Damen-E-Bike Kaufberatung: So wählen sie das richtige Produkt

  • Das Wichtigste in Kürze
  • E-Bikes für Damen gibt es in unterschiedlichen Ausführungen: für Fahrten in der Stadt, im Gelände und für längere Ausflüge.
  • Ist von einem E-Bike die Rede, dann ist eigentlich ein Pedelec gemeint, für das kein Führerschein erforderlich ist und das laut StVO als normales Fahrrad gilt.
  • Die Akkus sind sehr langlebig. Geht ihre Reserve unterwegs wider Erwarten aus, kann die Fahrerin immer noch ohne Unterstützung nach Hause radeln.
  • Damen-E-Bikes sind oft etwas kleiner als Herrenmodelle und warten mit einer aufrechteren Sitzposition sowie einem tieferen Einstieg auf.

Damen-E-Bikes – der elegante Weg zu mehr Mobilität

Anfangs noch von vielen belächelt sind E-Bikes mittlerweile zu einem festen Bestandteil des Stadtbildes geworden. Sei es die kurze Fahrt zum Einkaufen oder das Pendeln zur Arbeit: Die Vorteile des zügigen und weniger anstrengenden Fahrens haben sich herumgesprochen. Neben E-Mountainbikes und E-Rennrädern gibt es mit Damen-E-Bikes auch eine Produktkategorie, die speziell auf die Ansprüche von Fahrerinnen zugeschnitten ist.

Frau faehrt mit E-Bike durch Stadt

Einer der Unterschiede zu Herrenmodellen ist der deutlich tiefere Einstieg, der den Auf- und Abstieg erleichtert. Auch die Rahmengeometrie ist anders: So sind die gleich benannten Rahmengrößen (beispielsweise M oder L) bei einem Damenrad oft etwas kleiner als bei dem Pendant für Herren. Noch dazu ist die Sitzposition bei vielen Damenmodellen aufrechter und damit bequemer.

In Einzelfällen ist auch die Lackierung eher auf den weiblichen Geschmack abgestimmt. Die Käuferin hat natürlich die Option, sich trotzdem für ein Herrenmodell zu entscheiden. Sogar unter Fachleuten scheiden sich die Geister, ob Frauen überhaupt eine spezielle Rahmengeometrie benötigen. Ein weiterer Punkt, in dem sich Damen- und Herrenräder häufig unterscheiden, ist der Sattel. Aufgrund der weiblichen Anatomie ist ein Damensattel anders gestaltet und bietet daher einen größeren Komfort, insbesondere bei längeren Radtouren.

Bekannte Marken

Liv | Focus | Bulls | Kalkhoff | Cube

Die unterschiedlichen Antriebsarten

Zwar spricht man im Volksmund häufig von E-Bikes als Oberbegriff, je nach Antriebsart werden jedoch drei Arten von elektrisch betriebenen Fahrrädern unterschieden: Neben dem E-Bike gibt es auch das Pedelec und das S-Pedelec.

Was ist eigentlich ein E-Bike?

Ein E-Bike ist per Definition ein Fahrrad mit eingebautem Motor, der auf Knopfdruck abschaltbar ist. Der Motor funktioniert zudem unabhängig von den Pedalen; daher wird ein E-Bike oft als Mofa mit Fahrrad-Optik beschrieben. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt 25 Stundenkilometer. Da bei diesem Fahrzeugtyp die Straßenverkehrsordnung jedoch bereits ab einer Geschwindigkeit von sechs Kilometern pro Stunde eine Zulassung vorschreibt, spielen die Räder auf dem Markt praktisch keine Rolle. Meistens ist von einem E-Bike die Rede, wenn eigentlich ein Pedelec gemeint ist. Dieser Begriff hat sich aber in der Alltagssprache nicht genügend durchgesetzt.

