut beraten.

Tipp: Auf die Verfügbarkeit von Batterien achten

Beim Kauf einer Stoppuhr sollten Sie immer darauf achten, dass die Batterie leicht zu wechseln ist und es sich um ein bekanntes Modell handelt. Ansonsten kann der Austausch der Batterie teuer werden und ein kompletter Neukauf einer Stoppuhr die günstigere Lösung.

2. Pulsuhren: Die richtige Trainingsbelastung identifizieren

Der Name Pulsuhr ist nicht unbedingt geläufig; vielmehr wird direkt immer von einer Sportuhr oder einer Fitness-Uhr gesprochen. Fakt ist aber dennoch, dass die Pulsuhren aktuell die an der weitesten verbreitete Gattung innerhalb des Sportuhren-Segments darstellt. Der Name ist hierbei auch gleichzeitig Programm. Denn Pulsuhren sind in erster Linie darauf spezialisiert, die Druckwelle des durch die Adern gepressten Blutes – also den Puls – zu messen. Ältere Modelle arbeiten dabei meistens mit einem Brustgurt, während die modernen Varianten den Puls mit optischen Sensoren am Handgelenk ermitteln.

Die Erfahrung und auch entsprechende Testergebnisse zeigen, dass die Messungen in der Regel ausreichend genau sind. Wer allerdings besonders Wert auf das Messen von kurzen Pulsspitzen legt, wird bei vielen Pulsuhren mit optischen Sensoren enttäuscht sein. Denn diese Messungen können sie häufig nicht liefern, da sie nicht präzise erfasst werden. Dafür aber zeichnen die Pulsuhren mit optischer Messung den Puls über einen ganzen Tag in zumeist periodischer Form auf. Zudem kann der Puls mit den modernen Varianten auch im Schlaf aufgezeichnet werden.

Achten Sie darauf, dass Sie sich eine Pulsuhr zulegen, die neben der reinen Frequenz des Herzschlages insgesamt fünf weitere Herzfrequenzzonen auswirft. Denn nach sportmedizinischen Erkenntnissen erzielt jeder dieser Pulsbereiche eine bestimmte Wirkung auf den menschlichen Körper. An den Ergebnissen lässt sich ablesen, wie hoch die Trainingsbelastung sein darf. Die Bandbreite reicht hierbei von einem leichten Herz-Kreislauf-Training mit einem vergleichsweise niedrigen Puls bis hin zum anaeroben Bereich mit sehr schnellem Puls. Bei letzterem Szenario ist der Sauerstoffbedarf sehr hoch und kann vom Körper nicht wirklich gedeckt werden.

Eine hochwertige Sportuhr respektive Pulsuhr legt im Vorfeld die einzelnen Pulsbereiche grob fest. Als Grundlage dienen dabei das Geschlecht und das Alter. Moderne Pulsuhren mit entsprechender Qualität erlauben es aber auch, die jeweiligen Pulsbereiche manuell festzulegen. Das ist gerade dann ein großer Vorteil, wenn die Herzfrequenz – aus gesundheitlichen Gründen oder wegen eines guten Trainings- und Fitnesszustands – nicht im Normalbereich liegt.

Tipp: Pulsuhren eignen sich hervorragend für das Intervalltraining

Wer gezielt Schnelligkeit und Ausdauer verbessern möchte, muss in verschiedenen Pulsbereichen trainieren. Intervalltraining stellt hierbei die beste Lösung dar. Daher muss immer darauf geachtet werden, dass Sportuhren diesen Modus auch tatsächlich im Portfolio haben. Wichtig ist zudem, dass, sich eben die Randbedingungen für ein gezieltes Intervalltraining auch festlegen lassen. Verfügen Sie über eine Sportuhr mit GPS-Streckenmessung, können die Pulsbereiche auch durch Tempobereiche ersetzt werden.

