Monitor Kaufberatung: So wÀhlen Sie das richtige Produkt

  • Das Wichtigste in KĂŒrze
  • Auf großen Bildschirmen können mehrere Programme nebeneinander geöffnet werden.
  • FĂŒr kĂŒnstlerische Arbeiten sollte der Monitor Farben realitĂ€tsnah darstellen können.
  • Gaming erfordert sehr schnelle Reaktionszeiten von wenigen Millisekunden.
  • Um die SchĂ€rfe eines Displays zu ermitteln, ist nicht nur die Auflösung wichtig, sondern auch die Pixeldichte.
  • Mit HDMI 2.0 und DisplayPort 1.4 sind UHD-Auflösung und eine Bildwiederholfrequenz von 120 Hertz kein Problem.
Monitore im Vergleich

Es gibt nicht den einen Monitor fĂŒr alles

Die Zeiten, in denen es nur einen Monitor fĂŒr alle Anwendungen gab, sind lange vorbei. Inzwischen kommen Bildschirme in zahlreichen GrĂ¶ĂŸen und Formen. Den idealen Monitor zu finden, ist mittlerweile also eine komplizierte Angelegenheit. Wer beispielsweise nur Textarbeiten erledigt, hat andere Anforderungen als GamerInnen oder KĂŒnstlerInnen. Im Groben lassen sich Bildschirme auf Basis des Einsatzgebiets aufteilen. Allerdings setzen die wenigsten NutzerInnen PC und Monitor nur fĂŒr eine Sache ein.

Basismodelle ohne spezielle Eigenschaften zĂ€hlen oft zu den Office-Monitoren. Sie sind ideal fĂŒr bĂŒrotypische Schreib- sowie Rechenarbeiten und sehr energiesparend. Damit lassen sich die meisten alltĂ€glichen Aufgaben erfĂŒllen. Monitore fĂŒr Gaming sind leistungsstĂ€rker. Sie liefern klare Bilder, flĂŒssige ÜbergĂ€nge und reagieren besonders schnell auf die Eingaben der SpielerInnen. Modelle fĂŒr grafische Arbeiten zeichnen sich durch eine realitĂ€tsnahe Farbwiedergabe und eine scharfe, homogene Bilddarstellung aus.

analytiker schaut auf einen bildschirm

Daneben gibt es noch sogenannte Curved-Monitore, die eine nach innen gewölbte OberflĂ€che haben. Diese besondere Bauweise leitet den Blick direkt ins Zentrum und ermöglicht bei Frontalansicht eine bessere rĂ€umliche Wahrnehmung. Curved-Monitore eignen sich daher hervorragend fĂŒr GamerInnen und Filmfans. Von der Seite wirkt das Bild hingegen verzerrt.

Panel-Technologien

Monitore unterscheiden sich anhand der eingesetzten Panel-Technologie, also der Bauweise des Displays. Sie beeinflusst Eigenschaften wie die Farb- und Kontrastwiedergabe, die Reaktionsgeschwindigkeit sowie die BlickwinkelstabilitÀt. GÀngig sind das TN-, IPS- und PVA-/MVA-Panel.

TN-Panel

TN-Panels beziehungsweise Twisted-Nematic-Panels sind die erste Technik, die auf den Markt kam, und dementsprechend gĂŒnstig. Neben der energiesparenden Arbeitsweise zeichnet sich die Technik vor allem durch die Reaktionsschnelligkeit aus. Das bedeutet, der Wechsel zwischen Bildern vollzieht sich innerhalb weniger Millisekunden. Aus diesem Grund sind TN-Panels praktisch fĂŒr preisbewusste GamerInnen. Schnelle BewegungsablĂ€ufe in Spielen werden ohne nennenswerte Verzögerungen abgebildet.

