Basketballkorb-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

  • Das Wichtigste in Kürze
  • Basketballkörbe erlauben das Spielen auf dem eigenen Grundstück. Die Suche nach einem Sportplatz, der nicht bereits besetzt ist, entfällt.
  • Basketballkörbe zur Wandmontage lassen sich an die Haus- oder Garagenwand in einer festen Höhe montieren.
  • Darüber hinaus gibt es Ausführungen mit Ständer, die entweder mit einer Bodenverankerung oder mit einem Standfuß ausgestattet sind.
  • Nur Modelle mit Ständer sind höhenverstellbar, wobei die höchstmögliche Position dem Wettbewerbsstandard entspricht. Kinder können mit einer niedrigeren Höhe beginnen.

Für das Basketballspielen zwischendurch

Mit mehr als 800 Millionen Anhängern gehört Basketball zu den zehn beliebtesten Sportarten weltweit. Fans staunen über atemberaubende Tricks und Wurftechniken; häufig spielen sie selbst in ihrer Freizeit. Neben zahlreichen Vereinen, in denen Basketballliebhaber ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen, gibt es auch diejenigen, die privat mit Freunden oder allein spielen.

Auch Streetball, ein Basketballabkömmling aus US-amerikanischen Großstädten, gewinnt seit einiger Zeit im europäischen Raum an Beliebtheit. Anders als beim Basketball gibt es hier kein festes Regelwerk. Stattdessen liegt der Fokus von Streetball auf kreativen und trickreichen Bewegungen, die Gegenspieler verwirren.

Wer Street- oder Basketball außerhalb von Vereinen spielen möchte, sucht sich meist einen öffentlichen Basketballplatz. Der Weg zum nächsten Sportplatz ist jedoch abhängig vom Wohnort mitunter umständlich. Darüber hinaus sind sie oft belegt und die Anwesenden sind nicht unbedingt bereit, sich den Platz zu teilen. Ein Basketballkorb auf dem eigenen Grundstück schafft Abhilfe. Damit können Sie, Ihre Familie sowie Ihre Freunde jederzeit Körbe werfen.

So sind Basketballkörbe aufgebaut

Damit sich ein Korb zum Basketballspielen eignet, ist nur ein Bestandteil zwingend notwendig: der Ring. Dieser ist entweder an einer Wandhalterung oder einem sogenannten Backboard in einem 90-Grad-Winkel zum Boden befestigt. Am gesamten Ring befinden sich etwa zwölf Schlaufen, an denen sich ein Netz anhängen lässt.

Die verschiedenen Arten von Basketballkörben

Die Arten von Basketballkörben lassen sich größtenteils anhand ihrer Montage gruppieren. Es gibt Modelle, die an einem Ständer befestigt sind, sowie Körbe, die sich an Wände anschrauben lassen. Basketballkörbe mit Ständer sind entweder stabil oder fest verankert, Körbe zur Wandmontage kommen mit oder ohne Backboard. Eine Ausnahme bilden Mini-Basketballkörbe, die aufgrund ihrer geringen Maße hauptsächlich als Spielerei im Kinderzimmer oder Büro zum Einsatz kommen.

Basketballkörbe mit Ständer

Bei Basketballkörben mit Ständer ist das Backboard des Korbs an einer Stange befestigt. Diese wiederum ist entweder in einem Standfuß platziert oder fest im Boden verankert. Bei beiden Varianten lässt sich der Basketballkorb in der Höhe verstellen.

Die Basketballkörbe mit Bodenverankerung sind auch unter dem Namen „InGround“ bekannt. Sie zeichnen sich durch ihre Robustheit und Stabilität aus, wodurch sie selbst bei anspruchsvollen Spieltechniken keinen Schaden nehmen. Ist der InGround-Basketballkorb aufgestellt, lässt er sich im Nachhinein nur mit großen Aufwand umpositionieren.

Für alle, die den Basketballkorb, etwa bei Nichtbenutzung, an einen anderen Ort stellen möchte, empfiehlt sich ein mobiler Ständer. Anstelle einer Verankerung gibt ein Standfuß, der sich entweder mit Sand oder Wasser befüllen lässt, den nötigen Halt. Viele Ausführungen sind mit Rollen ausgestattet, die das Manövrieren erleichtern. Das erlaubt Nutzern, den Basketballkorb nach Gebrauch in einem Schuppen oder einer Garage zu lagern und ihn so vor der Witterung zu schützen. Darüber hinaus entfällt das Bohren in der Wand oder im Boden.