3. Fitness-Uhren: Hochwertige Modelle bieten eine beeindruckende Funktionalität

Sportuhren dieser Gattung vereinen die Funktionen von Fitness-Tracker und herkömmlicher Uhr. Die Zielgruppe rekrutiert sich aus Personen, die sich den ganzen Tag über mehr bewegen und ihren Fitnesszustand verbessern möchten. Dank der Fitness-Uhr erhalten sie dabei Werte und Daten, die Fitness und Gesundheit dokumentieren. Es kommt hierbei noch nicht einmal immer auf die Qualität beziehungsweise auf die Aussagekraft der Daten an. Denn viele Freizeitsportler nutzen die Zahlen, um sich selbst zu motivieren.

Ein Schrittzähler fungiert bei dieser Uhren-Gattung daher auch als die Hauptfunktion. Zudem ist meistens eine automatische Blutdruckmessung sowie eine Analyse-Funktion für die Schlafauswertung integriert. Dagegen verzichten die Hersteller der Fitness-Uhren auf typische Sport-Funktionen, wie sie zum Beispiel bei der Stopp-Uhr zu finden sind. Bei höherwertigen Modellen haben Sie allerdings häufig Zugriff auf eine Musiksteuerung; zudem werden Trainingseinheiten auf dem Display angezeigt. Im Allgemeinen bewerten Fitness-Uhren gezielt die reine Bewegungsfreudigkeit des jeweiligen Trägers. Fitness-Uhren weisen üblicherweise den Formfaktor einer klassischen Uhr auf.

Viele Fitness-Uhren können allerdings via Smartphone auf bestimmte Apps beziehungsweise auf entsprechende Sport-Portale zugreifen. Beim Kauf einer Fitness-Uhr sollten Sie sich hier vorab genau über die zur Verfügung stehenden Apps informieren. Hier gibt es nämlich teilweise deutliche Unterschiede. So konzentrieren sich zum Beispiel Hersteller von Fitness-Uhren wie Sigma, Polar und Garmin vorzugsweise auf Daten zur Trainingsauswertung, während bei anderen das Gewichts- und Schritte-Tracking im Vordergrund stehen. Wieder andere Modelle sind dagegen auf die Dokumentation der Ernährung fokussiert. Es sind also genügend Auswahloptionen für die individuellen Vorlieben verfügbar.

Als funktional hochwertige Uhren gelten Modelle, die einen integrierten Pulsmesser, GPS, eine Schlafanalyse-Funktion, einen Schrittzähler sowie einen Treppenstufenzähler aufweisen und via Bluetooth-App Musik abspielen können. Zudem sollten sich prinzipiell immer Zusatzprogramme für besondere Analysen und für Trainingsauswertungen installieren lassen.

Die Grenzen zwischen günstigen Fitness-Uhren und klassischen Uhren verschwimmen

Im Handel sind auch vergleichsweise günstige Fitness-Uhren erhältlich, die kaum mehr als eine hochwertige Stoppuhr kosten. Diese verfügen aber lediglich über einen Schrittzähler und sind zudem mit einem gewöhnlichen Zeiger ausgestattet. Bei Modellen dieser Art ist der Übergang zu einer klassischen Uhr nahezu fließend.

4. Multisportuhren

Wer Triathlon oder Wettkämpfe beziehungsweise Trainingseinheiten vergleichbarer Art auf der Agenda hat, benötigt eine multifunktionale Sportuhr. Wichtig ist dabei, dass sich Zeiten aus unterschiedlichen Disziplinen getrennt erfassen und im Endeffekt dann wieder zu einem Gesamtergebnis addieren lassen. Achtung, dies können nicht viele Sportuhren leisten! Daher benötigen Sie für solche Fälle eine so bezeichnete Multisportuhr, die sich dank der integrierten Funktionen sowohl für unterschiedliche Disziplinen als auch für das Ermitteln einer Gesamtzeit eignet.

