Internetradio Kaufberatung: So wÀhlen Sie das richtige Produkt
- Das Wichtigste in KĂŒrze
- Internetradios beglĂŒcken Sie ĂŒberall dort mit Musik, wo eine stabile Internetverbindung besteht.
- Ihnen stehen knapp 30.000 Radiostationen aus der ganzen Welt zur VerfĂŒgung.
- Die Sendervielfalt schafft Zugang zu einer Vielzahl von Musikgenres und Sprachen.
- Viele Internetradios warten neben den Basisfunktionen mit Extras wie einem Wecker oder einer Bluetooth-Schnittstelle auf.
- Zubehör wie eine Fernbedienung oder ein Repeater erhöht den Komfort.

Radionutzung in Deutschland
Das Radio ist ein beliebtes Massenmedium in Deutschland. Viele Nutzer hören Musiksendungen, WortbeitrĂ€ge zu bestimmten Themen oder Ăbertragungen von Events wie der FuĂball-Bundesliga. Zudem eignet sich Radio perfekt als Begleitmedium bei anderen TĂ€tigkeiten: Im Gegensatz zum Fernsehen ist das Radiohören auch unterwegs und wĂ€hrend anderer Aufgaben möglich. So hören viele beim Kochen, Essen, Sonnenbaden im Garten, Fahrradfahren und vor allem Autofahren gern Radio. WĂ€hrend die Bedeutung von linearem Fernsehen, also dem Live-Programm kontinuierlich abnimmt, halten Nutzer dem Radio weiterhin die Treue.
Wie viele Menschen hören in Deutschland Radio?
Eine Erhebung des Statistikportals Statista aus dem Jahr 2019 zeigt, dass 36,51 Millionen BundesbĂŒrger tĂ€glich sowie 12,57 Millionen fast tĂ€glich Radio hören. Weitere 10,53 Millionen gaben an, ab und zu einzuschalten; 5,47 Millionen nutzen das Medium nach eigener Aussage selten. Lediglich 5,52 Millionen hören nie oder fast nie Radiosendungen. Das Radio bleibt damit das meistgenutzte Musikmedium in Deutschland.
Zwar mutet das zunĂ€chst etwas seltsam an, da es viele mediale Alternativen zum Radiohören gibt: lineares Fernsehen, Mediatheken, Streaming-Anbieter wie Netflix oder Amazon Prime und das Internet. Doch gerade beim letzten Punkt wird es interessant: Das Internet ist durch seine schier unendliche Vielfalt an Webseiten und Medieninhalten nicht nur Konkurrenz fĂŒr das Radio, sondern modernisiert und erweitert das Medium Radio stattdessen. Internetradios unterscheiden sich von klassischen Radiomodellen und DAB+-GerĂ€ten dadurch, dass sie nicht etwa Radiowellen empfangen, die von Sendemasten ausgestrahlt werden, sondern einen Internetanschluss per LAN oder WLAN benötigen. Dadurch ergeben sich die folgenden Vorteile:
- Sehr groĂe Auswahl an Radiosendern
- Keine Ausstrahlungsgrenzen klassischer Radiostationen, sondern weltweiter Empfang Riesige Vielfalt von Musik- und Reportagen sowie Sprachen
- Stets gleichbleibende EmpfangsqualitĂ€t, also kein Rauschen oder Knistern durch WettereinflĂŒsse oder Verlassen des Empfangsgebietes
- Kostenfreier Empfang sÀmtlicher Radiosender
- Zukunftssicher, denn selbst mehrfach diskutiertes Abschalten der bewÀhrten UKW-Sendetechnik bliebe folgenlos
Im folgenden Video des Technikmagazins Computer:ClubÂČ erklĂ€ren die Experten auf verstĂ€ndliche Art und Weise die VorzĂŒge der Online-Radios.
Was kennzeichnet ein Internetradio?
