Saug-Wisch-Roboter-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

  • Das Wichtigste in Kürze
  • Saug-Wisch-Roboter vereinen zwei Arbeitsschritte in einem Gerät: Sie nehmen nicht nur Staub und Schmutz vom Boden auf, sondern wischen diesen im Anschluss auch gründlich.
  • Mithilfe verschiedener Sensoren erkennen die Roboter den Bodenbelag sowie Treppen und andere Hindernisse.
  • Abhängig von ihrer Strategie fahren die Hybridmodelle entweder chaotisch durch den Raum oder kontinuierlich in Bahnen.
  • Je nach Wohnungsgröße sollte die Akkulaufzeit mindestens 90 bis 120 Minuten betragen. Smarte Ausführungen fahren die Ladestation automatisch an.
  • Wenn Sie die elektronische Putzhilfe auch von unterwegs steuern möchten, empfiehlt sich ein WLAN-fähiges Gerät mit App-Anbindung.

Saugen und Wischen in einem Rutsch

Sie verbringen zu viel Zeit mit lästigen Arbeiten im Haushalt? Ein robotischer Helfer erleichtert Ihnen das Leben und bringt Ihre Balance aus Hausarbeit und Freizeit wieder ins Reine. Saugroboter drehen bereits in zahlreichen Wohnungen selbstständig ihre Runden. Doch inzwischen gibt es eine Weiterentwicklung der praktischen Haushaltshilfen: die Saug-Wisch-Roboter. Sie besitzen zusätzlich zum Staubbehälter einen Wassertank, den Sie nach dem Staubsaugen lediglich mit Wasser sowie eventuell Reinigungsmittel befüllen müssen, und schon wischt der fahrende Putzroboter die gesamte Wohnung feucht. Diese Kombination erspart Ihnen eine Menge Arbeit und Zeit, die Sie stattdessen für die wichtigen Dinge im Leben nutzen können.

Was genau ist eigentlich Staub?

Der Staub, den Sie tagtäglich auf Ihrem Wohnungsboden vorfinden, setzt sich nicht nur aus Fasern sowie Gummi- und Lederpartikeln, sondern in erster Linie aus organischen Teilchen wie Bakterien, Pilzsporen, abgestorbenen Hautzellen und Tierhaaren zusammen. Über diesen Nahrungsteppich freuen sich insbesondere Kleinstlebewesen wie Haustaubmilben und Schimmelpilze.

Die Vor- und Nachteile der 2-in-1-Geräte

Wer ein flexibles Haushaltsgerät sucht, das sich mit unterschiedlichen Bodenbelägen von Fliesen über Laminat bis hin zu Teppich zurechtfindet, ist mit einem Saug-Wisch-Roboter gut beraten. Ein Saugroboter mit Wischfunktion nimmt Ihnen gleich zwei Arbeitsschritte ab: Er dreht auf Knopfdruck seine Runden und beseitigt mühelos den alltäglich anfallenden Schmutz. Durch das feuchte Nachwischen erhalten die Oberflächen außerdem einen schönen, sauberen Glanz. Dadurch haben Sie rund um die Uhr einen frisch geputzten Wohnungsboden, ohne sich selbst abzumühen.

Vor allem Allergiker, die stets penibel auf eine saubere, hygienische Wohnung achten müssen, kommen mit einem solchen Gerät auf ihre Kosten. Mit einem HEPA-Filter ausgestattet befreit ein Saug-Wisch-Roboter die Luft von kleinsten Staubpartikeln. Auch Haustierbesitzer wissen es zu schätzen, nicht jeden Tag selbst sämtliche Haare vom Boden entfernen zu müssen. Einige Modelle sind sogar speziell für Tierhaare optimiert. Weiterhin müssen Eltern nicht ständig den Schmutz ihrer Kleinsten entfernen und Senioren entlasten ihren Rücken.

