10-Zoll-Tablet-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

  • Das Wichtigste in Kürze
  • Aufgrund ihrer mittleren Größe (Bilddiagonale von rund 25 Zentimetern) sind 10-Zoll-Tablets gut für Multimedia-Nutzung wie Filme schauen, Gaming oder Lesen geeignet.
  • Zusammen mit einer Tastatur eignen sich Tablets in 10-Zoll-Größe für Textarbeit und können damit auch ein kleines Notebook ersetzen.
  • Da die Optionen für Speicherweiterungen und die Schnittstellen bei Tablet sehr begrenzt sind, sollte sich der User vor dem Kauf mit diesen Details auseinandersetzen und beim Produktvergleich besonders auf die Ausstattung achten.
  • Ein 10-Zoll-Tablet mit Android-Betriebssystem ist eine Empfehlung, wenn das Tablet vorwiegend für Multimedia-Zwecke genutzt wird. Für den Business-Einsatz sollte es besser ein iPad oder ein Tablet mit Windows sein.
  • Tablets bietet kaum Möglichkeiten, um Arbeitsspeicher zu erweitern. Beim Kauf eines 10-Zoll-Tablets empfiehlt es sich, zu einem Gerät mit viel Arbeitsspeicher zu greifen

Was zeichnet ein 10-Zoll-Tablet aus?

Mit einem 10-Zoll-Tablet holen sich Käufer eine funktionale Mischung aus Notebook und Smartphone ins Haus. Abhängig vom Einsatzzweck kann ein solches Tablet das Notebook auch komplett ersetzen. Wir widmen uns in diesem Artikel der Frage, was ein gutes Tablet in dieser Größenklasse überhaupt auszeichnet und welche technischen Eigenschaften für die Kaufentscheidung wichtig sind.

Im Prinzip ist ein Tablet eine Art Computer, dessen Bedienung jedoch vorrangig mit den Fingern erfolgt (und nicht über Tastatur und Maus oder Touchpad). Viele dieser Geräte sind auch mit Stiften kompatibel, mit denen Käufer direkt auf dem Touchscreen-Bildschirm schreiben und zeichnen können. In der Regel sind Tablets recht leicht und dünn und damit sehr mobil, sodass sie problemlos von A nach B transportiert werden können. Aus den knapp bemessenen Dimensionen ergeben sich jedoch auch einige Nachteile: Beispielsweise handelt es sich häufig um weniger leistungsstarke Hardware als etwa in einem Notebook mit einer vergleichbaren Ausstattung. Außerdem bieten diese Geräte weniger Anschlüsse, und viele Tablets besitzen zum Beispiel gar keinen USB-Port. Dies schränkt die möglichen Anwendungsfälle ein.

Anwendungsfälle für ein Tablet

Typische Consumer-Tablets dienen vor allem der Nutzung von Multimedia & Internet. Das heißt, dass hier Bereiche wie YouTube, soziale Netzwerke, Bilder, Videos, Musik und Ähnliches im Vordergrund stehen.

Mann schaut auf Tablet

Dies ist auch der Natur der Geräte selbst geschuldet: Im mittleren Preisbereich gibt es zum Beispiel viele Tablets, die weder mit Stiften noch mit Tastaturen kompatibel sind und die mit Android auch gar kein Betriebssystem haben, das auf produktive Aufgaben ausgelegt ist. Daher kaufen viele Menschen ihre Tablets vor allem als Unterhaltungs- und Internetgerät, auf dem hauptsächlich einige Apps und der Internetbrowser zum Einsatz kommen.

Modelle wie das iPad Pro und einige teurere Android-Geräte sowie Tablets mit Windows 10 machen jedoch auch echtes Arbeiten am Tablet möglich. Stift, anschließbare Tastaturen sowie Bluetooth für die Verbindung mit einer externen Maus liefern dafür das notwendige Equipment. Falls die Arbeit mit einem Tablet genauso gut gelingt wie mit einem Notebook, kann der Anwender auf einen erheblichen Mobilitätsvorteil durch das geringe Gewicht und die kompakten Abmessungen zählen. Im Prinzip handelt es sich bei Tablets also um eine kleine „Allzweckwaffe“, die sehr viele Aufgaben erledigen kann, aber nur in wenigen Bereichen wirklich brilliert.

