Autobatterie-Ladegerät-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

  • Das Wichtigste in Kürze
  • Autobatterie-Ladegeräte müssen mit der Batterie in Ihrem Auto kompatibel sein.
  • Die meisten Ladegeräte sind für 12-Volt-Autobatterien mit Blei-Akkumulator gedacht.
  • Ladegeräte mit Erhaltungsmodus können die Kapazität einer Batterie über einen langen Zeitraum hinweg konstant halten.
  • Spezielle Schutzmechanismen, wie Kurzschluss-, Überladungs- oder Verpolungsschutz, minimieren die Risiken für die Batterie, das Ladegerät und Sie.
  • Klemmen Sie zunächst das schwarze oder blaue Kabel an den Minuspol und anschließend das rote Kabel an den Pluspol.

Laden und Abfahrt

Nur noch wenige Minuten bis zum Termin, also ab ins Auto, Motor an und los – oder auch nicht. Nur allzu vielen Autofahrern ist das Problem einer leeren Autobatterie bekannt. Die Gründe hierfür können sehr verschieden sein: Wenn Sie während der Fahrt beispielsweise die Heckscheiben- und Sitzheizung nutzen, geht das auf Kosten der Batteriekapazität; manchmal ist auch die eigene Vergesslichkeit schuld. Wenn Sie vergessen, abends die Scheinwerfer auszuschalten, werden Sie am nächsten Morgen garantiert ein Auto mit leerer Batterie vorfinden. Oldtimer-Eigentümer müssen ebenfalls mit einer entladenen Batterie rechnen, wenn sie das Gefährt aus seinem Winterquartier holen, denn selbst eine abgeklemmte Batterie entlädt sich mit der Zeit.

Heutzutage ist das Aufladen der Autobatterie mit wenigen Handgriffen vollbracht. Autobatterie-Ladegeräte sind lange nicht mehr so sperrig, wie früher. Mit einer Größe von wenigen Zentimetern sind sie einfach zu verstauen und bequem zu handhaben. Auch die Einstellungen sind oft nicht mehr manuell vorzunehmen. So wird KFZ-Laien ein Großteil der Arbeit abgenommen. Sie müssen das Ladegerät lediglich an die Autobatterie sowie an eine Steckdose anschließen und binnen der nächsten Stunden ist sie vollständig aufgeladen. Dank diverser Schutzmechanismen sind Sie vor Kurschlüssen und Funkenflug geschützt. Eine Abschaltautomatik verhindert das Überladen und Überhitzen Ihrer Autobatterie. Ohne diese könnte der Akku Schaden nehmen.

Qualitativ hochwertige Autobatterie-Ladegeräte sind bereits für weniger als 100 Euro erhältlich. Dabei handelt es sich grundsätzlich um eine sinnvolle Investition für jeden Autorfahrer. Die kompakten Ladegeräte helfen Ihnen nicht nur im Falle einer leeren Autobatterie, sondern erhöhen zudem die Lebenszeit der Batterie um mehrere Jahre.

VorteileNachteile
Für den HeimgebrauchLadevorgang über mehrere Stunden
HandlichAbhängigkeit von einer Stromquelle
„Intelligente“ LadefunktionenÜberladungsgefahr bei fehlender Abschaltautomatik
Integrierte Schutzmechanismen

Warum ist die Autobatterie überhaupt leer?

  • Sie habe das Licht im Innenraum oder die Scheinwerfer des Autos angelassen, ohne das Auto zu bewegen.
  • Energiefresser wie etwa die Heizung benötigen in kalten Wintermonaten besonders viel Strom.
  • Wenn Sie täglich nur kurze Strecken fahren, kann die Lichtmaschine des Autos die Batterie womöglich nicht ausreichend aufladen.
  • Die Batterien älterer Autos, die nur saisonbedingt gefahren werden, entladen sich mit der Zeit von selbst.

Das sollte beim Kauf eines Autobatterie-Ladegeräts beachtet werden

Beim Kauf eines Autobatterie-Ladegeräts gibt es vergleichsweise wenige Kriterien zu beachten. Allen voran muss das Ladegerät mit der Batterie Ihres Wagens kompatibel sein. Eine ausführliche Beschreibung der verschiedenen Batterietypen finden Sie weiter unten. Hierfür ist jedoch nicht nur die Art der Batterie entscheidend, sondern auch deren Spannung und der Ladestrom des Geräts selbst. Zusatzfunktionen und Schutzmechanismen sind meist nicht essenziell, aber im gewissen Umfang dennoch empfehlenswert.

