Glätteisen-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

  • Das Wichtigste in Kürze
  • Mit einem Glätteisen lässt sich ein seidig-glänzender Sleek-Look ebenso stylen wie eine voluminöse Lockenpracht.
  • Die Modelle unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich ihres Funktionsumfangs, sondern auch anhand der verwendeten Plattenbeschichtungen, als da sind Keramik, Turmalin oder Titanium.
  • Für besonders lange oder widerspenstige Haare eignen sich extrabreite Glätteisen. Dahingehen reichen für Kurzhaarfrisuren oder zum Stylen des Ponys Miniglätteisen aus.
  • Je nach Haarstruktur ist eine andere Plattenbreite und Temperatureinstellung nötig.
Glaetteisen mit verschiedenen Utensilien auf Holztisch

Die Wunderwaffe an „Bad Hair Days“

Sei es zum Ausgehen am Abend oder für den Arbeitsalltag, wir verbringen viel Zeit damit, unsere Haare in Form zu bringen. Der sogenannte Sleek-Look, der in den frühen Nullerjahren in Mode kam, hat noch immer nichts an Popularität verloren. Dabei handelt es sich um streng geglättete, seidig glänzende Haare, die das Gesicht perfekt umrahmen Die Wenigsten haben allerdings Haar, das sich von Natur aus für diesen Look eignet. Meistens ist etwas Nachhilfe nötig. Wer für perfekt glattes Haar nicht regelmäßig zum Friseur gehen möchte, ist mit einem Glätteisen gut beraten. Mit dem heißen Eisen ist es möglich, in kurzer Zeit sogar widerspenstiges Haar zu glätten und nach den eigenen Vorstellungen zu frisieren.

Das Funktionsprinzip ist denkbar einfach: Das Haar setzt sich aus drei Schichten – den Haarschuppen, Haarfasern sowie dem Haarmark. Diese Struktur lässt sich vorrübergehend, beispielsweise durch Hitze, verändern. Indem Anwender im Haarglätter einzelne Strähnen zwischen zwei heiße Platten klemmen und diese bis zu den Spitzen ziehen, brechen sie die Bindungen auf, sodass sich das Haar verformen lässt. Nach einigen Stunden kehren die Haare jedoch wieder in ihren ursprünglichen Zustand zurück.

Haare werden geglaettet

Die Hitze verleiht dem Haar nicht nur eine neue Form, sondern auch zusätzlichen Glanz. Der Hintergrund: Die Haarschuppen legen sich wie ein Mantel um die Haarfasern und durch das auf der Oberfläche reflektierte Licht glänzt das Haar. Außerdem wird das Haar leichter kämmbar. Im Vergleich zu Lockenstäben sind Glätteisen wahre Alleskönner: Sie bändigen nicht nur krauses Haar und verleihen glattem Haar den letzten Schliff, sondern zaubern auch Wellen und Locken. Ob lang oder kurz, blond oder brünett, dick oder dünn, mit einem modernen Glätteisen lässt sich jeder Haartyp stylen. Dank ihrer einfachen Handhabung sind sie auch von Laien problemlos zu bedienen.

Wer schön sein wollte, musste leiden

Erfunden wurde das Glätteisen vom Franzosen Marcel Grateu Ende des 19. Jahrhunderts. Damals wurden zwei schmale Eisenstäbe, die über ein Scharnier miteinander verbunden waren, über offenem Feuer erhitzt. Diese Methode war nicht ungefährlich. Immer wieder kam zu schmerzhaften Verbrennungen. Auch angesengte Haare waren keine Seltenheit. Erst die haarschonendere Weiterentwicklung des Urtyps machte das Glätteisen zu einem unverzichtbaren Bestandteil des heutigen Haarstylings.

Von mini bis extrabreit

Neben den klassischen Haarglättern gibt es auch spezialisierte Modelle für unterschiedliche Einsatzzwecke, etwa kleine Eisen für unterwegs oder breite Bauformen für langes, dickes Haar.