Dank ihrer flachen Bauweise kommen die Hybridmodelle auch an Stellen, die Sie mit einem gewöhnlichen Staubsauger nicht erreichen könnten, ohne Ihre Möbel zu verschieben. Somit wird auch unter Ihren Schränken und Kommoden sowie unter Ihrer Couch alles sauber. Da sie im Betrieb wesentlich geräuschärmer (40 bis 65 Dezibel) als Bodenstaubsauger sind, können Sie ungestört fernsehen oder anderen Beschäftigungen nachgehen, während Ihr Roboter die Arbeit erledigt. Für Momente der kompletten Stille, können Sie bei manchen Modellen nach Wunsch die Reinigung zu bestimmten Zeiten festlegen und den Prozess somit an Ihren Alltag anpassen. In der Regel fahren die Roboter ihre Ladestation nach getaner Arbeit automatisch an. Steuerbar sind sie meist bequem per App, Fernbedienung oder Sprachbefehl.

Bei Treppen müssen Sie allerdings selbst Hand anlegen. Auch Raumecken stellen für die meisten Modelle ein unüberwindbares Hindernis dar. Darüber hinaus bleibt es Ihnen nicht erspart, hin und wieder den Saugbehälter zu entleeren sowie den Wassertank mit Wasser zu versorgen. Zum Teil fallen zudem hohe Folgekosten für die Filtertücher oder Reinigungsmittel an. Während die Reinigungsleistung auf harten, ebenen Böden durchaus zufriedenstellend ist, haben die elektronischen Putzhilfen auf Teppichen meist eine geringere Saugkraft als ihre größeren Pendants. Somit können die kleinen Roboter zwar niemals einen Handstaubsauger beziehungsweise das manuelle Wischen ersetzen, eine praktische Zusatzlösung für die Reinigung zwischendurch sind sie jedoch allemal.

VorteileNachteile
Kombination der Wisch- und SaugfunktionKein vollständiger Ersatz des händischen Wischens
Konstant sauberer Wohnungsboden Geringere Saugkraft als Bodenstaubsauger
Arbeits- und ZeitersparnisRaumecken häufig problematisch
Reinigung unter den Möbeln möglichMitunter hohe Folgekosten
Leiser als herkömmliche Staubsauger
Dank Timer Anpassung an den eigenen Alltag
Bequem per App, Fernbedienung oder Sprachsteuerung dirigierbar
Mitunter automatisches Anfahren der Ladestation

Die Funktionsweise: Trocken- versus Feuchtreinigung

In einem ersten Arbeitsschritt beseitigen die Roboter den groben Alltagsschmutz. Seitlich angebrachte Reinigungsbürsten erfassen herumliegende Staubpartikel an den Zimmerrändern und -kanten. Ein oder zwei rotierende Bürstenwalzen an der Unterseite befördern den Schmutz zur Ansaugvorrichtung in der Gerätemitte, durch die er wiederum im Staubbehälter landet. In einem zweiten Arbeitsschritt kommt die Wischfunktion für den Feinschliff zum Einsatz.

Was die Funktionsweise angeht, unterscheidet man zwei verschiedene Ausführungen: Saug-Wisch-Roboter zur Trockenreinigung und Modelle zur Feuchtreinigung. Erstere nehmen leichten, losen Schmutz wie Staub und Tierhaare trocken, also komplett ohne Wasser, auf. Der Vorgang gleicht eher dem Staubwischen mit einem Mikrofasertuch. Saug-Wisch-Roboter zur Feuchtreinigung wischen dagegen feucht und entfernen auf diese Weise selbst festen Schmutz. Sie verfügen sowohl über einen Wasser- als auch einen Staubbehälter. Über eine Pumpe befeuchten sie tropfenweise das an der Unterseite befestigte Reinigungspad. Manche Modelle besitzen stattdessen eine Wasserdüse an der Vorderseite, mit der sie den Boden besprühen.

Sensortechnik und Navigation

Damit die Saug-Wisch-Roboter nicht orientierungslos durch die Wohnung fahren, gegen Möbel prallen oder Treppenabsätze hinabstürzen, ist neben Sensoren auch eine Navigationsstrategie erforderlich.