Mit dem Begriff Internetradio werden zwei verschiedene Dinge bezeichnet: Zum einen heiĂen so Radiosender, die ihr Programm entweder ausschlieĂlich oder zusĂ€tzlich ĂŒber das Internet verbreiten. Zum anderen sind unter dem Begriff auch die EndgerĂ€te zu fassen, mit denen der Empfang dieser Sendungen möglich ist. Ist das GerĂ€t Internetradio gemeint, wird manchmal auch von Webradio oder WLAN-Radio gesprochen. Wir beziehen uns in unserem Vergleich ausschlieĂlich auf die EmpfangsgerĂ€te.
Die Internetradios machen die Nachteile der betagten analogen Radiotechnik vergessen, ermöglichen einen klaren, rauschfreien Empfang und ĂŒberzeugen mit einer riesigen Programmauswahl unabhĂ€ngig vom eigenen Aufenthaltsort. Doch welche technischen Voraussetzungen sind fĂŒr den Radioempfang ĂŒber das Internet nötig? Und worin genau unterschiedet sich Internetradio von anderen Empfangsarten wie DAB+ und UKW?
Empfang ĂŒber das Internet
Der Empfang von Radiostationen ĂŒber das Internet ist der Ăbertragungsweg, der namensgebend fĂŒr ein Internetradio ist. Es benötigt einen Internetanschluss, idealerweise eine DSL-Flatrate. Die Nutzung von mobilen Daten in einem Handytarif ist zwar auch möglich: Erstens sind die Verbindungsgeschwindigkeiten dabei aber oftmals zu gering fĂŒr einen störungsfreien Empfang und zweitens handelt es sich in der Regel nicht um Flatrate-Tarife. Nach Verbrauch des vertraglich vereinbarten Datenvolumens wird die Internetgeschwindigkeit dann so weit gedrosselt, dass kein Radioempfang mehr möglich ist.

Das Internetradio verbinden Sie per LAN oder WLAN mit dem Router. Andere Empfangswege wie UKW oder DAB+ können zusĂ€tzlich vorhanden sein, mĂŒssen es aber nicht. KompaktgerĂ€te mit Akkus können Sie flexibel einsetzen und von Raum zu Raum mitnehmen. StationĂ€re, netzgebundene Modelle sind hingegen ideal, wenn Sie hohe Anforderungen an die SoundqualitĂ€t haben. Auch Internetradios in der Form von Hi-Fi-Modulen zum Einbau in die Stereoanlage sind erhĂ€ltlich.
Jeder noch so kleine Radiosender, der ĂŒber eine ausreichend schnelle und stabile Internetverbindung verfĂŒgt, kann sein Programm im Internet bereitstellen. Egal, ob Sie ein Liebhaber wenig im Mainstream verbreiteter Musik sind, dem im Urlaub entdeckten Sender auch zu Hause weiter lauschen möchten oder vorhaben, ĂŒber das Hören eines auslĂ€ndischen Senders eine neue Sprache zu lernen beziehungsweise Ihr SprachgefĂŒhl zu verbessern: All das ist möglich.
Diese Sender können von jedem PC, Laptop, Smartphone, oder Tablet empfangen werden. Voraussetzung ist ein stabiler Internetanschluss. Hierbei ist jedoch das manuelle Aufrufen einer Internetseite oder die Nutzung einer App notwendig, um die Wiedergabe eines Webradios zu starten. Bei einem eigenstĂ€ndigen Internetradio-EmpfangsgerĂ€t ist die Benutzung unkomplizierter: Sie können die Sender auf ProgrammplĂ€tzen abspeichern und dann mit wenigen Eingaben wie bei einem klassischen Radio aufrufen beziehungsweise wechseln. Die Sendersuche entfĂ€llt. Ein weiterer Vorteil: Die Technik ist zukunftssicher, da ĂŒber das Internet laufend Updates verfĂŒgbar sind und es keine Abschaltung, wie zeitweise bei der UKW-Technik geplant, geben wird.