Der Klassiker

Das klassische Glätteisen ähnelt in seiner Grundstruktur einem zweigeteilten Stab, der sich zangenartig öffnen lässt. An den Innenseiten befinden sich die Heizelemente, die das Haar gleichzeitig von beiden Seiten glattbügeln. Dank ihrer speziellen Beschichtung gleiten die Platten besonders schonend durch das Haar. Sollte das Haar keine Besonderheiten aufweisen, ist ein Standard-Glätteisen die richtige Wahl. Es eignet sich im Heimgebrauch zum Glätten von dünnen und normalen Haaren ebenso wie für das Locken der Haare. Damit ist es universell einsetzbar.

Das Miniglätteisen

Aufgrund seiner kompakten Maße passt das Miniglätteisen in jedes Gepäck. Somit ist es der ideale Begleiter auf Reisen. Auch Anwendern mit Kurzhaarschnitten, insbesondere für das Stylen der kürzeren Haarpartien im Nacken, oder auch Ponyträgern kommen die handlichen Modelle gelegen. Dahingehend sind die Glätteisen im Kleinformat eine gute Ergänzung zum klassischen Glätteisen. Der Nachteil: Sie weisen in der Regel nur einen abgespeckten Funktionsumfang auf. Eine Möglichkeit zur Temperaturregelung suchen Verbraucher hier beispielswiese vergeblich.

Das extrabreite Glätteisen

Das Glätteisen mit besonders breiten Platten ist in erster Linie für dickes Haar konzipiert. Durch die breiten, leistungsfähigeren Heizelemente verkürzt sich der Zeitbedarf für das Glätten der Haare erheblich. Personen mit dünnen beziehungsweise empfindlichen Haaren sollten eher auf ein anderes Modell zurückgreifen. Bei ihnen besteht nämlich die Gefahr, dass die Haare geschädigt werden. Da seine Form zudem eher flach und weniger abgerundet ist, kommt das extrabreite Glätteisen nicht für etwaige Lockenkreationen infrage.

Der Multistyler

Für jeden, der seine Haare häufiger zu verschiedenen Frisuren formen möchte, empfiehlt sich ein sogenannter Multistyler. Dieser Tausendsassa lässt sich an individuelle Styling-Bedürfnisse anpassen, indem Anwender die Heizplatte austauschen. Zu den unterschiedlichen Aufsätzen gehören unter anderem

  • ein Bürstenaufsatz, mit dem Nutzer ihrem Haar mehr Volumen und Form verleihen (vergleichbar mit einer Rundbürste und einem Fön),
  • ein Lockenzange zum Frisieren von Locken (idealerweise mit verschiedenen Durchmessern),
  • ein Welleisen, mit dessen Hilfe sich mehrere, natürlich wirkende Wellen oder auch Beach-Waves auf einmal formen lassen, sowie
  • ein Kreppeisen für kleinere Wellen, die dem Haar viel Volumen verleihen.

Die Glättbürste

Eine Alternative zum klassischen Glätteisen ist die Glättbürste. Häufig wird sie als 2-in-1-Gerät angeboten, also einem Glätteisen mit Bürste. Dieses Multifunktionsgerät entwirrt und ordnet die Haare nicht nur, sondern glättet sie auch. Allerdings ist seine Glättungswirkung nicht vergleichbar mit der Leistung eines herkömmlichen Haarglätters. Das macht die Glättbürste für besonders störrische Haare ungeeignet.

Der Dampfhaarglätter

Ein Dampfhaarglätter wird mit Wasserdampf befüllt. Anders als ein gewöhnliches Glätteisen glättet er die Haare nicht mit reiner Hitze, sondern mit Wasserdampf. Das bewahrt die Haare vor dem Austrocknen. Die Glättung erfolgt also wesentlich schonender. Allerdings darf auch der Dampfhaarglätter nicht auf nassem Haar zum Einsatz kommen; die Haare müssen zumindest vorgetrocknet sein. Außerdem lassen sich damit keine Locken stylen.