Die Sensoren: Schutz vor nassen Teppichen, Stürzen und Kollisionen

Bei einem Roboter, der sowohl saugt als auch wischt, ist es zunächst wichtig, dass er Teppich- von Hartboden unterscheidet. Mit dieser Erkennungsfunktion bleiben Ihre Teppiche trocken. Bei günstigen Modellen müssen Sie die Teppichkanten umklappen. Hochwertige Ausführungen sind dagegen in der Lage, mithilfe von Sensoren sogar den spezifischen Bodenbelag zu erkennen. Entsprechend können sie den Nässegrad an den jeweiligen Untergrund anpassen, sei es Fliese, PVC, Laminat, Parkett oder Stein. Darüber hinaus gibt es Roboter, die mittels spezieller Sensoren den Verschmutzungsgrad erkennen. Auf diese Weise bestimmen sie, wie viel Wasser auf dem Reinigungstuch landet.

Unerreichbare Schwellen

Dank ihrer Federung können die Antriebsräder Hindernisse wie Kabel, Teppichkanten oder andere Schwellen bis zu einer Höhe von 1,5 Zentimetern überfahren. Höhere Barrikaden stellen dagegen häufig ein Problem für die Roboter dar.

Man unterscheidet zudem sogenannte Fall- und Kollisionssensoren voneinander:

  • Zum einen befinden sich an der Unterseite der Roboter Sensoren für Kanten und Abgründe. Diese erkennen beispielsweise Treppenaufsätze und sorgen dafür, dass die Roboter nicht hinunterstürzen.
  • Zum anderen gibt es seitlich angebrachte Sensoren für Hindernisse wie Tischbeine, Wände oder Dekoartikel. Diese stellen sicher, dass die Roboter nicht gegen herumstehende Gegenstände prallen und diese beschädigen.

Im Idealfall sind Saug-Wisch-Roboter zumindest mit einem Kollisionssensor ausgestattet. Das heißt: Sobald sie auf ein Hindernis stoßen, ändern sie die Richtung. Möbelstücke, Ecken und Kanten sorgen jedoch oft dafür, dass die fleißigen Haushaltshelfer hängen bleiben. Zusätzliche Sensoren machen die Reinigungsfahrten kürzer und somit effizienter. Vor allem Haustierbesitzer sollten sich ein Modell anschaffen, das über einen Kollisionssensor verfügt, damit es einen Bogen um das Tier macht, falls es nicht von selbst wegläuft.

Die Strategie: Chaotisch oder zielorientiert?

Wie erfolgt eigentlich die Navigation? Hier kommen unterschiedliche Systeme zum Einsatz:

  • Zum einen gibt es preiswerte Saug-Wisch-Roboter, die nach Zufallsprinzip, also ohne Sensoren, mehr oder minder ziellos durch die Wohnung fahren.
  • Zum anderen gibt es teurere, intelligentere Modelle, die sich mithilfe von Lasern, Infrarotstrahlen oder Ultraschall orientieren.

Die meisten Roboter ermitteln den Weg über die sogenannte Amöbenstrategie. Das heißt, sie fahren möglichst lange, gerade Strecken ab. Das funktioniert jedoch nur, wenn sie in einem großen Raum mit vielen freien Flächen herumfahren. Damit Ihre Wohnung so sauber wie möglich wird, benötigen die Roboter zumindest einen gewissen Plan oder eine Logik, nach der sie vorgehen.

Modelle mit Mapping-Funktion sind mit einer Kamera und Lagesensoren ausgestattet. Somit steht neben den Infrarot-Daten eine visuelle Informationsquelle zur Verfügung, um eine optimale Raumabdeckung zu gewährleisten. Sie können einen Lageplan der Wohnung erstellen und auf diese Weise ermitteln, welche Stellen sie bereits befahren haben. Sollte der Akku während des Saug- und Wischvorgang leer werden und der Roboter zurück in die Ladestation müssen, findet er nach dem Aufladen direkt seinen letzten Standort, um dort mit dem Putzen fortzufahren. Saug-Wisch-Roboter, die nicht über dieses Feature verfügen, müssen Sie nach jedem Aufladen manuell einschalten und an ihren letzten Einsatzort zurücktragen.