Wandbasketballkorb

Bei Basketballkörben, die sich an einer Wand montieren lassen, befinden sich die Befestigungsvorrichtung entweder am Backboard oder direkt am Korb. Wandbasketballkörbe mit Backboards eignen sich besonders für Wände, die nicht ganz eben sind, sowie für eine Montage am oberen Rand einer Garage. Selbst an Bäumen lassen sie sich befestigen.

Das Abprallen des Basketballs an einem Backboard ist ein Teil vieler Wurftechniken: Bereits beim einfachem Korbleger, den viele womöglich aus dem Schulunterricht kennen, kommt ein Backboard oder eine Wand zum Einsatz. Prallt der Ball am Backboard ab, bleibt nicht nur die Rotation des Balls erhalten, sondern auch die Flugkurve.

Basketballkörbe ohne Backboard lassen sich ebenfalls an Wände anschrauben. Allerdings prallt der Ball abhängig von der Wandbeschaffenheit unterschiedlich ab. Empfehlenswert ist das Anbringen an eine möglichst ebene Wand. Zwar sind Basketballkörbe, die an einer Wand befestigt sind, günstig in der Anschaffung, aber weder höhenverstellbar noch flexibel positionierbar.

Wichtige Kaufkriterien für den idealen Basketballkorb

Ein Basketballkorb und seine Befestigung sind untrennbar miteinander verbunden. Daher sind etwa die Eigenschaften eines Ständers ebenso wichtig wie die Beschaffenheit des Korbs.

Eigenschaften eines guten Basketballkorbs

Der Ring eines Basketballkorbs, der den offiziellen Richtlinien der Profiliga folgt, hat einen Durchmesser von 45 Zentimetern (18 Inches). Dieser Wert ist allerdings nur für diejenigen von Bedeutung, die explizit nach Wettbewerbsstandard spielen möchten. Im Freizeitbereich darf der Korb durchaus von den offiziellen Maßen abweichen. Typisch ist ein Durchmesser von 42 bis 47 Zentimetern.

Wichtiger sind das Material von Ring und Netz sowie die Federung. Der Ring besteht meist aus einem Metallrohr in unterschiedlichen Stärken. Es empfiehlt sich ein robuster Stahlring mit einer Stärke von mindestens 16 Millimetern. Dünne Basketballkörbe halten weniger Belastung stand: Nach einer gewissen Zeit verbiegen sie sich durch das regelmäßige Aufprallen des Basketballs. Es kann sogar zu Brüchen kommen.

Ein wetterbeständiger Lack oder eine Pulverbeschichtung verhindert, dass der Basketballkorb rostet. Das ist vor allem für Wandmodelle oder Körbe mit verankertem Ständer essenziell, da sie sich nach dem Einsatz nicht in einem Innenraum lagern lassen.

Die Netze bestehen häufig aus Polyester oder Nylon. Strapazierfähiges Nylon ist wetterbeständig: Selbst Schnee und Regen verträgt das Material. Darüber hinaus gibt es Ausführungen aus feuerverzinktem Stahl, die ebenfalls jedes Wetter aushalten. Allerdings sind sie im Vergleich zu Nylonnetzen bei einem gelungenen Wurf sehr laut, weshalb sie sich weniger für Haushalte mit geräuschempfindlichen Familienmitgliedern oder Nachbarn eignen.

Unabhängig von der Montageart besitzen einige qualitativ hochwertige Basketballkörbe eine Federung in Form einer DoppelDruckfeder. Sie ist insbesondere beim sogenannten Dunking von Vorteil, da der Spieler bei dieser Technik für eine kurzen Moment am Ring hängt. Körbe mit Federung knicken einige Zentimeter ein und federn im Anschluss wieder nach oben.

Darauf kommt es beim Backboard an

Für die Maße des Backboards gibt es ebenfalls einen strengen Wettbewerbsstandard: Es ist 183 Zentimeter (6 feet) breit und 107 Zentimeter (3,5 feet) hoch. Backboards verfügen zudem über ein kleines eingezeichnetes Rechteck um den Ring. Es dient als Orientierung für Anfänger und hilft dabei, Würfe gezielter auszuführen. Dieses innere Rechteck misst circa 61 Zentimeter („24 inches“) in der Breite und 45 Zentimeter („18 inches“) in der Länge.