Das Akkuglätteisen

Bei einem akkubetriebenen Glätteisen ist kein störendes Kabel im Weg und Nutzer sind zudem unabhängig von Steckdosen. Dadurch ist ihnen komplette Bewegungsfreiheit gewährt. Das ist vor allem unterwegs praktisch, beispielsweise bei Campingurlauben. Durch sein kompaktes Format passt das Akkuglätteisen in nahezu jede Tasche. Die Kehrseite der Medaille: Er erzeugt nicht die gleiche Leistung wie ein Standard-Modell. Darüber hinaus hält der Akku nicht ewig, was besonders Anwendern mit langen Haaren beschränken könnte.

Auf die Länge kommt es an

Die Kabellänge beeinflusst maßgeblich die Flexibilität bei der Anwendung. Je länger das Kabel ist, desto freier sind Nutzer in der Bewegung. Ein zu kurzes Kabel fesselt sie dagegen an die Steckdose. Wir empfehlen eine Kabellänge on mindestens zwei, besser drei Metern. Praktisch ist auch ein drehbares Kabelgelenk, mit dem sich Nutzer nicht mehr im Kabel verfangen.

Das passende Glätteisen nach Haarstruktur

Ob dünn, spröde, gefärbt oder widerspenstig – jede Haarstruktur stellt andere Anforderungen an die Pflege und das Styling. Worauf ist also bei der Wahl des passendes Glätteisens zu achten?

Vom Pixie-Cut bis zur Rapunzel-Mähne: Die geeigneten Heizplattenmaße

Glätteisen sind in unterschiedlichen Größen beziehungsweise Breiten erhältlich. Je nach Haarlänge und -dichte ist eine andere Fläche empfehlenswert. Längeres oder auch dickeres Haar erfordert breitere Heizplatten, kürzeres beziehungsweise feineres Haar schmalere. Reguläre Modelle sind etwa 20 bis 30 Zentimeter lang und besitzen Heizplatten mit einer Breite von 1,5 bis 5 Zentimetern sowie einer Länge von 6 bis 11 Zentimetern. Miniglätteisen sind nur etwa 15 bis 20 Zentimeter lang. Extrabreite Modelle sind in der Regel breiter als fünf Zentimeter. Folgende Breiten eignen sich für die verschiedenen Haartypen und Frisuren:

  • 1,5 bis 2,5 Zentimeter: Pixie-Cut und Pony
  • 2,5 bis 3,5 Zentimeter: kurzes, feines Haar
  • 3,5 bis 5 Zentimeter: schulterlanges, mitteldichtes Haar
  • Ab 5 Zentimeter: langes, dichtes Haar

Zu beachten ist, dass Locken-Styles nur mit schmaleren Platten möglich sind.

Detailaufnahme einer Heizflaeche

Es geht heiß her: Die passende Temperatureinstellung

Um das Haar nicht zu schädigen, sollte ein Glätteisen nicht zu heiß werden. Die Temperaturregulierung ist also besonders wichtig. Für gewöhnlich lässt sich die Temperatur der Heizplatten zwischen 130 und 200 Gad einstellen. Die gewünschte Temperatur ist entweder stufenlos über einen Drehregler oder stufenweise per Knopfdruck anpassbar. Inzwischen sind Modelle mit bis zu 13 einstellbaren Temperaturstufen erhältlich; meist reichen aber drei oder vier Hitzestufen völlig aus.

Nahaufnahme Knoepfe

Die alternative automatische Temperaturanpassung funktioniert über Sensoren in den Platten, die das Haar alle paar Sekunden überprüfen. Sie erkennen die Konsistenz des Haars und wählen den richtigen Temperaturbereich aus. Da die Haarspitzen hitzeempfindlicher sind, passen sie die Temperatur vom Ansatz bis zu den Spitzen an. Kombiniert sind diese Sensoren häufig mit einem Memory-Effekt. Auf bis zu drei Profilen können verschiedene Nutzer ihre individuellen Einstellungen abspeichern. Angezeigt wird die Temperatur idealerweise auf einem Display. Dadurch haben Nutzer eine bessere Kontrolle.