Anders als bei UKW oder DAB+ muss eine Eins-zu-eins-Verbindung vom Server des Radiosenders zu jedem EmpfĂ€nger aufgebaut werden. Das macht zwar fĂŒr Hörer wenig Unterschied, fĂŒr die Sender bedeutet es aber, dass die Kosten der Ăbertragung von der Anzahl der EmpfĂ€nger abhĂ€ngen. Bei terrestrischen Sendern sind die Kosten hingegen konstant, egal ob 100 oder 100.000 Menschen einschalten. Die Anzahl der Zuhörer ist als theoretisch durch die Bandbreite begrenzt und die Ăbertragung ist aufwendiger als beim Abstrahlen von Radiosignalen.
Vorteile
- Riesige Sendervielfalt
- Sehr gute KlangqualitÀt
- Zukunftssicher
Nachteile
- Internetzugang nötig
Analoger Empfang per UKW
Die analoge Ăbertragung per Ultrakurzwelle (UKW) ist der klassische Verbreitungsweg des Radios. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts funktioniert analoges Radio folgendermaĂen: Eingeschaltet und auf eine passende Frequenz im Ultrakurzwellenbereich (UKW) zwischen 87,5 und 108,0 Megahertz (MHz) eingestellt, hören Nutzer Musik und WortbeitrĂ€ge mit einer wechselnden TonqualitĂ€t. Diese Signale werden von sehr hohen Sendemasten, die an vielen Standorten in Deutschland verteilt sind, ausgestrahlt. Allerdings ist die Reichweite begrenzt, sodass Sie in der Regel keinen Sender aus Bayern an der Nordsee empfangen können. Die Ăbertragungstechnik ist mitunter auch unter dem Namen Frequenzmodulation (FM) bekannt.
Die EmpfangsqualitĂ€t ist zudem abhĂ€ngig von WettereinflĂŒssen, der Entfernung von den Sendemasten und dem Terrain, in dem Sie sich befinden. So kann ein Rauschen auftreten, wenn Sie sich aus dem Empfangsbereich eines Senders, entfernen. Auch Berg- und Tallagen können die EmpfangsqualitĂ€t der analogen terrestrischen Signale beeinflussen.
Positiv bei der UKW-Technik ist, dass die abgestrahlten Signale von einer unbegrenzten Anzahl an GerÀten empfangbar sind. Es spielt also keine Rolle, wie viele Zuhörer sich in das aktuelle Programm einklinken.

Zwar wurde bereits mehrmals ĂŒber die Abschaltung dieses Ăbertragungsweges diskutiert. Allerdings sind einerseits die Nutzerzahlen in Deutschland nach wie vor sehr hoch: Sowohl in den eigenen vier WĂ€nden als auch vor allem beim Autofahren wird nach wie vor viel Radio ĂŒber UKW gehört. Andererseits konnte sich der Digitalradio-Standard DAB+ in Deutschland noch nicht durchsetzen. Eine kurz- bis mittelfristige Abschaltung des analogen Ăbertragungsstandards ist daher unwahrscheinlich.
Vorteile
- Unlimitiert viele EmpfangsgerÀte gleichzeitig nutzbar
Nachteile
- Geringere EmpfangsqualitÀt
- Regional begrenzte Senderauswahl
- Langfristig Abschaltung möglich
Digitaler Empfang ĂŒber DAB+
Hinter der AbkĂŒrzung DAB+ verbirgt sich der englische Begriff âDigital Audio Broadcastingâ, der erkennen lĂ€sst, dass es sich um einen digitalen Verbreitungsweg mittels Antennen handelt. Die Ăbertragung ist also mit UKW vergleichbar, jedoch unter Verwendung einer neuen. digitalen Technik. Das Plus macht den Unterschied zur ersten, bereits abgeschalteten Generation, DAB, deutlich. Radios, die lediglich ĂŒber UKW- oder DAB-EmpfĂ€nger verfĂŒgen, können DAB+-Signale nicht verarbeiten.