Mitunter können Sie auch ein Magnetband als Abgrenzung verwenden beziehungsweise eine virtuelle Wand um den zu reinigenden Bereich einrichten. Diese virtuellen „Leuchttürme“ dienen entweder dazu, der Maschine in größeren Wohnungen den abzufahrenden Weg zu weisen, oder, eine künstliche Sperrzone zu errichten. Letztere hindern den Roboter am Befahren bestimmter Bereiche, etwa des Hundekorbs oder des Spielteppichs Ihres Kindes. Beide Modi, also der Wegweiser und die Sperrzone, lassen sich zudem kombinieren.

Darauf kommt es beim Kauf an

Damit Ihnen der Saug-Wisch-Roboter mehr Arbeit abnimmt als er verursacht, sollten Sie einige wesentliche Kaufkriterien beachten. Dazu gehören neben der Navigation auch die Größe und Reinigungsleistung, die Akkulaufzeit, die Steuerung und die Reinigungsprogramme sowie das Zubehör. Letztlich spielt auch Ihr Budget in die Kaufentscheidung mit hinein.

Größe versus Leistung: Ein Kompromiss

Bei der Wahl eines Saug-Wisch-Roboter müssen Sie Leistung gegen Größe abwägen. Einerseits sollte das Gerät nicht so wuchtig sein, dass es nicht einmal zwischen Stuhl- und Tischbeinen hindurchfahren kann. Andererseits sollte es genug Leistung mitbringen, um gründlich staubsaugen zu können.

Saug-Wisch-Roboter gibt es sowohl in runder als auch eckiger Bauweise, wobei erstere gängiger ist. Ihr Durchmesser geht bei etwa 30 Zentimetern los. Grundsätzlich gilt: Je verwinkelter Ihre Wohnung ist und je mehr Möbel und Dekoartikel auf dem Boden herumstehen, desto schmaler sollte der Roboter gebaut sein. Schließlich sollte er in alle Ecken gelangen, sodass Sie nicht mit einem Handstaubsauger nacharbeiten müssen.

Wichtig ist allem voran die Höhe des Geräts: So sollte es für den Sauger kein Problem darstellen, wenn Sie beispielsweise ein niedriges Bett oder Sofa haben. Vor allem dort sammelt sich eine Menge Staub und Krümel. Besonders flache Modelle (unter 5 Zentimeter) kommen sogar unter Küchenschränke oder andere ansonsten kaum zugängliche Stellen. Im Durchschnitt sind die Geräte zwischen 5 und 8 Zentimeter hoch. Messen Sie im Idealfall also Ihre Möbel vor dem Kauf ab, um sicherzustellen, dass der Roboter darunter passt.

Mit einem schlankeren Gerät geht eine niedrigere Reinigungsleistung einher. Eine hohe Saugkraft ist speziell bei Teppichen erforderlich, wohingegen für glatte Böden geringere Leistungswerte ausreichen. Um größere Schmutzpartikel beziehungsweise hohe Schmutzaufkommen einsaugen zu können, benötigt der Saug-Wisch-Roboter eine gewisse Leistungsfähigkeit. Doch selbst die leistungsstärksten Modelle kommen auf nicht mehr als 20 bis 50 Watt. Zum Vergleich: Die Werte von Bodenstaubsaugern liegen im oberen dreistelligen Bereich.

Die Größe der Tanks

Höherwertige Modelle besitzen eine Kombination aus Schmutz- und Wasserbehälter. Je kleiner der Staubauffangbehälter ist, desto häufiger müssen Sie ihn entleeren. Ähnliches gilt auch für den Wassertank: Je kleiner seine Kapazität ausfällt, desto häufiger müssen Sie ihn auffüllen. Je nach Modell haben die Behälter ein Volumen zwischen 300 und 750 Millilitern. 500 Milliliter Wasser reichen für Flächen von etwa 30 bis 40 Quadratmetern. In der Regel ist der Wassertank entnehmbar, damit Sie ihn bequem am Waschbecken befüllen können.