ProKontra
Sehr kompakt und leicht und damit transportabelIm Vergleich zum Notebook eingeschränkte Funktionalität
Genügend Leistung für viele alltägliche AufgabenHäufig recht wenige Anschlüsse
Ansprechender Hybrid aus Smartphone und Notebook
Sehr gutes Instrument zum Zeichnen (in Verbindung mit einem Stift)
Viel Zubehör auf dem Markt vorhanden

Perfektes Bild: das Display

Das Display ist bei jedem Tablet, unabhängig von seiner Größe, die wichtigste äußerliche Komponente. Nutzer bedienen damit das Gerät und empfangen gleichzeitig Informationen. Umso mehr Aufmerksamkeit sollte der Nutzer beim Vergleich der Angebote einem Display beimessen, das wirklich hervorragend ist. Klären wir zuerst einige Fakten, die Käufern beim Technik-Check immer wieder begegnen:

Wie groß sind 10 Zoll?

Um die Größenangabe in hierzulande übliche Zentimeter umzuwandeln, wird der Wert einfach mit 2,54 multipliziert. Im Fall der Tablets mit 10-Zoll-Display wären dies also (10 x 2,54) gleich 25,4 Zentimeter. Mit einem Lineal in der Hand ist es dann relativ einfach, sich die Größe des Tablets vorzustellen. Als Faustregel gilt: Je größer das Tablet, desto schlechter liegt es natürlich in der Hand, da sowohl das Gewicht als auch die Abmessungen steigen. Gleichzeitig wirken bestimmte Inhalte wie Bilder oder Videos auf großen Displays aber imposanter, und die Arbeit wird auf größeren Modellen drastisch erleichtert. 10 Zoll sind, unserer Meinung nach, ein guter Kompromiss zwischen Ergonomie und Funktionalität.

Was ist die Auflösung?

Die zweite wichtige Größe ist die Auflösung. Sie beläuft sich zum Beispiel auf Angaben wie 1.920 x 1.080 Pixel. Das bedeutet, das in horizontaler Richtung 1.920 Bildpunkte auf dem Display zu sehen sind, während es in vertikaler Richtung 1.080 Bildpunkte sind. Am Ende kommen wir in diesem Beispiel also auf (1.920 x 1.080) 2.073.600 Pixel auf dem Bildschirm. Je höher die Auflösung, desto schärfer die Darstellung aller Inhalte auf dem Display. Mit steigender Auflösung wächst aber auch der Preis der Tablets, für besonders hochwertige Modelle jenseits der genannten Auflösung wird also auch der Preis stark angehoben.

Displaytypen im Vergleich

Auf Tablets kommen in der Regel IPS-Displays zum Einsatz, gelegentlich handelt es sich in der unteren Preisklasse auch noch um TN-Panels. Die IPS-Varianten sind immer vorzuziehen, da sie auch aus ungünstigen Blickwinkeln klare Farben und Kontraste bieten. TN-Panels können das bauartbedingt leider nicht. Einige wenige Modelle, wie das Samsung Galaxy Tab S3, sind mit einem OLED-basierten Bildschirm ausgestattet. Das stellt praktisch die Speerspitze der aktuellen Technologie dar, allerdings hängt daran auch ein entsprechendes Preisschild, obwohl die restliche Ausstattung des Tablets nicht exorbitant ausfällt.

Die meisten Displays für Tablets sind spiegelnd. Das heißt, dass es damit schwieriger ist, bei direkter Lichteinstrahlung (Sonne oder künstliches Licht) zu arbeiten. Ein großer Teil des Lichts wird reflektiert. Abhilfe dagegen schaffen Folien, die das Display entspiegeln. Das kann allerdings die Bedienung erschweren. Ausprobieren ist angesagt!

Mobile Betriebssysteme: Welches ist das Richtige?