Es gibt allerdings einige Modelle, die sich per Firmware-Update auf den neuen Standard aufrĂŒsten lassen. DAB+-GerĂ€te werden oftmals auch als âDigitalradiosâ vertrieben. Achten Sie bei der Kaufentscheidung daher immer auf die Ăbertragungsstandards.
Verwechslungsgefahr: Bezeichnung Digitalradio
Mitunter werden sowohl die Radios mit als auch jene, die nur ĂŒber den Empfangsweg DAB+ verfĂŒgen, als Digitalradio bezeichnet. Den Unterschied zwischen den Techniken macht das Elektronikportal fragdenstein.de im folgenden Video noch einmal deutlich.
Auch bei dieser Technik ist wie beim UKW-Rundfunk und im Gegensatz zum Internetradio die Anzahl der Hörer, die einen Sender ĂŒber DAB+ einschalten, unerheblich. DAB+ wurde entwickelt, um eine bessere und konstante EmpfangsqualitĂ€t zu ermöglichen. Zudem ist beabsichtigt, Radioprogramme ĂŒberregional verfĂŒgbar zu machen, die sonst nur begrenzt regional ĂŒber UKW zu empfangen sind. Beispiele fĂŒr Zugpferde bei der EinfĂŒhrung sind beispielsweise die privaten Hörfunksender Radio BOB! und sunshine live.
Hat sich der Empfangsweg DAB+ inzwischen etabliert?
Die Senderauswahl bei DAB+ ist nach wie vor regional eingeschrĂ€nkt. Zudem frustriert es viele Nutzer, dass das fĂŒr diese Technik genutzte Signal im Vergleich zu UKW vergleichsweise schwach ausfĂ€llt. Das fĂŒhrt zu Empfangsproblemen in geschlossenen RĂ€umen: Oftmals ist ein unterbrechungsfreier Empfang nur in FensternĂ€he möglich. Ein weiteres Manko besteht darin, dass die angepriesene hohe KlangqualitĂ€t nur dann erreichbar ist, wenn sich nicht mehrere Sender die zur VerfĂŒgung stehende Bandbreite teilen mĂŒssen, was einer breiten Programmvielfalt im Wege steht.
Technische Reichweite
Der Wert gibt an, wie viel Prozent der deutschen Haushalte oder Personen einen Radiosender ĂŒber die jeweilige Technik empfangen könnten, wenn sie es wollten.
Diese Probleme sind ErklĂ€rungen dafĂŒr, dass sich die Technik noch nicht flĂ€chendeckend durchsetzen konnte. Laut Stiftung Warentest hatte DAB+ im Jahr 2018 lediglich eine technische Reichweite von 16 Prozent, was den Standard weit hinter den UKW-Empfang mit 93 Prozent zurĂŒckfallen lĂ€sst.
Um die Verbreitung zu erhöhen, hat die Bundesregierung beschlossen, dass alle ab Ende 2020 in den Handel gelangenden Autoradios sowie UKW-Radios, die Zusatzinformationen ĂŒber das âRadio Data Systemâ (RDS) anzeigen können, obendrein ein DAB+-Modul enthalten mĂŒssen.
Vorteile
- Teilweise besserer Klang als bei anderen Empfangsarten
- Unlimitiert viele EmpfangsgerÀte gleichzeitig möglich
Nachteile
- Geringe Marktdurchsetzung
- Regional unterschiedliche Sendervielfalt
- In geschlossenen RĂ€umen teils Empfangsprobleme
Kaufkriterien
Beim Kauf eines Internetradios sind einige Kriterien zu beachten. Wir haben die wichtigsten Informationen, beispielsweise zu Leistung, Bedienung und KlangqualitĂ€t, fĂŒr Sie zusammengefasst.