VorteileNachteile
Pedalunabhängige MotorunterstützungZulassungspflicht
Überschaubare Modellauswahl
Geschwindigkeit auf 25 km/h begrenzt

Pedelec

Pedelec ist die am weitesten verbreitete Variante elektrisch betriebener Fahrräder. Bei dem Begriff handelt es sich um ein aus den englischen Wörtern „Pedal Electric Cycle“ zusammengesetztes Akronym. Die Unterstützung durch einen Elektromotor ist nur dann gegeben, wenn die Fahrerin in die Pedale tritt. Bleibt die Geschwindigkeit durch die Unterstützung unterhalb von 25 Stundenkilometern, besteht laut Straßenverkehrsordnung (StVO) keine Zulassungspflicht. Die Stärke der Unterstützung ist regulierbar und auf Wunsch sogar komplett ausschaltbar. Eine gesetzliche Helmpflicht besteht zwar aktuell nicht, doch das Tragen eines Helms wird unbedingt empfohlen.

VorteileNachteile
Motorunterstützung abschaltbarSchwerer als normales Rad
Normales Fahrrad laut StVOHöherer Anschaffungspreis
Gut auf Radtouren einsetzbar

S-Pedelec

Bei S-Pedelecs ist die Geschwindigkeit nicht auf 25, sondern auf 45 Stundenkilometer begrenzt. Die Fahrerin benötigt für den Betrieb eine Mofa-Prüfbescheinigung, eine entsprechende Versicherung sowie einen geeigneten Schutzhelm. Ein Führerschein Klasse AM beziehungsweise ein normaler Autoführerschein reichen aus. Vor dem Gesetz gelten S-Pedelecs wie E-Bikes auch als sogenannte Kleinkrafträder. Das Mindestalter der Fahrerin beträgt daher 16 Jahre.

Da S-Pedelecs „mehr sind“ als Fahrräder, schreibt der Gesetzgeber bestimmte Ausstattungsmerkmale vor, zu denen etwa eine Hupe, Blinker und ein Bremslicht gehören. Bei renommierten Herstellern ist aber davon auszugehen, dass alles mit an Bord ist, was die Fahrerin für den Betrieb auf deutschen Straßen benötigt. Zu beachten ist, dass S-Pedelecs weder auf Radwegen noch in reinen Fahrradstraßen fahren dürfen. Das kann den Spaß an gemeinsamen Ausflügen mit Fahrern auf anderen Rädern je nach Ausflugsziel trüben.

VorteileNachteile
Stärkere MotorunterstützungGesetzliche Vorschriften
Fahren auf Radwegen untersagt
Häufig Unterschätzung der eigenen Geschwindigkeit

Für jede Frau das passende Bike

Mittlerweile ist der Markt für E-Bikes so vielfältig, dass die Auswahl derjenigen von normalen Fahrrädern in nichts nachsteht. Egal ob Rennrad, Mountainbike oder Touren- und Stadtrad, alle sind inzwischen mit elektrischer Motorunterstützung erhältlich und auch auf die Bedürfnisse von Radfahrerinnen angepasst.

E-Mountainbike

Mountainbike - Icon

Wer gern mit dem Rad in der freien Natur unterwegs ist und dabei steile Passagen meistern möchte, ohne völlig aus der Puste zu kommen, kann mit einem E-Mountainbike glücklich werden. Breite Stollenreifen, Federelemente, Scheibenbremsen und leichte Gänge qualifizieren diese Räder für den Geländeeinsatz. Während bei Fully-E-Mountainbikes auch das Hinterrad gefedert ist, verfügen die Hardtails nur über eine Federgabel. Die robuste Machart bewährt sich ebenso im Stadtverkehr, etwa auf Kopfsteinpflaster, oder im Winter bei schwierigen Witterungsverhältnissen.

City-E-Bike

City-Bike - Icon

Die urbane Frau von heute legt den Weg zum Arbeitsplatz, zum Treffen mit Freunden oder zum Einkaufen mit dem City-E-Bike zurück. Es verfügt, den innerstädtischen Bedürfnissen angepasst, über einen herausnehmbaren Akku, Schutzbleche und eine StVO-konforme Grundausstattung. Ein Gepäckträger ist ebenfalls mit von der Partie. Komfortrahmen mit tiefem Einstieg erleichtern das Anhalten und Starten, etwa vor einer roten Ampel, ungemein. Da diese Modelle sehr beliebt sind, steht der Fahrerin eine große Modellauswahl mit teils geringen Einstiegspreisen zur Verfügung.