Glaetteisen - Display

Jedes Haar hat andere Bedürfnisse, je nach Feuchtigkeit, Dicke und Dichte. Temperaturen über 200 Grad sind jedoch für jeden zu vermeiden. Andernfalls würde das Haar an Glanz und Elastizität verlieren und strohig werden. Für gewöhnlich liegt die optimale Temperatur zwischen 160 und 180 Grad Celsius. Am sichersten ist es, mit einer möglichst niedrigen Temperatur anzufangen und sich langsam an die Idealtemperatur heranzutasten. Lockige oder gekrauste Haare lassen sich beispielsweise nur mit starker Hitze verformen. Feines Haar darf dagegen nicht mit zu hohen Temperaturen in Kontakt kommen. Folgende Temperaturen eignen sich für die jeweiligen Haartypen am besten:

  • 140 bis 160 Grad Celsius: Chemisch behandeltes Haar
  • 160 bis 170 Grad Celsius: Coloriertes oder getöntes und feines, dünnes Haar
  • 170 bis 200 Grad Celsius: Lockiges, welliges und widerspenstiges Haar

Darauf kommt es beim Kauf an

Ein Glätteisen sollte dem Haar nicht nur zu seidigem Glanz verhelfen, sondern es auch möglichst schonen. In puncto Ausstattung bestehen große Unterschiede zwischen den am Markt erhältlichen Modellen. Nachfolgend stellen wir die wichtigsten Merkmale und Eigenschaften eines Glätteisens vor.

Gewicht und Handhabung

Um eine angenehme Nutzung zu gewährleisten, sollten Interessierte auf das Gewicht des Glätteisens achten. Je leichter das Gerät ist, desto weniger zehrt das Styling an den Kräften. Schließlich sind Nutzer je nach Länge und Menge der Haare eine gewisse Zeit damit beschäftigt, ihre Arme auf Kopfhöhe zu halten. Ein möglichst leichtes Eigengewicht stellt sicher, dass Anwender lange ermüdungsfrei arbeiten können. Schwere Geräte sind zudem unpraktisch auf Reisen. Je nach Hersteller und Größe bringen Haarglätter zwischen 200 und 700 Gramm auf die Waage.

Bedieung eines Glaetteisens

Wichtig ist auch, dass das Glätteisen gut in der Hand liegt. Darüber hinaus darf das Gehäuse nicht zu heiß werden, um ein Verletzungsrisiko zu reduzieren und das Styling so angenehm wie möglich zu gestalten.

Die Heizplatten

Auf die Heizplatten sollten Verbraucher besonders achten, schließlich stehen sie in direktem Kontakt zum Haar. Im Idealfall besitzt das Modell der Wahl abgerundete Kanten und gefederte Platten – insbesondere dann, wenn das Glätteisen auch zum Locken der Haare zum Einsatz kommen soll. Die beweglichen Platten geben bei Druck nach. Wenn nur wenig Druck ausgeübt wird, gleiten die Platten besonders gut durch das Haar. Die Folge: Es werden weniger Haare herausgerissen.

Beim Glätten der Haare kommt es auch auf die richtige Beschichtung der Platten an. Besonders günstige Modelle sind lediglich aus Metall gefertigt. Diesen Platten fehlt die schützende Beschichtung, die das Haar im Idealfall vor dem Austrocknen bewahrt. Ein weiterer Schwachpunkt ist ihre schlechte Wärmeverteilung. Im schlimmsten Fall bleiben die Haare an den Metallplatten kleben. Außerdem benötigen sie sehr viel Zeit zum Aufheizen. Schließlich gilt: Je glatter die Platten sind, desto einfacher ist es, die Haare zu glätten. Ziehen Nutzer das Haar durch ebene Platten, wird es nicht durch Reibung an der Oberfläche geschädigt. Besonders schonend sind Keramik-, Turmalin- und Titaniumplatten:

Keramik

Keramik

Keramik gilt als kratz- und stoßfest, verschleißfrei, sehr glatt sowie als guter Wärmeleiter. Die Glättung erfolgt also äußerst schonend; Haarschädigungen werden reduziert. Verbraucher haben die Wahl zwischen einem Modell mit Vollkeramikplatten und solchen mit Keramikbeschichtung. Vollkeramik ist zwar teurer, aber der Vorteil des Materials ist, dass es nicht zur Bildung von Hotspots neigt. Keramikbeschichtung hat auch den Nachteil, dass sie sich mit der Zeit abnutzt, wodurch das darunterliegende Metall zum Vorschein kommt.

