Rucksack-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

  • Das Wichtigste in Kürze
  • Rucksäcke sind flexible Alltagsbegleiter und deutlich ergonomischer als Taschen.
  • Es gibt sie in unzähligen Ausführungen. Zu den gängigsten Modellen zählen Tages-, Schul- und Wanderrucksäcke.
  • Mit einem hochwertigen, optimal an den Körper angepassten Tragesystem ist der Rucksack auf dem Rücken kaum zu spüren.
  • Eine Rückseite aus atmungsaktivem Material wie Gewebe sorgt dafür, dass der Rucksackträger unter dem Gewicht weniger schwitzt.

Immer alles dabei: Der praktische Alltagsbegleiter

Spätestens mit dem Grundschulalter wird der Rucksack zum ständigen Begleiter in unserem Leben. Schließlich geht kaum jemand ohne gewisse Dinge aus dem Haus. Schüler, Studenten und Berufstätige sind in ihrem Alltag auf einen flexiblen Behälter wie den Rucksack angewiesen, der genug Stauraum bietet. Weil er auf dem Rücken getragen wird, haben wir immer beide Hände frei. Auch in der Freizeit, etwa beim Wandern oder Reisen, ist der Rucksack unverzichtbar. Dem Rucksacktourismus gibt er nicht von ungefähr seinen Namen.

Im Vergleich zur Tasche ist der Rucksack die weitaus ergonomischere Lösung. Durch die beiden Schulterriemen verteilt er das zu tragende Gewicht gleichmäßig auf den Rücken. Bei Taschen und Umhängetaschen wird immer eine Seite des Körpers stärker beansprucht als die andere. Dann bewegen wir uns schief, was den Bewegungsapparat belastet. Der Rucksack begünstigt eine natürlichere Haltung beim Tragen von Lasten.

Welche Rucksack-Typen gibt es?

Vor dem Kauf eines Rucksacks sollten Sie überlegen, für welches Vorhaben Sie ihn benötigen. Vielleicht brauchen Sie nicht nur Platz für ein Pausenbrot und eine Trinkflasche, sondern auch für einen Einkauf nach der Arbeit. Ein Rucksack, der Sie auf einer Reise begleiten soll, muss wiederum andere Anforderungen erfüllen als ein Modell für den Alltag.

Der Tagesrucksack

Der Tagesrucksack oder auch Daypack ist ein leichter Rucksack ohne Gestell und mit relativ kleinem Packvolumen von 10 bis 25 Litern. Im leeren Zustand ist ein solcher Rucksack auf dem Rücken kaum zu spüren. Wie es der Name nahelegt, ist er besonders alltagstauglich. Er bietet genug Stauraum für alle notwendigen Dinge wie Schlüssel, Portemonnaie, Brotdose und Trinkflasche. Dank der kompakten Größe und des flachen Designs stört er nicht bei Fahrten in Bus oder Bahn und kann bei beengten Platzverhältnissen auf den eigenen Schoß gestellt werden.

Eine Studentin mit einem Rucksack
Ein Tagesrucksack ist ideal für den Unialltag.

Für den täglichen Gang ins Büro oder in die Universität ist ein Tagesrucksack die beste Lösung. Auch für einen Tagesausflug ist er gut geeignet. Da Rahmen und Verstärkungen ausgespart werden, ist der Tagesrucksack allerdings weniger stabil als etwa ein Wanderrucksack. Auch auf atmungsaktive Rückenflächen wird in der Regel verzichtet, was bei längeren Wanderungen unangenehm sein kann.

Der Wander- und Trekkingrucksack

Der Wanderrucksack, oft auch Trekkingrucksack oder Backpack genannt, ist auf Outdoor-Aktivitäten ausgelegt. Daher ist er entweder wasserdicht oder verfügt über ein Regencape. Außerdem ist er deutlich größer als ein Tagesrucksack, schließlich muss er ausreichend Platz für Gepäck bieten. Üblich ist ein Fassungsvolumen von 50 bis 70 Litern. Neben dem Hauptfach bietet er sowohl außen als auch innen diverse Fächer, die bei der Organisation des Gepäcks helfen. Aus diesem Grund ist ein Wanderrucksack ideal für längere Ausflüge und Camping-Trips. Wer ohne Auto reist, wird auf einen solchen Rucksack kaum verzichten können.

