Dachbox-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

  • Das Wichtigste in Kürze
  • Eine Dachbox wird auf dem Autodach befestigt und bietet die Möglichkeit, Gepäck zu verstauen, das im Kofferraum keinen Platz findet.
  • Damit die Box nicht an den Seiten übersteht, sollte es sich beim Auto um einen Kombi, Geländewagen oder Transporter handeln.
  • Während Hartboxen aus robustem Kunststoff gefertigt sind, bestehen Softboxen aus flexiblem Textilgewebe.
  • Das Gesamtgewicht der Box inklusive des Inhalts darf die zulässige maximale Dachlast des Autos nicht überschreiten.

Mehr Stauraum dank Dachbox

Eine Dachbox befestigen Sie auf dem Dach Ihres Autos. Sie dient als zusätzlicher Stauraum, falls Kofferraum und Rückbank bereits vollständig beladen sind. Wenn Sie in den Urlaub fahren und neben Hund sowie Kindern auch mehrere Koffer im Auto Platz finden sollen, ist der Stauraum schnell aufgebracht. Wintersportler und Camping-Enthusiasten setzen oft auf die Vorteile einer Dachbox, um ihr Equipment unterzubringen. Zudem wird Fahrern nicht durch getürmte Gepäckstücke die Sicht genommen; stattdessen bleibt sie nach allen Seiten hin frei. Für eine einfache Handhabung und eine möglichst geringe Belastung auf dem Autodach ist eine Dachbox relativ leicht. Um keinen großen Luftwiderstand zu erzeugen, ist sie stromlinienförmig gebaut. Zudem ist eine Dachbox witterungsbeständig und wasserdicht, damit Ihr Gepäck selbst bei Wind und Wetter geschützt ist.

Ein Mann legt einen roten Koffer in eine Dachbox.

Achten Sie darauf, dass kein großer Druck auf die Box ausgeübt wird. Zwar ist diese meist aus einem biegbaren Material gefertigt, sodass ihr selbst nichts passiert, aber der Inhalt könnte in Mitleidenschaft gezogen werden. Darüber hinaus ist das erhöhte Gewicht beim Autofahren mit einer Dachbox zu berücksichtigen, da es Auswirkungen auf die zulässige Höchstgeschwindigkeit hat.

Für welche Autotypen sind Dachboxen geeignet?

Jedes Auto hat eine zulässige Dachlast, die in den Fahrzeugpapieren angegeben ist. Wenn Sie eine Dachbox nutzen möchten, müssen Sie das Eigengewicht der Box sowie das Gewicht des Gepäcks beachten. Übersteigt dieses das zulässige, im Bordbuch angegebene Dachgewicht ist die Nutzung einer Dachbox auf dem Auto nicht gestattet. Darüber hinaus darf die Box zu keiner Seite überstehen. Aufgrund ihres Gewichts und ihrer Länge ist die Montage bei Klein- und Sportwagen meist untersagt. Am besten eignen sich Kombis oder Geländewagen, die entsprechend lang sind und ein höheres Gewicht tragen können.

VorteileNachteile
Zusätzlicher StauraumDruckempfindlich
Sicht nach allen Seiten freiAuswirkung auf zulässige Höchstgeschwindigkeit
Geringer LuftwiderstandUngeeignet für Klein- und Sportwagen
Witterungsbeständig

Hart oder Soft: Die verschiedenen Ausführungen

Dachboxen bestehen aus einem Boden und einem Deckel, der meist seitlich geöffnet und geschlossen werden kann. Grundsätzlich lassen sich die Boxen in zwei verschiedene Kategorien unterteilen: Hartboxen und Softboxen.

Hartboxen sind aus robustem Kunststoff gefertigt und vergleichsweise stabil. Das Gepäck liegt sicher verstaut unter der harten Schale. Zudem sind sie rundum witterungsbeständig, wasserdicht und sonnengeschützt. In der Regel befindet sich ein Schloss oder Verriegelungssystem an der Seite. Allerdings lassen sich die Boxen nicht demontieren, weshalb sie als Ganzes gelagert werden müssen. Zudem erschwert das hohe Eigengewicht ihre Handhabung. Neben den klassischen Ausführungen gibt es spezielle, beispielsweise extrageräumige Boxen, in denen eine vollständige Skiausrüstung Platz findet.