Drei bis vier – je nach Zählweise – große Betriebssysteme existieren heute für Tablets. Sie unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Ausrichtung teilweise deutlich:

BetriebssystemEigenschaften
AndroidDas Betriebssystem ist in der Regel auf Smartphones zu finden. Es eignet sich vorrangig für die Verwendung von Multimedia-Anwendungen und sozialen Netzwerken.
WindowsDas System ist meist auf PCs zu finden. Damit ist es sowohl für die Arbeit mit Office- und anderer Software als auch für die Ausführung von Entertainment-Anwendungen geeignet.
Apple iOSEin weiterer Hybrid, der auf dem iPad Pro sowohl arbeiten als auch unterhalten kann. Das Betriebssystem ist nur auf Apple-Produkten installiert.
Amazon Fire OSAmazons eigene Version von Android, die ebenfalls für Unterhaltung und die Nutzung von eBooks, Filmen und Musik gedacht ist.

Ob ein Tablet sich eher für Unterhaltung eignet oder ob es auch zum Arbeiten gedacht ist, zeigt sich an der Ausstattung der Tablets und der Software, die erhältlich ist.

Welche Tablet-Ausstattung ist perfekt für Entertainment?

Typische Android-Tablets wie das Samsung Galaxy Tab S3 sind zwar in der High-End-Klasse angesiedelt, aber sie bieten nur 32 Gigabyte Speicherkapazität. Außerdem fehlen im Google Play Store wichtige Apps, um wirklich produktiv arbeiten zu können. Natürlich gibt es auch dort Office-Applikationen sowie das Online-Angebot von Google, doch reichen deren Features für professionelle Anwender nicht immer aus. Gleichzeitig sind diese Geräte jedoch klein, schlank, sehr schnell und damit zum Beispiel für Multimedia-Anwendungen sehr gut geeignet. In dieselbe Kerbe schlägt auch Fire OS von Amazon, das auf den eigenen Tablets des Herstellers zum Einsatz kommt.

Tablet mit dem Fernseher verbinden

Vor allem für Streaming-Services wie Netflix ist es praktisch, das Tablet mit dem Fernseher zu verbinden. Der Nutzer kann dadurch die Serie auf dem Tablet starten und sie auf dem Fernseher weiter anschauen. Damit das ungestört und in guter Qualität möglich ist, sollte die Anschaffung eines HDMI-Sticks auf dem Programm stehen – wie etwa Googles Chromecast. Dieses praktische Gerät kommt in einen HDMI-Eingang am Fernsehgerät und wird mit dem WLAN-Netzwerk zu Hause verbunden. Das Tablet streamt dann via WLAN alle Inhalte an den Fernseher, wo dann Sound und Bild gleichzeitig ankommen. Ist das WLAN-Netzwerk schnell genug, geht das absolut problemlos und ist sehr komfortabel.

Welche Tablets eignen sich für Work & Business?

Windows 10 und iOS hingegen können auch die Erwartungen von Usern zufriedenstellen, die das 10-Zoll-Tablet als Arbeitsmittel nutzen möchten. Das liegt zum einen an der Software: Für Windows 10 existieren Unmengen von Applikationen, die von einfachen Office-Aufgaben bis zu komplexer Bildbearbeitung praktisch keine Grenzen kennen. iOS kann in Verbindung mit einer Variante des iPad Pro ebenfalls viele Anwender überzeugen, wenngleich die Menge an produktiven Apps und die Bedienung nicht mit Windows 10 mithalten kann.

Meeting

Tablets eignen sich zur schnellen Simulation und Präsentation in Meetings.

Insgesamt sind beide Betriebssysteme leistungsstark und mit vielen relevanten Anwendungen kompatibel. Wichtiger als im Unterhaltungsbereich ist bei 10-Zoll-Tablets für Arbeitszwecke auch die Kompatibilität mit einem Stift, der die Bedienung erleichtert und für einige Nutzergruppen (wie Illustratoren) sogar Pflicht ist.

Wofür entscheide ich mich?

Der Bedarf gibt den Ausschlag: Reine Unterhaltung gibt es bei Android und Fire OS. iOS und Windows 10 laden hingegen auch zur Arbeit ein. Die Kaufentscheidung sollte an Merkmalen wie Ausstattung und Software getroffen werden – und natürlich am Geldbeutel, denn vor allem Geräte wie das iPad Pro können gewaltige Löcher in das Portmonee reißen.

