Multifunktionswerkzeug-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

  • Das Wichtigste in Kürze
  • Multifunktionswerkzeuge arbeiten oszillierend, das heißt, die Aufsätze schwingen mehrere tausend Male pro Minute.
  • Je nach Werkzeugaufsatz lassen sich Werkstoffe beispielsweise sägen, schleifen, schaben und fräsen.
  • Starlock-Werkzeuge sind auf OIS-Maschinen nutzbar, OIS-Werkzeuge aber nicht auf Geräten mit Starlock-Aufnahme.
  • Eine hohe Schwingzahl erlaubt die Bearbeitung von sehr harten Materialien.
  • Mit einer Absaugvorrichtung wird der anfallende Schmutz sofort eingesaugt.

Ein Gerät, viele Funktionen

Fallen Reparaturarbeiten in den eigenen vier Wänden an, zücken Heimwerker ihre Tools und erledigen die Aufgaben selbst: Mit der Raspel lösen sie zum Beispiel Fliesenfugen, mit dem Schaber entfernen sie Klebstoffe. Zum Kappen von Rohren oder Stutzen von Leisten dient eine passende Säge. Auch Hobbybastler benötigen viele Werkzeuge, um ihre Ideen zu verwirklichen. Sie zertrennen Materialien, schleifen und polieren ihre Werkstücke oder verschönern sie beispielsweise mit Gravuren. Mit der Zeit sammeln sich sowohl Werkzeuge an, die regelmäßig im Einsatz sind, als auch solche, die nur in Ausnahmefällen nützlich sind.

In vielen Wohnräumen, vor allem in Großstädten, ist nicht genug Platz, um ein Werkzeugarsenal zu verstauen, geschweige denn zu nutzen. Wäre es nicht äußerst praktisch, wenn sich alle anstehenden Arbeiten mit einem einzigen Werkzeug erledigen lassen? Die Lösung sind oszillierende Multifunktionswerkzeuge, auch Multitools, Oszillationswerkzeuge, Oszillierer oder Oszillationssägen genannt. Sie vereinen unter anderem Schleif- und Poliergerät, mehrere Sägen sowie Schaber in einem handlichen Gesamtpaket.

Bei oszillierenden Multitools handelt es sich um handgeführte Werkzeugmaschinen, die aus einem stabförmigen Gehäuse mit Elektromotor und einem Fuß bestehen, an dem sich verschiedene Aufsätze im 90-Grad-Winkel montieren lassen. Der Fuß schwingt tausende Male pro Minute um einige Millimeter in einem Winkel zwischen 1,4 und 3,0 Grad und überträgt so die Kraft auf die befestigten Werkzeuge. Multifunktionswerkzeuge werden entweder per Netzkabel oder per Akku mit Strom versorgt.

Im alltäglichen Sprachgebrauch beschriebt der Begriff Multifunktionswerkzeug neben Oszillationswerkzeugen auch nicht elektrische ausklappbare Vielwerkzeuge wie solche von Leatherman und Feinschleifbohrer, zu denen die Geräte von Dremel zuordenbarsind. Feinschleifbohrer können ebenfalls verschiedene Werkzeuge aufnehmen und multifunktional arbeiten. Sie sind aber wesentlich kleiner und führen rotierende anstelle von oszillierenden Bewegungen durch.

Für welche Arbeiten eignet sich ein Multifunktionswerkzeug?

Mit einem Multifunktionswerkzeug ist es möglich, eine Vielzahl von Materialien unter anderem zu

  • sägen,
  • schleifen,
  • polieren,
  • schaben,
  • fräsen und zu
  • raspeln.

Unter anderem kommt ein Multifunktionswerkzeug zum Einsatz, um Holzleisten zu sägen, Fliesenfugen zu entfernen, Stuhlbeine zu schleifen oder eingetrockneten Kleber vom Fußboden zu schaben. Auch Metall lässt sich mit einem Oszillationsgerät bearbeiten. Neben dem Werkeln mit Metallstäben oder Schrauben ermöglicht es Hobbybastlern sogar, ihren eigenen Schmuck herzustellen. Platten, Rohre oder Stäbe aus Kunststoffen wie PVC sind für ein Multitool ebenfalls kein Problem. Ein Oszillierer wirkt gut auf harten, spröden Werkstoffen, aber nur schlecht auf elastischen, weichen und zähen Oberflächen. Darüber hinaus ist ein oszillierendes Multifunktionsgerät weniger für das Behandeln großer Flächen geeignet, da dies aufgrund der kleinen Werkzeugfläche sehr zeitaufwendig wäre. Für schwer zugängliche Stellen und Detailarbeit ist es dagegen ideal.