Turmalin

Turmalin

Glätteisen mit Turmalin-Beschichtung sind sogar noch glatter als Modelle mit reiner Keramikbeschichtung. Auch die Hitze wird noch gleichmäßiger verteilt, was eine schonendere Glättung gewährleistet. Bei Turmalin handelt es sich um einen Edelstein, der sich unter Hitzeeinwirkung negativ auflädt. Turmalin-Platten erwärmen sich schneller und die Haarsträhnen werden weniger Hitze ausgesetzt. Darüber hinaus wirkt die Beschichtung antistatisch, sie verhindert also eine elektrostatische Aufladung der Haare. Zwar sind Geräte mit Turmalinplatten teurer, dafür aber auch langlebiger als Keramikplatten.

Titanium

Titanium

Genau wie Turmalin- haben auch Titanium-Platten eine noch glattere Oberflächenstruktur als reine Keramikplatten. Dadurch wird eine schnellere und gleichmäßigere Hitzeverteilung garantiert. Bei Titan handelt es sich um ein glänzendes Metall, das in vulkanischen Gesteinen vorkommt. Es ist sehr hart, kratzfest und außergewöhnlich haltbar. Auch hier zahlen Verbraucher für die Langlebigkeit einen höheren Preis. Die Investition lohnt sich jedoch, da eine Titanium-Beschichtung die Haare optimal schützt.

Die Aufwärmzeit

Der Zeitfaktor spielt im Alltag eine wichtige Rolle: Je schneller sich ein Glätteisen auf die gewünschte Temperatur heizt, desto schneller können sich Nutzer an die Arbeit machen. Eine kurze Aufwärmzeit ist vor allem in Situationen entscheidend, in denen es schnell gehen muss. Auf dem Markt sind inzwischen sogar Geräte erhältlich, die bereits nach zehn Sekunden betriebsbereit sind. Andere brauchen dafür bis zu 60 Sekunden.

Die Sicherheitsfunktionen

Auch die Sicherheit sollte beim Glätten nicht zu kurz kommen. Dafür sorgen folgende Funktionen:

  • Abschaltautomatik: Diese Brandschutzmaßnahme stellt sicher, dass sich das Glätteisen nach einer bestimmten Zeit – in der Regel zwischen 30 und 60 Minuten – von selbst ausschaltet. Immerhin kann es schnell passieren, dass man das Ausschalten des Geräts vergisst.
  • Tastensperre: Eine Tastensperre verhindert eine unbeabsichtigte Änderung der Temperatur während des Betriebs.
  • Verschluss: Ein Verschluss beziehungsweise eine Transportverriegelung schützt die Platten vor Kratzern und Rissen, die das Glättergebnis beeinträchtigen würden.
  • Cool-Touch-Gerätespitze: Eine hitzeisolierte Spitze macht das Styling noch komfortabler. Sie lässt sich ohne Verbrennungsgefahr wie ein Lockenstab benutzen.
  • Hitzebeständige Transporttasche: In einer solchen Aufbewahrungstasche – idealerweise mit separatem Kabelflach – lässt sich das Glätteisen direkt nach dem Gebrauch verstauen, ohne das Kabel durch die Hitze zu beschädigen.
  • Hitzeschutzmatte: Mit einer rutschfesten Hitzeschutzmatte (meist aus Silikon) ist es möglich, das Glätteisen auf allen Oberflächen abzulegen, ohne einen Schaden zu verursachen.
Nahaufnahme Feststelltaste

Die neusten Technologien: Ionen vs. Infrarot

Hersteller von Glätteisen entwickeln immer mehr Methoden, das Haar schonend zu frisieren. Dazu gehört auch die Ionen-Technologie, die einen Schutz gegen die Hitze aufbaut und das Haar vor einer elektrostatischen Aufladung bewahrt. Das Gerät sendet Ionen aus, die sich während des Glättens auf die Haare setzen. Dadurch erzeugen sie einen Glanz und sorgen dafür, dass die Haare weniger Feuchtigkeit verlieren.