Trekking-E-Bike

Trekking-Bike - Icon

Trekking-E-Bikes spielen ihre Stärken insbesondere auf längeren Ausflügen aus. Gleichwohl taugen sie genauso für eine kurze Einkaufstour oder den Weg zur Arbeit, wenn dieser ohne Hilfe eines Motors zu kräftezehrend ist. Von anderen E-Bikes unterscheidet sie die längere Akkulaufzeit, ein höheres Maß an Komfort und die robuste Verarbeitung. Um für lange Touren gerüstet zu sein, bieten Trekking-E-Bikes viele Optionen, Taschen zu befestigen. Auch längere Abstecher über Wald- und Feldwege machen diesem Rad-Typ nichts aus.

XXL-E-Bike

XXL-Bike - Icon

XXL-E-Bikes sind konzipiert, um damit besonders viel Gewicht zu transportieren. Das bezieht sich nicht notwendigerweise die Fahrerin. Auch alle, die häufiger schwerere Gegenstände mit dem Rad transportieren beziehungsweise mit einem Kindersitz unterwegs sind, wird in dieser Kategorie fündig. Laufräder, Rahmen und Gabel sind auf ein besonders hohes Gewicht ausgelegt. Bis zu 200 Kilogramm lassen sich mühelos mit einem XXL-E-Bike befördern, ohne Abstriche in puncto Funktionalität oder Fahrspaß machen zu müssen.

Kompakt-E-Bike, Falt-E-Bike beziehungsweise Klapp-E-Bike

Klapprad - Icon

Räder zum Zusammenklappen sind optimal für Pendler, die einen Teil ihres Arbeitswegs mit der Bahn und den Rest mit dem Rad zurücklegen möchten. Liegt das Büro oben auf einem Hügel und es ist Ihnen nicht danach, abgekämpft und verschwitzt dort anzukommen, ist ein Falt- oder Klapp-E-Bike genau das Richtige. Falt-E-Bikes haben den Vorteil, dass sie zusammengeklappt im Zug als normale Gepäckstücke zählen und daher keine gesonderte Fahrkarte erforderlich ist.

Wichtige Aspekte beim Damen-E-Bike-Kauf

Da bei Online-Käufen die Probefahrt wegfällt, sollten Sie sich vor dem Kauf damit auseinandersetzen, ob der Verkäufer eine Testperiode anbietet und Sie das E-Bike bei Missfallen binnen einer bestimmten Zeit zurückschicken können. Schließlich ist der Kauf nur dann sinnvoll, wenn Sie sich auf dem E-Bike wohlfühlen. Welche unterschiedlichen Kriterien es neben einem guten Fahrgefühl noch gibt, sind im Folgenden aufgezählt.

Rad- und Rahmengröße

Die Größe des Rades muss zur Fahrerin passen, um ein bequemes und sicheres Fahren zu gewährleisten. Modelle für kleine Fahrerinnen haben oft 26-Zoll-Räder, bei größeren Rahmen kommen 28-Zoll-Räder zum Einsatz. Jedes E-Bike-Modell gibt es in mindestens drei, wenn nicht sogar fünf unterschiedlichen Rahmengrößen, um alle Bedürfnisse abzudecken.

Maximal zugelassenes Gesamtgewicht

Setzt die Radlerin das E-Bike für den Transport schwerer Gegenstände ein oder bringt sie selbst ein höheres Gewicht auf die Waage, ist die maximale Belastbarkeit vor dem Kauf zu beachten. Auf Nummer sicher geht die Käuferin mit einem XXL-E-Bike, bei dem das zugelassene Gesamtgewicht 200 Kilogramm beträgt.

Eigengewicht

Beim Kauf von E-Bikes wird in der Regel kein Gewichtsfetischismus betrieben, wie es ihn beispielsweise im Rennradbereich gibt. E-Bikes sind aufgrund des Motors deutlich schwerer als andere Räder: Ihr Gewicht liegt meist im Bereich von 25 bis 30 Kilogramm. Allenfalls wenn das Rad oft getragen wird, ist das Eigengewicht ein bedeutender Faktor.

