Standventilator-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

  • Das Wichtigste in Kürze
  • Standventilatoren lohnen sich für Nutzer, die mittelgroße bis große Räume belüften möchten.
  • Dabei kann der leistungsstarke Ventilator die gesamte Raumluft in Bewegung versetzen.
  • Der Verbraucher sollte beim Kauf vor allem die Betriebslautstärke beachten.
  • Beim Kauf eines Standventilators kommt es auch auf das Design, die Leistung und die Extras an.

Angenehmer Luftstrom durch Standventilatoren

Die Sommer in Mitteleuropa können wochenlange Hitze hervorbringen. Ein Ventilator verspricht Erfrischung, indem er einen angenehmen und konstanten Luftzug erzeugt, der den Körper durch Verdunstungskälte kühlt. Standventilatoren sind aufgrund ihrer Eigenschaften beliebte Modelle für das Zuhause. Was sollten Interessierte vor dem Kauf beachten?

Was zeichnet einen Standventilator aus?

Standventilatoren sorgen durch das Erzeugen einer Luftströmung für Erfrischung. Da sie meist keine Bauteile für eine Kühlung enthalten, verändert sich die Raumtemperatur durch den Betrieb nicht. Sie erzeugen dennoch einen Kühlungseffekt, indem sie die Verdunstung von Schweiß und Feuchtigkeit auf der Haut verstärken. Außerdem pusten Ventilatoren die von Körpern abgegebene Wärme weg, sodass sie nicht mehr isolierend auf die Haut wirkt. Letztendlich kühlt die Person tatsächlich ab.

Wie funktioniert ein Ventilator?

Der axiale Lüfter eines handelsüblichen Ventilators ist ähnlich aufgebaut wie der Propeller eines Flugzeugs. Ein Motor setzt ihn in Bewegung, dadurch saugen die sich drehenden Rotorblätter auf der Rückseite Luft an, um sie vorne wieder herauszublasen.

Welche besonderen Eigenschaften hat ein Standventilator?

Standventilator

Der Standventilator ist so konzipiert, dass er stets auf dem Boden steht. Durch verschiedene Einstellungsmöglichkeiten sorgt er für einen Luftstrom in der richtigen Höhe. Das ist für verschiedene Aktivitäten wichtig: So liegen die Bewohner auf dem Sofa meist tiefer als beim Sitzen am Schreibtisch. Sofern sich in der Nähe eine einsatzbereite und stromführende Steckdose befindet, lässt sich das Gerät an nahezu jedem Platz aufstellen und auch in verschiedenen Räumen betreiben. Nachmittags steht das Gerät dann zum Beispiel im Wohnzimmer, während es in der Nacht die Luft im Schlafzimmer umwälzt.

Bauweise von Standventilatoren

Der Standventilator besteht in der Regel aus einem hohen Standfuß mit einer Teleskopstange und einem Gittergehäuse, in dem sich Antrieb und Rotoren befinden. Das Stromkabel ist direkt am Antrieb befestigt. Das Gehäuse ist meist größer als bei Tischventilatoren und der Antrieb teilweise leistungsstärker. Viele Modelle bringen neben der Neigbarkeit des Gehäuses auch eine Oszillation mit, die dafür sorgt, dass sich das Gehäuse mit den Rotoren in einem bestimmten Bereich dreht.

Wer profitiert besonders von einem Standventilator?

Der Kauf eines Standventilators lohnt sich, wenn sich mehrere Personen gleichzeitig erfrischen lassen möchten. Doch auch Singles lernen die Vorteile schnell zu schätzen, wenn sie Wert auf Flexibilität beim Einsatz in der Wohnung legen, ohne große Mühen beim gelegentlichen Neuausrichten auf sich nehmen zu wollen. Standventilatoren sind aufgrund ihrer Größe sehr präsent und können durch ausgefallene Designs mit Metall-Verzierungen oder als Retro-Ausführung ein eigenes Gestaltungselement in der Wohnung sein. Verschiedene Extras, etwa eine integrierte Beleuchtung, verstärken diesen Effekt.

