Kappsäge-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

  • Das Wichtigste in Kürze
  • Kappsägen sind eine spezielle Form der Kreissägen, die ausschließlich dem präzisen Kürzen von Langmaterial dienen.
  • Mit Kappsägen können Heimwerker und Profis wiederholgenau saubere, gerade Schnitte durchführen.
  • Die halbstationären Geräte sind umfassend einstellbar.
  • Dank zahlreicher Schutzmaßnahmen sind Kappsägen äußerst sicher im Gebrauch.

Sicheres, präzises Kürzen von Langmaterial

Bei einer Kappsäge handelt es sich um eine manuell zu betätigende Säge für einen ganz bestimmten Einsatzzweck: Sie längt Profile, Kanthölzer und schmale Bretter ab. Ihr Arbeitsbereich ist also eingeschränkt. Dafür ist die Kappsäge durch eine Vielzahl von Einstellmöglichkeiten äußerst präzise. Sie kommt vorwiegend im Innenausbau zum Einsatz – und zwar für die folgenden Aufgaben:

  • Präzises Ablängen von Langmaterial (etwa Profile, Kanthölzer oder schmale Bretter)
  • Einbringen von Winkeln aller Art

Für Präzisionsliebhaber

Eine Kappsäge besteht im Wesentlichen aus einem schweren Arbeitsfuß, einer daran fest montierten Kreissäge und einem ebenso fest verbauten Anschlag. Ein hochwertiges Modell verfügt darüber hinaus über eine Einspannvorrichtung für das zu bearbeitende Langmaterial. Diese Besonderheit ermöglicht ein millimetergenaues Absägen von Stücken in gleichbleibender Qualität. Einmal eingestellt geht das Arbeiten mit der Kappsäge sehr schnell vonstatten.

Moderne Maschinen sind außerdem so umfassend mit Sicherungskomponenten ausgestattet, dass die Verletzungsgefahr auf ein Minimum reduziert ist.

Für Winkel und Gehrungen

Die Kappsäge beziehungsweise der Anschlag sind drehbar zueinander angeordnet. Damit lassen sich die gewünschten Stücke in einem Winkel von 0 bis 89 Grad zuschneiden. Außerdem haben hochwertige Kappsägen eine zusätzliche Neigemechanik. Damit sind auch Winkelschnitte entlang der Dicke möglich. Der Schnitt verläuft zwar stets linear quer über die Breite des eingespannten Materials, der Schnittwinkel ist jedoch nahezu beliebig einstellbar. Auch Winkelstücke lassen sich in beliebiger Menge sowie gleichbleibender Qualität anfertigen.

Der Aufbau einer Kappsäge

Da es sich bei Kappsägen um halbstationäre Geräte handelt, sind sie leicht genug, um sich per Hand zum Einsatzort tragen zu lassen. Aufgrund ihres sehr schweren Standfußes wiegen sie dennoch durchschnittlich zwischen 15 und 20 Kilogramm. Deshalb kommen sie nicht wie Stichsägen oder Bohrmaschinen als elektrische Handwerkzeuge, sondern als stationäre Geräte zum Einsatz. Mit Kappsägen können Nutzer zwar Materialien für den Einbau vorbereiten, direkt am eingebauten Material sind sie jedoch nicht verwendbar.

Eine Kappsäge besteht aus folgenden Komponenten:

  • Grundgestell (bestehend aus dem schweren Arbeitsfuß mit Anbauteilen)
  • Klappmechanik mit eingebauter Kreissäge
  • Spannvorrichtung
  • Schutzvorrichtungen

Anders als bei einer Tischkreissäge ist die Sägeeinheit einer Kappsäge beweglich. Beim Hochklappen der Sägeeinheit wird das Sägeblatt automatisch von einer Schutzklappe verschlossen. Diese öffnet sich beim Absenken der Sägeeinheit proportional zum Senkwinkel. Das verhindert weitestgehend, dass sich Betreiber in die Hand sägen. Die Sägearbeit findet erst auf den letzten Zentimetern beim Herunterklappen der Sägeeinheit statt.