Allerdings sind TN-Panels nicht dazu in der Lage, echtes Schwarz darzustellen. Das fĂŒhrt dazu, dass andere Farben weniger intensiv und realitĂ€tsnah erscheinen. Ein weiteres Problem ist die geringe BlickwinkelstabilitĂ€t. Wer eine Farbe am Monitor nacheinander aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet, kann beobachten, wie sich die Nuancen verĂ€ndern. Ein Violettton kann zum Beispiel aus einer schrĂ€gen Perspektive rötlicher wirken als frontal. FĂŒr exakte Bildbearbeitung sind TN-Panels somit schlecht geeignet.

Vorteile

  • GĂŒnstig
  • Reaktionschnell
  • Energiesparend

Nachteile

  • EingeschrĂ€nkte BildwinkelstabilitĂ€t
  • Geringe Farbtreue

IPS-Panel

IPS-Panels, kurz fĂŒr In-Plane-Switching, sind im Gegensatz zu TN-Panels sehr blickwinkelstabil: Die Farben verĂ€ndern sich nicht, egal aus welcher Perspektive Sie den Monitor betrachten. Allerdings ist der Stromverbrauch von IPS- höher als von TN-Panels. DafĂŒr punktet die Technik mit akkuraten Farben.

IPS-Panels eignen sich hervorragend fĂŒr den Alltag und das BĂŒro. Auch kĂŒnstlerische Arbeiten gelingen dank der exakten, stabilen Farbwiedergabe hervorragend. WĂ€hrend IPS-Panels ursprĂŒnglich eine langsamere Reaktionszeit als TN-Panels hatten, stehen sie ihnen mittlerweile in nichts mehr nach. Somit sind sie sogar beim Gaming einsetzbar. Aufgrund der aufwendigeren Bauweise ist IPS aber teuer als TN.

Vorteile

  • Sehr hohe Farbgenauigkeit
  • Sehr hohe BlickwinkelstabilitĂ€t
  • Mittlerweile kurze Reaktionszeiten

Nachteile

  • Teurer als TN
  • Höherer Energieverbrauch als TN

PVA und MVA-Panel

Die beiden AbkĂŒrzungen PVA und MVA stehen jeweils fĂŒr Patterned-Vertical-Alignment und Multi-Domain-Vertical-Alignment. Sie haben die besten Schwarz und Kontrastwerte. Die Reaktionszeit Ă€lterer PVA- und MVA-Panels ist ebenfalls langsamer als TN-Modelle. Wie bei modernen IPS-Panels haben sich diese aber mittlerweile verbessert. Da die BlickwinkelstabilitĂ€t nicht so hoch ist wie bei IPS-Panels, ist auch die Farbtreue etwas niedriger. Der Stromverbrauch und der Preis sind Ă€hnlich hoch wie bei IPS-Panels.

Vorteile

  • Beste Kontrastwerte
  • Gute Farbtreue
  • Mittlerweile kurze Reaktionszeiten

Nachteile

  • Teurer als TN
  • Höherer Energieverbrauch als TN

DisplaygrĂ¶ĂŸe

Die DisplaygrĂ¶ĂŸe hĂ€ngt im Grunde von zwei Faktoren ab: dem Einsatzbereich und dem verfĂŒgbaren Platz. Ein 32-Zoll-Monitor passt zum Beispiel schlecht auf einem kleinen Tisch. Mit einem 17-Zoll-Monitor hingegen ist die Grafik- und Videoproduktion weitaus anstrengender als mit einem großen Bildschirm, auf dem jedes Detail erkennbar ist. Eine Bildschirmdiagonale von 17 Zoll kommt bei Monitoren nur noch selten vor. Es handelt sich um den Standard fĂŒr große Laptops. FĂŒr Schreibarbeiten im Home-Office ist eine GrĂ¶ĂŸe von 22 Zoll angenehm, besser sind aber 24 Zoll, da Sie so problemlos zwei Fenster, etwa ein Word-Dokument und einen Browser, nebeneinander platzieren können.