Softboxen bestehen aus einem textilen Stoff; einzig der Boden ist meist mit Metall oder Kunststoff verstärkt, damit das Gepäck stabil liegt. Dank der Textilien sind die Boxen leicht dehnbar und flexibel, sodass Sie auch unhandliche Gepäckstücke problemlos verstauen können, ohne an die Form der Box gebunden zu sein. Softboxen werden mit einem Reißverschluss verschlossen, bei manchen Modellen ist ein Schloss vorhanden. Unter dem Textilstoff ist das Gepäck vor Wind und Wasser geschützt, allerdings kann es durch äußere Stöße leicht Schaden nehmen. Zwar macht das geringe Eigengewicht die Boxen besonders handlich, jedoch sollten sie nicht ohne Gepäck auf dem Auto transportiert werden, da die leichten Materialien schnell vom Wind erfasst werden können. Softboxen werden auch als Faltboxen bezeichnet, da sie sich zusammenfalten und entsprechend platzsparend verstauen lassen.

Die wichtigsten Kriterien beim Kauf einer Dachbox

Damit die Dachbox ganz sicher für Ihr Auto zugelassen ist, sollten Sie beim Kauf unbedingt auf ihre Maße und ihr Eigengewicht achten. Auch die Befestigungsart ist ausschlaggebend, um die Box sachgerecht auf dem Auto befestigen zu können. Daneben ist das Fassungsvermögen entscheidend, da sich der Platzbedarf je nach Einsatzzweck unterscheidet. Die verschiedenen Materialien und Öffnungsmechanismen sind ebenfalls einen Blick wert. Um die Dachbox optimal zu nutzen, gibt es praktisches Zubehör, das beispielsweise die Sicherheit Ihres Gepäcks erhöht.

Die grafische Darstellung einer geöffneten Dachbox mit Vektorpfeilen im Inneren.
Beim Kauf einer Dachbox sollten Sie vor allem auf die Abmessungen, also die Höhe, Tiefe und Breite, achten.

Maße

Dachboxen sind im Durchschnitt zwischen 150 und 250 Zentimeter lang, kleinere Versionen können auch eine Länge von nur 120 bis 140 Zentimeter aufweisen. Die meisten Modelle sind 60 bis 90 Zentimeter breit und 30 bis 50 Zentimeter hoch. In den kurzen Ausführungen lässt sich beispielsweise ein Zelt oder ein Ersatzreifen unterbringen. Die länglichen Boxen werden vor allem für nicht faltbare Sportausrüstung wie Skier oder ein Surfbrett benötigt. Achten Sie darauf, dass die Box an keiner Seite des Autos übersteht. Die Vorderseite sollte sich auf einer Linie mit der Windschutzscheibe befinden. Auch wenn es laut Straßenverkehrsordnung erlaubt ist, dass die Dachlast vorn bis zu 2,5 Meter und hinten bis zu 1,5 Meter hinausragen darf, ist dies bei einer Dachbox nicht empfehlenswert. In diesem Fall würde sich die Box nicht optimal am Dach befestigen lassen.

Gewicht

Zwei Gewichtswerte sind beim Kauf einer Dachbox von Interesse: das Leergewicht und das Gewicht der Ladung.

Leergewicht: Dieser Wert beschreibt das Eigengewicht der Dachbox, die vom Hersteller angegeben ist. Hartboxen wiegen meist zwischen 10 und 25 Kilogramm. Softboxen sind mit durchschnittlich 5 bis 10 Kilogramm leichter.

Zuladung: Das maximale Zuladungsgewicht beschreibt die Last, mit der die Dachbox beladen werden darf. Bei Hartboxen beträgt sie für gewöhnlich zwischen 50 und 90 Kilogramm, während Softboxen nur mit bis zu 60 Kilogramm beladen werden dürfen.