Mit Spannung erwartet

Entscheidend für den Kauf des richtigen Ladegeräts ist die Ausgangsspannung der zu ladenden Batterie. Die meisten modernen Autobatterien weisen eine Ladung von 12 Volt auf. Batterien mit der doppelten Ladung von 24 Volt sind in Lastkraftwagen und einigen Wohnmobilen verbaut, während Motorräder mit 6 Volt auskommen. Sie sollten sich jedoch vorab informieren, da es auch Motorräder mit 12-Volt-Batterien gibt und in alten Autos eventuell eine Batterie mit 6 Volt eingebaut ist. Bei manchen Ladegeräten können Sie die Spannung umschalten, was besonders sinnvoll ist, wenn Sie verschiedene Fahrzeuge besitzen, beispielsweise ein Auto mit einer 12-Volt-Batterie und ein Motorrad mit einer 6-Volt-Batterie.

Motorrad/-rollerPKWLKW
Batteriespannung6 Volt12 Volt24 Volt

Die Batteriespannung der verschiedenen Fahrzeugtypen.

Der Ladestrom

Auch die Stromstärke des Autobatterie-Ladegeräts ist von der Batterie Ihres Fahrzeugs abhängig. Meist gibt der Hersteller der Batterie an, mit welcher Stromstärke Sie diese aufladen dürfen. Als Faustregel gilt: Der Ladestrom sollte einem Zehntel der Kapazität der Batterie entsprechen. Eine Batterie mit 60 Amperestunden ist also mit einem Ladegerät mit 6 Ampere zu laden und eine Batterie mit 100 Amperestunden mit 10 Ampere. Die Stromstärke der meisten Ladegeräte beträgt zwischen 3 und 10 Ampere. Darüber hinaus ist der Ladestrom für die Ladezeit von Relevanz: Je mehr Ladestrom, desto kürzer die Ladezeit.

Die Ladefunktionen

Zwar sind die Zusatzfunktionen nicht elementar für die eigentliche Aufgabe eines Autobatterie-Ladegeräts. Allerdings erleichtern Ihnen die verschiedenen Modi den Umgang damit und gestalten den Vorgang so einfach wie möglich. Manche Geräte erkennen beispielsweise, wenn die Batterie vollständig aufgeladen ist, und schalten dann ab oder wechseln den Modus, etwa in den Erhaltungsmodus. Dank solchen „intelligenten“ Verhaltens müssen Sie den Ladevorgang nicht permanent überwachen. Eine Anzeige auf dem Gerät und eventuell integrierte LED-Lämpchen informieren Sie über den Ladestand Ihrer Batterie.

Erhaltungsladefunktion
Erhaltungsladung - Icon

Dank dieser Funktion wird der Ladestand der Batterie über einen längeren Zeitraum konstant auf nahezu 100 Prozent gehalten. Der Erhaltungsmodus verhindert das Absinken der Spannung durch ständiges Aufladen und wird aktiviert, sobald die Batterie-Kapazität unter 95 Prozent fällt. So verhindern Sie eine Tiefentladung der Batterie, was sich wiederum günstig auf deren Langlebigkeit auswirkt. Das ist vor allem für Fahrzeuge sinnvoll, die nur saisonbedingt genutzt werden.

Recovery-Funktion
Recovery-Funktion - Icon

Diese Funktion stellt die Kapazität einer stark entladenen Batterie teilweise wieder her. Batterien, die tiefentladen sind, gelten meist als nicht mehr aufladbar. Dank dieses Modus haben Sie die Möglichkeit, die Batterie dennoch weiterhin zu nutzen. Das ist vor allem dann praktisch, wenn Ihr Gefährt lange Zeit ungenutzt bleibt und Sie vergessen haben, ein Ladegerät mit Erhaltungsfunktion anzuschließen.

Starthilfefunktion
Starthilfefunktion - Icon

Bei einem Ladegerät mit dieser Funktion gibt das Gerät Starthilfe, um den Motor direkt im Anschluss an den Ladevorgang in Betrieb zu setzen. Das Ladegerät dient als externe Stromquelle, um die Batterie mit Strom zu versorgen und den Verbrennungsmotor mit elektrischem Anlasser zu starten. Einziges Kriterium hierfür ist, dass die Spannung der Batterie und des Ladegeräts gleich sein muss.