Zum Spielen auf dem Grundstück sind die Wettbewerbsstandards nicht erforderlich. Eine Größe, die Wurftechniken aus unterschiedlichen Positionen erlaubt, genügt. Im Idealfall lassen sich Eins-Gegen-Eins- oder Zwei-Gegen-Zwei-Duelle komfortabel durchführen. Dafür ist eine Breite von mindestens 100 Zentimetern empfehlenswert. Ist das Backboard kleiner als 100 Zentimeter, sind Würfe von der Seite bereits erschwert. Hersteller bieten neben dem Wettbewerbsstandard oft Modelle mit den Maßen 120 x 80 Zentimeter und 140 x 80 Zentimeter an.

Typische Materialien

Das Material des Backboards bestimmt, wie sich der Ball beim Aufprall verhält. Kommen hochwertige Materialien zum Einsatz, kann ein erfahrener Spieler den Wurf so gestalten, dass der Ball genau im gewünschten Winkel abprallt und im Korb landet. Am häufigsten finden Acrylglas, Sicherheitsglas, Polycarbonat und Polyethylen Verwendung.

Acrylglas, auch als Plexiglas bekannt, ist ein hitzebeständiger Kunststoff. Dank seiner hervorragenden Abrall- beziehungsweise Rückspieleigenschaften ist er ein sehr beliebter Rohstoff für Backboards. Darüber hinaus wandelt das Material den Drehimpuls des auftreffenden Balls in einen Richtungswechsel um: Bei einem Wurf aus einer größeren Distanz kann der Spieler den Ball etwa mit einem rückwertigen Drehimpuls so auf das Backboard werfen, dass der Ball in Richtung Korb abprallt.

Bei Sicherheitsglas handelt es sich um das hochwertigste und teuerste Material. Die Spieleigenschaften von Boards aus Sicherheitsglas sind genauso gut wie diejenigen von Acrylglas-Modellen. Zudem ist das Material nicht nur nahezu unzerstörbar, es hält auch jeder Wetterlage stand. Das macht Sicherheitsglas zu einem sehr langlebigen Material. Ein Backboard aus Sicherheitsglas empfiehlt sich eher für den professionellen Gebrauch als für das gelegentliche Spielen mit Freunden.

Der Kunststoff Polycarbonat verfügt zwar über gute Spieleigenschaften, aber die Bälle prallen dumpfer an einem Polycarbonat-Backboard ab als an Ausführungen aus Acryl- oder Sicherheitsglas. Darüber hinaus setzt Polycarbonat den Drehimpuls des Balls schlechter um als die kostspieligen Alternativen. Polyethylen ist ein weiterer Stoff, der bei Backboards zum Einsatz kommt.Er ist nicht nur das günstigste der genannten Materialien, er weist auch die schlechtesten Spieleigenschaften auf. Bälle prallen an Polyethylen-Backboards nur schwach ab.

Kriterien für passende Ständer

Ein guter Basketballständer zeichnet sich durch seine Stabilität und Standfestigkeit aus. Einteilige Ständer aus Metall sind stabiler und widerstandsfähiger als Zwei oder Dreiteiler, die an den Übergängen zur nächsten Stange schnell wackeln können.

Der größte Vorteil eines Basketballständers gegenüber einer Wandmontage ist die Möglichkeit, die Höhe des Korbs an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Die offizielle Höhe liegt bei 3,05 Meter, was gerade für Anfänger und Kinder sehr hoch ist. Sie können den Korb bei Bedarf aber tiefer positionieren, teils bis zu einem Bodenabstand von etwas mehr als zwei Metern. Die zum Spielen geeignete Höhe des Basketballkorbs steigt dann mit den Fähigkeiten und dem Alter der Spieler. Das Einstellen ist grundsätzlich auf zwei Arten möglich: entweder über den Ständer oder den Korb

Höhenverstellbare Ständer bestehen entweder aus zwei oder drei Stangen. Diese können Sie wie Teleskopstangen ausfahren und an der gewünschten Stelle arretieren. Diese Ausführung kommt meist bei preiswerten Basketballkörben zum Einsatz.

Ist die Höhe stattdessen anhand des Basketballkorbs anpassbar, besteht der Ständer nur aus einer robusten Stange. Das gesamte Konstrukt ist dadurch sehr stabil. Bei der einfachsten Verstellart lösen Sie die Sperre am Backboard mithilfe eines Besenstils und manövrieren damit den Korb.

Einige Modelle besitzen eine zweite Stange hinter dem Ständer, an der ein Handgriff montiert ist. Ist der Griff gedrückt, lässt sich der Korb bewegen. Entfernen Sie die Hand vom Griff, rastet der Basketballkorb an der gewählten Position ein.