Darauf sollten Sie beim Kauf eines 10-Zoll-Tablets achten

Zuallererst gilt es, die Frage nach dem Betriebssystem zu klären. Welche Varianten für welche Aufgaben geeignet sind, haben wir im vorherigen Abschnitt geklärt. Weiter geht es zur Hardware. Bislang wissen wir nur, dass das Tablet 10 Zoll groß sein soll. Davon abgesehen existieren aber zahlreiche weitere Aspekte, die bei der Auswahl eine Rolle spielen:

Prozessor (CPU)

Vor allem bei Android-Tablets kommen häufig Snapdragon-CPUs zum Einsatz, die beispielsweise auch in vielen Smartphones verbaut sind. Die ganz große Leistung wird dort also nicht stattfinden. Anders sieht es aus, wenn es um ein iPad Pro geht oder um ein Gerät der Surface-Serie von Microsoft (wenngleich diese etwas mehr als 12 Zoll groß sind). Hier gibt es schon Notebook-Leistung in einem kleinen Gewand. Schnelle Prozessoren sind vor allem dann wichtig, wenn zum Beispiel Spiele an der Tagesordnung stehen oder auch etwas komplexere Arbeiten. Zu beachten ist noch, dass schnellere CPUs in der Regel auch mehr Strom verbrauchen, was die Akkulaufzeit reduziert.

Display

Ob eine hohe Auflösung wichtig ist oder nicht, liegt im Auge des Betrachters. Die Faustregel ist: Je mehr, desto besser. Ein neues Tablet sollte aber mindestens eine Auflösung von 1.280 x 720 Pixel mitbringen.

Für einige Nutzer spielt auch das Bildschirmformat bei der Kaufentscheidung eine wesentliche Rolle: Viele Tablets kommen in 16:9 daher, da dies zum Beispiel für Serien und Filme besser ist. Geräte für die Arbeit hingegen sind oftmals Modelle mit Formaten wie 3:2 oder 4:3 im Handel zu finden. Sie sind für das vertikale Format optimal, was für Dokumente und Tabellen vorteilhaft ist und auch auf Internetseiten für weniger Scrolling sorgt. Tablets, die nicht auf 16:9 setzen, sind vor allem im professionellen Bereich zu finden. Die allermeisten Consumer-Geräte verwenden das Format 16:9, welches für Filme ideal ist.

Arbeitsspeicher

Der Arbeitsspeicher (Random Access Memory, RAM) ist dafür verantwortlich, dass das Tablet beim Wechsel von Apps schnell reagiert, dass Spiele ruckelfrei auf dem Gerät laufen. Der mobile Computer legt damit eine solide Performance an den Tag und weniger „Denkpausen“ ein.

Dabei gilt:

Je mehr Arbeitsspeicher vorhanden ist, desto schneller und vor allem flüssiger arbeitet das Tablet.

Der User kann dann einwandfrei zwischen mehreren Apps wechseln oder überhaupt mehrere Anwendungen gleichzeitig aktiviert lassen. Auch Zeichner, die das Tablet für die Bildbearbeitung verwenden, profitieren immens von einem großen Arbeitsspeicher. Für Tablets, die im Business-Kontext zum Einsatz kommen sollen, ist ein Arbeitsspeicher von 8 Gigabyte (GB) RAM immer die bessere Wahl. Leider ist es bei Tablets häufig der Fall, dass Modelle mit mehr Arbeitsspeicher auch mehr CPU-Leistung oder mehr Gerätespeicher enthalten – was der Nutzer vielleicht nicht immer benötigt, wofür er aber trotzdem zahlen muss. Ein Austausch der Komponenten, eine Aufrüstung des Arbeitsspeichers oder gar eine individuelle Zusammenstellung der Hardware ist bei den kompakten, mobilen Computern ebenfalls meist nicht möglich.

Speicherplatz & Speichererweiterung

Typische Consumer-Tablets tragen wenig internen Speicher mit sich – vielleicht 32 Gigabyte. Modelle aus dem professionellen Segment haben oft mehr Speicherleistung zu bieten – bis hin zu einem Terabyte (TB) in der Surface-Reihe von Microsoft.

