4K-Blu-Ray-Player-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

  • Das Wichtigste in Kürze:
  • 4K-Blu-Ray-Player ermöglichen die ultrascharfe und kontrastreiche Wiedergabe von Filmen.
  • Um den Player optimal zu nutzen, benötigen Sie ein 4K-Fernsehgerät, dass die gesendeten Bildinformationen optimal verarbeiten kann, sowie ein Premium-Highspeed-HDMI-Kabel.
  • Auch reguläre Blu-Ray-Discs, DVDs und andere Formate lassen sich abspielen.
  • Bei Bild-, Video- und Audio-Formaten sollten Sie auf die Kompatibilität achten, viele Geräte spielen nur einige wenige Media-Formate ab.
  • Ein übersichtliches und verständliches Menü erleichtert die Bedienung, die wichtigsten Funktionen sollten mittels Fernbedienung oder App einfach zu steuern sein.

Filme in bester Qualität

Obwohl Video-Streaming-Dienste immer beliebter werden, ersetzen sie bei weitem noch nicht das heimische Abspielgerät. Mit einem Blu-Ray-Player müssen Sie sich nie Sorgen machen, dass Ihr Film oder Ihre Serie mittendrin ruckelt oder stoppt, weil die Internetverbindung versagt. Auch die Bildqualität ist unabhängig von der Leistungsfähigkeit Ihrer Internetverbindung. Sie wird durch die Blu-Ray-Disc und das Abspielgerät vorgegeben. Sie haben die Wahl zwischen einem regulären Blu-Ray-Player mit Full-HD-Auflösung und einem 4K-Blu-Ray-Player mit UHD (Ultra High Definition).

Die Bezeichnung „4K“ entstammt der Kinoproduktion und beschreibt eine Auflösung von 4.096 x 2.160 Pixeln, „2K“ entspricht in der Kino-Branche einer Auflösung von 2.048 x 1.080 Pixeln. Im TV-Bereich etablierte sich eine andere Skalierung. Demnach entspricht eine 4K-Bildauflösung im alltäglichen Gebrauch 3.860 x 2.160 Pixeln; mit der alternativen Bezeichnung UHD stellt diese Auflösung eine Weiterentwicklung des vorherigen Standards Full-HD, mit der herkömmliche Blu-Ray-Discs arbeiten, dar. Dieses Videoformat, auch 2K genannt, arbeitet mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln. UHD hat demnach viermal so viele Pixel wie Full HD: 8,29 Millionen anstelle von 2,07 Millionen zeigt einen deutlichen Gewinn an Bildqualität.

8K-Auflösung

Inzwischen bieten Hersteller wie Samsung, Sony und LG TV-Geräte mit 8K an. Das entspricht einer Auflösung von 7.680 x 4.320 Pixeln, was 33 Millionen Pixel ergibt. Allerdings existieren noch nicht genügend Inhalte und Abspielgeräte, die dieses Format unterstützen. Der aktuelle Standard ist also weiterhin 4K.

Die Eigenschaften von 4K-Blu-Ray-Playern

Nicht nur mit der hohen Auflösung von 3.860 x 2.160 Pixeln punkten 4K-Blu-Ray-Player, sondern auch mit sehr hohen Kontrasten und der Möglichkeit bis zu einer Milliarde Farben darzustellen. Sie kommen somit in den Genuss ultrascharfer Filme, die noch brillanter und lebhafter wirken. Für Cineasten ist ein UHD-Gerät im Heimkino nicht wegzudenken. Die höhere Auflösung bietet vor allem bei sehr großen Fernsehern beziehungsweise einem geringen Abstand zum Bildschirm einen deutlich sichtbaren Zugewinn an Bildqualität, während der höhere Kontrastumfang und die größere Farbtiefe unabhängig davon einen merklichen Unterschied machen.

