IPL-Gerät-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

  • Das Wichtigste in Kürze:
  • Mit einem IPL-Gerät können Sie unter Einsatz von Lichtimpulsen schmerzfrei und nahezu dauerhaft Haare am gesamten Körper entfernen.
  • Da das Licht über das Melanin zu den Haarwurzeln gelangt, eignen sich Haare mit einem höheren Pigmentgehalt, also dunklere, besser als helle oder rötliche.
  • Dunkle Haut würde aufgrund des hohen Melaningehalts mehr Licht aufnehmen und sich erwärmen. Anwender mit heller Haut sind hier also im Vorteil.
  • Für eine erfolgreiche IPL-Haarentfernung müssen Sie die Stellen mehrmals behandeln. Warten Sie mindestens zwei Wochen zwischen den Behandlungen.
  • Ein Aufsatz für kleinere Bereiche sowie ein Gleitmodus vereinfachen die Anwendung an verschiedenen Körperarealen, Sensoren erhöhen die Sicherheit.

Dauerhafte Haarentfernung für Zuhause

Es gibt viele verschiedene Methoden der Haarentfernung, doch nur wenige versprechen ein dauerhaftes Resultat. IPL („Intense Pulsed Light“) ist in der Lage, die lästigen Haare an Beinen, Achseln und anderen Körperstellen nahezu permanent und schmerzfrei zu entfernen. Sie müssen also nicht mehr innerhalb weniger Tage den Rasierapparat hervorholen oder schon beim Anblick des Epilierers vor den zu erwartenden Schmerzen zusammenzucken.

Die professionelle Haarentfernung mittels IPL bieten Ärzte und Kosmetikstudios bereits seit Längerem an, inzwischen gibt es aber auch Geräte für den Heimgebrauch. Beide Vorgehensweisen, professionell und privat, erfordern mehrere Sitzungen bis zum gewünschten Ergebnis. Bei Ärzten und Studios bezahlen Sie pro Sitzung für jeden einzelnen Körperbereich, etwa die Beine, sodass sich die Kosten schnell aufaddieren: Für die Beine zahlen Sie zwischen 100 und 200 Euro pro Sitzung, während beispielsweise die Oberlippe ungefähr 25 Euro kostet. Eine Ganzkörperbehandlung erhalten Sie selten für weniger als 500 Euro. Wenn Sie Ihren gesamten Körper mittels IPL von unerwünschten Haaren befreien möchten, sollten Sie über die Anschaffung eines eigenen Geräts nachdenken: Es kostet Sie womöglich mehrere hundert Euro, aber im Vergleich zur professionellen Ganzkörperenthaarung sparen Sie auf Dauer viel Geld.

Funktionsweise eines IPL-Geräts

IPL-Geräte funktionieren auf Basis von Lichtimpulsen. Jedes Gerät hat eine Blitzlampe, die Xenonlicht auf die gewünschte Stelle aussendet. Das intensive Xenonlicht hat die Form ultravioletter und infraroter Wellen und liegt im direkten Spektralbereich der Sonnenstrahlung; für die IPL-Behandlung beträgt die Wellenlänge 550 bis 950 Nanometer. Die Stärke der Lichtimpulse lässt sich stufenweise einstellen: für gewöhnlich in zwei bis fünf Intensitäten. Das Melanin des Haares absorbiert das eintreffende Licht, welches wiederum zu Wärme umgewandelt wird, und transportiert ebendiese zu den Wurzeln. Bei einer Temperatur von mehr als 70 Grad Celsius veröden die Haarwurzeln und -follikel, in denen sich die Haarwurzeln bilden.

IPL-Licht entfernt Haar

Auswirkungen des Haarzyklus auf die Haarentfernung

Haare unterliegen einem Zyklus, der sich in drei Phasen gliedert: die Wachstumsphase („Anagenphase“), die Übergangsphase („Katagenphase“) und die Ruhephase („Telogenphase“). Dieser Zyklus ist asynchron, sodass sich nie alle Haare in derselben Phase befinden.