Multisportuhren sind in der Regel absolut wasserdicht und müssen detailliert Tempo und Strecken aufzeichnen können. Außerdem sollten noch folgende Sensoren und Funktionen zur Ausstattung einer Multisportuhr zählen:

  • Trittfrequenzsensoren
  • Schnellwechselhalterungen
  • schwimmtaugliche Pulsgurte
  • Sensoren für die Pulsmessung über einen langen Zeitraum
  • Schlafanalyse- und Auswertung.
  • Tracking Möglichkeiten für viele verschiedene Sportarten
  • Laktatschwellenmessung
  • Überwachung der Sauerstoffaufnahmekapazität
  • Barometer
  • Kompass
  • Ernährungsdokumentation und -analyse
  • Dokumentation des Kalorienverbrauchs
  • Einbindung von externen Sensoren.
  • Möglichkeiten zur Synchronisation
High End Sportuhren für die professionelle Wettkampfvorbereitung

Hat eine Sportuhr tatsächlich alle diese Funktionen und Features an Bord, wird auch von High End Sportuhren gesprochen. Gerade Premium-Marken wie TomTom oder Garmin bieten in diesem Bereich viele Modelle an. Wer sich für eine solche Sportuhr entscheidet, muss allerdings tief in die Tasche greifen. Die Preise für eine Multisportuhr liegen zwischen 400 und 800 Euro. Sportuhren dieser Preisklasse können Sie dann aber auch für eine professionelle Wettkampfvorbereitung nutzen.

5. Spezialuhren

Im Fachhandel sind auch Sportuhren erhältlich, deren Funktionalität auf lediglich eine bestimmte Sportart ausgerichtet ist. So gibt es Modelle mit expliziten Funktionen und Features für das Lauftraining, für das Schwimmen, für das Segeln oder auch für den Golfsport. Bei letzterer Variante sollten zum Beispiel zwingend eine Scorecard-Option oder einzelne Pläne für Golfplätze integriert sein. Wird dagegen eine Sportuhr für das Wandern in höheren Gefilden oder das Bergsteigen benötigt, ist ein barometrischer Höhenmesser wichtig. Allerdings können Sie auch normale Fitness- beziehungsweise Sportuhren funktional ein wenig aufpäppeln. Denn viele Modelle können bestimmte Spezialfunktionen via App im Nachhinein installieren. Hier ist zwingend darauf zu achten, dass die jeweilige Sportuhr aber auch über die erforderlichen Sensoren verfügt. Ansonsten ist die App natürlich nutzlos.

Darauf kommt es beim Kauf einer Sportuhr wirklich an

Die Auswahl an Sportuhren, Fitness-Tracker und ähnlichen Geräten ist riesig. Potentielle Käufer haben die sprichwörtliche Qual der Wahl. Jeder Hersteller hebt anderer Qualitäten der Produkte hervor und der uninformierte Kunde weiß nicht mehr, worauf er eigentlich achten sollte. So schwer ist das allerdings gar nicht! Wer ein paar Eckpunkte im Kopf behält, wandert auf sicheren Pfaden durch den Angebotsdschungel.

Funktionsumfang

Sportuhren in einfacher Ausführung bieten lediglich eine integrierte Stoppuhr sowie einen Schrittzähler und einen Pulsmesser. Qualitativ hochwertigere Modelle haben hingegen zusätzlich zum Beispiel GPS für die Aufzeichnung der zurückgelegten Strecken oder auch Sensoren zur Ermittlung von Höhenunterschieden an Bord. Der Puls wird zudem über optische Handgelenk-Sensoren gemessen. Viele Sportuhren haben auch Musik-Funktionen integriert. Dadurch müssen Sie beim Laufen oder Radfahren kein zusätzliches Abspielgerät mit sich führen.

Auswertung

Viele Hersteller von Sportuhren bieten eigene Apps zur Analyse der ermittelten Werte an. Der Trainingsverlauf kann dann via Smartphone oder Computer detailliert ausgewertet werden. Häufig wird auch die Ernährung dokumentiert; bei manchen Apps lassen sich auch entsprechende Ernährungs-Tipps abrufen. Hochwertige Sportuhren haben zudem häufig Apps im Portfolio, die Trainingspläne sowie mehrwertige Tipps für die Leistungssteigerung zur Verfügung stellen. Der Austausch der Daten mit dem Smartphone erfolgt dabei über WLAN oder aber per Bluetooth.