Darauf kommt es beim Kauf an

Der Kauf eines oszillierenden Multifunktionsgeräts hängt in vielerlei Hinsicht vom Einsatzzweck ab. Wer beispielsweise vorwiegend filigrane Arbeiten erledigen möchte, benötigt ein Gerät, das sich präzise führen lässt. Diejenigen, die sich mit Materialien wie Gipskartonplatten auseinandersetzen, brauchen einen Oszillierer mit einem kraftvollen Motor und einer effektiven Vibrationsdämpfung.

Antriebsart

Ob Multifunktionswerkzeuge per Akku oder Kabel mit Strom versorgt werden, ändert nichts an ihrer Funktionsweise. Bei Akku-Geräten ist kein Kabel im Weg, das sich verheddern oder zu einer Stolperfalle werden kann. Darüber hinaus sind Nutzer nicht an Steckdosen gebunden, sodass auch das Arbeiten im Garten möglich ist. Dafür sind Akku-Multifunktionswerkzeuge nicht durchgehend einsetzbar. Einige Geräte halten weniger als 20 Minuten durch, andere wiederum etwa eine Stunde. Bei kabelgebundenen Geräten verhält es sich umgekehrt: Sie sind zwar ortsgebunden, dafür können Sie ohne Unterbrechungen werkeln.

jemand bearbeitet schrank mit einem multifunktionswerkzeug

Netzstrombetriebene Multifunktionswerkzeuge sind oft leistungsstärker als die akkubetriebenen Alternativen. Renommierte Markenhersteller wie Bosch oder Ryobi liefern aber durchaus kraftvolle Gesamtpakete. Wer sich für ein kabelloses Gerät entscheidet, achtet am besten genau auf den Lieferumfang, da sich häufig kein Akku im Lieferumfang befindet. Einige Hersteller wie beispielsweise Einhell ermöglichen es, denselben Akkutyp für verschiedene Geräte zu nutzen. Diejenigen, die bereits in Besitz eines anderen Akkugeräts derselben Marke sind, sparen somit viel Geld.

Leistung und Ergebnis

Wie leistungsstark Oszillationsgeräte arbeiten, lässt sich anhand der Wattzahl und der Leerlaufdrehzahl ermitteln. Bei den meisten Multifunktionswerkzeugen beträgt die Motorleistung zwischen 100 und 400 Watt. Die leistungsstärksten Modelle weisen mindestens 300 Watt auf, etwa der MultiMaster FMM 350 Q Top von Fein mit 350 Watt.

Die Wattzahl allein sagt nichts über die tatsächliche Performance und das Ergebnis aus. Zwei Geräte mit demselben Wert erzielen beispielsweise beim Bearbeiten von harten oder weichen Materialien unterschiedliche Ergebnisse. Das liegt vor allem an der Leerlaufdrehzahl. Sie gibt an, wie oft sich der Motor ohne Werkzeug innerhalb einer Minute dreht. Je nach Gerät reicht die Spanne von weniger als 10.000 bis mehr als 22.000 Umdrehungen pro Minute. Die Drehzahl nimmt direkten Einfluss auf die Anzahl der möglichen Schwingungen: Je höher die Drehzahl, desto kraftvoller ist das Gerät. Deshalb sind Oszillierer mit einer hohen Drehzahl unter anderem in der Lage, Metall zu schleifen oder zu durchtrennen. Für empfindliche Materialien sind sie mitunter zu kraftvoll.

Um solche Werkstoffe dennoch bearbeiten zu können, verfügen viele Multifunktionswerkzeuge über eine Drehzahlregelung. Sie ermöglicht es Handwerkern, die Geschwindigkeit der Schwingungen auf den Werkstoff abzustimmen. Weiche Werkstoffe werden mit einem langsam schwingenden Werkzeug, harte mit sich schnell bewegenden Aufsätzen bearbeitet.