Da diese Arbeitsweise bei breiten Materialien etwas unkomfortabel ist, wurde die Kappsäge entsprechend weiterentwickelt. Diese Erweiterung ist auch als Kapp-Zug-Säge bekannt. Hier ist die Sägeeinheit auf einer Schiene gelagert. Im herunter geklappten Zustand lässt sich die Kapp-Zug-Säge entlang der vorgegebenen Linie verschieben. Das macht die Bearbeitung von breitem Langmaterial, beispielsweise Brettern, möglich.

Maximale Dicke
Die Dicke des zu bearbeitenden Materials ist immer vom Radius des Kreissägenblattes begrenzt. Für dickere Materialien sind daher andere Sägetypen, etwa Bandsägen, besser geeignet.

Die Vielseitigkeit im Einsatz

Eine Kappsäge bietet eine sichere und präzise Möglichkeit, Bauteile in gleichbleibenden Abmessungen herzustellen. Das macht sie im Baubetrieb und vor allem im Innenausbau zu einem äußerst effizienten Gerät. Typische Anwendungen einer Kappsäge sind die folgenden:

  • Gehrungsschnitte bei Leisten   
  • Winkliges Absägen von Schalbrettern
  • Exakter Zuschnitt von PVC-Rohren
  • Verkleidungen von Laibungen
  • Herstellen von Türzargen
  • Schnelles Anspitzen von Kanthölzern (etwa zur Verwendung als einrammbarer Pfahl)

Das ist nur eine kleine Auswahl der vielseitigen Verwendbarkeit dieses Werkzeugs. Auf der Baustelle finden sich im Grunde ständig Herausforderungen, die nur mit einer Kappsäge optimal zu bewältigen sind.

Kappsägen für den Baubetrieb lassen sich für Holz, Kunststoff, Pressspan und andere weiche Materialien verwenden. Mit dem entsprechenden Sägeblatt ist auch das Zuschneiden von Kupferrohren und Aluminiumprofilen möglich. Hierzu muss die Kappsäge jedoch von entsprechend hoher Qualität sein. Bau-Kappsägen nutzen standardmäßig Hausstrom mit 240 Volt.

In der Metallbearbeitung finden ebenfalls Kappsägen zum Einbringen von Gehrungsschnitten in Profile und Langmaterial Verwendung. Diese mit 400 Volt Kraftstrom betriebenen Geräte sind deutlich größer, schwerer und folglich lediglich als stationäre Geräte verfügbar.

Das Arbeiten mit einer Kappsäge

Im Gegensatz zu einer Tischkreissäge oder Handkreissäge ist das Arbeiten mit einer Kappsäge sehr sicher. Auch wenn die Schnittgefahr am Kreissägeblatt der Kappsäge weitestgehend ausgeschlossen ist, gehen von dieser Arbeit noch immer gewisse Gefahren aus. Das Werkstück kann beispielsweise verkanten und zurückspringen. Besonders vorteilhaft sind deshalb Kappsägen, die mit einer zuverlässigen Spannvorrichtung ausgestattet sind. Falls diese fehlt, empfehlen wir, jedes Werkstück mit mindestens einer Schraubzwinge zu fixieren.

Beim Arbeiten mit einer Kappsäge sollten Nutzer immer zumindest einen Augenschutz, idealerweise aber einen Vollgesichtsschutz, tragen. Dieser verhindert, dass Splitter oder herausspringende Bauteile Verletzungen im Gesicht auslösen. Ein Gehörschutz macht das Arbeiten mit einer Kappsäge ebenfalls angenehmer und verhindert Hörschäden. Weitere Hinweise für das sichere Arbeiten mit einer Kappsäge sind bei der Berufsgenossenschaft Bau und Metall erhältlich.

Die Schwachstelle einer jeden Kreissäge ist das Sägeblatt. Ist dieses stumpf, wird die Arbeit nicht nur unangenehm, sondern auch gefährlich. Ein stumpfes Sägeblatt lässt sich nur schwer durch ein Werkstück führen. Es produziert schnell Abriebstellen und Verkohlungen. Wenn die Schnittstellen glänzen, ist das bereits ein Hinweis darauf, dass die Schärfe des Sägeblatts nachlässt. Ein stumpfes Sägeblatt kann die Kreissäge beim Eintauchen in das Werkstück sogar zurückschlagen lassen. Dabei besteht eine Verletzungsgefahr für den Betreiber und auch das Gerät kann Schäden davontragen.