Der Akku: Die Lauf- und Ladezeit

Die Antriebsenergie beziehen Saug-Wisch-Roboter aus Lithium-Ionen-Akkus. Eine hohe Akkulaufzeit ist wichtig, damit Ihr Gerät einen möglichst großen Bereich abfährt, bevor es zu seiner Ladestation zurückkehren muss. Abhängig davon, wie groß Ihre Wohnung ist, empfiehlt sich eine Laufzeit von 90 bis 120 Minuten. Je nach Modell können die Roboter zwischen 60 und 180 Quadratmeter in einem Arbeitsgang reinigen, bevor sie wieder aufgeladen werden müssen. Für kleinere Wohnungen reicht eine geringere Laufzeit.

Die Akkuleistung muss also zum Raum passen. Daneben spielt der Verschmutzungsgrad bei der Wahl der Akkulaufzeit eine Rolle. Schließlich müssen die Roboter mehrfach über stärker betroffene Stellen fahren, was wiederum mehr Akkuleistung kostet. Haushalte mit Kindern oder Haustieren sollten sich also ein Gerät mit einer möglichst langen Akkulaufzeit aussuchen.

Während hochwertige Putzroboter den Akkustand überwachen und rechtzeitig von selbst ihre Ladestation anfahren, müssen Sie günstigere Modelle an ihrem Ausgangspunkt abholen. Mitunter bleiben sie auch einfach liegen, sobald ihr Akku leer ist, was wiederum eine Stolperfalle birgt. Die Ladezeiten liegen bei zwei bis sechs Stunden.

Die Steuerung: Klassisch oder smart?

Inzwischen lassen sich nahezu alle Geräte entweder per Fernbedienung oder App steuern. Diese Gadgets bieten den Vorteil, dass Sie den Roboter bequem aus der Ferne, etwa vom Sofa oder von der Terrasse, dirigieren können. Dementsprechend lässt sich auch der Reinigungsvorgang von überall aus überwachen. Mit einem Timer legen Sie bestimmte Reinigungszeiten fest. Sie können also das Gerät seine Arbeit verrichten lassen, wenn Sie gerade nicht vor Ort sind; so ersparen Sie sich etwaige Unannehmlichkeiten wie das Dauersurren. Manche Modelle schicken sogar Videos in Echtzeit auf das Handy. Damit behalten Sie den Reinigungsprozess stets im Auge.

Nicht zuletzt sind die Roboter meist zusätzlich über direkt am Gerät angebrachte Tasten bedienbar. Darüber können Sie die Reinigung starten, den Roboter zum Aufladen in die Docking-Station schicken oder verschiedene Modi einstellen. Dazu gehören unter anderem ein Eco-Modus sowie ein Programm zur Tiefen-, Punkt-, Flächen-, Rand- und Eckenreinigung. Hierfür ist praktischerweise kein Setup, etwa per WLAN- oder Bluetooth, nötig.

Damit die Hightech-Putzhilfe im Alltag schnell und einfach nutzbar ist, sollte sie über ein übersichtliches, gut lesbares Display verfügen und sich mit wenigen Knöpfen beziehungsweise Schaltern bedienen lassen. Doch wie intelligent sollte der Saug-Wisch-Roboter für ein möglichst komfortables, aber unkompliziertes Handling sein? Je mehr Sensoren beziehungsweise Funktionen verbaut sind, desto besser kommt das Gerät allein zurecht. Bei größeren zu reinigenden Flächen spart ein intelligentes Vorgehen also durchaus Zeit.

Steuerung per Sprachbefehl

Der Einsatz einer Sprachsteuerung, sei es Alexa oder Google Home, ermöglicht es, den Saug-Wisch-Roboter mit der eigenen Stimme zu starten beziehungsweise stoppen oder in die Aufladestation zu schicken.