FĂŒr grafische Arbeiten sind 24 Zoll das Mindestmaß. Wer Bild- und Videobearbeitungen auf professionellem Level tĂ€tigt, nutzt am besten mindestens einen 27-Zoll-Monitor. FĂŒr prĂ€zise Arbeiten mit Grafik-, Video- oder CAD-Programmen sind Bildschirmdiagonalen von mehr als 30 Zoll und eine hohe Auflösung empfehlenswert. Je grĂ¶ĂŸer der Bildschirm ist, desto leichter lassen sich Details erkennen. Auch im Gaming-Bereich sind mindestens 27 Zoll sinnvoll. 32-Zoll-Monitore zum Beispiel sind bei GamerInnen sehr beliebt. Aber auch fĂŒr andere Zwecke kann die enorme Bildschirmdiagonale von Vorteil sein. Sie sind etwa ideal, um Filme und Serien schauen. Allerdings erfordert es einen grĂ¶ĂŸeren Sitzabstand, um den gesamten Monitor im Blickfeld zu haben.

verschiedene bildschirmdiagonalen von monitoren
Typische Bildschirmdiagonalen bei Monitoren.

BildqualitÀt

Wie klar und deutlich die Inhalte auf dem Monitor erscheinen, hĂ€ngt von der Anzahl und der Verteilung der Pixel auf der BildschirmoberflĂ€che ab. Wichtig sind auch der schnelle Bildwechsel und die Farbgebung. WĂ€hrend Office-Anwendungen nicht die bestmögliche QualitĂ€t erfordern, ist ein scharfes und farbtreues Bild bei KĂŒnstlerInnen umso bedeutender. FĂŒr Gaming ist ein schneller Bildwechsel am wichtigsten.

Auflösung

Die Auflösung gibt die Gesamtzahl der Pixel an, aus denen ein Bild besteht. Je mehr Pixel auf einer bestimmten BildschirmflĂ€che zur VerfĂŒgung stehen, desto feiner lassen sich die Inhalte darstellen.

Die gÀngigsten Bildschirmauflösungen bei Monitoren sind:

  • Full HD mit 1.920 x 1.080 Pixeln
  • WQHD beziehungsweise QHD mit 2.560 x 1.440 Pixeln
  • UHD beziehungsweise 4K mit 3.840 x 2.160 Pixeln

Mittlerweile existieren auch einige Monitore mit UHD+ oder 5K, was einer Bildschirmauflösung von 5.120 x 2.880 Pixeln entspricht. Es gibt sogar 8K-Monitore mit einer Auflösung von 7.680 x 4.320 Pixeln. Allerdings lohnen sich 5K- und 8K-Monitore aufgrund fehlender Hardware allenfalls fĂŒr KĂŒnstlerInnen.

BildqualitÀt

Wie klar und deutlich die Inhalte auf dem Monitor erscheinen, hĂ€ngt von der Anzahl und der Verteilung der Pixel auf der BildschirmoberflĂ€che ab. Wichtig sind auch der schnelle Bildwechsel und die Farbgebung. WĂ€hrend Office-Anwendungen nicht die bestmögliche QualitĂ€t erfordern, ist ein scharfes und farbtreues Bild bei KĂŒnstlerInnen umso bedeutender. FĂŒr Gaming ist ein schneller Bildwechsel am wichtigsten.

Auflösung

Die Auflösung gibt die Gesamtzahl der Pixel an, aus denen ein Bild besteht. Je mehr Pixel auf einer bestimmten BildschirmflĂ€che zur VerfĂŒgung stehen, desto feiner lassen sich die Inhalte darstellen.

Die gÀngigsten Bildschirmauflösungen bei Monitoren sind:

  • Full-HD mit 1.920 x 1.080 Pixeln
  • WQHD beziehungsweise QHD mit 2.560 x 1.440 Pixeln
  • UHD beziehungsweise 4K mit 3.840 x 2.160 Pixeln

Mittlerweile existieren auch einige Monitore mit UHD+ oder 5K, was einer Bildschirmauflösung von 5.120 x 2.880 Pixeln entspricht. Es gibt sogar 8K-Monitore mit einer Auflösung von 7.680 x 4.320 Pixeln. Allerdings lohnen sich 5K- und 8K-Monitore aufgrund fehlender Hardware allenfalls fĂŒr KĂŒnstlerInnen.