Ein Wanderrucksack soll dem Träger ermöglichen, viel Gepäck über einen längeren Zeitraum bequem auf dem Rücken zu tragen. Dementsprechend wichtig ist ein ergonomisches, rückenschonendes Tragesystem mit breiten, gepolsterten Trägern. Ein guter Trekkingrucksack verfügt darüber hinaus über Gurte auf Brust- und Hüfthöhe, welche die Schultern entlasten und für einen besseren Halt sorgen.

Gepackter Wanderrucksack samt Isomatte in Berglandschaft
Auf Wanderungen ist ein großer Rucksack unverzichtbar.

Hochwertige Modelle sind sehr stabil und verfügen über ein verstärktes Rückenteil. Gleichzeitig haben sie ein geringes Eigengewicht. Handelsübliche Wanderrucksäcke wiegen zwischen 0,5 und 3,0 Kilogramm. Unter einem voll beladenen Rucksack kommen Träger schnell ins Schwitzen. Viele Hersteller polstern die Rückseiten der Rucksäcke deshalb mit atmungsaktivem Material. Oft wird sogenanntes Mesh-Gewebe verwendet.

Der Schulrucksack

Schüler und Schülerinnen sind täglich auf einen Rucksack angewiesen. Deshalb muss er vielen Anforderungen gerecht werden. Hinzu kommt, dass sich Kinder noch im Wachstum befinden. In der Regel wird deshalb beim Eintritt in die weiterführende Schule ein neuer Schulrucksack angeschafft.

Ein Schulrucksack muss stabil sein, genügend Stauraum haben und eine kindgerechte Optik haben. Verschiedene Fächer sind von Vorteil, um Schulutensilien geordnet zu verstauen. Die meisten Schulrucksäcke haben ein Fassungsvermögen von 25 bis 30 Litern. Da sich Schüler noch im Wachstum befinden, sind eine ergonomische Rückseite und gepolsterte Gurte wichtig. Übrigens: „Schulranzen“ darf sich nur ein Produkt nennen, das die Industrienorm DIN 58124 erfüllt. Sie regelt unter anderem, dass mindestens 20 Prozent der sichtbaren Flächen aus fluoreszierendem und 10 Prozent aus reflektierendem Material bestehen. So ist eine gute Sichtbarkeit auf dem Schulweg garantiert.

Gruppe von Schulkindern mit Rucksaecken auf dem Weg zur Schule
Schulrucksäcke zeichnen sich durch vielfältige Formen und Farben aus.

Viele ältere Schüler steigen irgendwann auf einen Tagesrucksack um. Er ist weniger sperrig als ein Schulrucksack und vielseitiger einsetzbar. Ein etwas größerer Tagesrucksack bietet genug Platz für alles, was in der Schule benötigt wird.

Darauf kommt es beim Kauf eines Rucksacks an

Viele unterschiedliche Kriterien spielen beim Kauf eines Rucksacks eine Rolle. Je größer der Rucksack ist und je schwerer er beansprucht wird, desto wichtiger sind Robustheit und Tragekomfort. Bei einem kleinen Tagesrucksack ist es hingegen nicht so wichtig, dass er optimal zu Ihrer Körperform passt. Reisen und längere Wanderungen verlangen nach viel und gut organisiertem Stauraum.

Fassungsvolumen und Gewicht

Das Fassungsvermögen eines Rucksacks soll sich nach seinem Einsatzzweck richten. Bei einem Tagesrucksack, in dem Sie nur einige Alltagsgegenstände verstauen, reicht ein Volumen von 10 Litern oder weniger vollkommen aus. Das Eigengewicht eines Rucksacks sollte für den optimalen Tragekomfort natürlich möglichst gering sein. Ein leerer Tagesrucksack belastet den Rücken zum Beispiel kaum spürbar. Anders ist das bei Wander- und Trekkingrucksäcken, die je nach Größe mit Verstärkungen und Streben ausgestattet sind. Wer einen besonders stabilen, großen Rucksack möchte, muss ein höheres Gewicht in Kauf nehmen.

Zum Teil geben Hersteller für ihre Rucksäcke ein Maximalgewicht an, das sich nach der Belastbarkeit des Modells richtet. Ihrem Rücken zuliebe sollten Sie grundsätzlich nicht mehr als 25 Prozent Ihres eigenen Körpergewichts tragen.