Schärfegeräte – eine lohnende Investition?
Der Handel bietet Schärfgeräte an, mit denen sich die Lebensdauer der Schneidmittel erheblich verlängern lässt. Wir empfehlen jedoch, stets einen ausreichenden Vorrat an Sägeblättern zu führen und verbrauchte Blätter professionell schärfen zu lassen. Das ist nicht nur preiswerter als der Betrieb eines eigenen, gelegentlich genutzten Geräts. Professionelle Sägeblatt-Schärfer sind auch Meister ihres Fachs und können die Schneidmittel nahezu in den Neuzustand versetzen.

Die verschiedenen Typen und Ausstattungsvarianten

Kappsägen gibt es nur in einer geringen Variabilität. Praktisch jeder Hersteller von elektrischen Handwerkzeugen hat mindestens eine Produktlinie von Kappsägen im Programm. Diese unterscheiden sich zwar in Leistung, Größe, Ausstattung und Komfortfeatures, große konstruktive Unterschiede gibt es heute aber nur noch zwischen normalen Kappsägen und den Kapp-Zug-Sägen.

Ein nennenswerter Unterschied ist die Größe des Sägeblatts. Herkömmliche Kappsägen können Sägeblätter bis circa 260 Millimeter Durchmesser aufnehmen. Wippsägen, eine sehr spezielle Form der Kappsäge, gibt es mit Sägeblättern bis 700 Millimetern Durchmesser. Diese Spezialsägen finden vorwiegend zum Herstellen von Brennholz Verwendung.

Größe und Leistung

Kappsägen werden in unterschiedlichen Größen und Leistungsstufen angeboten. Je mehr Nutzer mit der Maschine arbeiten und je härter das zu bearbeitende Material ist, desto stärker sollte die Maschine sein. Wir empfehlen, die Leistung der Kappsäge etwa eine Klasse höher zu wählen als eigentlich benötigt. So haben Heim- und Handwerker immer genügend Reserven nach oben.

Zusatzfunktionen und Komfortfeatures

Ein drehbarer Arbeitstisch, eine Schutzhaube und eine Klappmechanik sind charakteristisch für Kappsägen. Darüber hinaus werden diese elektrischen Werkzeuge mit zahlreichen optionale Zusatzfunktionen und Komfortfeatures ausgestattet:

  • Fangsack für Sägestaub: Der Fangsack ist bereits bei preiswerten Maschinen serienmäßig mit dabei. Er genügt, um kleinere Spanmengen sicher aufzufangen und damit eine Verschmutzung der Umgebung zu verhindern. Der Staub wird durch ein integriertes Gebläse aus dem Innern der Maschine herausgeblasen. Wir empfehlen, stets mit einer Absaugung zu arbeiten. Das ist weniger umständlich und garantiert ein staubarmes Arbeiten.
  • Beidseitig neigbarer Sägekopf: Beidseitig neigbare Sägeköpfe sind wichtig zum Herstellen von Tiefenwinkeln. Dieses Feature ist nur bei höherwertigeren Maschinen verfügbar. Sie sind in der Lage, das Brett entlang seiner Dicke schräg abzuschneiden.
  • Laseranzeige des Schnittes: Damit Nutzer sehen können, wo genau der Schnitt entlang verlaufen wird, sind in den Kappsägen optional Laser eingebaut. Diese projizieren eine Linie entlang des Sägeschnitts.
  • Werkzeugloser Wechsel des Sägeblattes: Der werkzeuglose Wechsel des Sägeblatts ist ein sehr komfortables Feature. Mit dessen Hilfe ist die schnelle Bearbeitung von unterschiedlichen Materialien besonders effizient möglich.
  • Motor mit Sanftanlauf: Ein Motor mit Sanftanlauf ist nicht nur angenehmer zum Arbeiten. Er schützt auch das Hausstromnetz und verhindert, dass ständig Sicherungen herausspringen.
  • LED-Schnittlinienanzeige: Eine LED-Schnittanzeige ist bei bestimmten Einsätzen sehr praktisch. Sie hilft unter anderem dabei, die Sägegeschwindigkeit genau auf das Werkstück anzupassen.