Auch Glätteisen mit Infrarotwärme schonen die Haare. Da die Wärme den Weg direkt in den Kern der Haare findet, ist insgesamt weniger Hitze erforderlich. Außerdem sorgen sie ebenfalls für mehr Feuchtigkeit im Haar, wodurch es weniger austrocknet. Die Feuchtigkeit wird in den Haarsträhnen eingeschlossen und die Schuppenschicht schonend von innen geschlossen.

Ideal für Auslandsreisen: Glätteisen mit Universalspannung

Glätteisen mit automatischer Spannungsanpassung von 110 bis 220 Volt (Universalspannung geläufig) sind auch für die Nutzung auf internationalen Reisen geeignet.

Schrittweise zu glattem oder lockigem Haar

Viele Nutzer fragen sich, ob die Verwendung eines Glätteisens schädlich für die Haare ist. Immerhin werden sie sehr hohen Temperaturen ausgesetzt. Wir können zwar versichern, dass das tägliche Glätten bei gesundem, kräftigem Haar und der Verwendung niedriger Temperaturen grundsätzlich kein Problem ist. Trotz der schonenden Beschichtungen moderner Glätteisen empfehlen wir jedoch, gelegentlich eine Pause einzulegen. Auf Dauer würde die tägliche Verwendung das Haar austrocknen.

lockige Haare versus glatte Haare

Auch beim Haarstyling gilt: Übung macht den Meister. Mit folgenden Tipps und Hinweisen wird das Glätten bald schon zur Routine:

  1. Die Pflege beginnt bereits beim Waschen der Haare: Nutzen Sie ein Feuchtigkeitsshampoo und Spülung sowie regelmäßig Kuren, um das Haar mit möglichst viel Feuchtigkeit zu versorgen.
  2. Hitzeschutz ist ein Muss. Er bildet eine Barriere zwischen den Haaren und der Hitze des Haarglätters. Auf dem Markt gibt es diverse Sprays, Fluids, Cremes und Mousse.
  3. Föhnen Sie Ihre Haare vollständig trocken. Andernfalls würde die Hitze das Haar im wahrsten Sinne des Wortes kochen. Nasses Haar ist wesentlich empfindlicher als trockenes. Deshalb kann es schnell zu Schäden kommen.
  4. Schalten Sie das Glätteisen ein. Sobald die Betriebstemperatur erreicht ist, signalisiert es das Gerät mit dem Aufleuchten der Kontrolllampe.
  5. In der Wartezeit bürsten Sie Ihr Haar durch und teilen es in mehrere, gleich große Partien. Stecken Sie die oberen Haarschichten vorerst mit Haarspangen nach oben.
  6. Beginnen Sie nun mit dem Glättend es Unterhaars, indem Sie einzelne Strähnen zügig durch das Glätteisen ziehen. Sobald der untere Haarbereich fertig ist, können Sie die Haarspangen lösen und mit dem Deckhaar genauso verfahren.
  7. Behandeln Sie jede Strähne höchstens zweimal, um Schäden am Haar zu vermeiden.
  8. Arbeiten Sie nach dem Styling etwas Haaröl, etwa Arganöl, ins Haar, um es hitzeresistenter zu machen.

Wie style ich Locken mit dem Glätteisen?