Einige Orientierungswerte für das empfohlene Volumen und das maximale Gesamtgewicht bei verschiedenen Einsatzzwecken finden Sie in der folgenden Tabelle:

EinsatzzweckGeeignetes VolumenMaximalgewicht (empfohlen)
KindergartenUnter 10 l5 kg
Kurze Radtour15 bis 20 l7 kg
Tagesausflug20 bis 25 l8 kg
Wochenendausflug25 bis 35 l10 kg
Büroalltag12 bis 25 l10 kg
Mehrtägiger Wanderausflug30 bis 50 l15 kg
Backpacking50 bis 70 l18 kg
Längere ReiseÜber 70 l20 kg
Empfohlenes Volumen und Maximalgewicht für Rucksäcke.

Das Tragesystem

Beim Tragesystem handelt es sich um die Vorrichtung, mit der Sie den Rucksack tragen. Es ist der widerstandsfähigste Teil des Rucksacks. Als Materialien kommen vor allem Kunststoff und Aluminium zum Einsatz. Dass ein Gurt oder das Rückenteil zerreißt beziehungsweise zerbricht, ist relativ selten und meist Folge einer Überbelastung. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Angaben des Herstellers zum maximalen Transportgewicht zu beachten.

Gerade bei langen Wanderungen macht das Tragesystem einen großen Unterschied. Wer die Gurte und Träger richtig einstellt, spart nicht nur Kraft, sondern schont auch seinen Körper. Ein gutes Tragesystem besteht in der Regel aus folgenden Komponenten: einem Hüftgurt, gepolsterten Schultergurten, einem Brustgurt, Lastenkontrollriemen und einem Rückenteil. Bei Letzterem handelt es sich meist um einen Netz- oder Kontaktrücken.

Grafik von Rucksack mit Erklaerung zum Tragesystem
Typisches Tragesystem eines Trekkingrucksacks.

Je schwerer ein Rucksack ist, desto wichtiger wird der Hüftgurt. Er entlastet die Schultern und lenkt das Gewicht in die Hüften. Die Schulterträger nehmen ebenfalls einen Teil des Gewichts auf und dienen zudem zur Stabilisierung des Rucksacks am Rücken. Ebenfalls wichtig sind die Lastenkontrollriemen, über die der Rucksack näher zum Körper gezogen wird.

Was das Rückenteil betrifft, so sind bei modernen Rucksäcken zwei Systeme üblich: der Netzrücken und der Kontaktrücken. Beide Systeme besitzen ihre jeweiligen Vorteile.

Bei einem Netzrücken beschreibt das Rückenteil einen Bogen, sodass er nicht direkt am Körper anliegt. Stattdessen ist hier ein offenes, luftiges Netz gespannt, um den Rucksack am Rücken zu stabilisieren. Im Vergleich zu einem direkt anliegenden Rucksack wird der Rücken deutlich besser belüftet. Hitzestau wird vermieden und der Träger schwitzt weniger. Damit bietet der Netzrücken einen hohen Tragekomfort. Allerdings hat er im Vergleich zum Kontaktrücken einen gering nach hinten verlagerten Schwerpunkt, was ihn etwas instabiler macht.

Je nach Vorhaben und Route ist es unerlässlich, den Rucksack am Rücken zu spüren und somit kontrollieren zu können. Bei anspruchsvollen Touren mit viel Gewicht, aber auch beim Trailrunning, ist deshalb ein Rucksack mit Kontaktrücken empfehlenswert. Gute Kontaktrücken-Modelle sind mittlerweile ebenfalls atmungsaktiv und gut belüftet.

Material und Haltbarkeit

Sei es für den Alltag, die Schule oder die Trekkingtour: Ein Rucksack ist immer Umwelteinflüssen ausgesetzt und muss dementsprechend robust sein. Tagesrucksäcke sind oft aus Leder, Kunstleder oder Canvas gefertigt. Diese Materialien haben eine ansprechende Optik, sind widerstandsfähig, wasserabweisend und leicht zu reinigen. Auch ein Alltagsrucksack muss teils schweren Belastungen standhalten. Er darf nicht reißen, wenn in ihm ein großformatiges Buch oder ein schwerer Aktenorder transportiert werden. Hier ist nicht nur das Material, sondern auch die Verarbeitung entscheidend. Insbesondere die Nähte sind potenzielle Schwachstellen und müssen stabil verarbeitet sein.