Zudem bieten die Hersteller verschiedenste Zusatzfunktionen wie eine kabellose Fernsteuerung oder eine Zeitschaltuhr, die den Betrieb nach einer genau festgelegten Zeit unterbricht. Verbraucher, die nur ein ganz einfaches Modell suchen, das sie ausschließlich mit einem erfrischenden Luftstrom versorgt, werden bei der Suche ebenfalls schnell fündig, da die Auswahl sehr groß ist.

Verschiedene Arten von Standventilatoren

Die Preisspanne bei Standventilatoren ist groß: Billigste Modelle sind schon für unter 20 Euro zu haben, während Luxusgeräte mehr als 300 Euro kosten können. Worin unterscheiden sich die Modell-Extreme?

Merkmale von Biliggeräten

Bereits 20-Euro-Geräte bieten bereits erstaunlich viel. Die Modelle sind stufenlos höhenverstellbar, in einem großzügigen Winkel neigbar und sind mit einer zuschaltbaren Schwenkfunktion ausgestattet. Zudem ist die Leistung mehrstufig. Bei der Größe des Lüfterrads sind ebenfalls kaum Abstriche zu erkennen. Allein mit diesen Merkmalen liefern die Geräte also scheinbar alles, was man braucht. Wo liegt der Haken? An der Sicherheit liegt es nicht, denn die ist bei den meisten in der EU verfügbaren Geräten durch Sicherheitssiegel gewährleistet.

Die Preisersparnis zeigt sich vor allem am fehlenden Zubehör und den simplen Designs. Fernsteuerung oder Retro-Look erfordern deutlich mehr Budget. Auch sind die Billigventilatoren qualitativ eher minderwertig, sodass sie eine nur geringe Lebensdauer bei gleichzeitig hohem Stromverbrauch und einem hohen Geräuschpegel bieten. Nur mit Glück sind Billigmodelle länger als eine Saison brauchbar. Ein großes Problem ist die Stabilität. Durch das geringe Eigengewicht von nur zwei bis drei Kilogramm kippen sie trotz breiten Standfüßen leichter um, wodurch Gehäuse und Elektrik Schaden nehmen können. Insgesamt ist die Umweltbilanz schlecht. Die Geräte sind nicht zu empfehlen.

Merkmale von Luxusgeräten

Standventilator im Wohnzimmer

Verbraucher können mehr als 300 Euro ausgeben, um sich mit einem Standventilator auszustatten. Genau wie die billigsten Modelle bringen sie stufenlose Höhenverstellbarkeit, Neigbarkeit des Luftrades, eine zuschaltbare Schwenkfunktion und mehrere Leistungsstufen mit. Jedoch fällt auf, dass die teuersten Modelle oft ein imposantes Design mitbringen. Von Kunststoff ist hier keine Spur, stattdessen bestehen Standfuß, Rotoren und Gitterkorb aus edlem Metall oder Holz. Dank der hochwertigen Materialien zeichnen sich diese Geräte durch hohe Stabilität, Robustheit und Langlebigkeit aus.

Luxusgeräte sind auf höchste Energieeffizienz ausgerichtet. Das macht die hohen Anschaffungskosten in gewissem Umfang wieder wett und sorgt für eine erstklassige Umweltbilanz – auch durch den weitgehenden Verzicht auf Kunststoff. Dennoch geht mit dem hohen Preis nicht zwingend auch eine Palette an Zusatzfunktionen einher. So ist es gut möglich, dass ein Luxusgerät nicht einmal eine Fernsteuerung besitzt.

Tipp: Der goldene Mittelweg beim Ventilatorkauf

Im mittleren Preissegment finden sich zahlreiche empfehlenswerte Standventilatoren, die alle Grundfunktionen umfassen, über Langlebigkeit verfügen, energieeffizient sind, attraktiv aussehen und viele Zusatzfunktionen mitbringen. Ein Vergleich verschiedener Modelle lohnt sich.