HDR: Ohne geht es nicht

4K-Blu-Ray-Player setzen für mehr darstellbare Farben und hohe Kontraste auf HDR („High Dynamic Range”). HDR stellt Bilder im TV aufgrund seiner Kombination von Farbspektrum, Helligkeit und Kontrast deutlich realistischer dar. Die gigantische Farbpalette wird detailliert abgestuft, sodass HDR selbst Schwarz und Weiß intensiv wiedergibt. Mit HDR-Geräten lassen sich auch Szenen im Schatten bei tiefstehender Sonne erkennen, ohne dass der Himmel überstrahlt wirkt. Im Gegensatz zu SDR („Standard Dynamic Range“) verwenden Fernseher mit HDR für diesen Kontrast eine drei bis fünfmal so hohe Maximalhelligkeit.

Bei HDR lässt sich zwischen statischem und dynamischen HDR unterscheiden. Statisches HDR ist der Kontrast, den ein Fernsehgerät innerhalb eines Bildes erreichen kann. Dynamischer Kontrast beschreibt den Unterschied zwischen dem dunkelsten Wert in einem Bild und dem hellstem in einem anderen, sodass sich die Helligkeit jeder einzelnen Szene anpassen lässt.

Für die dynamische HDR-Erweiterung gibt es keinen etablierten Standard; stattdessen konkurrieren Dolby Vision und HDR10+ miteinander. HDR10+ wurde von Samsung und Amazon Video entwickelt und wird von vielen anderen Firmen unterstützt. Dazu zählen unter anderem:

  • 20th Century Fox
  • Panasonic sowie seit 2019
  • Philips und
  • Sony.

UHD-Blu-Ray-Player mit dynamischem HDR verwenden entweder eines der beiden, manchmal auch beide. Das von Dolby Laboratories erfundene Dolby-Vision-Verfahren finden Sie beispielsweise bei:

  • LG
  • Sony
  • Philips
  • Panasonic und
  • TLC.
Was noch wichtig ist
Frau vor Fernseher

Damit Sie das Beste aus Ihrem 4K-Blu-Ray-Player herausholen können, müssen Player und Fernseher dasselbe Format unterstützen. Prinzipiell können Sie den UHD-Player auch mit einem Fernseher mit niedriger Auflösung einsetzen; allerdings wird in diesem Fall nicht die volle 4K-Auflösung dargestellt. Die UHD Alliance entwarf das Logo „Ultra HD Premium“, um die Fernsehgeräte, die HDR in vollem Umfang darstellen können, zu kennzeichnen. Der HDR-Standard des Fernsehers muss ebenfalls mit dem des 4K-Blu-Ray-Players übereinstimmen

Auch der Anschluss ist ein wichtiges Kaufkriterium. Für 4K-Blu-Ray-Player empfiehlt sich ein HDMI Kabel mit einer Bildwiederholungsrate von 60 Hertz und einer Bandbreite von 18 Gigabyte pro Sekunde. Sie erkennen es am Premium-Highspeed-HDMI-Label auf der Verpackung. Während ein Highspeed-HDMI-Kabel ohne Premium-Label ebenfalls UHD-kompatibel ist, ist die Bildwiederholungsrate mit 30 Hertz bei einer Bandbreite von ungefähr zehn Gigabyte pro Sekunde jedoch deutlich geringer, sodass weniger Bildinformationen an den Fernseher übertragen werden. Mit einem Premium-Highspeed-HDMI-Kabel genießen Sie alle Vorzüge von 4K-Filmen, beispielsweise den erweiterten Farbraum, mit einem Highspeed-HDMI-Kabel müssen Sie mit Verlusten beim Signaltransport rechnen.

Lohnt sich ein 4K-Blu-Ray-Player für mich?

Wenn Sie schon einen 4K-Fernseher in Ihrem Wohnzimmer stehen haben, ist ein passendes Abspielgerät die ideale Ergänzung. Da ein 4K-Blu-Ray-Player abwärtskompatibel ist, lassen sich auch normale Blu-Ray-Discs oder alte DVDs problemlos abspielen. Sie benötigen somit nicht mehrere Geräte zugleich. UHD-Player sind eine gute Möglichkeit, das volle Potenzial des 4K-Fernsehers auszuschöpfen. Zwar ist die Auswahl an UHD-Blue-Ray-Discs im Vergleich zu regulären Blue-Ray-Discs noch überschaubar, da die Zahl jedoch stetig steigt, stellt ein 4K-Blu-Ray-Player eine Investition für die Zukunft dar.