Akkulaufzeit

Top-Modelle kommen auf eine Akkulaufzeit von rund 25 bis 30 Tagen. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die tatsächliche Akkulaufzeit in erster Linie davon abhängt, welche Features und Funktionen Sie vorzugsweise nutzen und ob Daten immer nur im Rahmen der Trainingszeit oder durchgehend aufgezeichnet werden. Bei günstigen Modellen müssen die Batterien je nach Nutzungsintensität auch schon mal nach wenigen Tagen ausgetauscht werden.

Gewicht

Sportuhren sollten grundsätzlich beim Training nicht stören. Daher müssen Sie zwingend leicht sein. Die leichtesten Sportuhren bringen gerade einmal rund 40 Gramm auf die Waage.

Wasserdichtigkeit

Sportuhren sollten zumindest immer einen Regenguss unbeschädigt überstehen. Höherpreisige Geräte verfügen über eine deutlich bessere Wasserdichtigkeit. Mit derartigen Modellen können Sie auch schwimmen und tauchen.

Zusatzausstattung

Gerade bei den günstigen Sportuhren ist die Pulsmessung mittels optischer Sensoren nicht immer exakt. Aber auch bei einigen hochwertigeren Varianten äußern Nutzer Kritik bezüglich der Genauigkeit der Pulsmessung. Viele renommierte Hersteller haben daher Sportuhren in ihre Produktpalette aufgenommen, die alternativ mit einem Herzfrequenz-Brustgurt genutzt werden können.

Kompatibilität

Die meisten der besseren Sportuhren unterstützen mit Windows, macOS, Android und iOS alle gängigen Betriebssysteme.

Speicherplatz

Wer über seine Sportuhr Musik hören möchte, was besonders beim Joggen oder beim Radfahren für die richtige Stimmung sorgen kann, sollte sein besonderes Augenmerk auf den internen Speicher legen. Die besten Fitness-Uhren respektive Sportuhren bieten eine Speicherkapazität von drei Gigabyte.

Display

Sportuhren für Männer und Kinder setzen zumeist auf ein digitales Farbdisplay. Elegante Modelle für Damen sind dagegen vielfach mit einem klassischen Ziffernblatt ausgestattet. Grundsätzlich ist es aber wichtig, dass das Display über eine ausreichende Größe verfügt und der jeweilige Nutzer mit der Aufteilung der Anzeige zurechtkommt.

Auf einen Blick

Immer noch verwirrt? Auch irgendwie verständlich, denn aufgrund des großen Funktionsumfangs moderner Sportuhren ist es schwer, in wenigen Sätzen zusammenzufassen, worauf es bei einem tauglichen Modell ankommt. Mit ein paar Checklisten können Sie aber die wichtigsten Punkte prüfen.

Diese Sensoren und Features sollten zur Standardausstattung zählen:

  • Bewegungssensor
  • Gyroskop
  • Pulssensor
  • Bluetooth-Schnittstelle

Diese Funktionen sollten zur Standardausstattung zählen:

  • Schrittzähler
  • Pulsmessung
  • Distanzmessung
  • Kalorienrechner

Beliebte und sinnvolle Zusatzfunktionen:

  • GPS-Modul
  • Umgebungslichtsensor
  • Kompass
  • Barometer
  • Thermometer
  • ANT+ als wichtigster Funkstandard im Fitness-Bereich.

Diese ergänzenden Features bieten zusätzlichen Mehrwert:

  • Spezifische Trainingsprogramme
  • Streckenaufzeichnung
  • Diverse Analyse-Funktionen
  • Smart Notifications
  • Integrierter Musikplayer

Unabhängig von der Vielzahl an unterschiedlichen Modellen werden Sportuhren am meisten beim Laufen, Schwimmen oder Radfahren eingesetzt. Die wichtigsten Kriterien beziehungsweise Funktionen, die eine Sportuhr dabei beinhalten sollte, finden Sie hier noch einmal in zusammenfassender Form.