Wann ist ein Standventilator nicht geeignet?

In einigen Fällen ist der Kauf eines Standventilators nicht zu empfehlen. In kleinen Räumen und Appartements nehmen sie oft zu viel Platz weg. Dann sind Wand-, Tisch- oder Clipventilatoren die bessere Wahl, weil diese weniger Platz brauchen und auch brachliegende Flächen ausnutzen. Außerdem sind Standventilatoren so leistungsstark, dass der Energieverbrauch während des Betriebs in kleinen Räumen zu hoch ist. Kleinere Modelle bieten bei beschränktem Platzangebot ausreichend Leistung und Belüftungsradius bei niedrigerem Stromverbrauch.

Viele Standventilatoren zeichnen sich zudem durch eine hohe Betriebslautstärke aus, wobei es inzwischen auch sehr leise Modelle gibt. Laute Modelle sind schlecht geeignet, um empfindliche Menschen beim Schlafen zu kühlen.

Standventilator: Unterschiede zu anderen Ventilator-Arten

Turm- und Säulenventilatoren können genauso groß wie Standventilatoren sein, sind aber viel schmaler und kommen ohne Rotoren aus. Sie nutzen fast ihre gesamte Höhe zur Belüftung aus.

Deckenventilatoren besitzen lange und breite Rotoren, die nicht in einem Gehäuse gesichert sind und hängen ständig an der Decke, wo sie zum Teil in Deckenleuchten integriert sind. Der Kauf und die Installation sind daher um ein Vielfaches teurer.

Tischventilatoren ähneln den Standventilatoren sehr, sie sind aber kleiner, kompakter und meist auch weniger leistungsstark.

Handventilatoren sind sehr klein und belüften nur eine kleine Fläche wie das Gesicht, wobei der Verbraucher sie in der Hand halten muss. Sie sind batterie- oder akkubetrieben und daher gut für unterwegs geeignet.

ProKontra
größer und leistungsstärker als viele andere Ventilatorenkühlt anders als eine Klimaanlage die Raumtemperatur nicht herunter
günstiger und umweltverträglicher als der Betrieb einer Klimaanlagenicht für kleine Räume geeignet
sorgt unmittelbar nach dem Einschalten für Erfrischungkein Modell ist völlig geräuschlos
leicht zu reinigenfügt sich optisch oft nicht ansprechend in den Raum ein
geringer Wartungsaufwand
auf für mittelgroße und große Räume geeignet
meistens höhenverstellbar, mit Neigung und Schwenkfunktion
flexibel aufstellbar

Kaufberatung

Beim Kauf eines Standventilators wird der Verbraucher mit einer großen Auswahl an Funktionen und Eigenschaften konfrontiert. Wofür sollte er sich entscheiden?

Materialien

Die Geräte bestehen entweder aus Kunststoff, Metall (Edelstahl, Chrom, Bronze) oder Holz, wobei letzteres eher selten ist. Je mehr Plastik verbaut ist, desto günstiger sind die Geräte. Damit einer geht jedoch eine schlechte Umweltbilanz.

Design und Farbe

Die meisten Standventilatoren sind weiß oder schwarz. Besonders im Bereich der Designmodelle sind jedoch optische Highlights auszumachen, zum Beispiel Retro- oder Future-Looks.

Abmessungen

Wer nur wenig Platz zur Verfügung stellen kann, sollte vor allem darauf achten, dass der Standfuß des ausgewählten Modells nicht zu breit ist. Außerdem ist auch die (Maximal-)Höhe entscheidend. Eine stufenlose Höhenverstellbarkeit ist sinnvoll.

Ständer

Soll es ein simpler Standfuß mit Teleskopstange sein oder ein dreibeiniges Stativ? Der Standfuß sollte ein höheres Gewicht mitbringen, wenn im Haushalt Kinder oder Haustiere leben. Manche Geräte lassen sich auch ohne Fuß an der Wand montieren.