In der Wachstumsphase werden die Haarfollikel mit Nährstoffen versorgt, woraufhin sie die Haarwurzeln bilden. Die Haare beginnen zu wachsen und durchdringen schließlich die Hautoberfläche. Je nach Körperpartie ist nicht nur die Länge der Wachstumsphase unterschiedlich, sondern auch die Geschwindigkeit: Ein Achselhaar wächst 2,1 Millimeter in einer Woche, während die Haare am Arm oder Bein ungefähr 1,5 Millimeter pro Woche wachsen. In einer kurzen Übergangsphase von höchstens zwei Wochen lösen sich die Haarwurzeln von den Follikeln. Die Nährstoffversorgung der Haare bricht damit ab, sodass sie nicht mehr wachsen. Es folgt eine bis zu vier Monate anhaltende Ruhephase. Ohne Versorgung sterben die Haare ab und fallen aus. Nach dieser Phase beginnt der Zyklus von Neuem.

Wachstumszyklus eines Haares

Die Wirksamkeit des IPL-Geräts hängt maßgeblich vom Zyklus ab: Da die Haarwurzeln nur in der Anagenphase mit den Follikeln verbunden sind, zeigt die Behandlung ausschließlich bei den sichtbaren Haaren in diesem Entwicklungsstadium Wirkung. Die Lichtimpulse müssen bis zur Produktionsstätte der Wurzeln gelangen, um den Haarwuchs zu unterbrechen. Aufgrund des asynchronen Haarzyklus befindet sich jedoch lediglich ein Teil der Haare in der Wachstumsphase, sodass Sie mit einer einzigen Anwendung des IPL-Geräts nie alle Haare entfernen können. Je nach Körperareal ist zudem die Dauer der Phasen unterschiedlich: Das Kopfhaar kann ungefähr sechs Jahre wachsen, Achselhaare durchschnittlich sechs Monate. Um alle Haare zu erfassen, sollten Sie die Behandlung etwa alle vier bis zwölf Wochen wiederholen, bis Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind. Mitunter müssen Sie einige Körperpartien über einen längeren Zeitraum blitzen als andere.

Ist die IPL-Haarentfernung nun dauerhaft?

Die Lichtimpulse eines IPL-Geräts veröden nicht zwangsläufig alle Haarwurzeln und Haarfollikel in der Wachstumsphase. Bei einigen Haarwurzeln wird nur die Verbindung zum Follikel zerstört, was die betroffenen Haarfollikel in einen Ruhezustand versetzt. Sobald dieser beendet ist, werden neue Wurzeln produziert und die Haare wachsen wieder. Da der Haarzyklus jedes Follikels nicht identisch ist, haben Sie im Behandlungsprozess wahrscheinlich nicht alle Haarwurzeln in der Wachstumsphase erreicht. Selbst verödete Haarfollikel bildet der Körper mit der Zeit von Neuem. Unter Umständen stellen Sie nach einigen Monaten also wieder einen leichten Haarwuchs fest. Im Vergleich zu anderen Haarentfernungsmethoden müssen Sie die relevanten Stellen dennoch weitaus seltener nachbehandeln, beispielsweise ein- bis sechsmal pro Jahr anstelle von mindestens zwanzigmal. Auf Grund der Folgekosten lohnt sich die Nachbehandlung mit dem eigenen IPL-Gerät gegenüber einer professionellen Behandlung mehrmals im Jahr.

Anwendungsbereiche

Frau entfernt Haare mit IPL-Geraet

Die Enthaarung mit einem IPL-Gerät funktioniert am gesamten Körper: an den Beinen und Achseln, am Oberkörper, Gesicht („Damenbart“) und selbst am Intimbereich. Achten Sie nur darauf, dass das Licht nicht zu nah an die Augen gelangt. Für die Anwendung an einem Bein benötigen Sie durchschnittlich eine halbe Stunde, für den Intimbereich sind es etwa fünf bis zehn Minuten. Mit ein wenig Übung schaffen Sie das auch in einer kürzeren Zeit. Damit der Einsatz an bestimmten Körperzonen besonders leicht fällt, liefern viele Hersteller spezielle Aufsätze, etwa für den Intimbereich oder die Achselhöhlen.

Für wen eignet sich ein IPL-Gerät?

Nicht jeder erzielt mit einem IPL-Gerät gute Ergebnisse. Haben Sie sehr helles, etwa graues, hellblondes oder rotes Haar, eignet sich ein IPL-Gerät nicht für Sie. Das liegt an dem Melaningehalt in den Haaren. Haare mit einem höheren Melaningehalt sind dunkler. Deshalb absorbieren sie mehr Licht und wandeln es in Wärme um. Vergleichbar ist dieser Vorgang beispielsweise mit einer schwarzen Fläche, die sich unter Sonneneinstrahlung stärker erwärmt als eine weiße. IPL-Geräte sind auch für Personen mit einem dunklen Hautton nicht empfehlenswert, da sich ihre Haut durch den hohen Melaningehalt stark erwärmen kann. Das führt im schlimmsten Fall zu Verbrennungen. Beste Resultate erhalten Sie also mit heller Haut und dunklem Haar; Ihr Geschlecht oder Ihr Alter spielen keine Rolle.