Darauf müssen Läufer und Schwimmer bei einer Sportuhr achten:

  • Stoppuhr
  • Schrittzähler
  • Pulsmesser
  • Höhenmesser
  • Spritzwasserschutz
  • GPS-Modul
  • Speicher für Musik
  • Analysetools von Herzfrequenz, Tempo, Distanz

Zusätzliche Funktionen für professionelle Ansprüche:

  • Auswertung von Trainingsplänen
  • Auswertung der Sauerstoffaufnahmekapazität
  • Auswertung von Laktatwerten
  • Kompass
  • Barometer

Für Schwimmer sind grundsätzlich lediglich Sportuhren interessant, die über eine Wasserdichtigkeit von mindestens 5 Bar verfügen. Empfehlenswert ist es, sich für eine Sportuhr mit dem Standard IP68 zu entscheiden.

Sportuhren für Schwimmer – die entscheidenden Funktionen:

  • Wasserdichtigkeit von 5 bis 10 Bar
  • Stoppuhr
  • Pulsmesser
  • IP68 (Schutz auch bei längerem Untertauchen sowie gegen äußere Einflüsse)
  • Analysetools von Herzfrequenz, Tempo, Distanz

Das bedeuten die Bar-Angaben zur Wasserdichtigkeit bei Sportuhren

– Bis 3 Bar: Schutz vor Schweiß, Regen und Spritzwasser.
– 3 – 5 Bar: Die Sportuhr kann unter die Dusche mitgenommen werden.
– 5 – 10 Bar: Tragen der Sportuhr beim Schwimmen ist möglich.
– 10 – 20 Bar: Die Sportuhr eignet sich zum Tauchen.

Darauf sollten Sie bei der Nutzung einer Sportuhr achten

Wer viel Geld in eine funktionelle Sportuhr investiert, möchte diese auch möglichst lange nutzen und auf die jeweiligen Funktionen zurückgreifen können. Dafür muss die Uhr aber auch entsprechend behandelt werden. Die Pflege einer Sportuhr beginnt dabei bereits beim Tragen und Aufbewahren.

Das Limit der Wasserdichtigkeit beachten

Auch wenn eine Uhr nominelle vielen Bar Druck standhält, ist bei einer bestimmten Situation trotzdem Vorsicht geboten: Zumindest kurzfristig kann sich ein höherer Druck aufbauen, wenn Sie ins Wasser springen. Besonders gefährlich für die Sportuhr wird es dann, wenn sie länger der Sonne ausgesetzt war und direkt danach im Wasser deutlich abkühlt.

Vorsicht vor Magnetismus

Ob Mobiltelefone, Elektromotoren, Induktionskochfelder, Kühlschrankmagneten oder Lautsprecher: Magnetismus ist im alltäglichen Leben nahezu an jeder Stelle präsent. Nicht umsonst setzen sich Uhrenhersteller auf der ganzen Welt intensiv mit diesem Thema auseinander. Sportuhren werden in ihrer Ganggenauigkeit sowie auch bei ihrer Funktionalität von Magnetismus nachhaltig beeinträchtigt. Daher sollten die Uhren soweit wie möglich von Magnetquellen entfernt aufbewahrt werden.

Die richtige Aufbewahrung

Ist die Sportuhr nicht am Handgelenk, gehört sie in eine Uhren-Box oder ein Etui. So bewahren Sie Ihre Sportuhr vor äußeren Einflüssen und beispielsweise auch vor unbeabsichtigten Erschütterungen. Im Handel erhalten Sie spezielle Aufbewahrungsmöglichkeiten, die eine robuste Oberfläche bieten und eine weiche Lagerung gewährleisten.

Richtig reinigen

Der Besitzer sollte seine Sportuhr regelmäßig reinigen. Uhren mit einer Wasserdichtheit bis zu fünf Bar können mit einem feuchten Tuch gereinigt werden. Weist eine Uhr eine Wasserdichtigkeit von zehn Bar auf, darf sie auch unter fließendem Wasser mit ein wenig Seife bearbeitet werden. Anschließend können Sie Ihre Sportuhr mit einem weichen Tuch abtrocknen. Für die Reinigung der Armbänder eignen sich Zahnbürsten ausgezeichnet.