Das Gesamtgewicht einer beladenen Dachbox darf keinesfalls dazu führen, dass die maximale Dachlast oder das zulässige Gesamtgewicht des Gefährts überschritten wird. Dies könnte dazu führen, dass das Auto, insbesondere das Dach oder das Fahrwerk, Schaden nimmt oder die Bremsanlage nicht mehr richtig funktioniert. Auch die Sicherheit der Dachlast ist in diesem Fall nicht mehr garantiert.

Eine Rechnung, die ins Gewicht fällt

Die maximale Dachlast und das zulässige Gesamtgewicht stehen in den Fahrzeugpapieren. Sie errechnen sich wie folgt:
Maximale Dachlast = Gewicht des Grundträgers + Leergewicht der Dachbox + Zuladung
Zulässiges Gesamtgewicht = Leergewicht des Fahrzeugs inklusive Fahrer und Mitfahrer + Gepäck und Ausstattung

Fassungsvermögen

Das Volumen einer Dachbox beträgt meist zwischen 300 und 600 Liter, in seltenen Fällen sogar bis zu 700 Liter. Boxen mit einem Fassungsvermögen von 300 Litern sind vor allem für Sportler geeignet, die mit ihrem Equipment verreisen. Familien auf dem Weg in den Urlaub oder Sport- und Camping-Gruppen greifen am besten zu einem Modell mit einem Volumen von rund 500 Litern, um sämtliche Koffer und Gepäckstücke unterzubringen, da der Platz in einem Auto mit mehreren Personen schnell belegt ist. Die besonders großen Boxen, die 600 bis 700 Liter fassen, empfehlen sich vor allem für Geländewagen oder Transporter, die entsprechend groß und stabil gebaut sind.

Faltbare Dachboxen haben meist ein ähnliches Volumen wie ihre härteren Pendants. Allerdings sind Sie bei Ersteren oft etwas flexibler in der Art und Weise, wie Sie die Boxen packen. Aufgrund des textilen Stoffbezugs sind sie auch für unförmiges und sperrigeres Gepäck geeignet.

Befestigungssysteme

Sie sollten immer sichergehen, dass Sie die Dachbox auf Ihrem Auto montieren können. Wenn Sie bereits eine Reling oder sogar einen Dachträger auf dem Dach haben, ist die Befestigung kein Problem. Aber auch ohne Reling gibt es Möglichkeiten, eine Dachbox zu befestigen.

An den Barren des Dachträgers befinden sich Lastenträgerfüße, die Sie an der Reling des Autos befestigen. Um die Box am Dachträger zu montieren, gibt es fünf verschiedene Befestigungsmöglichkeiten. Die Barren des Dachträgers dürfen in der Regel nicht breiter als 80 Millimeter sein.

UBügel: Mehrere Bügel werden an den Tragarmen des Dachträgers befestigt. Die Dachbox ist mit Knebelmuttern an den Bügeln festgeschraubt.

Schnellspanner: Die Schnellspanner werden am Dachträger befestigt und die Dachbox an den Klemmhaken festgeklemmt.

Krallenbefestigung: Jeweils zwei Greifarme der Befestigungen werden durch die Box geschoben und mittels eines Rades an die Barren des Dachträgers geklammert.

TNutAdapter: Die Adapter werden in die T-Nut des Trägers geschoben und die Box auf die T-Nut gesteckt. Anschließend werden die Adapter in der Dachbox verschraubt.

ClickFixSchnellbefestigung: Mittels eines Drehmechanismus wird die Klammer mit den Barren des Dachträgers verbunden.

Auch auf Autos ohne Reling lässt sich eine Dachbox montieren. Hierfür gibt es spezielle Halterungen, die in den Türrahmen geklemmt werden. Auf diesen werden die Trägerarme montiert, sodass die Dachbox wie gewohnt an den Barren befestigt werden kann. Einige Modelle können auch an den Fixpunkten des Autos befestigt werden. Diese verbergen sich unter einer Kunststoffklappe auf dem Dach.