Wenn Sie keinen 4K-Fernseher besitzen und auch in nächster Zeit keinen anschaffen möchten, lohnt sich ein 4K-Blu-Ray-Player nicht unbedingt. Kaufen Sie einen UHD-Player in Verbindung mit einem neuen 4K-Fernseher, können Sie wiederum beide Geräte aufeinander abstimmen.

VorteileNachteile
Bildauflösung von 3.860 x 2.160 Pixeln4K-Fernseher für optimale Ergebnisse nötig
HDR: Hohe Kontraste und bessere FarbdarstellungBei größerem Sitzabstand fällt die Verbesserung kaum auf
Abwärtskompatibel: Spielt auch Blu-Rays und DVDs abTeurer als reguläre Blu-Ray Player

Worauf Sie beim Kauf achten müssen

4k Blue Ray im Heimkino

Dass Sie ein Fernsehgerät mit 4K-Auflösung benötigen, um die Vorzüge eines 4K-Blu-Ray-Players zu genießen, haben wir schon beschrieben. Möchten Sie nun mit einem 4K-Zuspieler beim Schauen Ihrer Lieblingsfilme jedes noch so kleine Teil erkennen, sollten Sie zunächst eine Bestandsaufnahme machen. Was sind die Eigenschaften Ihres TVs und welche Anschlüsse hat er? Wenn Sie einen AV- Receiver in einem Heimkino Setup verwenden, ist wichtig, dass er UHD- und HDR-tauglich ist, da es sonst zu Einbußen bei der Bildqualität kommt. Wenn der Receiver nicht kompatibel ist, müssen sie den 4K-Blu-Ray-Player und das Fernsehgerät direkt miteinander verbinden. Dadurch wird der Ton jedoch über die internen Lautsprecher des TVs ausgegeben wird statt über die an die AV-Receiver angeschlossenen Lautsprecher.

Anschlüsse für jeden Bedarf

4K-Blu-Ray-Player schließen Sie mit einem Highspeed-HDMI-Kabel, bestenfalls mit Premium-Label, an den TV oder an den UHD-kompatiblen AV-Receiver an. Ist der Receiver nicht kompatibel, sollten Sie auf einen zweiten HDMI-Anschluss achten. So lässt sich der Zuspieler mit dem Fernseher und dem Receiver verbinden, letzterer erhält dann ausschließlich den Ton der Disc. Einige Heimkino-Anlagen besitzen keinen HDMI-Anschluss, achten Sie in diesem Fall auf einen digitalen Tonausgang am Player, so können Sie den 4K-Blu-Ray-Player trotzdem mit der Heimkino-Anlage nutzen. Jedoch schränkt dieser Tonausgang die Tonqualität ein. Immersiver Sound ist nur durch die Verbindung mittels HDMI möglich.

Auch eine Internetverbindung lässt sich mit einem 4K-Blu-Ray-Player aufbauen; bei den meisten Geräten findet das ausschließlich mit einem LAN-Anschluss statt. Einige Geräte sind auch mit WLAN ausgestattet, sie sind jedoch in höheren Preisklassen angesiedelt.

Ein USB-Port ist sehr praktisch, wenn Sie verschiedene Bilder, Videos oder Audios von externen Festplatten oder USB-Sticks am Fernseher ausgeben möchten.

Rueckseite eines Blu-Ray-Players
Über diese Anschlüsse sollten 4K-Blu-Ray-Player verfügen.

Kompatible Wiedergabemedien

Im Allgemeinen sind 4K-Blu-Ray-Player abwärtskompatibel. Das heißt: Reguläre Blu-Ray Discs, DVDs sowie Audio-CDs lassen sich problemlos abspielen. Allerdings ist das Abspielen von 3D-Blu-Rays nicht zwangsläufig möglich. Wenn Sie also eine größere Anzahl an 3D-Blu-Rays in ihrer Sammlung haben oder sich in Zukunft 3D-Filme kaufen möchten, brauchen Sie einen UHD-Player, der sie auch abspielt. So ein Gerät ist meist nicht teurer als ein UHD-Blu-Ray-Player ohne diese Funktion.