Für Einsteiger und Gelegenheitshandwerker eignet sich eine Spanne zwischen 10.500 und 19.500 Umdrehungen pro Minute, da dieser Bereich für die gängigen Heimanwendungen genügt. Es ist zum Beispiel möglich, die Fugen an den Fliesen zu lösen. Konzentrieren Sie sich nicht zu sehr auf die Wattleistung; beachten Sie aber, dass Geräte mit einer geringen Wattleistung bei gleicher Drehzahl schneller heiß werden als solche mit hoher Wattzahl. Zwar sind Multifunktionswerkzeuge in der Regel vor Überhitzung geschützt, doch die erhöhte Temperatur ist während der Arbeit sehr unangenehm.

Handhabung

schrank wird mit einem multifunktionswerkzeug angesaegt

Selbst das leistungsstärkste Gerät und das beste Aufsatzsortiment bereiten keine Freude, wenn das Gerät schlecht zu handhaben ist. Ein ergonomischer gummierter Griff, oft Soft-Grip genannt, liegt besonders komfortabel in der Hand. Wenn das Gehäuse zudem eine symmetrische Form hat, ist auch von Linkshändern mühelos bedienbar. Darüber hinaus ist eine gute Vibrationsdämpfung vor allem bei hohen Schwingzahlen von Bedeutung. Für kurze Einsätze bei weichen Materialien fällt eine unzureichende Dämpfung mitunter kaum auf. Je länger Sie aber mit dem Werkzeug arbeiten, desto unangenehmer wird das Handling.

Auch das Gewicht spielt eine Rolle bei der komfortablen Bedienung. Ein Gesamtgewicht von mehr als zwei Kilogramm führt bei längeren Einsätzen zu Ermüdungserscheinungen. Darüber hinaus lässt sich ein schweres Gerät nicht so schnell und präzise bedienen wie ein leichtes. Ein Gewicht von weniger als einem Kilogramm deutet aber auf billige Materialien sowie eine geringe Leistung hin.

Werkzeugaufnahme

Lange Zeit war das „Oscillating Interface System“, kurz OIS, die verbreitetste Werkzeugaufnahme für oszillierende Geräte. Es ist auch als Universalaufnahme bekannt und durch die kreisförmig positionierten kleinen Pins erkenntlich. Diese greifen in den Lochkranz des Oszillationsgeräts. Mittlerweile kommt vorwiegend das Starlock-System zum Einsatz. Dabei handelt es sich um einen Standard, der um 2016 von den beiden Herstellern Bosch und Fein entwickelt wurde. Die Aufnahme zeichnet sich durch einen gezackten Kranz in Sternenform aus. Im Vergleich zum OIS schafft sie nicht nur eine stabilere Verbindung zwischen Aufsatz und Aufnahme, sondern sorgt auch für eine effektivere Kraftübertragung.

Neben der regulären Starlock-Ausführung gibt es noch StarlockPlus und StarlockMax, die für leistungsstarke Werkzeuge im gewerblichen Bereich gedacht sind. Eine Besonderheit der Starlock-Aufnahmen ist die Abwärtskompatibilität. Es ist möglich, Starlock-Werkzeuge an eineStarlockPlus- oder eine StarlockMax-Aufnahme zu befestigen. StarlockPlus-Werkzeuge mit einer Starlock-Aufnahme zu verbinden, ist hingegen nicht möglich, um eine Überlastung des Multifunktionswerkzeugs zu verhindern.

Um eine Kompatibilität mit OIS-Maschinen zu gewährleisten, verfügen viele einfache Starlock-Werkzeug über einen Lochkranz. Besitzer von OIS-Maschinen können zwar Starlock-Werkzeuge nutzen, aber die alten OIS-Werkzeuge könne sie nicht in den Stern der neuen Starlock-Maschine einsetzen.

Ausstattung

Welche Arbeiten mit einem Multifunktionsgerät möglich sind, hängt von der Ausstattung ab. Neben dem mitgelieferten Zubehör gibt es eine riesige Auswahl von Aufsätzen und Hilfsmitteln, die die Bedienung komfortabler machen.

Aufsätze

Oszillierende Multifunktionswerkzeuge können Werkstoffe mithilfe von verschiedenen Werkzeug-Aufsätzen auf unterschiedlichste Art bearbeiten. Davon ist ein großer Teil separat erhältlich. Praktischerweise sind Handwerker dank Starlock und OIS nicht an einen Hersteller gebunden, sodass sie ihr Arsenal frei zusammenstellen können.