Öffnungsmechanismen

Dachboxen lassen sich entweder von einer Längsseite, von beiden Längsseiten oder von der Vorderseite öffnen. Bei den Mechanismen handelt es sich meist um Federund Dämpfsysteme, sodass der Deckel oben bleibt, wenn Sie ihn öffnen. Sollten sich hier Probleme ergeben, können die Verschleißteile einfach ausgetauscht werden. Besonders praktisch sind Modelle, die mehrere Seiten zum Beladen anbieten. Bei einer Box, die sich von beiden Längsseiten öffnen lässt, gelangen Sie sowohl von links als auch von rechts an den Inhalt. Ein Modell, dessen Öffnungsmechanismus an der Vorderseite liegt, bietet sogar drei Seiten, da die Box Richtung Fahrzeugheck geöffnet wird und auf diese Weise die Seiten ebenfalls frei zugänglich sind.

Das Double-Action-Öffnungssystem ist das standardmäßige, einseitige Prinzip: Mittels einer Feder aus Nylon und Fiberglas, die sich am Rand der Box befindet, kann diese ohne großen Kraftaufwand geöffnet werden. Der Mechanismus ähnelt dem Scharnier einer Leiter. Ein DuoLift-System bietet die Möglichkeit, die Box von beiden Längsseiten zu öffnen. Hierbei wird die Dachbox von einem mittigen Gelenk gestützt. Auf jeder Seite befindet sich zudem eine Zentralverriegelung, die jeweils als Scharnier fungiert, wenn Sie die Box auf einer Seite öffnen.

Vorkehrungen gegen einen ungewollten Zugriff
Ein maskierter Mann versucht, eine Dachbox aufzubrechen.

Um unbefugten oder versehentlichen Zugriff zu unterbinden, sollten Dachboxen stets verschlossen werden. Einfache Softboxen werden mit einem Reißverschluss geschlossen; der Reißverschluss und der textile Stoff bieten jedoch kaum Schutz gegen Diebstahl. Hartboxen sind besser gesichert. Hier haben Sie die Wahl zwischen einem Zylinder-, einem Mehrpunkt- und einem Sicherheitsschloss.

Ein Zylinderschloss ist zwar recht sicher, befindet sich jedoch nur an einer Stelle, sodass die Box an anderen Stellen aufgehebelt werden kann. Hier ist ein Mehrpunktschloss praktischer, da die Box an mehreren Stellen verriegelt wird, meist an zwei bis drei Stellen. Ein Sicherheitsschloss kann zusätzlichen Schutz bieten. Der Schlüssel lässt sich in der Regel nur dann entfernen, wenn das Schloss korrekt angebracht ist.

Material

Je nach Modelltyp bestehen Dachboxen aus Kunst- oder Textilstoff. Textilien, für gewöhnlich flexible Kunststoffgewebe, werden bei Softboxen verwendet, während Hartboxen aus Kunststoff bestehen. Bei beiden Modelltypen befinden sich gelegentlich Metallteile im Inneren, um die Konstruktion, vor allem den Bodenbereich, zu unterstützen.

Hartboxen sind aus unterschiedlichen Kunststoffen gefertigt. Zu den gängigen Werkstoffen gehören die folgenden:

Polypropylen: Der Werkstoff zählt den Standardkunststoffen. Er ist robust und von geringer Dichte, wodurch aus Polypropylen gefertigte Boxen besonders leicht sind. Allerdings ist er kaum schlagfest und empfindlich gegenüber Kälte. Mit Glasfasern versetzt ist er fester und kälteresistenter.

Polysterol: Der Kunststoff ist besonders hart und stoßfest. Darüber hinaus hat er eine sehr geringe Wärmeleitfähigkeit und ist dementsprechend unempfindlich gegen Sonneneinstrahlung. Der Inhalt der Dachbox erwärmt sich folglich nicht übermäßig.

AcrylnitrilButadienStyrolCopolymerisat: ABS ist stoßfest und witterungsbeständig. Manche Dachboxen bestehen komplett aus ABS, während andere nur damit beschichtet sind. Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisat ist nachhaltig und umweltfreundlich.

AcrylesterStyrolAcrylnitril: ASA ist noch robuster als ABS und wird auch als Acrylbeschichtung verwendet. Das Material ist sehr witterungsbeständig und unempfindlich gegenüber Sonneneinstrahlung.

Zubehör

Vor allem für Sportler bieten Hersteller verschiedene Halterungen, die in einer Dachbox befestigt werden können. Mit diesen können Sie sperriges Sportequipment wie Skier oder Snowboards in der Box befestigen, sodass es nicht verrutscht. Zudem dienen die Halterungen als Trennwände zu den anderen Gepäckstücken.

Dachboxen nehmen viel Platz ein, wenn sie gelagert werden, insbesondere die nicht faltbaren Hartboxen. Damit diese nicht störend in der Ecke stehen, gibt es verschiedenes Zubehör, das die Lagerung einer Dachbox vereinfacht. Mit speziellen Hängehalterungen, sogenannten Dachboxenlifts, können Sie die Box mittels eines Seilzuges nach oben befördern und unter der Decke lagern. Wandhalterungen sind praktisch, um die Dachbox vom Boden fernzuhalten und an einer freien Wand zu platzieren. Um zu verhindern, dass eine Dachbox bei Nichtgebrauch Schaden nimmt oder sich Staub ansammelt, empfiehlt sich eine Schutzhaube. Diese wird einfach über die Box gezogen; ein integrierter Gummizug verhindert, dass die Hülle verrutscht.

Falls Ihre Dachbox doch Schaden nehmen sollte und Schrauben oder andere Kleinteile defekt sind, lassen sich diese meist ohne Probleme austauschen. Die Umstände, denen eine Dachbox beim Reisen ausgesetzt wird, sorgen für einen steten Verschleiß. Sämtliche Kunststoffteile und auch die Schlösser können Sie jedoch problemlos ersetzen.

Praxistipps für den Gebrauch einer Dachbox

Die Nutzung einer Dachbox ist im Prinzip selbsterklärend. Doch gerade bei der Montage und dem Einpacken des Gepäcks werden schnell Fehler gemacht, die zu Problemen führen können. Darüber hinaus gelten für das Fahren mit Dachbox bestimmte Verkehrsregeln.

Was ist bei der Montage einer Dachbox zu beachten?

Bevor Sie die Dachbox auf dem Auto montieren, sollten Sie sämtliche Kontaktpunkte an der Box, dem Trägergestell und dem Dach säubern. Vor allem nach längerer Lagerzeit der Dachbox kann diese schnell verschmutzen. Positionieren Sie die Box mittig, sodass sie parallel zum Autodach verläuft. Nach vorn sollte sie nicht zu weit überstehen, um dem Wind eine möglichst geringe Angriffsfläche zu bieten. Die Heckklappe muss sich zudem noch öffnen lassen. Lassen Sie sich beim Auflegen der Dachbox bestenfalls helfen. Wenn keine Hilfe in der Nähe ist, empfiehlt es sich, eine Decke auf das Autodach zu legen, um zu verhindern, dass diese Kratzer verursacht. Wenn Sie einen Dachboxenlift haben, können Sie auch mit dem Auto darunter parken und die Box von oben auf das Dach herabsenken.

Sicherung der Dachbox nach StVO

Paragraf 22 der Straßenverkehrsordnung, der sich mit der Ladung eines Fahrzeugs auseinandersetzt, schreibt vor, dass die Ladung samt der Geräte zur Ladungssicherung so zu verstauen und zu sichern ist, dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutscht, umfällt, hin- und herrollt, herabfällt oder vermeidbaren Lärm erzeugt.

Wie packe ich eine Dachbox am sinnvollsten?

Es empfiehlt sich, eine Dachbox systematisch zu packen: Die schweren Gepäckstücke kommen nach unten und sollten mittig liegen, während sich die leichten Gegenstände oben befinden. Besonders schwere Objekte sollten, wenn möglich, im Kofferraum untergebracht werden, damit die Maximallast des Autodachs nicht allzu schnell erreicht wird. Polsternde Gegenstände wie Decken, Jacken oder Schlafsäcke sollten in den Lücken und im vorderen Bereich liegen, um als Puffer zwischen schwerem Gepäck und der Dachboxhülle zu dienen. In den meisten Dachboxen befinden sich Spanngurte, mit denen Sie die Ladung sichern können. Optionale Gepäcknetze garantieren zusätzliche Sicherheit. Auf längeren Strecken sollten Sie regelmäßige Pausen einlegen und die Sicherung der Box kontrollieren.

Was ist beim Fahren mit einer Dachbox zu beachten?

Ein mit Dachbox und Fahrraedern beladenes Auto fährt auf der Autobahn.

Zunächst sollten Sie beachten, dass sich durch die Dachbox das Fahrverhalten des Autos verändert. Der höhere Schwerpunkt sorgt dafür, dass sich das Fahrzeug in den Kurven stärker neigt, weshalb Sie hier besonders Acht geben müssen. Halten Sie zudem ausreichend Abstand zum Auto vor Ihnen, da sich durch das Gewicht der Dachbox der Bremsweg verlängert. Darüber hinaus bietet das Auto eine größere Angriffsfläche für Seitenwind. Auf Brücken und Landstraßen sollten Sie stets bereit sein, auf Wind von der Seite zu reagieren und gegenzulenken.

Die größere Fläche ist auch für einen Mehrverbrauch an Benzin verantwortlich. Auf 100 Kilometern verbrauchen Sie mit einer beladenen Dachbox rund zwei bis drei Liter mehr als normal. Auch wenn es von gesetzlicher Seite aus keine vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit gibt, empfehlen Hersteller und Prüfgesellschaften wie TÜV und ADAC, nicht schneller als 130 Kilometer pro Stunde zu fahren.

Weiterführende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich. Wir haben die Dachboxen nicht selbst getestet.

Die Stiftung Warentest testete im Jahr 2020 insgesamt zehn Dachboxen. Dabei handelt es sich um einen Gemeinschaftstest, den das Verbrauchermagazin zusammen mit dem Allgemeinen Deutschen Automobil-Club, kurz ADAC, durchführte. Die Tester beurteilen die Produkte in den Kategorien Fahreigenschaften, Handhabung und Verarbeitung. Zu guter Letzt unterzogen sie die Modelle einem Crashtest, der in der Crashtestanlage des ADAC durchgeführt wurde. Mehr als die Hälfte der Produkte schnitt im Test mit dem Testurteil „gut“ ab; nur eine Dachbox konnte mit dem Fazit „ausreichend“ nicht überzeugen.

Sieger des Tests ist das Modell Motion XT L von Thule mit dem Qualitätsurteil „gut“ sowie der Note 1,9. In sämtlichen Kategorien erzielte die Dachbox gute Ergebnisse. Insbesondere die Eigenschaften der Box während der Fahrt hoben die Tester positiv hervor. Der Testsieger ist mit einem Preis von 540 Euro das zweitteuerste Modell im Test.

Auf dem letzten Platz des Tests befindet sich die Farad Zeus 480L mit dem Urteil „ausreichend“ und der Note 4,0. Das einzige Modell, das im Test mit diesem Qualitätsurteil abschnitt, erzielte lediglich in den Kategorien Fahreigenschaften und Verarbeitung gute Ergebnisse. Allerdings bot die Box nicht ausreichend Sicherheit und musste im Crashtest eine Abwertung hinnehmen. Mit rund 470 Euro gehört der Letztplatzierte zu den teureren Modellen im Test und kostet beinahe so viel wie der Testsieger.

Xenia

Xenia

24.11.2020