Wer den USB-Anschluss für das Abspielen von Bildern, Videos und Audiodateien nutzen möchte, sollte darauf achten, dass das Gerät eine große Anzahl an Formaten, etwa MOV, MP3, MP4 oder JPEG, abspielen kann

Die Bildqualität: 4K-Upscaling und HDR

Im Bereich der Bildqualität verwenden 4K-Blu-Ray-Player oft einen Trick, um die Auflösung von regulären Blu-Rays zu verbessern: Upscaling. Ein im Gerät verbauter Upscaler verwendet dazu die Interpolationstechnik. Legen Sie eine Full-HD-Disc in einen UHD-Player, errechnet der Upscaler aus den einzelnen Pixeln passende zusätzliche Bildpunkte und setzt Sie in den fehlenden Raum. Aus zwei Millionen Pixeln ergeben sich demnach über acht Millionen Pixel. Die Bildauflösung verbessert sich dadurch merklich die Bildqualität von 4K-Filmen erreicht sie allerdings nicht. Nicht jeder 4K-Blu-Ray-Player mit einer Upscaling-Funktion ist in der Lage auch DVDs mit 720 x 576 Pixeln auf 4K hochzurechnen. Falls Sie eine große Sammlung mit DVDs und Blu-Rays besitzen, empfiehlt es sich die Upscaling-Funktion genauer unter die Lupe zu nehmen.

Upscaling-Prinzip
So funktioniert Upscaling mit einem 4K-Blu-Ray-Player.

Wie bei den Fernsehgeräten besteht auch bei den 4K-Blu-Ray-Discs keine Einheitlichkeit bezüglich der HDR-Technologie: Manche nutzen ausschließlich eines der beiden dynamischen Verfahren und manche Discs codieren die Informationen in HDR10+ und Dolby Vision. Hinsichtlich der bestmöglichen Wiedergabe Ihrer Lieblingsfilme sind Sie also eingeschränkt, wenn Ihre Geräte nur mit einem der beiden Verfahren arbeiten. Die Wiedergabe ist zwar möglich, jedoch im statischen HDR10.

Sofern Sie also jede UHD-Disc durchgehend in bestmöglicher Bildqualität genießen möchten, empfehlen sich ein TV-Gerät und ein 4K-Blu-Ray-Player, die mit beiden dynamischen HDR-Verfahren kompatibel sind. Das sind beispielsweise neuere Modelle von Panasonic. In der Regel genügt es jedoch, wenn Sie sich nach Ihrem vorhandenen Setup richten.

Smart oder nicht?

Oftmals bieten 4K-Blu-ray-Player vorinstallierte Apps sowie die Option solche herunterzuladen. Somit lassen sich Streaming-Dienste wie Netflix problemlos über den Zuspieler abrufen. Besitzen Sie jedoch einen Smart TV oder Streaming Sticks wie Amazons Fire TV Stick 4K oder Googles Chromcast, müssen Sie keinen großen Wert auf mögliche Apps legen. Apps für den Blue-Ray-Player benötigen Sie nur, wenn Ihr Fernsehgerät selbst keine oder wenig Apps hatoder Sie keine externe Streaming-Lösung verwenden.

Wichtiger: Die Bedienung

Ein übersichtliches und verständliches Menü vereinfacht die Einstellung des Players und die Anpassung an die gewünschten Wiedergabemedien. Eine sogenannte Last-Scene-Memory-Funktion erlaubt es Ihnen, den Film nach Unterbrechungen an der richtigen Stelle weiterzuspielen. Damit entfällt die Suche nach der Szene in der Kapitelübersicht. Die Fernbedienung sollte so konstruiert sein, dass Sie alle wichtigen Funktionen mit wenigen Klicks steuern können. Dazu gehört eine intuitive Anordnung der Tasten sowie eine eindeutige Beschriftung. Einige höherpreisige Modelle erlauben die Bedienung des 4K-Blu-Ray-Players mit Hilfe einer Smartphone-App, was zusätzlichen Komfort ermöglicht, jedoch nicht zwingend notwendig ist.