Tief, tiefer, tiefentladen

Wenn von einer tiefentladenen Batterie die Rede ist, dann bedeutet dies, dass die Batterie komplett leer ist. Manche Akkumulatoren gelten in diesem Zustand als defekt und können meist nicht wieder aufgeladen werden. Ladegeräte mit spezieller Funktion können tiefentladene Batterien zwar in vielen Fällen wiederbeleben, dabei kommt es allerdings zu einem Kapazitätsverlust.

Für die Sicherheit von Mensch und Maschine

Neueste Autobatterie-Ladegeräte verfügen über diverse Schutzmechanismen, die nicht nur die Batterie und das Gerät selbst schützen, sondern auch den Benutzer. Ein Ladegerät mit diesen Funktionen verzeiht eventuelle Bedienungsfehler und verhindert Sach- oder Personenschäden:

  • Überhitzungsschutz: Wenn die Batterie während des Ladevorgangs zu heiß wird, schaltet sich das Gerät automatisch aus.
  • Verpolungsschutz: Falls Sie den Minus- und Pluspol vertauschen, verhindert dieser Schutzmechanismus mögliche Schäden an der Batterie.
  • Überladungsschutz: Ein Gerät mit diesem Schutzmechanismus schaltet sich ab, sobald der Akku aufgeladen ist, um eine Überladung zu unterbinden.
  • Kurzschlussschutz: Dank dieses Mechanismus sind das Gerät und die Verbindungsleiter vor unzulässig hohen Strömen durch Kurzschlüsse geschützt.
  • Funkenschutz: Diese Schutzfunktion verhindert, dass beim Herstellen einer Verbindung zwischen Gerät und Batterie Funken entstehen.

Das Gehäuse

Das Gehäuse eines Autobatterie-Ladegeräts schützt die Technik im Inneren der wenigen hundert Gramm wiegenden Geräte. Als Industriestandard gilt heutzutage IP-65. Der IP-Wert beschreibt die Schutzart und gibt die Eignung der Geräte für verschiedene Umgebungsbedingungen an. Die Ziffer 6 bedeutet, dass die Ladegeräte staubdicht sind und vollständigen Schutz gegen Stöße bieten. Die Ziffer 5 weist darauf hin, dass das Gehäuse gegen Spritz- und Strahlwasser geschützt ist. Dennoch sollten Sie die Ladegeräte nicht im Regen stehen lassen.

Die Kabellänge

Die Kabellänge eines Autobatterie-Ladegeräts ist ein nicht zu unterschätzender Faktor. Bedenken Sie, dass Sie eine Steckdose brauchen, um Ihre Batterie aufzuladen. Da sich nicht immer eine Steckdose in der Nähe Ihres Fahrzeugs befindet und das Ladegerät eventuell direkt neben dem Fahrzeug stehen muss, ist ein langes Kabel durchaus empfehlenswert.

Die Klemmen

Autobatterie-Ladegeräte werden über Verbindungsleiter mit der Batterie verbunden. Es gibt zwei verschiedene Arten von Klemmen, die sich am Ende der Leiter befinden und an die Batterie angeschlossen werden.

Krokodilklemmen
Krokodilklemmen - Icon

Die Krokodilklemmen ähneln in ihrer Funktionsweise Wäscheklammern und werden an den Polen der Batterie festgeklemmt. Auf diese Weise stellen Sie schnell und ohne erforderliches Werkzeug eine Verbindung zwischen Ladegerät und Autobatterie her. Achten Sie jedoch beim Kauf darauf, dass sich die Klemmen weit genug auseinanderbewegen lassen. Der Nachteil dieser Methode ist, dass die Krokodilklemmen manchmal bereits bei kleinsten Erschütterungen abrutschen. Eine regelmäßige Kontrolle des Ladevorgangs ist somit empfehlenswert.

O-Ring-Anschlüsse
O-Ring-Anschluss - Icon

Diese Verbindungsleiter, auch Ringösen genannt, haben an ihren Enden kreis- beziehungsweise ringförmige Anschlüsse. Diese stecken Sie auf die Pole der Autobatterie, wodurch eine Verbindung zwischen dieser und dem Gerät hergestellt wird. O-Ring-Anschlüsse sind für den Langzeiteinsatz gedacht, zum Beispiel bei Geräten mit Erhaltungsfunktion. Die Ringe rutschen nicht von der Batterie ab, weshalb Sie den Ladevorgang guten Gewissens unbeaufsichtigt lassen können.

Welche Autobatterie-Typen gibt es?

Insgesamt gibt es drei verschiedene Arten von Autobatterien. Diese unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung und den Einsatzorten.