Darauf kommt es beim Kauf an

Kappsägen gibt es für den Heimwerkerbedarf von circa 80 bis 500 Euro. Diese große Bandbreite spiegelt nicht nur die Auswahl an Funktionen und Komfortfeatures wider. Vor allem die Qualität der Verarbeitung und der verarbeiteten Materialien ist darin abgebildet. Folgende Punkte sind vor dem Kauf zu überprüfen:

  • Gesamteindruck der Maschine
  • Standfestigkeit des Geräts bei hochgeklappter Säge
  • Spiel in allen Führungen
  • Anlauf des Motors         
  • Einspannmöglichkeiten für Werkstücke
  • Befestigungsmöglichkeiten für die Maschine auf Werkbänken oder Tischen

Qualität hat ihren Preis

Billige Kappsägen sehen zwar von außen genauso aus wie hochwertige Geräte, die Unterschiede zeigen sich jedoch spätestens beim ersten Schnitt. Bei hochwertigen Geräten namhafter Hersteller sind alle Führungen nahezu ohne Spiel:

  • Die Säge lässt sich beim Absenken sanft in das Werkstück führen.
  • Seitliches Wackeln ist ebenso ausgeschlossen wie spürbare Widerstände beim Niederdrücken.
  • Die Schutzhaube fährt sauber zurück und macht den Weg für das Sägeblatt frei, um in das Material einzutauchen.
  • Die Spannvorrichtung hält das Bauteil zuverlässig fest.
  • Die Skalierung der Winkel ist gut ablesbar.
  • Die Säge behält den einmal eingestellten Winkel bei und verstellt sich nicht während der Arbeit.
  • Der Schwerpunkt der Maschine ist im Fuß, was ihr einen sicheren und stabilen Stand gibt.
  • Der Motor startet mit einer leichten Verzögerung sowie einem sanften Anlauf.

Diese an sich selbstverständlichen Eigenschaften finden sich jedoch bei allzu billigen Maschinen nur teilweise beziehungsweise überhaupt nicht. Kappsägen, die beim Bedienen ein unsauberes und wackeliges Gefühl vermitteln, wecken kein Vertrauen beim Benutzer. Und da es sich um ein Arbeitsgerät mit einem schnell mit hohem Drehmoment rotierendem Sägeblatt handelt, ist mangelndes Vertrauen hier fehl am Platz.

Kappsägen für Sparfüchse

Die gute Nachricht ist: Für Heimwerker gibt es auch von namhaften Marken Kappsägen zu erstaunlich günstigen Kaufpreisen. Diese sind für eine Renovier- und Umbauaktion am eigenen Heim völlig ausreichend. Für alle jene, die gern höchste Qualität am Werkzeug suchen, es sich aber nicht leisten können beziehungsweise wollen, haben wir folgende Empfehlung: Werkzeugverleiher haben solche Geräte standardmäßig im Angebot. Mit einem hochwertigen Mietgerät erreichen Sie in jedem Fall mehr als mit einer billigen Neumaschine und sparen obendrein Geld.

Perfekt abgestimmt
Viele Markenhersteller bieten für ihre Kappsägen genau abgestimmte Tischgestelle an. Deren Gebrauch optimiert den Einsatz von diesem Elektrowerkzeug erheblich.

Die Pflege und Instandhaltung einer Kappsäge

Kappsägen produzieren im Betrieb große Mengen Späne, Staub und Schmutz. Obwohl Marken-Kappsägen über eine sehr gute Kapselung verfügen, setzt auch ihnen bei längerem Gebrauch der ständige Eintrag von feinem Staub zu.