Spielekonsolen als Alternative?

Wer eine Xbox One S oder X besitzt, kann mit diesen Konsolen UHD-Blu-Ray-Discs abspielen. Allerdings bieten die Geräte keine dynamischen HDR-Verfahren. Ein Normalverbraucher, der eine der beiden Konsolen besitzt, kann somit Geld sparen; Cineasten hingegen sollten einen separaten 4K-Blu-Ray-Player mit mehr Möglichkeiten kaufen.

Einige grundlegende Begriffe

Bei der Suche nach dem passenden 4K-Blu-Ray-Playern sind Sie womöglich auf einige Begriffe gestoßen, die Ihnen zunächst unbekannt waren. Immerhin ist die Entertainment-Industrie ständig im Wandel und bringt neue technische Errungenschaften hervor. Die Kenntnis einiger Grundbegriffe hilft Ihnen, die einzelnen Modelle und Neuerungen abzuwägen, auch im Bereich von UHD-Playern.

4K/Ultra-HD

Im alltäglichen Sprachgebrauch bezeichnen 4K, Ultra-HD sowie UHD das gleiche: einen von der Fernsehindustrie etablierten Bildauflösungsstandard von 3.860 x 2.160 Pixeln. Damit besitzt diese Auflösung die vierfache Pixelmenge des vorherigen Standards Full-HD (2K) mit dessen 1.920 x 1.080 Pixeln. In der Kinoproduktion, aus der die Bezeichnungen „4K“ sowie die des vorherigen Standards „2K“ stammen, sind es 4.096 x 2.160 Pixel zu 2.048 x 1.080 Pixel.

ARC und eArc

4k Blue Ray Player Bedienfeld

ARC steht für Audio Return Channel und ist ein Feature der HDMI-Schnittstelle. Er verbessert die Kommunikation zwischen dem Fernseher und der angeschlossenen Audio-Hardware. Sie benötigen kein Datenkabel, um den optimalen Klang zu erreichen. Der eARC (Enhanced Audio Return Channel) ist eine Weiterentwicklung von ARC mit einer größeren Bandbreite, sodass auch Formate wie etwa Dolby Atmos übertragen werden können. Der Channel ist fester Bestandteil von HDMI 2.1.

Bildpunkte

Besser bekannt unter dem Namen Pixel stellen sie die kleinste Einheit auf dem Display Panel dar. Je höher die Anzahl an Pixel, desto detailreicher, feiner und schärfer ist in der Regel das Bild.

Bildwiederholfrequenz

Die Bildwiederholfrequenz gibt in der Einheit Hertz an, wie oft ein Display das dargestellte Bild wechseln kann. Sie wird auch Bildwechselfrequenz oder Frame Rate genannt. Eine schnelle Bildwiederholung ist notwendig, damit das Auge die Bilder als kontinuierliche Bewegung wahrnimmt. Je höher also die Frequenz ist, desto flüssiger ist die Darstellung.

HFR (High Frame Rate) ermöglicht eine höhere Bildrate pro Sekunde. Wurden Filme zuvor mit 24 Bildern pro Sekunde dargestellt, ermöglicht HFR 48 Bilder pro Sekunde in Full-HD sowie bis zu 100 Bildern pro Sekunde in Ultra HD. Mit dieser Technik lassen sich auch schnelle Bewegungsabläufe in Filmen detailliert und realistisch darstellen.

Candela und Nit

Candela pro Quadratmeter und Nit beschreiben die Leuchtkraft des Fernsehgeräts. Je höher die Werte, desto heller sind die Bilder.

Dolby Digital/ DTS

Dolby Digital und DTC beschreiben zwei konkurrierende Ton-Systeme, die in verschiedenen Ausführungen in Kinos und auf DVDs sowie Blu-Ray Discs Verwendung finden. Für HD-Medien entwickelte Dolby beispielsweise Dolby TrueHD, während DTS das DTS-HD Master Audio schuf. 3D Sound, also immersiven Sound, erreichen die beiden Anbieter mit Dolby Atmos und DTS:X. Diese Tonformate lassen sich auch mit 4K kompatiblen Geräten wiedergeben.