Leistung
Die Leistung eines Radios, angegeben in Watt, gehört zu den wichtigsten Kaufkriterien. Das sogenannte Root-Mean-Square-Verfahren macht es möglich, die Leistung zu bestimmen. Hierbei wird der gesamte Akustik-Frequenzbereich nach einem standardisierten Verfahren geprĂŒft. Die Angabe erlaubt allerdings noch keinen direkten RĂŒckschluss auf die KlangqualitĂ€t: Beispielsweise ist keine Unterscheidung zwischen Mono- und Stereoklang möglich.

LautstÀrke
Anhand der LautstĂ€rke ergeben sich hingegen direkte RĂŒckschlĂŒsse auf die Leistung. Mit steigender Leistung nimmt auch die LautstĂ€rke zu, abgegeben in Dezibel (dB). Nur mit einem leistungsstarken Modell können Sie die Regler voll aufdrehen, ohne dass Sie einen QualitĂ€tsverlust hinnehmen mĂŒssen. Sie sollten die Leistung aber auch Ihrer Wohnsituation anpassen und an Ihre Nachbarn denken.

KlangqualitÀt
BezĂŒglich des Klangs mĂŒssen Sie bei einigen GerĂ€ten Abstriche machen. Kompaktmodelle kommen oftmals nicht an die KlangqualitĂ€t einer Hi-Fi-Anlage heran. Das ist jedoch fĂŒr viele nicht das ausschlaggebende Kriterium. Vielmehr zĂ€hlen fĂŒr Nutzer eine Platzersparnis, ein modernes Design und ein gutes Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis. Die QualitĂ€t hĂ€ngt auch vom gestreamten Sender ab. Eine Bitrate von 128 Kilobit pro Sekunde (kbit/s) gilt als Minimalwert, um die WiedergabequalitĂ€t einer CD zu erreichen.

Bedienung und Display
Die Bedienung erfolgt beispielsweise, indem Sie mithilfe von Druckknöpfen nach Sendern suchen, die das GerĂ€tedisplay anzeigt. Teilweise können Sie Ihre Lieblingssender wie bei einem Autoradio auf Stationstasten legen, um diese schneller zu erreichen. Alternativ sind Touch-Screens verbaut, ĂŒber die Sie durch DrĂŒcken oder Fingergesten die Programmierung und Auswahl vornehmen.

Verarbeitung, GröĂe und Design
Vielen Nutzern sind eine hochwertige Verarbeitung sowie ein ansprechendes Design wichtig. Ein wertiges Aussehen mit einwandfreien SpaltmaĂen sowie ein haptisch vortreffliches Bedienerlebnis ohne klappernde Tasten tragen zur Zufriedenheit bei. Das Designempfinden ist jedoch sehr subjektiv: WĂ€hrend einige Nutzer ein modernes und frisches Erscheinungsbild bevorzugen, finden andere Gefallen an Vintage-Designs nach dem Vorbild alter Röhrenradios. Die meisten Modelle sind fĂŒr die Stand-alone-Nutzung konzipiert. Einige wenige Varianten sind hingegen fĂŒr die Einbindung in eine Hi-Fi-Stereoanlage gedacht und weisen entsprechend andere Abmessungen auf.
Schnittstellen und AnschlĂŒsse
Generell gilt: je mehr AnschlĂŒsse, desto besser. Das Vorhandensein vieler verschiedener Schnittstellen macht Sie flexibel bei der Nutzung des Internetradios. Wir zĂ€hlen die wichtigsten AnschlĂŒsse und Verbindungen im Folgenden auf.

LAN: Steht das Radio immer am selben Ort und in Reichweite des Routers, empfiehlt es sich, das GerĂ€t per Kabel mit dem Internet zu verbinden. Potenzielle Störungen in der Funk-Verbindung sind damit ausgeschlossen. Viele Kompaktmodelle verzichten aber auf diese Schnittstelle und begnĂŒgen sich mit WLAN.
WLAN: Auch diese Schnittstelle gehört zur Grundausstattung. Mit WLAN sind Sie flexibel beim Aufstellort. Fehlt sie, bleibt Ihnen nichts anderes ĂŒbrig, als das Radio dauerhaft per LAN-Kabel mit dem Internet zu verbinden. Dadurch ist das GerĂ€t allerdings kaum portabel. AuĂerdem lĂ€sst es sich in diesem Fall mitunter nicht wie ein kompaktes UKW-Radio in mehreren RĂ€umen betreiben.