Das Zubehör: Vom Staubbehälter bis zur Tierhaarbürste

Unabhängig von der jeweiligen Marke und dem Modell kommen Saug-Wisch-Roboter für gewöhnlich zumindest mit

  • einem Staubbehälter,
  • einem Wassertank,
  • einem (HEPA-)Filter,
  • einem Mikrofasertuch,
  • einem Ladegerät und
  • einer Fernbedienung.

Zusätzlich enthalten manche Geräte im Lieferumfang eine Schnellladestation sowie verschiedene Reinigungstücher und Bürsten für unterschiedliche Bodenbeläge oder zur Entfernung von Tierhaaren.

HEPA-Filter: Ideal für Allergiker

Achten Sie darauf, dass ein hochwertiger Filter, im Idealfall ein HEPA-Filter („High Efficiency Particulate Air“), verbaut ist. Schließlich macht ein Saug-Wisch-Roboter, der zunächst den Staub einfängt und anschließend Feinstaub in die Luft zurückbläst, die ganze Arbeit zunichte. Die hochwirksamen HEPA-Filter sind besonders in Haushalten mit Allergikern empfehlenswert.

Der Preis: Vorsicht vor den Folgekosten

Der Preis eines Saug- und Wischroboters hängt vom jeweiligen Model, genauer gesagt dessen Leistungsumfang und Größe, ab. Für kleinere, weniger verschmutzte Haushalte erhalten Sie bereits für 150 bis 200 Euro eine solide Unterstützung. Premium-Modelle mit hochqualitativen Sensoren kosten dagegen nicht selten über 500 Euro. Allergiker müssen meist mehr investieren, da hochwertige Filter mit hohen Kosten zu Buche schlagen.

Bei einem täglichen Einsatz entstehen Folgekosten, die nicht zu unterschätzen sind. Gemeint sind hier weniger die Kosten für das Wasser, sondern vielmehr für die Reinigungsmittel sowie die Wischtücher. Häufig sind es insbesondere günstigere Geräte, die mit teuren Verbrauchsmaterialien das Portemonnaie belasten. Somit relativiert sich der geringere Anschaffungspreis mit der Zeit. Mehrwegtücher müssen Sie nicht nach jedem Einsatz entsorgen, sondern lediglich ab und an in der Waschmaschine reinigen. Das kommt nicht nur Ihrem Geldbeutel, sondern auch der Umwelt zugute.

Hinweise zur Nutzung und Pflege

Saug-Wisch-Roboter sind zwar eine praktische Ergänzung zum herkömmlichen Staubsauger, insbesondere in Haushalten mit Kleinkindern und Tieren, allerdings sorgt ihre Arbeit eher oberflächlich für blanke Böden – lupenreine Sauberkeit sollten Sie deshalb nicht erhoffen. Damit keine groben Verschmutzungen liegen bleiben, bieten sich am besten Räume mit glatten Böden und überschaubarer Einrichtung an. Vor allem in verwinkelten, zugestellten Zimmern mit Hochflorteppich kommen die kleinen Roboter schnell an ihre Grenzen.

Damit Ihre neue Haushalthilfe so effizient wie möglich arbeitet, sollten Sie folgende Tipps und Hinweise beherzigen:

  • Achten Sie darauf, dass Ihr Holzboden versiegelt ist, da andernfalls Wasserschäden entstehen können, wenn Nässe in die Fugen eintritt.
  • Entfernen sie im Vorfeld lose Kabel oder Spielzeug sowie alles, was sich im Gerät verfangen könnte, vom Boden.
  • Rollen Sie die Teppichkanten auf, wenn Sie gewährleisten möchten, dass der Roboter einen Bogen darum macht. Alternativ können Sie virtuelle Grenzen um Teppiche errichten.
  • Nutzen Sie im Idealfall möglichst kalkfreies Wasser. Damit beugen Sie Kalkablagerungen vor, die die Wasserpumpe verstopfen können.
  • Geben Sie nur das vom Hersteller mitgelieferte Reinigungsmittel hinzu. Durch die Verwendung anderer, mitunter aggressiver Bodenreiniger könnte das Gerät Schaden nehmen.