Oft spielt die Farbe des Rucksacks bei der Wahl eine große Rolle. Umso ärgerlicher ist es, wenn diese verblasst. Das ist gerade bei Rucksäcken aus dem unteren Preissegment oft der Fall, wenn UV-empfindliche Materialien verwendet wurden. Verblasste Farben weisen nicht zwangsläufig auf eine Beeinträchtigung des gesamten Rucksacks hin. Ein Outdoor-Rucksack sollte allerdings so beschaffen sein, dass er nicht durch die Sonne beschädigt wird.

Stauraum und Fächer

Je nachdem, wo der Rucksack zum Einsatz kommt, sollte er eine bestimmte Anzahl an Fächern aufweisen. Diese schaffen zusätzlichen Stauraum oder helfen dabei, Gepäck zu organisieren. Tagesrucksäcke beschränken sich meist auf ein großes Hauptfach und eine kleine Tasche an der Vorderseite. Eine kleine Tasche im Inneren dient der sicheren Unterbringung von Schlüsseln, Geldbörsen und anderen Wertsachen. Wer oft einen Laptop oder ein Tablet transportiert, sollte einen Rucksack mit passendem Laptopfach wählen. Schul- und Wanderrucksäcke haben häufig an den Seiten zusätzliche Taschen, meist aus elastischem Netzmaterial, zum Verstauen einer Trinkflasche. Trekkingrucksäcke sind in der Regel mit einer Vielzahl von unterschiedlich großen Fächern ausgestattet. Gerade auf einer langen Reise ist eine sinnvolle Organisation des Gepäcks unerlässlich.

Beachten Sie jedoch, dass viele Fächer und Seitentaschen mit zusätzlichen Reißverschlüssen und Stoffschichten das Gesamtgewicht des Rucksacks erhöhen. Reißverschlüsse stellen generell eine Schwachstelle des Rucksacks dar. Da sie ständig benutzt werden, sind sie dem Verschleiß besonders ausgesetzt. Ein Reißverschluss, der nicht mehr ordentlich schließt, kann den Rucksack unbrauchbar machen. Nicht bei jedem Modell lohnt sich dann eine Reparatur.

Farbe und Design

Ein lederner Retrorucksack auf Parkbank

Für viele Käufer spielt auch das Design eine Rolle. Ausschlaggebend ist dabei natürlich der persönliche Geschmack. Die Auswahl bei Farbe und Form ist heutzutage sehr vielfältig, gerade bei Tagesrucksäcken und insbesondere bei Schulrucksäcken. Selbst im professionellen Bereich ist eine Aktentasche längst kein Muss mehr. Minimalistische Rucksack-Ausführungen liegen hier im Trend.

Bei anderen Rucksäcken, beispielsweise Trekking- und Wanderrucksäcken, spielt das Design eine untergeordnete Rolle. Stattdessen sollte der Fokus auf der Funktionalität liegen. Jäger, Naturfotografen und Forscher müssen sich farblich ihrer Umgebung anpassen. Daher wählen sie Rucksäcke in gedeckten Farben wie Grün und Braun.

Tipps zum Umgang mit dem Rucksack

Vor allem Trekkingrucksäcke sind häufig Wind und Wetter ausgesetzt und können auf Wanderungen über unwegsames Gelände schon einmal schmutzig werden. Aber auch das Stadtleben geht an einem Rucksack nicht spurlos vorbei. Wer seinen Rucksack klug packt, nutzt den Stauraum optimal und schont seinen Rücken.

So halten Sie Ihren Rucksack sauber

Die meisten Rucksäcke sind nicht für die Waschmaschine geeignet. Die Reibung beim Waschgang kann Kunststoffbeschichtungen im Rucksackinneren sowie Reißverschlüsse und Schnallen beschädigen. Deshalb ist es besser, den Rucksack schonend mit der Hand zu reinigen.

Zunächst schütteln Sie den Rucksack aus, damit alle groben Rückstände herausfallen. Verwenden Sie einen Staubsauger, wenn Sie besonders gründlich vorgehen wollen. Anschließend wischen Sie das Rucksackinnere mit einem feuchten Mikrofasertuch aus.

Nach der Reinigung des Rucksackinneren bürsten Sie groben Schmutz auf der Außenseite ab. Bei starken Verschmutzungen empfiehlt es sich, den Rucksack in der Badewanne in lauwarmem Wasser und sanftem Waschmittel einzuweichen. Danach lassen sich die Rückstände leicht mit einem Tuch oder einer Bürste entfernen. Die Reißverschlüsse und Schnallen reinigen Sie am besten unter laufendem Wasser mit einer Zahnbürste.