Schaltung

Nahaufnahme von Schaltung am Rad

Man unterscheidet die beiden Varianten Naben- und Kettenschaltung. Eine Nabenschaltung hat meist weniger Gänge zur Auswahl, reicht für Fahrten in der Stadt oder leicht hügeligen Strecken aber absolut aus. Nur für Fahrten in anspruchsvollerem Gelände ist eine Kettenschaltung vorzuziehen, die eine größere Bandbreite an Gängen bietet. Sowohl langsameres als auch schnelleres Fahren ist damit möglich.

Spielt die Platzierung des Motors beim E-Bike-Kauf eine Rolle?

Im Grunde gibt es bei Damen-E-Bikes zwei unterschiedliche Antriebsarten: entweder einen Nabenmotor, der in der Vorder- oder Hinterradnabe eingebaut ist, oder einen Mittelmotor am Tretlager. Der Frontmotor an der Vordernabe wird mittlerweile kaum noch verbaut, da das hohe Gewicht in Kurven ein Sicherheitsrisiko darstellt und oft zum Ausbrechen des Rades führt. Das ist bei einem Heckmotor weniger problematisch. Er findet sich oft in sportlichen Damen-E-Bikes. Am weitesten verbreitet ist der Tretlagermotor. Die Motoreinheit ist in der Mitte des Rades sicher platziert und der Schwerpunkt des Rades ändert sich dadurch nicht. Für alle Arten von Motoren gilt, dass sie die Leistungsgrenze von 250 Watt nicht überschreiten dürfen, da das Rad sonst kein Pedelec mehr ist und damit zulassungspflichtig wird.

Akku

Ein wichtiger Aspekt des Akkus ist seine Kapazität. Je höher diese ist, desto länger kann die Radlerin mit dem E-Bike unterwegs sein. Die Angabe erfolgt meist in Wattstunden (Wh), seltener in Amperestunden (Ah) und Volt (V), die miteinander multipliziert Wattstunden ergeben. Für gewöhnlich beträgt die Kapazität zwischen 300 und 600 Wattstunden.

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Das Produktdatenblatt gibt meist auch die Reichweite des Akkus in Kilometern oder Stunden an; diese kann je nach Fahrstil sehr unterschiedlich ausfallen. Für die tatsächliche Laufzeit sind ebenfalls Faktoren wie Wind und Wetter entscheidend. Eine Ladeanzeige gibt an, wie es um die noch vorhandenen Energiereserven bestellt ist. Sollte der Akku einmal schneller leer sein als gedacht, kommt die Radlerin zwar immer noch nach Hause, sie muss das E-Bike dann aber allein mit Pedalkraft bewegen.

Die Ladezeit hängt meist mit der Kapazität zusammen: Je mehr der Akku speichern kann, desto länger muss er in der Regel geladen werden. Die heutigen Lithium-Ionen-Akkus haben eine sehr lange Lebensdauer von 7.000 bis 10.000 Ladezyklen. Da ein kompletter Ladezyklus etwa eine Reichweite von 80 Kilometern bedeutet, wäre ein Akkutausch erst nach 60.000 bis 80.000 Kilometern notwendig.

Bremsen

Bremssysteme gibt es in der herkömmlichen Ausführung mit Felgenbremsen, bei denen Gummis von beiden Seiten auf die Felge drücken, um das Rad zu stoppen. Auf dem Vormarsch ist jedoch die Scheibenbremse, die es in einer mechanischen und einer deutlich stärker bremsenden hydraulischen Ausführung gibt. Insbesondere bei Nässe ist die Bremswirkung von Scheibenbremsen der herkömmlichen Felgenbremse überlegen.

Sonstige Ausstattungsmerkmale

Der „Hauptbestandteil“ eines Fahrrads ist der Rahmen – das ist bei einem Damen-E-Bike nicht anders. In den meisten Fällen besteht er aus robustem Aluminium, nur teure Räder sind aus Carbon gefertigt, das leichter und steifer ist. Schutzbleche gehören außer bei MTBs immer zur Serienausstattung und sind für den alltäglichen Gebrauch unverzichtbar. Eine Lichtanlage ist für die StVO-Zulassung ohnehin unumgänglich. Mittels Gepäckträger können Einkäufe und zusätzliche Taschen sicher verstaut werden. Ein Rückspiegel ist bei S-Pedelecs Pflicht, bei normalen Damen-E-Bikes ist er nicht vorgeschrieben. Gerade beim Fahren im Stadtverkehr ist darauf zu achten, dass er die Breite des Rades mitunter erhöht.