Tabelle zur Eignung von Anwendung
IPL-Geräte eigenen sich nicht für alle Haut- und Haartöne.

Hersteller und Ärzte raten von der IPL-Methode ab, wenn Sie von Epilepsie oder anderen Erkrankungen des Nervensystems betroffen sind. Ist Ihre Haut aufgrund von Krankheiten, etwa Hautkrebs, Diabetes sowie Sonnenallergie, oder Medikamenten besonders lichtempfindlich, ist die Behandlung ebenfalls nicht zu empfehlen. Auch bei einer regelmäßigen Einnahme von Arzneimitteln, welche die Blutgerinnung beeinflussen, beispielsweise der Arzneistoff ASS(Acetylsalicylsäure), sowie der Nutzung von Immunsuppressiva sollten Sie kein IPL-Gerät verwenden.

Im Zweifel: Beratung

Wenn Sie sich unsicher sind, ob Sie eine IPL-Haarentfernung vertragen, können Sie sich von einem Hautarzt beraten lassen. Er stellt nicht nur fest, ob Sie die Methode risikofrei verwenden können, sondern beantwortet auch jegliche Fragen zum Prozess. Sollte er Ihnen eine professionelle Behandlung anbieten, müssen Sie das Angebot nicht annehmen.

Darauf müssen Sie beim Kauf achten

Wenn Sie festgestellt haben, dass ein IPL-Gerät für Ihren Haar- und Hauttyp geeignet ist, und deshalb ein eigenes Modell in Betracht ziehen, stehen Sie vor einer großen Auswahl an Modellen: Mit einem Markengerät, etwa von Braun, Philips oder Remington, sind Sie auf der sicheren Seite. Dafür investieren Sie tendenziell mindestens 200 Euro.

Einige weniger etablierte Anbieter empfehlen anfangs ein bis zwei Anwendungen pro Woche. Da die Lichtimpulse die Haare jedoch in der Wachstumsphase veröden, ist eine Verwendung in einer solchen kurzen Zeit nicht wirkungsvoll. Die Haare, die sich bei der vorherigen Anwendung in der Ruhephase befanden, werden nicht innerhalb weniger Tage die aktive Wachstumsphase, die das IPL-Gerät erfassen kann, erreichen. Hat das IPL-Gerät die Haarwurzeln nicht komplett erfasst, sondern nur oberflächlich entfernt, werden die Haare nicht ausreichend nachgewachsen sein, um die Wärme durch das Melanin an die Wurzel zu leiten. Hersteller, die eine solche Anleitung geben, wirken folglich unseriös.

Für ein wirkungsvolles Gerät, das Ihren Vorstellungen entspricht, sind folgende Aspekte gute Indikatoren.

Anzahl der Lichtimpulse

Die meisten IPL-Geräte, insbesondere Markengeräte, weisen eine Anzahl von 50.000 bis 400.000 Lichtimpulse aus; einige Modelle halten deutlich weniger Lichtimpulse bereit. Die Anzahl gibt an, wie lange die Lebensdauer Ihres Geräts ist: Je höher die Anzahl, desto länger können Sie das Modell nutzen. Jedes Mal, wenn das Gerät einen Impuls abgibt, verringert sich die Zahl. Wollen Sie nur kleine Körperareale von Haaren befreien, etwa Ihren Damenbart entfernen, genügen IPL-Geräte mit wenigen Lichtimpulsen; für größere Areale oder den gesamten Körper sollten Sie auf ein Modell mit mindestens 250.000 Lichtimpulsen zurückgreifen.

Stromversorgung

Die Antriebsart Ihres IPL-Geräts wirkt sich auf den Komfort bei der Handhabung aus. Für maximale Bewegungsfreiheit eignet sich ein Modell mit Akku besser als ein kabelgebundenes Gerät. Allerdings müssen Sie darauf achten, dass die Akkuleistung für eine ganzen Sitzung ausreicht. Wenden Sie das Gerät nur an wenigen Stellen an, reicht der Akku problemlos; wollen Sie hingegen die Haare am gesamten Körper entfernen, stoßen Sie mit einem leistungsschwachen Akku schnell an Ihre Grenzen. Versorgt ein Kabel das IPL-Gerät mit dem nötigen Strom, müssen Sie den Prozess zwar niemals mittendrin unterbrechen, büßen jedoch an Bewegungsfreiheit ein. Einige Modelle bieten eine Inbetriebnahme per Akku und per Kabel, sodass Sie je nach Bedarf die passende Variante wählen können.