Speicherkarte

Damit Nutzer den Speicher trotzdem nicht als Flaschenhals wahrnehmen, also als Speicherengpass, der Leistungseinbußen zur Folge hat, sind einige Tablets mit microSD-Karten kompatibel. Diese wandern in den dafür vorgesehenen Slot und stellen anschließend ihre Kapazität zur Verfügung. Es handelt sich um eine günstige Möglichkeit, den Speicher zu erweitern. 128 Gigabyte kosten aktuell (Stand: Mitte März 2018) beispielsweise moderate 38 Euro.

Bei der Kaufentscheidung sollte dies immer ein wichtiges Kriterium sein, da Speichererweiterungen einfach enorm praktisch für Anwender aller Art sind.

Kamera

Vorrangig wird die frontseitige Kamera bei Tablets für Webcam-Sessions genutzt. Die meisten Tablets verfügen rückseitig aber auch über eine Kamera, die für Fotografien geeignet sind. Ob es handlich ist, ein recht klobiges Tablet wirklich für ernsthafte Schnappschüsse zu verwenden, sei dahingestellt. Die allermeisten Anwender dürfen für diese Aufgaben ihr Smartphone oder auch Digitalkameras verwenden. Das ist auch der Grund dafür, dass kein einziges Tablet eine wirklich gute Kamera auf der Rückseite mitbringt, obwohl der Platz im Gehäuse vorhanden wäre. Wir würden daher dazu raten, eher auf die Qualität der frontseitigen Kamera zu achten (zwecks Webcam) und dem anderen Modell weniger Beachtung zu schenken.

Anschlüsse

Micro USB Anschlüsse

Tablets sind keine Anschlusswunder. USB oder USB Typ-C sind oftmals schon alles, was Käufer erwarten dürfen. Dazu kommt noch eine Schnittstelle für das Ladegerät (falls dies nicht ebenfalls über USB beziehungsweise Micro-USB geschieht) sowie vielleicht Kopfhörer. Mehr Anschlüsse bieten nur professionelle Tablets. Auch der erwähnte microSD-Steckplatz ist längst nicht an jedem Modell vorhanden.

Einige wenige Tablets haben einen HDMI-Port, mit dem Inhalte direkt auf den Fernseher über ein Kabel weitergeleitet werden können (oder einen Mini-DisplayPort, der dieselbe Funktion hat). Falls das Tablet einen USB-Anschluss hat, lassen sich darüber mithilfe eines Adapters viele weitere Geräte anschließen.

Akku

Die Kapazität des Akkus wird in Milli-Amperestunden (mAh) angegeben. Je höher der Wert, desto mehr Strom kann der Akku speichern. Da jedoch jedes Tablet andere Komponenten beinhaltet, ist es nicht möglich, allein aus dem mAh-Wert auch die Akkulaufzeit zu berechnen. Es ist ratsam, sich dafür lieber an professionelle Tests zu halten, welche die Akkulaufzeit unter die Lupe nehmen. Generell sind lange Laufzeiten vorzuziehen, da der Umgang mit dem Tablet bequemer ist und es so zum Beispiel in der Universität über den ganzen Tag ein Werkzeug zum Mitschreiben sein kann – und nicht nur wenige Stunden. Mithilfe von Powerbanks lässt sich die Laufzeit verlängern.

Dies sind die wichtigsten Merkmale eines 10-Zoll-Tablets – zusammen mit dem Betriebssystem, das ebenfalls eine erhebliche Rolle spielt.

2-in-1-Geräte als Alternative

Wenn es nicht zwingend ein reines Tablet sein muss, sind 2-in-1s (auch als Convertibles) eine Option. Bekannte Vertreter sind das iPad Pro und Microsoft Surface Pro. Diese Tablets lassen sich durch eine anschließbare Tastatur erweitern. Damit sind sie nicht nur für „Spielereien“ gut, sondern können auch für Arbeiten genutzt werden, bei denen die Tastatur eine große Rolle spielt. Gleichzeitig kann die Tastatur im zusammengeklappten Zustand als Schutz für das Display dienen. Leider hängt an diesen Tablets meist ein großes Preisschild. Außerdem sind sie – alleine schon aufgrund der Tastatur – schwerer und dicker als „echte“ Tablets. Für die Arbeit sind sie aber sehr gut geeignet.