Leistung und Geschwindigkeit

Die Leistung des Standventilators beträgt meist zwischen 40 und 50 Watt, dabei finden sich oft mehrere (meist drei) Geschwindigkeitsstufen. Nicht alle leistungsstarken Geräte sind auch leise.

Oszillation und Neigung

Viele, aber nicht alle Geräte, bringen einen schwenkbaren Rotor mit, der sich in einem Bereich von 90 oder 180 Grad bewegt. Diese sogenannte Oszillation sollte zuschaltbar sein. Eine Neigbarkeit des Lüftungskorbs ist in vielen Fällen sinnvoll.

Kabel

Die Modelle haben unterschiedliche Kabellängen. Wer mehr Flexibilität wünscht, nimmt ein längeres Kabel.

Gewicht

Standventilatoren wiegen meist zwischen zwei und acht Kilogramm. Dabei gilt: Je schwerer, desto stabiler. Allerdings sollte der Verbraucher darauf achten, dass er das Gerät gelegentlich auch tragen muss.

Lautstärke

Bei Standventilatoren finden sich Modelle mit einer Betriebslautstärke zwischen 30 und 70 Dezibel. Anhaltende Geräusche von mehr als 40 Dezibel können bereits Konzentrationsstörungen zur Folge haben. Manche Nutzer empfinden den gleichmäßigen Geräuschpegel eines Ventilators aber auch als angenehm, da er störenden Umgebungslärm übertönt. Leise Modelle eignen sich gut für das Schlafzimmer.

Zerlegbarkeit

Standventilatoren sollten für die Reinigung und die Lagerung zerlegbar sein. Wer kein technisches Geschick mitbringt, sollte aber zu Alternativen greifen. Viele Modelle müssen nach dem Kauf zusammengebaut werden.

Extras und Zusatzfunktionen

Darüber hinaus sind Modelle mit besonderen Extras erhältlich. Dabei handelt es sich um:

  • Tragegriff
  • Beleuchtung
  • Timer für automatische Zeitsteuerung
  • Nachtmodus (besonders leiser Betrieb)
  • Fernbedienung
  • Wasservernebelungsfunktion
  • Akku

Sonstiges

Einzelne Modelle sind auch für den Außenbereich oder für Feuchträume geeignet. In dem Fall sind die Staub- und Wasserschutzklasse zu beachten.

Worauf sollte man bei der Ventilator-Nutzung achten?

Ein Standventilator kann verstauben und durch das Passieren von staubiger Luft mit der Zeit sogar stark verschmutzen. Ab und zu ist daher eine Reinigung von Gehäuse und Rotorblättern sinnvoll. Zum wöchentlichen Abstauben reicht es aus, das gesamte Gerät mit einem trockenen Staubtuch abzuwischen. Bei groben Verschmutzungen muss man den Ventilator auseinanderbauen und richtig abwaschen. So kann man Schritt für Schritt den Standventilator reinigen:

  1. Gerät vom Stromnetz nehmen.
  2. Vorderen Gitterkorb abnehmen: Dazu öffnet man die Haken oder entfernt eventuelle Klebebänder.
  3. Rotoren abnehmen: Mutter aufdrehen, Rotorblatt nach vorne abziehen.
  4. Hinteren Gitterkorb abnehmen: Befestigung meist durch weitere Muttern, Stifte oder Haken.
  5. Gitterkorb und Rotoren mit warmem Wasser und etwas Spülmittel reinigen und abtrocknen.
  6. Mit einem leicht feuchten Tuch den Rest des Standventilators abwischen. Dabei kein Wasser ins Innere eindringen lassen!
  7. Hinteren Gitterkorb, Rotoren und vorderen Gitterkorb wieder anbauen.
  8. Gerät wieder an das Stromnetz anschließen.

Ist ein nasses Handtuch über dem Standventilator eine gute Idee, um den Kühleffekt zu verstärken?