USB-Schnittstelle: HierĂŒber schlieĂen Sie Smartphones, USB-Sticks, externe Festplatten oder andere elektronische GerĂ€te an Ihr Internetradio an, Auf diese Weise verwandeln Sie es in einen MP3-Player, mit dem Sie Ihre Lieblingsmusik abspielen können.
3,5-Millimeter-Klinke: Bei der 3,5-Millimeter-Klinke handelt es sich um eine Schnittstelle zum Anschluss kabelgebundener Kopfhörer â praktisch, wenn Sie Musik laut genieĂen möchten, ohne die Nerven Ihrer Nachbarn zu strapazieren.
Bluetooth: Bluetooth ist die moderne Variante, wenn es um den Anschluss von Kopfhörern geht, und zwar um kabellose. Auch externe Lautsprecher, die ĂŒber diese Funktechnik verfĂŒgen, können Sie fĂŒr einen noch satteren Klang anschlieĂen. Weiterhin ist es mit Bluetooth möglich, Musk vom Smartphone zu streamen.
AUX: AUX steht im Englischen fĂŒr Auxiliary. Diese bewĂ€hrte Schnittstelle, meist im Cinch-Format, ermöglicht den analogen Anschluss von MusikabspielgerĂ€ten verschiedener Art. Das können beispielsweise ein Kassettendeck oder ein Schallplattenspieler sein. So heben Sie lange verschollen geglaubte MusikschĂ€tze und geben Sie auf Ihrem modernen Internetradio wieder. Einige Hersteller bezeichnen eine solche Schnittstelle auch als âLine-inâ.
TOSLINK: Hierbei handelt es sich um einen optischen Soundeingang, der höchste KlangqualitÀt ermöglicht. Diesen Anschluss erkennen Nutzer an den roten LEDs. Er ist vornehmlich im hochpreisigen Hi-Fi-Bereich zu finden. Vielleicht kennen Sie ihn von der Verbindung eines Fernsehers mit einer Soundbar. Die Schnittstelle ist kein Muss, aber ein nettes Extra.
Empfangsarten
Schlussendlich sollten Sie noch einmal ein Auge auf die vorhandenen Empfangswege werfen. Essenziell ist der Empfangsweg Internet, nicht selten kommen UKW und DAB+ hinzu.
Komfort und Zusatzfunktionen
Wenn Sie bei der Suche nach einem passenden Internetradio-Modell noch unschlĂŒssig sind, können Sie Ihre Kaufentscheidung von Komfortfunktionen, wie der Bedienbarkeit mittels einer Fernbedienung beziehungsweise App, sowie von weiteren Zusatzfunktionen abhĂ€ngig machen.
Sind Fernbedienungen oder Apps sinnvoll?
FĂŒr die komfortable Bedienung haben viele Hersteller passende Lösungen im Repertoire. So ist eine Fernbedienung oftmals im Lieferumfang enthalten, ĂŒber die Sie auch vom Sofa aus Sender wechseln, die LautstĂ€rke anpassen und weitere Einstellungen vornehmen. Sofern Ihr Internetradio eine Fernsteuerung ĂŒber eine App unterstĂŒtzt, installieren Sie die entsprechende Software auf Ihr Smartphone oder Tablet. AnschlieĂend suchen Sie beispielsweise nach neuen Sendern, ohne dafĂŒr an das Bedienfeld des Radios heranzutreten. UnterstĂŒtzt werden in der Regel das iOS– und das Android-Betriebssystem.
Das folgende Video des Herstellers TechniSat erklÀrt anschaulich die Bedienbarkeit per App.
Ist das Einbinden von Musik-Streamingdiensten möglich?