Alle, die mehrere Aufsätze für das Bearbeiten eines Werkstoffs benötigen, sollten diese mit wenigen Handgriffen wechseln können. Viele Multifunktionswerkzeuge sind mit einem Schnellwechselsystem ausgestattet, das den Prozess so vereinfacht, dass weder Schraubendreher noch andere Tools nötig sind. Ein solches System spart nicht nur wertvolle Arbeitszeit, sondern es erleichtert auch den Umgang mit der Maschine. Für Schleifarbeiten ist es zudem praktisch, wenn sich das Schleifpapier per Klettverschluss am Schleifteller montieren lässt.

Im Lieferumfang von oszillierenden Multifunktionswerkzeugen befinden sich meist zwei Arten von Sägeblättern, ein Schleifaufsatz sowie mindestens ein Schaber. Zwar ist der Lieferumfang kein essenzielles Kaufkriterium, aus Kostengründen ist es jedoch sinnvoll, auf die Teile zu achten, die Sie benötigen.

Bei den Sägeblatt-Typen handelt es sich um ein Trenn und ein Tauchsägeblatt. Ein weitere Bezeichnung für Trennsägeblatt ist Segmentsägeblatt. Während sich Bretter, Rohre und Stangen mit dem Trennsägeaufsatz mühelos durchtrennen lassen, ist eine Tauchsäge dafür konzipiert, Löcher, Aussparungen oder Ausschnitte beispielsweise in Holz und Kunststoff anzufertigen. Für jedes Material und jedes mögliche Einsatzgebiet gibt es ein bestimmtes Sägeblatt. Speziell gehärtete Sägeblätter eignen sich etwa besser für Gegenstände aus Metall.

Der Schleifteller beziehungsweise die Schleifplatte hat eine dreieckige Form und eignet sich sehr gut für präzise Arbeiten an geraden und gebogenen Kanten. Hinzu kommen Schleifpapiere mit unterschiedlichen Körnungen für grobe und feine Schleifarbeiten sowie spezielle Schleifpapiere für Oberflächen wie Metall oder Gips.

Mit der geraden Klinge eines Schabers lassen sich Materialrückstände vom Werkstück entfernen, darunter der Klebstoff, der an den Seiten der Verklebung hervorgetreten ist. Auch Missgeschicke mit Farbe lassen sich mühelos abschaben. Er kann auch zum Einsatz kommen, um Aufkleber und -drucke von Holz zu lösen.

grafik gaengiger aufsaetze von multifunktionswerkzeugen, schleifplatten gelocht udn ungelocht, mehrere saegeblaetter fester spachtel
Gängige Aufsätze für Multifunktionswerkzeuge.

Praktisches Zubehör

Die Arbeit mit einem Multifunktionsgerät ist in den meisten Fällen eine schmutzige Angelegenheit. Insbesondere das Schleifen von Werkstoffen wie Holz oder Kunststoff erzeugt einen hohen Materialabtrag, aber auch durch das Entfugen von Fliesen fällt viel Schmutz an. Aus diesem Grund ist eine Absaugvorrichtung sehr wichtig. Sie ermöglicht das Anschließen eines Staubsaugerschlauchs. Während des Einsatzes gelangen der anfallende Staub und Schmutz durch die Vorrichtung zum Staubsauger.

Wer Löcher oder Aussparungen schaffen möchte, ist mit einem Tiefenschlag gut bedient. Mit diesem Extra lässt sich die genaue Tiefe der Einschnitte einstellen. Ein LED-Licht schafft eine bessere Sicht, wenn der Arbeitsbereich zu dunkel ist. Universaladapter, mit denen andernfalls inkompatible Werkzeuge auf das Oszilliergerät passen, sind ebenfalls von Vorteil: Die alten OIS-Aufsätze sind dann mit der Starlock-Maschine nutzbar. Für akkubetriebene Multifunktionsgeräte sind Ersatz-Akkus sinnvoll, damit nicht mehrere Zwangspausen für die Bearbeitung eines Werkstücks anfallen.

Weiterhin ist es praktisch, wenn das gesamte Zubehör in einen Koffer passt, damit Nutzer ihr Werkzeugsortiment gut erreichbar in der Nähe haben. Bei vielen Geräten ist sogar ein Koffer im Lieferumfang enthalten.

Nicht die Sicherheit vergessen

multifunktionswerkzeug liegt auf einem tisch

Zwar sind oszillierende Multifunktionswerkzeuge nicht so groß und kraftvoll wie viele spezialisierte Arbeitsmaschinen, aber auch ihre Bedienung erfordert einige Sicherheitsmaßnahmen. Nahezu jeder Oszillierer verfügt über einen Überhitzungsschutz: Droht der Motor zu heiß zu werden, schaltet sich das Gerät von selbst ab. Ein weiteres gängiges Feature ist ein Sicherheitsschalter, der verhindert, dass das Werkzeug versehentlich gestartet wird.