WofĂŒr steht das KĂŒrzel „p“?

Die Auflösung Full HD ist auch als 1080p bekannt. Das „p“ steht fĂŒr Progressiv Scan und bedeutet Vollbildverfahren. Dabei handelt es sich um eine Bildaufbautechnik, bei der alle Bilder im Ganzen an das AusgabegerĂ€t gesendet werden. Sie ersetzte das Zeilensprungverfahren („i“), bei dem die Bilder in den geraden und den ungeraden Bildzeilen nacheinander angezeigt werden.

Pixeldichte

Die Pixeldichte beschreibt, wie viele Pixel sich auf einen Zoll verteilen. Die dazugehörige Einheit lautet ppi, was fĂŒr „Pixel per Inch“ steht.  Je geringer der Abstand zwischen den Pixeln ist, desto schĂ€rfer ist das Bild. Die Pixeldichte ist vom VerhĂ€ltnis zwischen der BildschirmgrĂ¶ĂŸe und der Auflösung abhĂ€ngig. Eine UHD-Auflösung liefert auf einem großen Bildschirm nicht unbedingt ein besseres Bild als eine WQHD-Auflösung auf einem kleineren Monitor.

Um die Pixeldichte zu berechnen, teilen Sie die Pixelanzahl der Bildschirmdiagonalen durch die Bildschirmdiagonale in Zoll. Die Pixelzahl berechnen Sie mithilfe des Satz des Pythagoras: Sie quadrieren die horizontalen und vertikalen Pixel und addieren die Ergebnisse miteinander. Die Wurzel daraus ist die Pixelanzahl der Diagonalen.

Die Pixeldichte berechnen – ein Beispiel

Bei einer WQHD-Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln auf einem 27-Zoll-Bilschirm sieht die Rechnung wie folgt aus:

2.560ÂČ + 1.440ÂČ = 8.627.200

Daraus die Wurzel: 2.937,21

2937,21 : 27 = 108,79

Die Pixeldichte betrÀgt also 108,79.

Alternativ gibt es Online-Rechner, um die Pixeldichte zu ermitteln. So lĂ€sst sich zum Beispiel schnell feststellen, dass ein 40-Zoll-Monitor mit UHD-Auflösung und einer Pixeldichte von 110 ein etwas besseres Bild liefert als WQHD auf 27 Zoll, aber ein schlechteres im Vergleich zu WQHD bei einem 24-Zoll-Monitor. Dort liegt die Pixeldichte bei 122. FĂŒr den Monitorkauf bedeutet das: Je grĂ¶ĂŸer der Monitor ist, desto höher muss die Auflösung sein, damit die Inhalte scharf sind. GĂ€ngige 24-Zoll-Office-Monitore mit Full-HD-Auflösung haben eine Pixeldichte von 92. An diesem Wert können Sie sich bei der Suche nach der passenden Auflösung orientieren.

Bildwiederholfrequenz

Die Bildwiederholfrequenz, auch Bildrate genannt, entscheidet, wie oft der Monitor das Bild innerhalb einer Sekunde wechseln kann. FĂŒr die Textbearbeitung oder zum Browsen mĂŒssen Sie diesem Wert keine große Beachtung schenken. Auch GrafikerInnen und KĂŒnstlerInnen benötigen keinen rapiden Bildwechsel, um an ihren Werken zu arbeiten. Eine Bildwiederholfrequenz von 60 Hertz genĂŒgt bereits, um Filme und Serien zu schauen oder um mit Photoshop sowie Illustrator zu arbeiten. FĂŒr schnelle Games, bei denen jede Millisekunde zĂ€hlt, können Verzögerungen den Sieg kosten. Hohe Frequenzen von mehr als 120 Hertz sorgen fĂŒr flĂŒssige Spielabfolgen. Mittlerweile gibt es sogar Gaming-Monitore mit einer Bildwiederholfrequenz von bis zu 360 Hertz, die speziell fĂŒr SpielerInnen auf Wettkampfniveau gedacht sind.