Blei-Akkumulator

Batterie - Icon

Hierbei handelt es sich um die klassische Autobatterie, die in den meisten Fahrzeugen verbaut ist. In manchen Fällen wird sie auch als Blei-Säure-Batterie oder -Akku bezeichnet. In dem Gehäuse sind Bleiplatten verbaut, die sich in einer Elektrolytlösung aus verdünnter Schwefelsäure befinden. Blei-Akkumulatoren sind sehr günstig und halten mehrere Jahre. Die meisten Autobatterie-Ladegeräte sind mit diesen Akkus kompatibel.

Blei-Gel-Akkumulator

Batterie - Icon

Blei-Gel-Akkumulatoren sind eine Weiterentwicklung der klassischen Blei-Akkus. Durch den Zusatz von Kieselsäure ist die Elektrolytlösung im Inneren der Batterie nicht flüssig, sondern gelartig. Das ist vor allem dann von Vorteil, wenn sich die Batterie im liegenden oder schrägen Zustand befindet. Der Kapazitätsverlust ist bei diesen Modellen eher gering. Blei-Gel-Akkumulatoren eignen sich jedoch nur bedingt für Verbrennungsmotoren und werden hauptsächlich in Elektroautos verbaut; in einigen Fällen auch in elektrischen Rollstühlen.

AGM-Akkumulator

Batterie - Icon

AGM steht für „Absorbent Glass Mat“. Hierbei handelt es sich ebenfalls um eine Weiterentwicklung der herkömmlichen Blei- beziehungsweise Blei-Säure-Batterie. Die Säure wird in Glasfasermatten gebunden. Dadurch besitzen die Akkus verbesserte Eigenschaften: Sie sind nahezu wartungsfrei und es besteht kaum Gefahr, dass Säure austritt. AGM-Akkumulatoren finden eher in höherpreisigen Autos und auch Booten Verwendung, da die Herstellung vergleichsweise teuer ist. Nicht jedes herkömmliche Ladegerät kann solch eine Batterie aufladen.

Die korrekte Handhabung von Autobatterie und Ladegerät

Bei einem automatischen Autobatterie-Ladegerät gibt es nicht viel zu beachten, da das Gerät Ihnen die meiste Arbeit abnimmt. Sofern Ihr Gerät nicht automatisch funktioniert, müssen Sie manuell einstellen, um welchen Batterietyp es sich handelt und welchen Modus Sie nutzen möchten. Anschließend können Sie das Ladegerät an den Hausstrom anschließen. Auf der Oberseite befindet sich meist eine Anzeige, die Sie über den Ladestand und den Modus informiert.

Wann ist die Batterie vollständig geladen?

Die Ladezeit richtet sich nach der Kapazität und dem Ladestrom des Geräts. Sie lässt sich ganz einfach ausrechnen: Dividieren Sie die Spannung des Geräts durch die Kapazität der Batterie. Ein durchschnittlicher Kleinwagen besitzt eine Batterie mit einer Kapazität von 60 Amperestunden. Bei einem Gerät mit einem Ladestrom von 5 Ampere dauert das Aufladen rund 12 Stunden. Dividieren Sie die Spannung des Geräts durch die Kapazität der Batterie.

Drei Beispiele:

  • 60 (Amperestunden der Batterie) / 5 (Ampere des Ladegeräts) = 12 Stunden
  • 70 (Amperestunden der Batterie) / 7 (Ampere des Ladegeräts) = 10 Stunden
  • 80 (Amperestunden der Batterie) / 10 (Ampere des Ladegeräts) = 8 Stunden

Was gilt es, vor dem Anschließen zu beachten?

Vergewissern Sie sich, dass sämtliche elektrischen Energieverbraucher im Auto ausgeschaltet sind, bevor Sie das Ladegerät anschließen. Hierzu zählen beispielsweise das Licht, das Radio und das Navigationsgerät, sofern es in den Wagen integriert ist. Achten Sie darauf, dass sich die Batterie an einem trockenen und vor dem Wetter geschützten Ort befindet, beispielsweise in einer Garage oder unter einem Carport. An diesem Ort sollte die Luft ausreichend zirkulieren können. Stellen Sie das Ladegerät nicht in die Nähe eines offenen Feuers oder einer anderen Wärmequelle, wie zum Beispiel einer Heizung oder eines Ofens.

Muss die Batterie vor dem Laden abgeklemmt werden?