Ein beliebter Tipp für den Gebrauch von Standventilatoren ist es, ein nasses Handtuch an ihnen zu befestigen. Feuchte Luft verstärkt den Kühleffekt tatsächlich, dennoch ist dieser Tipp nicht zu empfehlen. Wenn Nässe kann in die Elektronik eindringt, besteht nicht nur die Gefahr, dass das Gerät Schaden nimmt, sondern auch das Risiko lebensgefährlicher Stromschläge. Zudem kann das Gewicht von nassem Frottee den Ventilator beschädigen. Eine häufige Konsequenz ist eine beschädigte Neigungsfunktion: Der Ventilator zeigt dann nur noch in Richtung Boden und lässt sich nicht mehr einstellen. Außerdem ist es mit Behang kaum noch möglich, das Gerät weiterhin schwenken zu lassen.

Wassertropfen auf Glasscheibe

Ein weiteres, oft unterschätztes Problem ist die erhöhte Luftfeuchtigkeit im Raum, die nasse Handtücher am Ventilator erzeugen. Feine Wassertröpfchen verteilen sich im ganzen Raum und nebeln alles ein, auch einen eventuell vorhandenen Fernseher oder Computer. Die Nässe kann also nicht nur am Ventilator zu Defekten führen, sondern an jedem Elektrogerät im Raum. Zudem steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich Schimmel bildet.

Wer dennoch mit Feuchtigkeit den Kühleffekt erhöhen möchte, sollte seinen Körper leicht befeuchten. Es gibt auch Standventilatoren, die mit Sprühwasser arbeiten, doch diese Modelle können andere Elektrogeräte ebenfalls einnebeln und damit beschädigen, beziehungsweise sie zur Gefahr für Mensch und Tier machen. Sie sind besser für den Außenbereich geeignet.

Über Risiken von Standventilatoren

Ventilatoren sind so gefährlich oder ungefährlich wie alle anderen Elektrogeräte auch: Kurzschlüsse oder Kabelbrände sind reale Gefahren für Mensch und Tier, die im schlimmsten Fall auch zu Toten führen. Verbraucher sollten zu ihrer Sicherheit ausschließlich hochwertige Geräte mit GS-Siegel verwenden und die Gebrauchsanleitung lesen und einhalten.

Zwar ist kein Elektrogerät zu 100 Prozent sicher, doch durch sachgemäße Verwendung ist das Risiko von Zwischenfällen sehr gering. Darüber hinaus können offene Ventilatoren zu Verletzungen durch die sich drehenden Rotorblätter führen, weshalb man die Gitterkörbe nicht entfernen sollte. Eine weitere Gefahr geht vom Kabel und den Standfüßen aus, die an ungünstigen Stellen eine gefährliche Stolperfalle darstellen.

Sicherheitstipps für den Betrieb von Standventilatoren

  • für sicheren Stand sorgen
  • Kinder nicht am oder mit dem Gerät spielen lassen
  • Ventilator vor Nässe und Feuchtigkeit schützen
  • empfohlenen Abstand zu Vorhängen, Gardinen, Wänden, Möbeln, Pflanzen und anderen Gegenständen einhalten
  • keine Tücher um das Gehäuse wickeln und keine Kleidung darauf ablegen
  • keine Eiswürfel- oder Wasserbehälter am Gerät montieren, wenn sie nicht zur Ausstattung gehören
  • bei Nichtgebrauch Stecker ziehen
  • Ventilator nicht ununterbrochen über mehrere Stunden und Tage hinweg laufen lassen
  • Hinweise des Herstellers zu hohen Umgebungstemperaturen beachten
  • nicht zu viele Elektrogeräte mittels Vielfachstecker an einer Steckdose betreiben
  • keine elektrischen oder baulichen Veränderungen am Gerät vornehmen
  • Kabel und Standfüße so platzieren, dass man nicht darüber stolpern kann
  • Kabel nicht unter Teppich legen
  • bei Beschädigungen Gerät nicht weiterverwenden

Funfact: Die koreanische Angst vor Ventilatoren

In Südkorea ist eine integrierte Zeitschaltuhr bei Ventilatoren besonders gefragt. Der Grund: Viele Südkoreaner fürchten sich vor dem sogenannten „Ventilatortod“. Sie gehen davon aus, dass das Gerät die Luft im Raum verbrauchen würde und dadurch in geschlossenen Räumen zum Tod durch Ersticken führt. Diese Idee ist wissenschaftlich jedoch nicht haltbar, da Ventilatoren die Luft nur in Bewegung versetzen, nicht aber wie bei der Atmung verbrauchen können. Die angeblichen Opfer von Ventilatoren in Südkorea starben in Wahrheit meist an einem Hitzeschlag.