Am seltensten ist die sogenannte pneumatische Verstellung. Auch diese lässt sich mithilfe eines Griffs regulieren. Im Gegensatz zur gängigen Ausführung mit Griff ist keine Rastereinstellung nötig. Der Korb fährt stufenlos entlang der Stange und stoppt punktgenau.

Der Standfuß

Neben einem robusten Ständer ist ein Standfuß, der zur Beschwerung der Basketballanlage befüllt wird, ein essenzieller Bestandteil mobiler Basketballkörbe. Die Größe des Standfußes ist anhand seines Füllvolumens erkennbar. Kleine Standfüße haben eine Füllmenge von etwa 50 Litern, wohingegen große Varianten bis zu 200 Liter fassen. Je größer das Volumen ist, desto stabiler steht der Basketballkorb. Das ist umso wichtiger bei einem schweren Metallstandbein, damit die gesamte Anlage nicht nach vorne kippt.

Als Füllung dient entweder Wasser oder Sand. Den Fuß mit Sand zu befüllen, ist zwar aufwendiger, aber es zahlt sich durch sein hohes Gewicht aus. Füllen Sie den Standfuß stattdessen mit Wasser, ist die Zugabe eines Frostschutzmittels sinnvoll, um die Anlage bei kälteren Temperaturen vor Schäden zu bewahren. Da insbesondere große Standfüße schwer zu manövrieren sind, statten viele Hersteller sie mit Rollen aus. Diese erlauben ein leichteres Bewegen vom Lagerraum zum Einsatzort.

Der richtige Ort für den Basketballkorb

Die Art der Befestigung – Ständer oder Wand – hängt auch vom Platzangebot auf dem Grundstück ab. Wer beispielsweise keine geeignete Wand hat, an der sich ein Korb montieren lässt, ist mit einem Ständer besser bedient. Es genügt jedoch nicht, nur einen Montageort oder Stellplatz für den Korb zu finden: Wenn Sie nicht nur einige Körbe werfen möchten, sondern richtige Spiele abhalten möchten, benötigen Sie in der Umgebung ausreichend Platz zum Dribbling und für Sprints. Eine Spielfläche von mindestens 30 Quadratmetern ist ratsam.

Der Untergrund der Spielfläche ist ebenfalls von Bedeutung. Um mit einem Basketball ordentlich zu dribbeln, ist ein fester Boden erforderlich. Hindernisse und Stolperfallen sind zu vermeiden, um die Verletzungsgefahr zu reduzieren. Weichere Untergründe wie Rasen eignen sich nur Wurfübungen.

Weiterführende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich. Wir haben die Basketballkörbe nicht selbst getestet.

Basketball ist zwar ein beliebter Ballsport, aber unter renommierten Test- und Verbrauchermagazinen sind Basketballkörbe oder Basketballanlagen keine beliebten Testprodukte. Weder die Stiftung Warentest noch ÖKOTEST testeten Basketballkörbe und stellten sie in einem Vergleich gegenüber.

Allerdings finden sich online diverse Bewertungen anderer Verbraucher finden, die bei der Kaufentscheidung helfen können. Auch das Videoportal YouTube ist eine gute Anlaufstelle, um Eindrücke über einzelne Produkte zu sammeln. Testsieger oder Preis-Leistungs-Sieger gibt es hier jedoch nicht.

Auf dem YouTube-Kanal „Ballers Club” veröffentlichen drei Basketballspieler Videos rund um den Ballsport. In einem Video testeten zwei Mitglieder den mobilen Galaxy Basketballkorb mit Dunkring vom Hersteller EXIT. Für den Aufbau benötigten sie insgesamt sechs Stunde. Den Testern zufolge ist es wichtig, die Anleitung genau zu befolgen und die Korbanlage zu zweit aufzubauen. Den Standfuß befüllten sie mit 150 Kilogramm Sand. Obwohl der Korb sehr schwer war, konnten sie ihn dank der drei Rollen gut bewegen.

Mit dem Griff ließ sich die Höhe des Korbs in fünf Stufen zwischen 2,20 und 3,05 Metern verstellen. Der Ring federt und verträgt daher sogar Dunks. Es ist jedoch nicht ratsam, sich an den Korb zu hängen. Die Tester stellten ebenfalls fest, dass die Bälle durch die Federung leichter im Korb landen als bei einem ungefederten Ring.

Tatjana Tomic

Tatjana Tomic

23.11.2020