Bei den meisten Ladegeräten ist es nicht notwendig, dass Sie die Batterie abklemmen oder gar aus dem Motor ausbauen. Wenn Sie sichergehen möchten oder es Ihnen ein besseres Gefühl verleiht, dann spricht jedoch nichts dagegen, die Batterie von der Fahrzeugelektronik zu trennen. Entfernen Sie hierfür zunächst das schwarze beziehungsweise blaue Kabel vom Minuspol und anschließend das rote Kabel vom Pluspol der Batterie. Hierfür benötigen Sie einen Schraubenschlüssel oder Schraubendreher. Achten Sie darauf, dass die Entlüftungsöffnungen der Batterie frei sind, bevor Sie das Ladegerät anschließen.

Das Ladegerät richtig anschließen

Klemmen Sie Verbindungsleiter des Ladegeräts an die Batterie, indem Sie zuerst die rote Klemme mit dem Pluspol und anschließend das schwarze oder auch blaue Kabel mit dem Minuspol verbinden. Fassen Sie beim Anschließen stets die Kunststoffummantelungen der Klemmen an und nicht das blanke Metall. Wenn die Klemmen festsitzen, können Sie das Gerät ans Stromnetz anschließen.

Anleitung zur richtigen Verpolung
Wenn Sie ein Autobatterie-Ladegerät anschließen, befolgen Sie stets die genannten Schritte.

Das Ladegerät richtig entfernen

Gehen Sie in umgekehrter Reihenfolge vor, wenn der Ladevorgang beendet ist. Ziehen Sie zunächst den Stecker des Geräts, um die Stromzufuhr zu unterbrechen. Entfernen Sie nun die schwarze oder blaue Klemme vom Minuspol und anschließend die rote Klemme vom Pluspol. Falls Sie die Batterie von der Fahrzeugelektronik getrennt haben, können Sie sie nun wieder anschließen: Verbinden Sie erst den Pluspol und dann den Minuspol. Ziehen Sie die Anschlüsse mit einem Schraubenschlüssel oder einem Schraubendreher fest. Sie dürfen keinesfalls locker sein oder abrutschen.

Obacht zu guter Letzt

Wenn Sie schrittweise, wie oben beschrieben, vorgehen und dabei auf die korrekte Ausführung achten, bestehen keine Risiken für Sie. Für zusätzliche Sicherheit sorgen die entsprechenden Funktionen des Ladegeräts. Damit auch Ihre Batterie keinen Schaden nimmt, sollten Sie darauf achten, das Ladegerät abzuklemmen, sofern es sich nicht um ein Modell mit Erhaltungsmodus oder Abschaltautomatik handelt. Ohne entsprechende Schutzmechanismen könnte Ihre Batterie überladen oder überhitzen.

Bei älteren, wartungsaufwendigeren Batterien ist es darüber hinaus notwendig, die einzelnen Akkuzellen zu öffnen, um potenziell entstehende Gase abzuleiten. Ansonsten kann es im Falle einer Überladung zur Brand- oder gar Explosionsgefahr kommen. Dieses Risiko besteht bei herkömmlichen Batterien nicht, sondern lediglich bei Batterien von Oldtimern und anderen Automodellen, die heutzutage nicht mehr fabriziert werden.

Laden ohne Ladegerät

Wenn Ihr Auto nicht startet und Sie kein Ladegerät zur Hand haben, gibt es zwei Möglichkeiten, das Fahrzeug dennoch wieder in Bewegung zu setzen

Mit einem Starthilfekabel

Hierfür benötigen Sie neben einem Starthilfekabel ein zweites Gefährt. Beachten Sie, dass die Batteriespannung der beiden Fahrzeuge identisch sein muss. Stellen Sie die Autos nah aneinander und schalten Sie die Motoren ab. Das eine Ende des roten Starthilfekabels verbinden Sie mit dem Pluspol der leeren Batterie, das andere Ende mit dem Pluspol der geladenen Batterie. Das schwarze Kabel befestigen Sie zunächst am Minuspol der Batterie des zweiten Wagens und anschließend an der Batterie Ihres Autos. Es ist besonders wichtig, auf die richtige Verpolung zu achten, da es zu schweren Schäden an beiden Fahrzeugen führen kann, wenn Sie die Pole vertauschen.