Nun muss der Rucksack vollständig trocknen, damit weder unangenehme Gerüche noch Schimmel entstehen. Drücken Sie zunächst alle feuchten Teile des Rucksacks mit den Händen aus. Danach hängen Sie ihn kopfüber in einem gut belüfteten Raum auf.

So packen Sie Ihren Rucksack

Auf Wanderungen und Reisen ist es wichtig, den Rucksack sinnvoll zu packen, um den vorhandenen Stauraum bestmöglich zu nutzen. Dann können Sie nicht nur mehr mitnehmen, sondern finden auch einzelne Gepäckstücke direkt wieder.

Vor dem Antritt der Reise sollten Sie alle Sachen, die Sie mitnehmen möchten, einmal auf dem Boden ausbreiten. So erkennen Sie, was noch fehlt oder was Sie gar nicht brauchen. Daraufhin sortieren Sie das Gepäck. Gehen Sie systematisch vor, indem Sie alle ähnlichen Dinge zusammenpacken. Legen Sie also Socken sowie Unterwäsche auf einen Haufen, dasselbe gilt für Kabel und Elektronik. Die schwersten Gegenstände räumen Sie zunächst zur Seite.

Wenn Sie alles geordnet haben, sollten Sie darauf achten, alle schweren Dinge möglichst nah am Rücken zu verstauen, damit der Schwerpunkt mittig am Rücken liegt. Ansonsten wird dieser unnötig nach hinten verlagert. Das ist auf Dauer anstrengend und belastet die Schulter sowie den Rücken. Leichte Gegenstände werden zu den Seiten hin verstaut.

So stellen Sie den Rucksack richtig ein

Nicht nur die Packweise hilft dabei, den Rücken beim Rucksacktragen zu schonen. Genauso wichtig ist das Tragesystem richtig einzustellen. Dabei gehen Sie folgendermaßen vor:

Grafik zur optimalen Justierung eines Rucksacks
In fünf Schritten zur richtigen Einstellung.
  1. Lockern Sie alle Gurte und Riemen.
  2. Setzen Sie den gepackten Rucksack auf, beugen Sie sich leicht nach vorn und schließen Sie den Hüftgurt.
  3. Die Schultergurte ziehen Sie leicht an, sodass sie zwischen den Schulterblättern liegen.
  4. Den Lastenkontrollriemen ziehen Sie so fest, dass er nah am Rücken anliegt, aber nicht einschnürt.
  5. Den Brustgurt ziehen Sie locker zu.

Weiterführende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich. Wir haben die Rucksäcke nicht selbst getestet.

Die Stiftung Warentest prüfte zuletzt im Jahr 2006 Rucksäcke. Einen aktuellen Test, an dem sich Käufer orientieren können, gibt es also nicht. Die Verbraucherorganisation verweist allerdings auf einen Rucksack-Test des Schweizer Magazins Saldo von 2019. Wichtigstes Prüfkriterium war der Tragekomfort. Zudem wurde ermittelt, wie regendicht und robust die Rucksäcke sind. Das Modell Brenta 25 von Vaude wurde als Testsieger ermittelt und ist ab 85 Euro erhältlich. Der Rucksack Zugspitze von Deuter für etwa 80 Euro überzeugte die Tester ebenfalls. Auf dem letzten Platz landete überraschend das teuerste Modell des Tests. Der 95 Euro teure Nirvana Ride von Mammut hat einen ungünstigen Schwerpunkt und lässt sich nur umständlich anpassen.

Das Verbrauchermagazin Outdoor nahm 2021 insgesamt elf Wanderrucksäcke unter die Lupe. Die Modelle hatten allesamt ein Fassungsvermögen von 20 bis 30 Litern. Die getesteten Produkte waren grundsätzlich zufriedenstellend und erhielten mindestens die Note „Gut“. Zum Testsieger wurde der Futura von Deuter gekürt. Die Tester lobten die erstklassigen Trageeigenschaften sowie das geräumige Deckelfach. Der Testsieger ist ab 140 Euro erhältlich. Einen Kauftipp sprachen die Prüfer für den Jack Wolfskin Crosstrail 24 LT aus. Hervorzuheben sind die sehr gute Lastenkontrolle und die hohe Bewegungsfreiheit.

Tyll Farnschläder

Tyll Farnschläder

24.11.2020