Besitzt das Glätteisen abgerundete Kanten, so ist es auch möglich, damit Locken zu formen. Mit der richtigen Technik zaubern Sie sich im Handumdrehen eine Lockenpracht. Geben Sie dafür am besten vorab etwas Schaumfestiger in Ihre Haare. Der entscheidende Unterschied zum Glätten besteht darin, wie Sie das Glätteisen halten. Umschließen Sie eine Haarsträhne, drehen Sie das Glätteisen so um sich selbst, dass eine U-Form entsteht, und lassen Sie es durch Ihre Haare gleiten.

Ob Sie Ihre Haare bereits ab dem Ansatz oder erst weiter unten locken, bleibt Ihnen überlassen. Je dicker die Haarsträhne ist, desto weniger definiert werden die Locken, und je dünner sie ist, desto korkenziehartiger werden sie. Als Finish kämmen Sie Ihre Haare mit den Fingern durch und fixieren die Frisur mit Haarspray.

Wie reinige ich den Haarglätter?

Da ein Glätteisen mit den unterschiedlichsten Styling- und Hitzeschutzprodukten in Berührung kommt, ist eine regelmäßige Reinigung unerlässlich. Schließlich sammeln sich bei jedem Einsatz Rückstände und Bakterien auf den Heizplatten an. Diese sind nicht nur unhygienisch, sondern sie beeinträchtigen auch die Leistung. Schalten Sie das Gerät aus und warten Sie, bis es vollständig abgekühlt ist. Anschließend können Sie die Verunreinigungen mit einem feuchten Tuch abwischen. Verwenden Sie jedoch keinesfalls aggressive Reinigungsmittel, da diese die Heizplatten beschädigen können.

Weiterführende Testberichte

Achtung: Da es uns nicht möglich war, die Produkte selbst zu testen, handelt es sich hierbei um einen Vergleich von Glätteisen.

Im Jahr 2019 testete die Stiftung Warentest sieben Haarglätter. Die Tester legten vor allem Wert auf die Handhabung und das Frisierergebnis. Des Weiteren unterzogen sie die Geräte einer technischen Dauerprüfung sowie einem Sicherheitstest. Vier Glätteisen erhielten ein gutes Testurteil, eines wurde mit einem „Befriedigend“ bewertet und zwei Modelle sind im Test durchgefallen.

Testsieger wurde der Pro-Ion Straight S7710 von Remington mit der Testnote 1,6. Das Frisierergebnis beurteilten die Tester mit „Gut“. In puncto Technik und Handhabung konnte das Gerät in den restlichen Kategorien mit einer sehr guten Beurteilung abschneiden. Mit rund 46 Euro liegt das Glätteisen im mittleren Preissegment. Platz zwei teilen sich der Braun Satin 7 SensoCare Styler ST780 Typ 3560 und der Grundig HS6531 Touch Control Ionic Hair Styler mit der Testnote 1,8. Die Frisierergebnisse beider Haarglätter fielen ähnlich gut aus wie dasjenige des Testsiegers. Auch die beiden Zweitplatzierten schnitten in technischer Hinsicht sehr gut ab.

Der Severin HC 0614 und das Udo Walz by Beurer Performance B9 400 Type M1504 belegten den letzten Platz des Tests. Die Redakteure gaben beiden Testprodukten das Qualitätsurteil „Mangelhaft“. Zu diesem negativen Urteil führten insbesondere die Sicherheitsbedenken der Tester: Die Geräte schalteten sich nicht automatisch ab.

Das Onlineportal gofeminin.de unterzog 2019 insgesamt vier Glätteisen einem Test. Die Testredakteure vergaben in den Testkategorien „Anwendung“, „Größe“, „Temperaturregelung“ und „Preis“ bis zu fünf Sterne. Der Braun Satin Hair 7 ST 780 Senseo Care stellte sich als bestes Glätteisen für den heimischen Gebrauch heraus. Aufgrund der Größe eignet es sich schlecht für den Transport beziehungsweise auf Reisen. In dieser Hinsicht hat der ghd Gold Mini Styler die Nase vorn: Das Gerät ist mit rund 130 Euro vergleichsweise teuer, jedoch wesentlich kompakter.

Felicitas Schneider

Felicitas Schneider

24.11.2020