Einstellungsmöglichkeiten

Zwei Einstellungsmöglichkeiten erleichtern den Umgang mit einem IPL-Gerät enorm: die Einstellung der Impulsstärke und die Wahl zwischen Impuls- und Gleitmodus.

Ein gutes IPL-Gerät sollte über mehrere Stufen verfügen, mit denen Sie die Stärke der Impulse einstellen können. Je mehr Leistungsstufen die Modelle besitzen, desto genauer lassen sie sich an die individuellen Haar- und Hauttypen anpassen. Je nach Preisklasse bieten die meisten Geräte zwischen zwei und fünf Stufen.

Mit der Gleitfunktion lassen sich größere Flächen schneller behandeln. Bei der regulären Impulsfunktion halten Sie das Gerät an die entsprechende Stelle und betätigen den Knopf. Für kleine Bereiche, beispielsweise die Achseln oder den Intimbereich, eignet sich dieser Modus gut. Wollen Sie hingegen Areale wie Ihre Beine bearbeiten oder eine Ganzkörperenthaarung durchführen, wäre diese Methode sehr zeitintensiv. Im Gleitmodus genügt es, das IPL-Gerät über die Haut zu fahren, sodass regelmäßig ausgelöste Lichtimpulse die Haut automatisch bearbeiten.

Aufsätze für variable Lichtfenster

Achten Sie beim Kauf ebenfalls auf das Lichtfenster Ihres Wunschgeräts. Für große Flächen eignet sich ein großes Lichtfenster. Kleinere Bereiche lassen sich dagegen mit einem kleinen Fenster besser bearbeiten.

Frau entfernt Haare unter den Achseln

Um flexibel zu sein, haben Sie zwei Optionen: entweder ein mittelgroßes Lichtfenster oder ein Modell mit mindestens einem zusätzlichen Aufsatz. Bei einigen Modellen sind solche Aufsätze im Lieferumfang enthalten. Zumindest ein Präzisionsaufsatz mit kleinem Lichtfenster empfiehlt sich, wenn Sie verschiedene Körperpartien behandeln möchten. Zum Teil fügen Hersteller Achsel-, Biki­ni­zonen-, Körper- sowie Gesichtss­auf­sätze zum IPL-Gerät hinzu, etwa zum Philips Lumea Prestige BRI956, sodass alle Anwendungsbereiche abgedeckt sind. Je mehr Aufsätze es gibt, desto einfacher lässt sich das Gerät am gesamten Körper einsetzen.

Sicherer mit Sensoren

Viele IPL-Geräte besitzen einen Hautton- und einen Kontaktsensor, die bei der Verwendung für zusätzliche Sicherheit sorgen.

Der Hauttonsensor analysiert, welche Lichtimpulsstärke sich am besten für Ihren Hautton eignet. Das Gerät stellt entweder automatisch die richtige Stufe ein oder empfiehlt, welche Stufe Sie manuell wählen sollten. Somit nutzen Sie immer die korrekte Stufe und verhindern Hautverbrennungen.

Der Kontaktsensor verhindert, dass das IPL-Gerät einen Lichtimpuls versendet wenn es nicht vollständig auf der Haut aufliegt. Insbesondere bei der Anwendung im Gesicht ist dieses Feature sehr wichtig, andernfalls riskieren Sie schwere Augenverletzungen.

So wenden Sie das IPL-Gerät an

Bevor Sie mit der ersten IPL-Haarentfernung beginnen, bedarf es etwas Vorbereitung, damit Sie optimale Ergebnisse erzielen. Selbstbräuner oder den Gang ins Solarium sollten Sie mindestens zwei Wochen vor der Behandlung vermeiden, da Ihre Haut dadurch verstärkt Melanin produziert: Die dunklere Haut nimmt mehr Licht auf, was zum einen die Haut erwärmt, zum anderen die Wirksamkeit der Methode verschlechtert, da weniger Licht an die Haarwurzeln gelangt. Haben Sie einen Epilierer, Enthaarungsschaum, Wachs oder Zuckerpaste verwendet, sollten Sie mit der Behandlung so lange warten, bis die Haare ausreichend nachgewachsen sind, um die Lichtimpulse aufzunehmen. Das kann ein Zeitraum von wenigen Tagen bis zu zwei Wochen dauern.