Die Reinigung

Kappsägen reinigen Sie idealerweise täglich nach der Arbeit. Dazu benötigen Sie folgende Hilfsmittel:

  • Zahnstocher
  • Kunststoff- oder Wurzelbürste
  • Sauberes Tuch
  • Sprühreiniger auf Seifenbasis
  • Druckluft

Zunächst reinigen Sie an der Kappsäge jede Fuge, in dem sich Sägestaub festgesetzt hat, mit dem Zahnstocher. Anschließend bürsten Sie das Werkzeug mit der Kunststoffbürste ab, bis kein fest gesetzter Staub mehr zu sehen ist. Danach blasen Sie die Kappsäge mit Druckluft aus. Es ist wichtig, dass dabei nur ölfreie und trockene Druckluft zum Einsatz kommt. Beachten Sie das nicht, ist ein Schaden an der Maschine unvermeidlich. Zum Schluss feuchten Sie das saubere Tuch mit ein bis zwei Stößen Sprühreiniger an. Damit wischen Sie die Kappsäge von außen ab, bis sie sauber ist. Schließlich können Sie die Maschine nochmals von außen mit Druckluft abblasen, um sie zu trocknen.

Die Instandhaltung

Sofern der Hersteller nichts anderes in seiner Betriebsanleitung schreibt, sind keine tieferen Instandhaltungsarbeiten an der Kappsäge durchzuführen. Das eigenständige Zerlegen oder der Austausch von Teilen ist nicht empfohlen. Hierfür liefern professionelle Instandsetzungsbetriebe weitaus bessere Ergebnisse. Die Gefahr, beim Zerlegen und Zusammenbauen Fehler zu machen ist viel zu groß. Das gilt auch für das Abschmieren von Lagern oder den Austausch von Kohlen. Es ist bei diesen Arbeiten sehr wichtig, streng nach Vorgabe der Hersteller zu arbeiten. Falsche Schmiermittel, nicht passende Schleifkohlen oder andere Fehler können die Maschine im schlimmsten Fall zerstören.

Weiterführende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Kappsägen-Vergleich. Wir haben die vorgestellten Produkte keinem Test unterzogen.

Die beiden Testportale selbermachen.de und selbst.de testen regelmäßig das aktuelle Angebot an Kappsägen. Für jeden, der sich ein wenig mit Marken von elektrischen Handwerkzeugen auskennt, sind die Testergebnisse nur teilweise überraschend.

Dass eine 600 Euro teure Festool-Kappsäge qualitativ über jeden Zweifel erhaben ist, lässt dieser Preis voraussetzen. Entsprechend zeichneten die Tester von selbermachen.dedas Testgerät mit dem Testurteil „Sehr Gut“ aus. Auch selbst.de wählt ein Festool-Produkt zum Testsieger. Die hier präsentierte Maschine ist mit knapp 1.400 Euro sogar mehr als doppelt so teuer, wie das von selbermachen.de vorgestellte Gerät. Für den täglichen, professionellen Einsatz sind diese Geräte mit Sicherheit gute Umsatzbringer. Für den Heimwerker, der lediglich in seinem Wohnzimmer neues Laminat verlegen möchte, sind sie aber mit Sicherheit überdimensioniert.

Am anderen Ende der Vergleichsskala findet sich beim Test von selbermachen.de ein Gerät von Scheppach für 120 Euro. Der Test von selbermachen.de offenbarte die Schwächen der Maschine: Vor allem in den sensiblen Punkten wie Präzision und Bedienbarkeit muss diese Maschine Abstriche hinnehmen. Dennoch erhält sie das Testurteil „Ausreichend“. Ähnlich sieht es beim Vergleichstest von selbst.de aus. Hier befinden sich erneut Scheppach sowie Lux-Tools – ein Hersteller mit ähnlichem Preis- und Qualitätsniveau – auf den letzten beiden Plätzen. Das Lux-Tools-Gerät hat sogar Sicherheitsmängel und Fehler in der Betriebsanleitung.

Wie so häufig ist auch hier die goldene Mitte der zielführende Weg. Die wackeren Standard-Marken wie METABO, BOSCH und AEG zeigen in routinierter Qualität, dass sie es noch immer können: Elektrowerkzeuge in einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis (250 bis 300 Euro) anbieten. Sicherheit und Präzision stehen bei diesen Testgeräten außer Frage, die Leistung und der Bedienkomfort steigen proportional zum Kaufpreis. So finden Verbraucher mit jedem Budget die passende Kappsäge und sind noch dazu vor bösen Enttäuschungen geschützt.