SDR und HDR

SDR (Standard Dynamic Range) beschreibt einen Kontrast mit 256 Varianten der Grundfarben Rot, Grün und Blau. Ein konventionelles TV-Gerät stellt damit 16,7 Millionen Farben dar. HDR (High Dynamic Range) ermöglicht 1.024 Abstufungen jeder Grundfarbe und damit über eine Milliarde Farben. Statisches HDR gibt den gesamten Film mit gleichbleibenden Parametern hinsichtlich Helligkeit und Farbdarstellung wieder, während dynamisches HDR die Parameter an jede einzelne Szene anpasst.

Weiterführende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich von 4K-Blu-Ray-Playern. Wir haben die vorgestellten Produkte keinem Test unterzogen.

Die Stiftung Warentest führte bisher keinen umfangreichen Test von 4K-Blu-Ray-Playern durch, jedoch testeten die Redakteure im Jahr 2016 je ein Gerät von Samsung und Panasonic. Am DMP-UB900EGK von Panasonic gefielen den Testern insbesondere die sehr gute Bildqualität, die große Anzahl an Anschlüssen sowie die Anzeige am Gerät. Zudem punktete das Gerät mit vielen Informationen und Einstellmöglichkeiten; allerdings spielte es nicht so viele Formate ab, wie der Konkurrent von Samsung. Das UBD-K8500/EN von Samsung hingegen spielte alle zu dem Zeitpunkt des Tests gängigen Formate ab und lieferte sie in einer sehr guten Bildqualität. Allerdings beschränkte sich dieser Player auf wenige Informationen und Einstellungsmöglichkeiten. Eine Geräteanzeige und eine Bedienungsanleitung fehlten ebenfalls.

Die Redakteure vom PC-Magazin erstellten eine Bestenliste ihrer im Labor getesteten 4K-Blu-Ray-Player. Testsieger war der Panasonic DP-UB9004, der die Tester mit seiner Bild- und Audioqualität begeisterte. Das Gerät unterstützte zudem Dolby Vision und HDR10+, auch aus Streaming Diensten wie Netflix und Amazon Prime Video. Den zweiten Platz in der Bestenliste übernahm der Pioneer UDP-LX800. Dieses High-End Modell überzeugte die Tester mit hoher Bildqualität sowie exzellentem Klang. Des Weiteren ließen sich SACD (Super Audio CD) und DVD-A(DVD-Audio) abspielen. Allerdings unterstützte das Gerät ausschließlich Dolby Vision.

Die Redaktion von Alles Beste testete 16 4K-Blu-Ray-Player. Der Testsieger und zugleich Preis-Leistungs-Sieger in diesem Vergleich war der Panasonic DP-UB824. Das Gerät überzeugte durch einen hohen Bedienkomfort, einer guten Ausstattung sowie der Wiedergabe aller HDR-Formate. Den Testern zufolge ist der UHD-Player das leistungsstärkste Gerät in seiner Preisklasse. Für Cineasten empfahlen die Testredakteure den Oberklasse-UHD-Player UBP-X1100ES von Sony, das mit einer sehr guten Bild- und Tonqualität und einer üppigen Ausstattung gefiel. Die wichtigsten unterstützten Formate waren Dolby Vision, sowie die 3D-Tonformate Dolby Atmos und DTS:X; allerdings ließ sich keine HDR10+-Unterstützung feststellten. Der Testsieger vom PC-Magazin, der Panasonic DP-UB9004, stellte bei dem Vergleich von Alles Beste die Empfehlung für diejenigen dar, für die der Preis kein relevantes Kaufkriterium ist. Die Testredakteure sahen das Gerät als Referenz an: Der 4K-Blu-Ray-Player war außerordentlich hochwertig verarbeitet, hervorragend ausgestattet und ermöglichte die beste Wiedergabe von UHD und HDR.

Tatjana Tomic

Tatjana Tomic

24.11.2020