Synchronisierung mit FreeSync oder G-Sync

Die beiden Hersteller AMD und NVIDIA bieten mit jeweils mit FreeSync oder G-Sync ein Verfahren, um die Taktung der Grafikkarte mit der Bildwiederholrate des Monitors abzustimmen. Das verhindert ruckelnde Bilder. WĂ€hrend FreeSync bereits in der Software integriert ist, sind eine kompatible Grafikkarte und ein G-Sync-Monitor erforderlich, um G-Sync zu nutzen. Zudem muss der Monitor die Bildwiederholfrequenz der Grafikkarte unterstĂŒtzen.

Farbraum

Der Farbraum von bildverarbeitenden GerĂ€ten wie Monitoren und Kameras beschreibt alle Farben, die sie darstellen können. Es handelt sich immer nur um einen Teil vom dem, was das menschliche Auge wahrnehmen kann. Je grĂ¶ĂŸer der Farbraum eines Monitors ist, desto intensiver und realitĂ€tsgetreuer wirken die dargestellten Inhalte. Um die Farbabdeckung darzustellen, kommt die xy-Farbtafel des XYZ-Farbraumsystems der Internationalen Beleuchtungskommission (CIE) zum Einsatz. Darin lassen sich die Farbbereiche von Monitoren in Form von Dreiecken darstellen. Der Teil, dem der Nullpunkt am nĂ€chsten ist, stellt das intensivste Blau des Farbraums dar. Rechts unten ist das krĂ€ftigste Rot und oben das stĂ€rkste GrĂŒn.

Alle Farben setzen sich aus Rot, Blau und GrĂŒn in unterschiedlichen Anteilen sowie Helligkeitsstufen zusammen. Damit sind insgesamt 16,8 Millionen Farbabstufungen möglich. Die drei RGB-Werte bestimmen jeden Pixel am Monitor. Unter den mittlerweile genutzten FarbrĂ€umen fĂŒr Monitore gibt sRBG die wenigsten Farben wieder. Der sRGB-Farbraum hat etwa Probleme, hochgesĂ€ttigte Farben abzubilden. FĂŒr alltĂ€gliche Anwendungen genĂŒgt der Farbraum meist. Wenn das SendegerĂ€t aber eine grĂ¶ĂŸere Farbpalette darstellt, kommt es zu Farbverlusten und VerfĂ€lschungen. Der Monitor nimmt zwar die Informationen des EmpfĂ€ngergerĂ€ts auf, beispielsweise einer Kamera, kann aber die Farben nicht unbedingt akkurat darstellen.

Farbdrucker nutzen den sogenannten CMVK-Farbraum auf Basis von Cyan, Magenta und Gelb. Einige Farben in diesem Farbraum lassen sich nicht mit sRGB darstellen. Um eine bessere KompatibilitĂ€t mit AusgabegerĂ€ten wie Monitoren zu schaffen, entwickelte Adobe Systems (heute Adobe Inc.) im Jahr 1998 den sogenannten Adobe-RGB-Farbraum. Er ergĂ€nzt die sRGB-Farben um weitere Nuancen im grĂŒnen und blaugrĂŒnen Bereich. Dank der zusĂ€tzlichen Farbabstufungen eignet sich Adobe-RGB gut fĂŒr kĂŒnstlerische beziehungsweise grafische Arbeiten. Wer die Werke allerdings digital veröffentlichen möchte, riskiert mit Adobe-RGB FarbverfĂ€lschungen, falls Webbrowser beziehungsweise bestimmte Websites nur sRGB darstellen.

Mittlerweile kommt auch der DCI-P3-Farbraum bei Monitoren zum Einsatz. Dieser wurde im Jahr 2010 fĂŒr den Einsatz in der Filmindustrie etabliert. Display-P3 ist eine Abwandlung fĂŒr hochpreisige Monitore, bei welcher der sogenannte D65-Weißpunkt hinzugefĂŒgt und die Gammakurve an sRGB angepasst wurde. Rot- und GrĂŒntöne sowie deren Farbabstufungen wirken deutlich lebhafter als bei sRGB. Der Standard eignet sich dank des großen Farbraums hervorragend fĂŒr grafisches Design.