Einige Modelle bieten die Möglichkeit, Musik-Streamingdienste wie Amazon Music, Spotify, Napster, Tidal oder Deezer direkt ĂŒber das GerĂ€t zu empfangen. So können Sie aus einer riesigen Datenbank von Musiktiteln oder auch Podcasts wĂ€hlen und diese legal abspielen. Teilweise ist die Nutzung dieser Dienste kostenlos. Die Breite der Musikauswahl und die Frage, ob Sie zwischen den einzelnen Wiedergaben Werbung erdulden mĂŒssen, hĂ€ngt hĂ€ufig davon ab, ob Sie sich fĂŒr einen Bezahltarif entscheiden.
CD-Player
So modern und praktisch der Musikgenuss per Stream und MP3-Dateien auch ist: Viele Musikliebhaber möchten auf ihre mit viel Liebe zusammengestellte CD-Sammlung zurĂŒckgreifen. So kommen schnell schöne Erinnerungen, beispielsweise an einen zurĂŒckliegenden Urlaub zurĂŒck. Daher wĂ€re es praktisch, wenn Ihr Internetradio ohne zusĂ€tzliche Hardware CDs einlesen und abspielen könnte. Einige Modelle des deutschen Herstellers sonoro, etwa ELITE, LOUNGE und PRESTIGE haben diese Funktion an Bord.
Sleep-Timer und Wecker
Sie hören zum Einschlafen gern Radio? Dann ist die Sleep-Timer-Funktion genau das Richtige fĂŒr Sie. WĂ€hlen Sie eine Zeitspanne von beispielsweise 30, 60 oder 90 Minuten, nach der sich das Radio automatisch ausschaltet. So schlummern Sie zu Ihrer bevorzugten Musik oder etwa einem Hörbuch ein, werden aber nicht mitten in der Nacht durch ein noch dudelndes Radio geweckt.
Im Umkehrschluss ist es Ă€uĂerst praktisch, wenn das Internetradio ĂŒber eine Wecker-Funktion verfĂŒgt. So werden Sie morgens mit Ihrer Lieblingsmusik oder Ihrer bevorzugten Radiostation geweckt und starten Sie gleich mit guter Laune in den Tag.
KlangqualitÀt
Idealerweise hat bereits das Internetradio selbst einen ĂŒberzeugenden Klang. Sie sind nach einem Kauf mit der KlangqualitĂ€t unzufrieden oder planen bereits vor dem Kauf, den Sound durch zusĂ€tzliche Boxen oder das Einbinden einer Stereoanlage zu erweitern? Dann haben sie folgende Möglichkeiten:
Verwendung von Kopfhörern
In vielen FĂ€llen bringt die Verwendung von Kopfhörern eine Verbesserung der KlangqualitĂ€t mit sich. Hier können Sie sich zwischen In-Ear- und On-Ear-Modellen entscheiden. So genieĂen Sie Musik bis spĂ€t in die Nacht, ohne dabei den Groll Ihrer Nachbarn auf sich zu ziehen. Der Gebrauch klassischer kabelgebundener Kopfhörer ist zwar beispielsweise beim Arbeiten am Schreibtisch möglich, eine umfassende Bewegungsfreiheit erreichen Sie mit dieser Lösung allerdings nicht.
Hier schaffen modernere funkgebundene AusfĂŒhrungen Abhilfe: Dank der Bluetooth-Technik können Sie sich flexibel im Haus bewegen, ohne auf den Musikgenuss im Ohr verzichten zu mĂŒssen.
Verbindung mit Stereoanlage oder Lautsprechern
Sofern passende Schnittstellen vorhanden sind, können Sie Ihr Internetradio per analogem oder optischem Kabel an eine bestehende Stereoanlage anschlieĂen und von den Klangvorteilen des Hi-Fi-Tuners profitieren. Auch der Anschluss eines aktiven, also stromgespeisten Lautsprechers kann zu einer Verbesserung des Klangs fĂŒhren.