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Reflektoren an den Speichen und Pedalen erhöhen die Sicherheit bei Dunkelheit und sind ebenfalls nach StVO obligatorisch. Eine Anfahrhilfe setzt das E-Bike ohne Treten mit Schrittgeschwindigkeit in Bewegung und ist besonders im Stadtverkehr hilfreich. Auch beim Schieben an Steigungen oder immer dann, wenn die Nutzerin vom beladenen Rad in der Fußgängerzone absteigen muss, kann sie sehr nützlich sein.

Auf dem LC-Display sind wichtige Fahrdaten abzulesen. Dieses kann je nach Ausführung die Funktionalität eines Radcomputers übernehmen und Geschwindigkeit sowie zurückgelegte Kilometer anzeigen. Höherwertige Modelle bieten mehr Funktionen an, mitunter sogar eine Routennavigation.

In welchen Preisklassen sind Damen-E-Bikes erhältlich?

Günstige Damen-E-Bikes sind ab etwa 700 Euro zu kaufen. Bei den bekannteren Marken beginnt die Produktpalette preislich bei etwa 1.000 Euro, häufig sogar etwas darüber. Im Premiumsegment kann ein Damen-E-Bike durchaus 3.000 bis 4.000 Euro kosten; es bietet dann aber eine dem Preis entsprechende höherwertige Ausstattung. Es gibt auch Arbeitgeber, die den Gesundheitsaspekt der E-Bike-Nutzung fördern möchten und die Anschaffung eines solchen Fahrrads mit Motorunterstützung mitfinanzieren.

Weiterführende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich. Wir haben die Damen-E-Bikes nicht selbst getestet.

Die Stiftung Warentest führte zuletzt 2020 einen ausführlichen Test zum Thema E-Bike durch. Insgesamt zwölf Pedelec-Modelle gelangten in die Testauswahl. Da der Fahrkomfort im Vordergrund stehen sollte, verfügen alle Modelle über einen tiefen Einstieg. Im Fachjargon spricht man auch von einem Wave-Rahmen. Ganz oben auf dem Podium landete mit der Note 1,7 und somit dem Testurteil „sehr gut“ das Modell KTM Macina Tour 510. Der deutliche Vorsprung im Testfeld kommt durch die sehr guten Fahreigenschaften zustande. Außerdem lobten die Tester Haltbarkeit und Sicherheit dieses E-Bikes. Der zuverlässige Antrieb und die erfolgreiche Prüfung auf Schadstoffe runden das positive Bild ab.

Auf dem zweiten Platz („gut“ mit der Note 2,3) landete das Stevens E-Courier PT5. Die Fahreigenschaften konnten die Tester durchweg überzeugen. Auch der Antrieb des Stevens sammelte Pluspunkte. Zudem hinterließ das Rad einen rundum sicheren Eindruck und bestand ebenfalls die Schadstoffprüfung. Die Handhabung befanden die Tester allerdings als verbesserungsbedürftig und bewerteten sie daher lediglich mit einem „ausreichend“. Platz drei im Test sicherten sich zwei E-Bikes mit der Gesamtnote „gut“ und einem Notendurchschnitt von 2,4, und zwar das Pegasus Premio Evo 10 sowie das Raleigh Kent 9.

Obwohl das Gros des Testfeldes aus Rädern zu Preisen von gut 2.000 bis 3.500 Euro bestand, wiesen laut Stiftung Warentest einige Räder erhebliche Mängel auf. Teilweise waren die Rahmen nicht stabil genug, die Akkus enthielten Schadstoffe oder es ging sogar eine Brandgefahr von ihnen aus.

Eine zusätzlich zum Test durchgeführte Umfrage der Stiftung Warentest ergab, dass die Beliebtheit von E-Bikes in der Bevölkerung deutlich steigt. Offenbar bringt die Motorunterstützung viele Menschen, die sich sonst nicht fit genug fühlen, dazu, aufs Rad zu steigen. Bei gemeinsamen Familienausflügen hilft der Motor außerdem, eventuell vorhandene Leistungsunterschiede auszugleichen.