Fragen und Antworten

1. Wo sollten Verbraucher den Standventilator aufstellen?

Der beste Platz zum Aufstellen richtet sich vor allem danach, wo sich die Personen im Raum aufhalten. Er sollte nicht zu nah am Menschen stehen, aber auch nicht zu weit entfernt sein. Die richtige Entfernung ist eine Frage des individuellen Wohlbefindens. Die Vorderseite sollte natürlich direkt in Richtung Mensch ausgerichtet sein, weil sich diese im Luftstrom aufhalten müssen, um davon zu profitieren. Es bringt nichts, den Ventilator auf einen unbelebten Bereich auszurichten. Beim Aufstellen ist es zudem sinnvoll, darauf zu achten, dass Kabel und Standfuß keine Stolpergefahr darstellen.

2. Kann man den Standventilator vielleicht doch zum Kühlen des Raums verwenden?

Heiße Tage sind manchmal ein Garant für heftige Unwetter. Sofern sich die Luft draußen abkühlt, kann der Standventilator auch zum Kühlen des Raums zum Einsatz kommen. So ist es möglich, mit dem Standventilator warme Luft aus dem Raum nach draußen zu blasen. Genauso lässt sich kühle Luft in den Raum hineinblasen. Ganz nach Wunsch richtet der Verbraucher die Rückseite des Ventilators an einem offenen Fenster oder an der offenen Balkontür nach innen (warme Luft raus), oder nach außen (kühle Luft rein).

Warnung: Elektrische Geräte bei Gewitter

Der Betrieb elektrischer Geräte während oder kurz nach einem Gewitter ist nicht zu empfehlen. Durch einen Blitzeinschlag direkt in das Haus oder in den Boden der Umgebung in einem Radius von mehreren Kilometern (!) können Überspannungen auftreten, die an das Strom- Wasser oder Telefonnetz angeschlossenen Geräte beschädigen machen. Zudem steigt das Risiko von Gerätebränden. Darum sollte der Betrieb von Elektrogeräten bei Gewittern unterbleiben. Es ist ratsam, den Netzstecker zu ziehen. In vielen Fällen zahlt die Hausrats- oder Haftpflichtversicherung nicht für Überspannungsschäden.

3. Kann ein Standventilator auch beim Heizen helfen?

Abgesehen vom Motorbetrieb erzeugen die Geräte zwar keine Wärme, dennoch sind sie dazu geeignet, warme Luft besser im Raum zu verteilen. Ein laufender Heizkörper produziert Wärme, die sich zunächst direkt am Heizkörper sammelt und anschließend nach den Grundgesetzen der Physik zur Zimmerdecke aufsteigt. So entwickeln sich im Raum Wärme- und Kältezonen. Am Heizkörper und unter der Raumdecke ist es dann mollig warm, während der restliche Raum um mehrere Grad kühler ist. Leider ist die Wärme meist nicht da, wo man sie braucht.

Ein Standventilator verteilt die warme Luft optimal im Raum. Den Luftstrom sollte man dann anders als bei sommerlicher Hitze nicht auf den Menschen richten, sondern in Richtung Zimmerdecke. Er verdrängt die warme Luft zur Seite und lässt sie an den Wänden herabsinken. Das Gerät sollte in der Heizperiode immer auf niedrigster Stufe laufen. Ein Standventilator kann also helfen, die Heizkosten niedrig zu halten und Energie zu sparen.