Alternativ bieten moderne Bluetooth-Boxen und neuere Hi-Fi-Anlagen die Option, GerÀte wie Internetradios drahtlos zu verbinden. Das macht Sie abhÀngig von der Bluetooth-Reichweite flexibler und erspart Ihnen das lÀstige Verkabeln durch RÀume und WÀnde.
Multiroom-Funktion
Die Multiroom-Funktion ermöglicht den Musikgenuss im ganzen Haus. Verbinden Sie ein Multiroom-fĂ€higes Internetradio mit Ihrer bestehenden Hi-Fi-Anlage oder aktiven Lautsprechern, um Musik ĂŒber das Netzwerk synchron in verschiedene RĂ€ume zu streamen. So hören Sie Ihren Lieblingssender ĂŒberall dort, wo Sie sich gerade aufhalten. Auch ĂŒber mehrere Etagen hinweg, in der Garage oder GartenhĂŒtte. Viele DIGITRADIO-Modelle des deutschen Herstellers TechniSat beherrschen diese Technik. Auf diese Weise binden Sie beispielsweise Ihre bestehende Hi-Fi-Anlage in das Interzeitalter mit all seinen Möglichkeiten ein.
Bekannte Marken
TechniSat | Silvercrest | Hama | Bose | Teufel | Philips | Medion | Logitech | Roberts | LG | Western Digital | sonoro
WeiterfĂŒhrende Testberichte
Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich von Internetradios. Wir haben die vorgestellten Produkte keinem Test unterzogen.
Die renommierte Stiftung Warentest nahm im Jahr 2018 insgesamt 18 Digitalradio-Modelle unter die Lupe. Davon unterstĂŒtzen lediglich 10 GerĂ€te den Empfang ĂŒber das Internet, was sie erst zu Internetradios macht. Diese zehn Modelle mit den Empfangswegen Internet, UKW und DAB+ bewerteten die Tester wie folgt: Testsieger wurde das Produkt Roberts Stream 218 mit dem QualitĂ€tsurteil âgutâ (2,2). Ebenfalls âgutâ schnitten die Modelle Medion P85135 (MD 87990) (2,3), sonoro Stream (2,3), Lenco DIR-200 (2,4), Philips AE8000/10 (2,4) und Teufel Radio 3sixty (2,5) ab.
Auffallend ist zudem, dass die Tester den Internetradio-Empfang bei allen Testprodukten als âsehr gutâ bewerteten. Beim DAB+-Empfang scherte das Modell Teufel Radio 3sixty mit einer als âbefriedigendâ bewerteten KlangqualitĂ€t aus. Bei der KlangqualitĂ€t ĂŒber den UKW-Ăbertragungsweg stellte sich die Lage anders dar: Fast alle zuvor genannten Radios wurden in diesem Kriterium als âausreichendâ bewertet, lediglich das Modell Philips AE8000/10 benoteten die Tester als âbefriedigendâ.
Die Elektronikzeitschrift COMPUTER BILD veröffentlichte im Juni 2020 ebenfalls einen Internetradio-Test. Folgende Modelle landeten auf dem Siegertreppchen: Das Roberts Stream 67 (Note 1,7) wegen sehr vieler Abspielmöglichkeiten und eines guten Farbdisplays, das Roberts Stream 94i (2,0) mit guter Ausstattung, einer Fernbedienung und einem ĂŒberzeugendem Farbdisplay sowie das Karcher DAB 7000I (2,1) mit Fernbedienung und Bluetooth-Schnittstelle zum Koppeln von Kopfhörern oder externen Bluetooth-Lautsprechern.
Abb. 1: © Netzvergleich | Video 1: © Computer:ClubÂČ / YouTube | Abb. 2: © Daniel Berkmann / stock.adobe.com | Abb. 3: © TRFilm / stock.adobe.com | Abb. 4: © MDR | Video 2: © FRAGDENSTEIN.DE / YouTube | Abb. 5â10: © Netzvergleich | Video 3: © TechniSat / YouTube





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