Wenn beide Kabel korrekt verbunden sind, starten Sie zunächst den Motor des helfenden Wagens. Anschließend können Sie den Motor Ihres Autos anlassen. Lassen Sie die Motoren beider Fahrzeuge für drei Minuten laufen. Schalten Sie einen großen elektrischen Verbraucher in Ihrem Wagen an, beispielsweise das Licht oder die Lüftung, um Spannungsspitzen beim Abklemmen zu vermeiden. Nun können Sie die Kabel in umgekehrter Reihenfolge entfernen. Der Motor muss dabei weiterlaufen.

Das Auto anschieben

Falls Sie gedenken, Ihr Auto im Falle einer leeren Batterie anzuschieben, sollte es sich um einen Benziner handeln, da Dieselfahrzeuge ohne eine funktionierende Batterie nicht vorglühen können. Die Batterie eines Autos mit Automatikgetriebe können Sie ebenfalls nicht durch Anschieben aufladen.

Um das Auto auf diese Weise zu starten, benötigen Sie mindestens zwei Leute, da eine Person auf dem Fahrersitz Platz nehmen muss. Schalten Sie die Zündung ein und schalten Sie in den zweiten Gang. Der Fahrer tritt die Kupplung und lässt diese bei ungefähr 10 Kilometer pro Stunde langsam kommen. Das Anschieben des Autos wird schwieriger, sobald Sie die Kupplung kommen lassen. Eventuell ruckelt das Fahrzeug etwas und macht einen Satz nach vorn, sobald der Motor startet.

Weiterführende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich. Wir haben die Autobatterie-Ladegeräte nicht selbst getestet.

Die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) testete 2018 insgesamt acht Batterieladegeräte. Die Tester überprüften die Produkte in sechs Testkategorien: „Sichtprüfung“, „Bedienung“, „Funktionsumfang“, „Elektrische Prüfungen“, „Qualitätsprüfungen“ und „Kosten“. Dabei vergaben sie insgesamt 500 Punkte. Am stärksten fiel die elektrische Prüfung ins Gewicht; in dieser Kategorie konnten die Testmodelle maximal 170 Teilpunkte holen. Neun der getesteten Ladegeräte erzielten weniger als 400 Gesamtpunkte; vier Modelle sind damit nur bedingt empfehlenswert. Auffällig ist, dass die besten Produkte zugleich die teuersten sind. Folglich sollten Sie bestenfalls nicht beim Preis sparen.

Der Testsieger ist das CT5 Time to go von CTEK mit einer Gesamtwertung von 448 Punkten. Das CTEK-Batterieladegerät schnitt in allen Testkategorien nahezu perfekt ab. In puncto Funktionsumfang überzeugte das Modell die Tester ebenso wie in den Kategorien „Elektrische Prüfungen“ und „Qualitätsprüfungen“. Das Ladegerät von CTEK kostet rund 85 Euro.

Auf dem letzten Platz des Tests befindet sich das Modell Battery Charger 6V/12V 5A von Excelvan mit einer Gesamtwertung von 314 Punkten. In den Testkategorien „Sichtprüfung“ und „Funktionsumfang“ erzielte das Gerät weniger als die Hälfte der vergebenen Punkte. Auch die elektrische Prüfung überzeugte die Tester nicht, weshalb das Produkt letztendlich nur bedingt empfehlenswert ist. Den Preis beurteilten die Tester jedoch mit 40 von 40 Punkten, da das Ladegerät von Excelvan mit rund 24 Euro das günstigste Modell im Test ist.

Das Online-Magazin bikerportal24.de testete 2019 ein Batterieladegerät, das mit 12-Volt-Batterien und demnach mit den meisten gängigen Autobatterien kompatibel ist. Die Redakteure unterzogen das Batterieladegerät CE-BC 2M von Einhell in den Kategorien „Design & Funktionen“, „Ladeprozess“ und „Sicherheit“ einem Test.

Das Einhell-Batterieladegerät erhielt das Testurteil „gut“ und ist darüber hinaus als Kaufempfehlung klassifiziert. Die Tester bemängelten zunächst, dass das Gerät über keine Ringösen an den Kabeln verfügt und eine Digitalanzeige fehlt. Sie merkten jedoch an, dass dies bei einem Preis von weniger als 25 Euro nicht unüblich ist. Die Funktionen, die das Ladegerät bietet, sind den Testern zufolge gut und praktisch umgesetzt. Darüber hinaus scheinen die Klemmen sehr stabil. Die Bedienung ist laut Testredakteure einfach und funktioniert auch bei niedrigen Außentemperaturen. In der Preisklasse unter 25 Euro ist das Batterieladegerät von Einhell somit eine klare Kaufempfehlung.