Wasserkocher-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

  • Das Wichtigste in Kürze
  • Wasserkocher sind elektrisch betriebene Geräte, die speziell für die Erhitzung von Wasser bis zur Kochtemperatur gedacht sind.
  • Ein Wasserkocher ist überall einsetzbar, wo eine Steckdose zur Verfügung steht.
  • Die Sicherheit ist ein wichtiger Aspekt: Moderne Wasserkocher sind mit einem Überhitzungsschutz ausgestattet. Außerdem muss darauf geachtet werden, dass das Gerät außerhalb der Reichweite von Kindern betrieben wird.
  • Wasserkocher sind mit unterschiedlichem Fassungsvermögen und in diversen Designs erhältlich.
  • Der Wasserkocher erleichtert die Zubereitung von heißem Wasser erheblich. Sie benötigen keine Kochplatte und keinen separaten Topf, sondern lediglich elektrischen Strom. Das Gerät arbeitet schnell und effizient.

Was ist ein Wasserkocher und welche besonderen Merkmale hat er?

Der Wasserkocher gehört zu den elektrisch betriebenen Kleingeräten. Er dient dazu, Wasser schnell zu erhitzen. Für die Zubereitung von Tee und Kaffee ist das praktische Gerät optimal geeignet. Heißes beziehungsweise kochendes Wasser ist auch für viele andere Tätigkeiten in der Küche wichtig. Während die Kochplatte am Herd viel Strom verbraucht, ist der Energieeinsatz beim Betrieb des Wasserkochers vergleichsweise niedrig. Es lohnt sich also, Wasser zum Kochen von Nudeln zuerst im Wasserkocher zu erhitzen und dann in den eigentlichen Kochtopf umzufüllen. Die Zeit- und Energieeinsparung ist beträchtlich. Zudem sind etliche Fertiggerichte mit heißem Wasser im Handumdrehen zubereitet. Ein Wasserkocher leistet im Privathaushalt gute Dienste. Sinnvoll ist die Nutzung auch immer dann, wenn keine andere Kochgelegenheit zur Verfügung steht. