Benzin-Heckenschere-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

  • Das Wichtigste in Kürze
  • Mit einer Benzin-Heckenschere schneiden Sie Hecken, Sträucher und Büsche im Handumdrehen in Form.
  • Für die Leistung einer Heckenschere sind vor allem der Motor und das Schwert ausschlaggebend.
  • Heckenscheren dürfen nur zu bestimmten Uhr- und Jahreszeiten genutzt werden. Dabei ist das Wachstum der Hecke und die Lautstärke der Geräte zu beachten.
  • Mit Features wie einem Antivibrationssystem oder einem Schnellverstellsystem nutzen Sie das Gerät am effektivsten.
  • Ein Fangblech und ein Führungsschutz vereinfachen die Arbeit an einer Hecke.

Aus Liebe zur Landschaftspflege

In Form schneiden oder weg mit der Hecke? Die lang gewachsenen Büsche stellen sowohl einen natürlichen Sichtschutz als auch ein ansehnliches Zierelement dar. Mindestens einmal im Jahr ist es nötig, die natürlichen Zäune zu bearbeiten, um sie nicht wuchern zu lassen und ihre Vitalität zu fördern. Heckenscheren gelten als Standardequipment in der privaten sowie professionellen Garten- und Landschaftspflege. Mit ihnen schneiden Sie Büsche, Sträucher und Hecken äußerst präzise. Selbst hohe beziehungsweise niedrige Ecken sowie ganz spezielle Formen sind kein Problem, denn die kraftstoffbetriebenen Varianten sind wesentlich leistungsfähiger als Elektro- und Akku-Heckenscheren. Dank des Verbrennungsmotors sind auch stärkere Äste schnell und einfach zurechtgestutzt.

Die Unabhängigkeit von Steckdosen, Stromkabeln und Akkus gestattet Ihnen eine hohe Bewegungsfreiheit, die sich vor allem in großen Gärten auszahlt. Auch Berufsgärtner profitieren in öffentlichen Grünanlagen und Parks von dieser Mobilität. Nachteilig sind der hohe Lärmpegel und die Abgase des Verbrennungsmotors. Darüber hinaus macht der Motor das Gerät sehr schwer, wodurch es in einigen Positionen schwierig zu handhaben ist. Auch der Wartungsaufwand ist höher als bei Elektro-Modellen.

Hobbygärtner finden bereits für weniger als 200 Euro eine gute Benzin-Heckenschere. Für die gelegentliche Nutzung sind diese Modelle vollkommen ausreichend. Profis und Gärtner, die regelmäßig eine Heckenschere gebrauchen, sollten zwischen 300 und 400 Euro investieren, um ein qualitativ hochwertiges und besonders leistungsstarkes Gerät zu erhalten.

VorteileNachteile
Kabelloser EinsatzHohe Lautstärke
Kein Aufladen von Akkus nötigEntstehende Abgase
Sehr leistungsstarkSehr schwer
Flexibel einsetzbarWartungsanfällig
Für Dickicht und starkes Gestrüpp geeignet

Wie funktioniert eine Benzin-Heckenschere?

An der Vorderseite einer Benzin-Heckenschere befindet sich eine Art Schwert. Die verschiedenen Modelle besitzen zwei Scherblätter, die bei Inbetriebnahme dem Funktionsprinzip einer Schere ähneln. Die Äste geraten zwischen die Schneidezähne und werden mit hoher Geschwindigkeit durchtrennt. Ebenso wenig wie eine herkömmliche Schere kann auch eine Heckenschere besonders dicke Materialien nicht durchtrennen. Aus diesem Grund sollten Sie vorab eine Ast- oder Motorsäge nutzen, um Äste mit einem größeren Umfang zu schneiden.

Was ist beim Kauf einer Benzin-Heckenschere zu beachten?

Beim Kauf einer Benzin-Heckenschere sollten Sie vorrangig auf zwei Kriterien achten: den Motor inklusive dessen Leistung sowie das Schwert am Frontteil des Geräts. Darüber hinaus sind die Schnittlänge und die Schnittstärke entscheidend, die sich nach dem Einsatzort richten. Ein geringes Gewicht, eine niedrige Lautstärke, Extrafunktionen und entsprechendes Zubehör erleichtern Ihnen die Arbeit auf großen Flächen.

Motor

In den meisten Benzin-Heckenscheren ist ein Zweitaktmotor verbaut, den Sie mit einem Gemisch aus Öl und Benzin betreiben. Üblicherweise beträgt das Öl-Benzin-Mischverhältnis 1:40. Achten Sie auf die Herstellerangaben, um das richtige Mischverhältnis in den Tank zu füllen. Andernfalls arbeitet der Motor nicht richtig. Sie können den Kraftstoff entweder selbst mischen oder bereits gemischt kaufen. Die meisten Benzintanks haben ein Fassungsvermögen von 300 bis 500 Millilitern.

Manche Benzin-Heckenscheren arbeiten mit einem Viertaktmotor. Diese laufen etwas ruhiger als Zweitaktmotoren. Zudem verbrauchen Sie weniger Kraftstoff und produzieren weniger Abgase. Allerdings sind Viertakter um 100 bis 200 Euro teurer.

Motorleistung

Je höher die Motorleistung, desto kraftvoller die Benzin-Heckenschere. Allerdings ist die Leistung nicht allein ausschlaggebend für die Gesamt-Performance. Die Motorleistung wird in Kilowatt und metrischen Pferdestärken angegeben. Bei Benzin-Heckenscheren beträgt die Kilowattleistung in der Regel zwischen 0,4 und 0,8. Das entspricht in etwa 0,5 bis 1 Pferdestärke. Die Leistung sollte sich nach der Größe Ihres Gartens sowie der Anzahl und Höhe der Hecken richten. Für herkömmliche Kleingärten sind bereits 0,45 Kilowatt ausreichend. In größeren Gärten und im Landschaftspflegebereich werden kraftvollere Motoren benötigt.

Bestandteile einer Heckenschere
Die Grafik zeigt den Aufbau und die unterschiedlichen Abmessungen einer Benzin-Heckenschere.

Schwertlänge

Das Schwert bezeichnet den Messeraufsatz an der Vorderseite des Geräts. Bei der Wahl der Schwertlänge sollten Sie sich nach der Größe der zu schneidenden Hecke richten. Für Hobbygärtner ist eine Länge von 50 bis 70 Zentimetern ausreichend. Kleinere Schwerter sind handlicher und lediglich für sehr kleine Hecken sowie einzelne Sträucher geeignet, während größere Schwerter das Gerät schwerer und unhandlicher machen.

  • Bis zu 45 Zentimeter: einzelne Sträucher, junge Hecken
  • 45 bis 50 Zentimeter: niedrige Hecken, präziser Formschnitt
  • 50 bis 60 Zentimeter: mittelhohe Hecken, vereinzelte dickere Äste
  • 60 bis 70 Zentimeter: hohe Hecken, große Schnittflächen, dickere Äste
  • Über 70 Zentimeter: gewerbliche und forstwirtschaftliche Nutzung

Schnittlänge

Bei der Schnittlänge handelt es sich um die Länge des Messerbalkens, an dem die Scherblätter befestigt sind. Sie ist ausschlaggebend für die Reichweite und Genauigkeit des Schnitts. Kurze Schnittlängen sind für verwinkelte Hecken besonders praktisch, da Sie mit ihnen präzise schneiden können. Wenn Sie stattdessen auf zügiges und großflächiges Arbeiten wertlegen, sollten Sie zu einem Modell mit einer größeren Schnittlänge greifen. Allerdings erhöht sich in diesem Fall auch das Gewicht und die Geräte werden unhandlicher. Die Schnittlänge ist um wenige Zentimeter geringer als die Schwertlänge, da sie sich ausschließlich auf die Scherblätter bezieht und nicht auf den gesamten Schneidkopf.

  • 40 bis 50 Zentimeter: kurze Formschnitte, präzise Feinschnitte, verwinkelte Hecken
  • Ab 60 Zentimeter: akkurate und weitläufige Schnittflächen

Schnittstärke

Dieser Wert bezieht sich ebenfalls auf die Scherblätter und Schneidleistung der Benzin-Heckenscheren. Die Schnittstärke beschreibt den Abstand zwischen den Messern. Je größer sie ist, also je weiter die Messer auseinanderstehen, desto dicker können die Äste sein. Folglich sollte die Schnittstärke dem Astdurchmesser der Hecke entsprechen. Die meisten Heckenscheren haben einen Messerabstand von 15 bis 35 Millimetern.

Scherblätter

Benzin-Heckenscheren besitzen immer zwei Scherblätter, die an dem Schwert befestigt sind. Es gibt Modelle mit gegenläufigen und einfachläufigen Messern.

Gegenläufige Messer
Benzin-Heckenschere beim Trimmen von Bueschen

Bei Heckenscheren mit gegenläufigen Scherblättern bewegt sich ein Messer in die eine Richtung und ein zweites in die Gegenrichtung. Die Zacken verschieben sich gegeneinander, weshalb die Heckenschere schneidet. Damit können Sie auch Stellen effektiv bearbeiten, die nicht so gut zu erreichen sind. Darüber hinaus eignen sich diese Modelle am besten für den Formschnitt von Hecken und Sträuchern, da Sie genauer arbeiten.

Einfachläufige Messer

Modelle mit einfachläufigen Messerläufen besitzen ebenfalls zwei Scherblätter, von denen jedoch eines starr ist. Das heißt, lediglich eines der Messer bewegt. Dieses Design erleichtert einen geraden Schnitt, da Sie das starre Messer als Führungshilfe nutzen können. Die Schwerter sind oft etwas länger, weshalb sich mit diesen Ausführungen auch große Fläche leicht bearbeiten lassen.

Gewicht

Benzin-Heckenscheren wiegen meist zwischen fünf und sieben Kilogramm. Benzinbetriebene Heckenscheren sind schwerer als elektronisch betriebene Geräte, da der Benzintank und der Motor für zusätzliches Gewicht sorgen. Ein geringes Gesamtgewicht ist empfehlenswert, da Sie das Gerät so längere Zeit benutzen und es leichter handhaben können.

Laustärke

Achten Sie beim Kauf darauf, wie laut das Gerät ist. Manche Benzin-Heckenscheren erreichen eine Lautstärke von über 100, andere lediglich 90 Dezibel. Das entspricht etwa der Lautstärke eines schweren Kraftfahrzeugs und kann bei längerer Einwirkung unangenehm sein, wenn nicht sogar zu einem Gehörschaden führen. Die meisten Geräte sind mit 105 bis 115 Dezibel jedoch so laut wie ein Live-Konzert. 120 Dezibel sind die Schmerzgrenze für das menschliche Gehör; bei diesem Geräuschpegel kann es bereits nach kurzer Einwirkung zu Hörschäden kommen.

Features

Extrafunktionen und besondere Eigenschaften von Benzin-Heckenscheren können sowohl den Bedienungskomfort erhöhen als auch ihre Ergonomie fördern. Schutzmechanismen dienen darüber hinaus Ihrer Sicherheit. Die folgenden Features vereinfachen die Handhabung:

  • Verstellbarer Griff: Ein Stufensystem für den hinteren Griff erhöht die Flexibilität im Umgang mit der Heckenschere.
  • Antivibrationssystem: Die Vibrationen an den Griffen und Halterungen werden gedämpft, um das Gerät besser handhaben zu können.
  • Schnellverstellsystem: Mit dieser Funktion lässt sich das Schwert in verschiedene Winkel bringen, sodass Sie auch an engen Stellen schneiden können.
  • Leichtstartsystem: Ein Federmechanismus unterstützt die Anzugskräfte am Starterseil, wodurch das Anlassen des Motors vereinfacht wird.
  • Sicherheitsschaltung: Der Startknopf (sofern kein Zugseil vorhanden) muss mit zwei Händen betätigt werden. So wird eine versehentliche Inbetriebnahme verhindert.

Zubehör

Mit dem folgenden Zubehör erleichtern Sie sich die Arbeit und nutzen Ihre Benzin-Heckenschere so effektiv wie möglich:

  • Tragegurt: Mit einem Tragegurt lässt sich das Gewicht der Heckenschere auf dem Rücken verteilen, sodass die Kraft nicht mehr nur von den Armen ausgeht.
  • Fangblech: Da das Schnittgut aufgefangen wird, müssen Sie es nicht mehr vom Boden aufsammeln.
  • Tragetasche: Bewahren Sie Ihre Benzin-Heckenschere geschützt auf und transportieren Sie diese so einfach wie möglich.
  • Teleskopstange: Diese kann an einigen Geräten befestigt werden, um den Aktionsradius zu erhöhen. An manchen Modellen ist die Stange festmontiert.
  • Führungsschutz: Dieser schützt die Spitze des Messerbalkens und verhindert, dass Sie mit der Schere an harten Materialien anstoßen.
  • Kleidung: Tragen Sie während der Arbeit Schutzkleidung wie Arbeitshandschuhe und Schutzbrille. Ein Hörschutz ist aufgrund der Lautstärke ebenfalls ein Muss.

Der richtige Umgang

Die Nutzung einer Benzin-Heckenschere erfolgt intuitiv; lediglich das Starten des Motors könnte eine Herausforderung darstellen. Wenn Sie Ihre Heckenschere regelmäßig pflegen, wird sie Ihnen mehrere Jahre gute Dienste leisten.

Nutzung

Mann trimmt Hecke an sonnigem Tag

Benzin-Heckenscheren besitzen zum Starten des Motors ein Starterseil oder einen Anlassknopf. Vor allem das Seil mag für einige Nutzer ungewohnt sein. Ziehen Sie mehrmals kräftig daran, bis der Motor anspringt. Führen Sie die Züge jedoch nicht zu ruckhaft, sondern gleichmäßig und vorsichtig aus.

Achten Sie bei der Nutzung der Heckenschere darauf, dass sich der Schwerpunk des Geräts möglichst nah am Körper befindet. So behalten Sie stets die Kontrolle über die Heckenschere, ohne dass Ihre Arme ermüden. Die Belastung wird gleichmäßig auf Rücken, Schultern und Armen verteilt.

Verbrauchen Sie das Kraftstoffgemisch im Tank binnen sechs Wochen. Gemischtes Benzin entmischt sich nach einiger Zeit, weshalb es spätestens nach dieser Zeitspanne zu wechseln ist. Überprüfen Sie Ihre Benzin-Heckenschere mindestens einmal im Jahr auf eventuelle Schäden.

Wie ist eine Benzin-Heckenschere zu pflegen?

Entfernen Sie nach jeder Anwendung etwaige Pflanzenreste vom Schneidmesser und säubern Sie den gesamten Scherenbereich. Das Schwert muss geölt werden, damit die Messer nicht verkanten oder blockieren. Es empfiehlt sich, nach jedem Einsatz einen Tropfen Öl auf die Klinge zu geben. Wenn Sie diese kurzzeitig anschalten, verteil sich das Öl auf dem gesamten Schwert.

Darüber hinaus sollten Sie den Luftfilter sowie den Kraftstofftank regelmäßig reinigen. Das Luftgitter sorgt dafür, dass der Motor nicht überhitzt, weshalb Sie insbesondere die Kühlungsschlitze sauber halten sollten. Überprüfen Sie den Vergaser, bevor Sie den Tank erneut auffüllen, und abermals, bevor Sie mit der Arbeit beginnen. Zudem sollten Sie Schrauben und Einzelteile überprüfen und gegebenenfalls nachziehen beziehungsweise befestigen. Nach etwa 100 Betriebsstunden ist die Zündkerze der Heckenschere zu ersetzen.

Gut abgeschnitten

Bei Arbeiten mit einer Heckenschere gibt es abseits der Funktionalität einige Dinge zu beachten. So sollten Sie zum Beispiel wissen, welche Hecken Sie mit einer benzinbetriebenen Ausführung schneiden können, wann Sie das Gerät nutzen dürfen und wie Sie die Hecke am besten bearbeiten.

Beim Arbeiten mit einer Benzin-Heckenschere gilt es einige Vorschriften und Richtlinien zu beachten.

Für welche Hecken sind Benzin-Heckenscheren geeignet?

Grundsätzlich sind Benzin-Heckenscheren für alle Arten von Hecken, Sträuchern und Büschen geeignet. Im Unterschied zu Akku- und Elektro-Geräten empfehlen sich die benzinbetriebenen Modelle jedoch vorrangig für grobe sowie schnelle Schnitte. Formschnitte wie etwa bei Zierbüschen sollten Sie mit den kraftvollen Heckenscheren nicht vornehmen. Da die Geräte relativ viel Gewicht haben, lassen sie sich nicht genau führen. Filigrane Arbeiten gelingen damit nur schwer. Pflanzen mit dickem Geäst und widerstandsfähiges Dickicht sind hingegen kein Problem für Benzin-Modelle.

Wann ist es erlaubt, die Hecke zu schneiden?

Was viele Menschen nicht wissen, ist, dass es eine gesetzliche Regelung gibt, wann es erlaubt ist, eine Hecke ganzheitlich zu schneiden. Laut Bundesnaturschutzgesetz ist es verboten, vom 1. März bis zum 30. September eine Hecke auf den Stock zu setzen. Das bedeutet, dass es untersagt ist, Hecken und andere natürliche Zäune zu „fällen“. Auf diese Weise sollen Tiere, vor allem Vögel, die innerhalb dieser Zeit in Gebüschen nisten, geschützt werden. Eine Ausnahme besteht, wenn die Maßnahmen die Verkehrssicherheit gewährleisten. Das Gesetz erlaubt einen ganzjährigen, schonenden Form- und Pflegeschnitt. Doch auch in diesem Fall sollten Sie vorab sichergehen, ob Ihre Hecke nicht als Nistplatz auserkoren wurde. Darüber hinaus fallen Benzin-Heckenscheren unter die Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung und dürfen werktags nur von 9 bis 13 Uhr sowie von 15 bis 17 Uhr betrieben werden. Die Nutzung an Sonn- und Feiertagen ist nicht gestattet.

Der richtige Zeitraum für einen frischen Schnitt

Um der Hecke ein optimales Wachstum zu ermöglichen, schwören einige Hobbygärtner auf konkrete Zeiträume und Tage. So gilt die Zeit nach dem Johannistag am 24. Juni als idealer Moment, um der Hecke einen frischen Formschnitt zu geben. In dieser Zeit hat sich der erste Jahrestrieb der Äste gebildet und der zweite steht kurz bevor. Es gibt jedoch auch (Experten-)Meinungen, die dazu tendieren, den ersten Schnitt des Jahres Mitte bis Ende Februar durchzuführen und erst den zweiten, etwas schwächeren Rückschnitt im Sommer. So können die Hecken gleichmäßiger und dichter wachsen. Der regelmäßige Schnitt einer Hecke ist wichtig, damit sie in Form bleibt und ihre Vitalität gefördert wird. Um das Wachstum zu stärken, ist es darüber hinaus sinnvoll, die Heckenschere an einem bewölkten Tag zu nutzen. Auf diese Weise trocknet die Sonne die frischen Schnittwunden an den Ästen nicht allzu schnell aus.

Wie wird eine Hecke geschnitten?

Vermeiden Sie es, die Hecke unten schmaler als oben zu schneiden. So bekämen die unteren Blätter kaum Licht und die Hecke würde am unteren Ende kahl werden. Die ideale Schnittform entspricht einem Trapez, das nach oben hin schmaler wird. Beachten Sie jedoch auch das natürliche Wachstum der Pflanze. Wen Sie links und rechts von der Hecke jeweils eine Stange aufstellen und auf der gewünschten Höhe eine Schnur spannen, haben Sie eine praktische Orientierungshilfe. Halten Sie die Arme in der Waagerechten und führen Sie die Schwenkbewegung aus dem Rücken heraus durch. Wenn Sie zu sehr mit den Armen arbeiten, entstehen leicht Dellen und Einkerbungen in der Hecke.

Weiterführende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich. Wir haben die Benzin-Heckenscheren nicht selbst getestet.

Einen aktuellen Test von Benzin-Heckenscheren führte bis dato kein verifiziertes Verbraucherportal durch.

Die Stiftung Warentest testete 2017 jedoch insgesamt 15 Akku-Heckenscheren. Die Tester überprüften die Schneideigenschaften, die Handhabung, die Haltbarkeit, die Sicherheit sowie den Akku und das Ladegerät der Heckenscheren. Sechs der Akku-Heckenscheren erhielten im Test das Qualitätsurteil „gut“, sechs schnitten mit „befriedigend“ ab. Lediglich ein Modell fiel im Test mit dem Urteil „mangelhaft“ durch.

Testsieger ist die Heckenschere HSA 56 von Stihl mit der Testnote 1,7. In den Testkategorien „Schneiden“, „Haltbarkeit“, „Sicherheit“ und „Schadstoffe“ schnitt das Gerät mit sehr guten Ergebnissen ab. Allerdings beurteilten die Tester den Akku und das Ladegerät lediglich mit „befriedigend“; dies führte zur Abwertung der Gesamtnote. Mit rund 236 Euro gehört das Modell von Stihl zu den teuersten Modellen im Test.

Auf dem letzten Platz des Tests befindet sich die Langstiel-Heckenschere GE-HH18LiT von Einhell mit der Testnote 4,6. Die Kategorien „Sicherheit“ und „Schadstoffe“ beurteilten die Tester mit „sehr gut“. Bei einem Großteil der Testkategorien schnitt das Einhell-Gerät lediglich mit „befriedigend“ ab. Die Haltbarkeit fiel mit „mangelhaft“ besonders schlecht aus; dies führte zur Abwertung der Heckenschere. Das Modell von Einhell kostet rund 149 Euro.

Christopher Hanek

Christopher Hanek

23.11.2020