Falls Sie eine der genannten Methoden zuvor nicht angewendet haben, rasieren Sie die relevanten Stellen im Idealfall ein bis zwei Tage vor der Anwendung. Dadurch dringen die Lichtimpulse besser bis zu den Haarwurzeln durch. Andernfalls fangen die nicht rasierten Haare die Impulse ab, sodass die Haarentfernung nicht nur weniger wirksam ist, sondern sich die Haare auch so sehr erhitzen, dass Sie es als unangenehm empfinden könnten. Zudem sollten Sie kein alkoholhaltiges Deo am Tag der Behandlung verwenden.

Frau entfernt Haare von Armen

Für die eigentliche Behandlung stellen Sie zunächst die korrekte Stufe des Impulses ein. Besitzt das Gerät einen Hauttonsensor, lassen Sie ihn entweder die Stufe einstellen oder schalten Sie die Stufe manuell auf Basis seiner Informationen ein. Wenn es diesen nicht aufweist, genügt ein Blick in die Gebrauchsanleitung.

Setzen Sie das Gerät nun auf die Haut und betätigen Sie den Knopf, um den Lichtimpuls auszulösen. Im Gleitmodus müssen Sie es nur über die Haut gleiten lassen. Achten Sie darauf, dass Sie weder Muttermale beziehungsweise Sommersprossen noch Tattoos erfassen. Auch Wunden oder Akne sollten nicht mit dem Licht in Berührung kommen.

Ein Tipp

Markieren Sie, etwa mit einem Kajalstift, die Stellen auf der Haut, an denen Sie das Gerät bereits angewendet haben. So verhindern Sie, dass Sie dieselbe Partie zweimal in einer Sitzung blitzen.

Es empfiehlt sich, nach der Sitzung viel Wasser zu trinken, um die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen. Vermeiden Sie Sonneneinstrahlung direkt nach der Behandlung, da Ihre Haut zunächst lichtempfindlich ist. Alkoholhaltiges Deo oder Make-up sind ebenfalls nicht ratsam. Zwar müssen Sie die Haut nachträglich nicht unbedingt pflegen. Falls Sie jedoch Wert darauf legen, bietet sich eine leichte Lotion oder ein Aloe-Vera-Gel zur Kühlung an.

Weiterführende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich von IPL-Geräten. Wir haben die vorgestellten Produkte keinem Test unterzogen.

Während die Stiftung Warentest in den letzten Jahren mehrere Mittel zur Haarentfernung unter die Lupe nahm, gehörten IPL-Geräte bisher nicht zu den getesteten Produkten. So testeten die Redakteure lediglich 29 Nassrasierer für Damen im Jahr 2012, 26 Elektrorasierer im Jahr 2017 sowie zehn Epilierer im Jahr 2019.

Auch ÖKO-TEST führte bisher keinen Vergleich von IPL-Geräten durch. Die Testzeitschrift Haus & Garten Test verglich im Jahr 2019 drei IPL-Geräte miteinander. Die Redakteure testeten die Geräte hinsichtlich der Funktion, der Handhabung, der Verarbeitung, der Ökologie und der Sicherheit. Testsieger wurde der Lumea Prestige BRI956/00 von Philips, welcher mit vier zusätzlichen Aufsätzen für Körper, Gesicht, Bikinizone und Achseln geliefert wurde sowie wahlweise per Akku oder Netzbetrieb betrieben werden kann,während den Preis-Leistungs-Sieger das Silk’n Infinity darstellte.

Die Zeitschrift E-MEDIA testete für die Ausgabe 9/2019 das BRI965/00 Lumea Prestige von Philips und vergab 4,5 von 5 Punkten. Den Testern gefiel insbesondere die schmerzfreie Haarentfernung, die einfache Anwendung sowie das langanhaltende Ergebnis. Während die Testredakteure die Anschaffungskosten als hoch empfanden, hoben sie ebenfalls die langfristigen Kostenersparnisse hervor. Zwar verwiesen sie auch darauf, dass das Testprodukt nicht für alle Haut- und Haartypen verwendbar ist, dabei handelt es sich aber um ein grundsätzliches Problem der IPL-Haarentfernung.

Tatjana Tomic

Tatjana Tomic

24.11.2020