Für Nutzer ist zumindest eine Schutzbrille sinnvoll. Vor allem beim Sägen oder Schleifen gelangt der Materialabtrag in die Luft. Dank der Brille erreicht dieser die Augen nicht und verursacht keinen Schaden. Für alle, die häufig über längere Zeiträumen mit den Gerät arbeiten, empfiehlt sich auch ein Gehörschutz. Bereits einfache Ohrstöpsel genügen oft. Sofern keine Absaugvorrichtung vorhanden ist, die den Materialabtrag zum Staubsauger befördert, empfiehlt sich zudem ein Mundschutz. Dieser verhindert, dass Feinstaub in die Atemwege gelangt. Des Weiteren helfen Arbeitshandschuhe und Schutzkleidung dabei, das Verletzungsrisiko zu senken.

Weiterführende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich. Wir haben die Multifunktionswerkzeuge nicht selbst getestet.

Die Stiftung Warentest prüfte bisher zwar noch keine Multifunktionswerkzeuge, aber die Redakteure berichteten im Jahr 2017 über einen Test der französischen Verbraucherzeitschrift Que choisir sowie drei Jahre später über einen Test von Akku-Multifunktionswerkzeugen, durchgeführt vom schweizerischen Magazin K-Tipp.

Die Redakteure von Que choisir nahmen zehn oszillierende Multifunktionswerkzeuge unter die Lupe, von denen sich vier positiv vom Rest abhoben. Um ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen, sägten die Maschinen Holz, Aluminium und PVC, arbeiteten an Fliesen, schliffen diverse Oberflächen und entfernten Silikonreste. Testsieger wurde das TM3010 von Makita, das nicht nur gute Ergebnisse erzielte, sondern auch am leisesten arbeitete. Bei den anderen guten Oszillierern handelt es sich um den PMF 250 CES von Bosch, den MultiTalent 250QSL Quickstart von Fein und das Modell, das mit dem MultiTalent Quickstart Oszillierer 250W baugleich ist.

Die Redakteure von K-Tipp fanden in ihrem Test heraus, dass kein Gerät in puncto Leistung, Akkulaufzeit und Vibration durchgehend perfekt war. Von den geprüften Multifunktionswerkzeugen waren das Einhell Varrito, das Ryobi Akku-Multitool 18 V und der Bosch Advanced Multi 18 am leistungsstärksten. Das Ryobi-Modell verzeichnete die bestes Schleifgeschwindigkeit, aber nur eine kurze Akkulaufzeit von 17 Minuten. Der Einhell Varrito war 51 Minuten lang einsetzbar. Hinsichtlich der Vibrationsstärke tat sich keines der drei Kraftpakete hervor. Stattdessen siegte das Akku-Multitalent AFMT 12 QSL von Fein in der Kategorie Vibration und Geräuschentwicklung. Der Stanley Fatmax war zum einen sehr laut, zum anderen verursachte die Vibration nach kürzester Zeit ein Kribbeln.

Das Magazin selbst ist der Mann prüfte gemeinsam mit dem TÜV Rheinland zehn Oszillationswerkzeuge im Jahr 2017. Testkriterien waren die Ergebnisse beim Schleifen, Sägen und Schaben, die Vibrationsstärke, die Lauf- und Ladezeit der Akkumodelle sowie die Nützlichkeit der Bedienungsanleitung. Insgesamt fiel den Testern auf, dass sich der werkzeuglose Aufsatzwechsel und die fehlende Markengebundenheit beim Zubehör zum Standard etabliert. Allerdings waren die Ergonomie sowie die Vibrationsdämpfung der Oszillationsgeräte nicht ausgereift. Testsieger unter den Profimodellen wurde der MT 18 LTX von Metabo mit der Note „sehr gut“ (1,4), der die beste Arbeitsleistung aufwies. In der Kategorie der Heimwerkergeräte siegte das Multitalent AFMT 12Q von Fein mit derselben Note wie der Metabo-Oszillierer. Es punktete mit einem besonders einfachen Werkzeugwechsel. Preis-Leistungs-Sieger wurde der Ryobi RMT 1801 mit der Testnote „gut“ (2,2).

Tatjana Tomic

Tatjana Tomic

23.11.2020