Warum die sorgfältige Auswahl besonders wichtig ist

Tablets sind zwar sehr praktisch, aber sie haben auch einen gravierenden Nachteil: Eine Wartung oder spätere Aufrüstung sind nahezu unmöglich. Das heißt, dass der Käufer mit dem gewählten Modell und damit mit der Konfiguration absolut zufrieden sein muss. Es ist daher sehr wichtig, sich genügend Zeit für die Auswahl zu nehmen. Falls die Frage, welche Option besser ist („Sollten es 64 oder 128 GB Kapazität sein?“) nicht ganz einfach zu beantworten ist, raten wir dazu, die jeweils bessere Ausstattung zu nehmen. Zu wenig Leistung oder zu wenig Speicherplatz können, langfristig gesehen, die schlechtere Wahl sein. Hat der neue Tablet-PC zunächst mehr Leistung oder Speicherplatz, als der Nutzer braucht, dann erweist sich dieses Mehr in der Zukunft jedoch in der Regel als Vorteil. Denn dann wird das Tablet auch den Ansprüchen moderner Apps genügen und auch in drei oder vier Jahren noch einwandfrei performen. Daher gilt: Lieber 100 Euro mehr ausgeben und dafür lange an dem Gerät Freude haben.

Tipps zur Nutzung und zur Pflege des Produktes

Um möglichst lange Spaß am Tablet zu haben, sollte der User den mobilen Computer gut pflegen. Das betrifft vor allem das Display: Es ist sowohl der Bildschirm als auch, als Touchscreen, das Eingabeinstrument des Tablets. Es gibt kein anderes Bauteil an einem Tablet, das dermaßen wichtig ist. Entsprechend sorgsam sollte es gepflegt werden – und zwar am besten mit Produkten wie Brillenputztüchern oder auch Flüssigkeit, die zur Reinigung von Brillengläsern entwickelt wurde.

Achtung!

Verwenden Sie keinen Glasreiniger! Dieser ist deutlich aggressiver in seiner chemischen Zusammensetzung und kann bei häufigem Einsatz Spuren auf dem Display hinterlassen. Bei einmaliger Nutzung droht zwar nicht sofort Gefahr. Eine häufige oder ständige Anwendung kann jedoch zu Problemen führen.

Ebenfalls hin und wieder notwendig ist die Reinigung der Anschlüsse, wie vielleicht Stromanschluss, USB-Port oder Kopfhörereingang. Dort setzen sich oft Staub und Dreck fest und schränken ab einem bestimmten Grad der Verschmutzung die Funktion ein. Vorsichtiges(!) Pusten in die Öffnungen kann helfen. Ansonsten sind Hilfsmittel wie Stecknadeln oder aufgeklappte Büroklammern eine Überlegung wert. Achtung: Wenden Sie dabei keine Gewalt an! Es drohen sonst Schäden im Inneren des Tablets, wenn zum Beispiel eine Stecknadel mit zu viel Kraft in eine Öffnung gedrückt wird. Auch Druckluftspray ist nicht immer eine gute Idee, da der Druck normalerweise so hoch ist, dass der Staub nur tiefer in der Öffnung landet.

Präventive Schutzarbeit für das Tablet

Der beste Schutz gegen Schäden besteht in der Vorsorge. Die folgenden Komponenten sind normalerweise eine Investition wert:

Schutzhüllen

Tablet-Tasche

Diese Hüllen aus Kunststoff, Leder oder auch aus Stoff umschließen das Tablet entweder komplett oder zumindest die Rückseite. Sie erfüllen gleich mehrere Aufgaben: Das gesamte Gerät leidet weniger unter den Folgen unbeabsichtigter Stürze. Außerdem werden Kratzer auf dem Display seltener auftreten, da der Touchscreen durch die Hülle geschützt ist. Staub & Co. haben ebenfalls keine Chance, sich permanent auf dem Tablet abzusetzen. In Koffern leidet das Tablet weniger unter hohem Druck, da zum Beispiel Kunststoffhüllen ein Polster bilden. Und: Einige Schutzhüllen für Tablets sehen sogar noch sehr gut aus.