Vorsicht mit Haustieren

Falls Sie ein Kleintier wie einen Hamster, ein Meerschweinchen oder einen Wellensittich haben, stellen Sie sicher, dass es sich während des Reinigungsvorgangs im geschlossenen Käfig befindet. Lassen Sie zudem Hunde und Katzen nicht unbeaufsichtigt mit dem Gerät.

Um lange Freude an Ihrem Saug-Wisch-Roboter und vor allem an dessen konstanter Leistung zu haben, ist es außerdem unabdingbar, dass Sie pflegsam damit umgehen:

  • Leeren Sie den Staubbehälter nach jedem Einsatz aus und säubern Sie ihn zumindest einmal wöchentlich mit etwas Wasser.
  • Klopfen Sie den Filter regelmäßig aus, idealerweise nach jedem Reinigungszyklus. Für den Fall, dass er waschbar ist, reinigen Sie ihn alle paar Wochen in der Waschmaschine.
  • Entleeren Sie den Wassertank nach jedem Wischvorgang und spülen Sie ihn anschließend aus.
  • Waschen Sie das Wischtuch, falls es sich um ein Mehrwegtuch handelt, regelmäßig bei 40 bis 60 Grad Celsius in der Waschmaschine.
  • Befreien Sie die Bürsten von Haaren oder anderen hartnäckigen Verschmutzungen.
  • Wischen Sie mindestens einmal im Monat mit einem weichen Tuch über die Sensoren sowie die Ladekontakte.

Die Verbrauchsmaterialien sollten Sie regelmäßig auswechseln:

  • die Seitenbürsten nach etwa 200 Stunden,
  • die Hauptbürste nach etwa 300 Stunden,
  • den Filter nach etwa 150 Stunden aus und
  • das Wischtuch nach etwa 300 Stunden.

Weiterführende Testberichte

Achtung: Da es uns nicht möglich war, die Produkte selbst zu testen, handelt es sich hierbei um einen Vergleich von Saug-Wisch-Robotern.

Saug-Wisch-Roboter-Tests sind im Internet bislang Mangelware. Weder ÖKO-TEST noch die Stiftung Warentest nahmen die Hybridmodelle in einem exklusiven Test unter die Lupe. Die Tester der Stiftung Warentest testeten im Jahr 2019 lediglich acht Staubsauger-Roboter. Anfang 2020 kamen jedoch zwei reine Wischroboter sowie fünf Saug-Wisch-Roboter hinzu.

Bei den Kombigeräten fielen die Bewertungen eher dürftig aus: zwei Testgeräte erhielten das Testurteil „Befriedigend“, drei lediglich ein „Ausreichend“. Als Testsieger mit der Testnote 3,1 ging der Deebot Ozmo 930 von Ecovacs, das teuerste Gerät im Test, hervor. Auf dem zweiten Platz landete der Xiaomi Roborock S63 mit der Testnote 3,5. Drittplatzierter wurde der Zaco A9s mit der Testnote 3,9. Die beiden letzten Plätze folgen dicht aufeinander: der Medion MD 18501, das günstigste Testmodell, mit der Testnote 4,1 und der Proscenic 790T mit der Testnote 4,2.

Zu den Testkriterien gehörten neben dem „Saugen“ und „Wischen“ als zwei separate Kategorien auch die „Navigation“, die „Handhabung“, die „Umwelteigenschaften“, die „Sicherheit“ und das „Datensenderverhalten der Apps“. Vor allem in den Testbereichen „Saugen“ und „Wischen“, also den beiden grundlegenden Kriterien, vergaben die Tester wenig zufriedenstellende Noten. In den Testkategorien „Navigation“, „Handhabung“ und „Umwelteigenschaften“ lagen sie im mittleren Spektrum. Zumindest die „Sicherheit“ wurde bei allen Testgeräten mit einer Ausnahme, dem Testmodell von Xiaomi, als „Sehr gut“ eingestuft.