Weitere Kaufkriterien

Die BildschirmgrĂ¶ĂŸe und -qualitĂ€t sind nicht die einzigen relevanten Kriterien, um den passenden Monitor zu finden. Die vorhandenen AnschlĂŒsse entscheiden zum Beispiel, mit welchen GerĂ€ten sich der Monitor verbinden lĂ€sst.

Schnittstellen

Die vorhandenen Schnittstellen sollten mindestens die externen GerĂ€te abdecken, die Sie an den Monitor anschließen möchten. Analoge Schnittstellen wie VGA (Video Graphics Array) und DVI (Digital Visual Interface) kommen bei modernen Monitoren nur noch selten vor. WĂ€hrend VGA nur Bilddaten mit einer Auflösung von 1.920 x 1.200 Pixeln sowie einer Bildfrequenz von 75 Hertz abspielen kann, schafft DVI bis zu 2.560 x 1.600 Pixel. Beide AnschlĂŒsse können keinen Ton ĂŒbertragen.

Anstelle von analogen Schnittstellen kommen der digitale HDMI-Anschluss sowie der DisplayPort zum Einsatz. Beide AnschlĂŒsse ĂŒbertragen sowohl Bild als auch Ton. Um Inhalte in Ultra-HD-Auflösung und einer Bildwiederholrate von 60 Hertz wiederzugeben, ist es wichtig, dass mindestens ein HDMI-2.0-Anschluss vorhanden ist. Mit HDMI 2.1 sind 120 Hertz möglich. Ähnliches leistet der DisplayPort 1.4. Sowohl DisplayPort als auch HDMI ermöglichen die Verbindung mehrerer Monitore. Um Spielekonsolen mit einen Monitor zu nutzen, ist allerdings nur HDMI geeignet, da aktuelle Konsolen keinen DisplayPort besitzen.

Laptop und Monitor auf Schreibtisch

DarĂŒber hinaus sind mehrere USB-Schnittstellen sinnvoll, um EingabegerĂ€te wie Maus und Tastatur direkt am Monitor anzuschließen, falls kein Platz am Rechner ist. Auch Notebooks lassen sich per USB mit Monitoren verbinden.

Ergonomie

Ergonomie ist nicht nur bei Schreibtischen oder BĂŒrostĂŒhlen ein wichtiger Aspekt, sondern auch bei Monitoren. Idealerweise sollte die Bildschirmkante auf Augenhöhe und der Monitor leicht geneigt sein, um Nacken- und Kopfschmerzen zu vermeiden. DafĂŒr muss der Monitor höhenverstellbar und neigbar sein.

DarĂŒber hinaus ist es praktisch, wenn sich der Bildschirm drehen lĂ€sst. Wer mit mehreren Monitoren arbeitet, kann sie leichter zu sich drehen und hat somit eine bessere Sicht auf die Inhalte. Zudem gelangen Sie dann besser an die AnschlĂŒsse.

Touchscreen oder nicht?

Wer in Besitz eines Touchscreen-Monitors ist, kann den PC bei Bedarf auch ohne Maus bedienen. Die beiden gĂ€ngigen Technologien fĂŒr Monitore sind resistiv und kapazitiv. Resistive Touch-Monitore haben eine hohe Punktgenauigkeit und lassen sich sowohl per Handschuh als auch per Stift nutzen. Allerdings registriert der Monitor sanfte Gesten nur bedingt. Zudem ist die OberflĂ€che empfindlich gegenĂŒber Kratzern. Dagegen sind Monitore mit kapazitiver Touch-Technologie sehr robust und widerstandsfĂ€hig. Die Bedienung erfolgt entweder per Stift oder Finger. Da die BerĂŒhrungserkennung sehr empfindlich ist, registriert sie jedoch auch unabsichtliche Bedienungen.