Display-Schutz

Es kann sinnvoll sein, das gesamte Display mit einer Schutzfolie zu versiegeln. Diese Folien sind sehr dünn und bestehen entweder aus einem durchsichtigen Kunststoff oder auch dünnem Glas oder einer Mischung aus beiden Elementen. Diese Folien – vor allem die Produkte aus Glas – sind sehr kratzresistent, sodass der eigentliche Touchscreen vor diesen Schäden bewahrt bleibt. Auch unglückliche Stürze können davon abgefedert werden. Folien lassen sich außerdem nach einigen Monaten, wenn vielleicht sichtbare Schäden aufgetreten sind, einfach austauschen – und sehr günstig im Einkauf sind sie obendrein.

Powerbanks für unterwegs

Powerbank

Eine Powerbank ist ein tragbarer, externer Akku, der mit Ladeanschlüssen für iPads und Android-Tablets ausgestattet ist. Wer unterwegs Strom benötigt, kann das Tablet also einfach an diese Geräte anschließen. Die Kapazität liegt normalerweise in einem Bereich, der mindestens eine weitere volle Ladung beinhaltet. Empfehlenswert ist die Investition in diese nicht allzu teuren Produkte für Reisende, Urlauber und andere Personen, die sich häufiger abseits von Steckdosen aufhalten aber auf das Tablet nicht verzichten können. Powerbanks gibt es in den unterschiedlichsten Größen und Preisklassen.

Mit diesem Zubehör steht der sicheren und weitreichenden Nutzung des Tablets nichts im Weg.

Weiterführende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich. Wir haben die vorgestellten 10-Zoll-Tablets nicht selbst getestet.

Unter den 160 getesteten Tablets in der Datenbank der Stiftung Warentest befinden sich mindestens 118 10-Zoll-Geräte. Die Tablets wurden zwischen 2014 und 2019 unter die Lupe genommen. Die besten Wertungen im Test hat das Galaxy Tab S2 8.0 LTE (SM-T715) und das Galaxy Tab S3 LTE (SM-T835) von Samsung mit der Testnote 1,6 erhalten. Die Redakteure bewerteten die Testkandidaten in den Kategorien „Funktionen“, „Display“, „Akku“, „Handhabung“ und „Vielseitigkeit“. Die südkoreanischen Modelle sind in allen Bereichen positiv aufgefallen. Mit 350 bis 550 Euro sind sie vergleichsweise günstig. Der aktuelle Testsieger von 2019 ist das Apple iPad Mini (2019) WiFi + Cellular (64 GB) mit der Testnote 2,0. In drei der fünf Kategorien konnte es überzeugen, schwächelte allerdings in puncto Vielseitigkeit und Akkuleistung. Darüber hinaus ist das Tablet mit rund 550 Euro im mittleren Preissegment zu finden.

Das Schlusslicht der aktuellen Testreihe von 2019 ist das Denver TAQ-10403G mit der Testnote 3,8. Das Modell hat im Test in vier Kategorien unterdurchschnittliche Ergebnisse erzielt. Einzig die Akkuleistung war akzeptabel. Das qualitativ hohe Reaktionszeit, die schlechten Farbwerte und die geringe Helligkeitsverteilung führten gar zu einer Abwertung durch die Tester.

Die Experten von CHIP haben 2019 17 Tablets getestet, von denen zwölf eine Bildschirmdiagonale von zehn Zoll haben. Das bestplatzierte 10-Zoll-Tablet ist das Samsung Galaxy Tab S6 128 GB LTE (SM-T865NZAA) (1,3) auf Platz zwei. In allen vier Testkategorien, nämlich „Display“, „Leistung“, „Ausstattung“ und „Akku“, erzielte es gute Ergebnisse. Der Preis von rund 800 Euro ist für diese Qualität akzeptabel. Platz 14 ist die schlechteste Platzierung eines 10-Zoll-Tablets im Test: Das Amazon Fire HD 10 (KFSUWI 2017) erhielt aufgrund seiner eher geringen Leistungsstärke und seiner bescheidenen Ausstattung nur die Note 4,2.  Im Verhältnis zu seiner Qualität ist es teuer.