Die Touchscreen-Bedienung ist ideal fĂŒr den Einsatz unterwegs, da weder eine separate Maus noch eine geeignete OberflĂ€che erforderlich sind, um das GerĂ€t zu bedienen. Monitore stehen allerdings meist durchgĂ€ngig am selben Ort in der Wohnung stehen. Deshalb ist eine Touchscreen-FĂ€higkeit kein essenzielles Kaufkriterium. Es ist aber durchaus praktisch, direkt auf das Symbol tippen zu können, anstatt die Maus dorthin zu bewegen. DafĂŒr kosten solche Monitore mehr als solche ohne Touch-Funktion.

WeiterfĂŒhrende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich. Wir haben die Monitore nicht selbst getestet.

Sowohl Verbraucherorganisationen als auch Fachmagazine in den Bereichen PC und Gaming prĂŒfen regelmĂ€ĂŸig Monitore aller Art. Die Stiftung Warentest nahm im Jahr 2021 zum Beispiel 17 Monitore unter die Lupe, um herauszufinden, welches Produkt ideal fĂŒr das Home-Office ist.

Im Test von 2019 prĂŒften die RedakteurInnen bereits 32 GerĂ€te mit einer Bildschirmdiagonale von 24, 27 und 30 Zoll. Zu den Testprodukten gehörten Monitore von Acer, AOC, Dell sowie Samsung. Testkriterien waren die BildqualitĂ€t, die Handhabung, die Vielseitigkeit und der Stromverbrauch. Zur Ermittlung der QualitĂ€t fĂŒhrten die RedakteurInnen einen Sehtest durch, prĂŒften die FarbgleichmĂ€ĂŸigkeiten und die Geschwindigkeit des Bildaufbaus. Zudem beobachteten sie die Kontrastwerte aus unterschiedlichen Blickwinkeln und maßen die Reflexionen.

FĂŒr jede Bildschirmdiagonale kĂŒrten die RedakteurInnen einen Testsieger. Der beste 24-Zoll-Monitor mit der Testnote „gut“ (1,9) wurde der F24T452FQU von Samsung. Dasselbe Testurteil erhielt das 27-Zoll-Modell von BenQ, der PD2705Q. Als mittelgroße Alternative nennen die TesterInnen den S2721DS von Dell. Dieser 27-Zoll Monitor erreichte das Testurteil „gut“ (2,0) und ĂŒberzeugte mit zahlreichen Anschlussmöglichkeiten. Der beste 32-Zoll-Monitor im Test stammt ebenfalls von Samsung. Es handelt sich um den F32TU870Vu mit der Note „gut“ (2,1). Zudem beurteilten die TestredakteurInnen den LG 32UN550W als „gut“ (2,4). Keiner der getesteten Monitore erfĂŒllte aber die Anforderungen fĂŒr Gaming.

Eines der Fachmagazine, die sich mit Monitoren auseinandersetzt, ist das PCGH, kurz fĂŒr PC Games Hardware. Die RedakteurInnen berichten ĂŒber die neuesten Gaming-Monitore und fĂŒhren umfangreiche Tests durch. Sie nutzen mehr als 20 Kriterien, um Gaming-Monitore zu bewerten. Dazu gehören Aspekte wie die FarbqualitĂ€t, die Helligkeit sowie die Pixel-Reaktionszeiten. In das Ergebnis fließen die Ausstattung und weitere Eigenschaften mit hinein.

Zwar befinden sich viele Vergleichstests hinter einer Bezahlschranke, aber es lassen sich durchaus zahlreiche Einzeltests ĂŒber die Suchfunktion finden. Dazu gehört etwa ein Test des Asus-Monitors ROC Swift PG32UQX aus dem Jahr 2021. Aufgrund der sehr guten Farbwiedergabe und dem guten HDR, erhielt das Produkt die Endnote 1,56. Zudem stellten die RedakteurInnen ihre Empfehlungen in einem ausfĂŒhrlichen Sammelartikel zusammen.


Abb. 1: © Netzvergleich | Abb. 2: © Gorodenkoff / stock.adobe.com | Abb. 3: © Netzvergleich | Abb. 4: © Sutipond Stock / stock.adobe.com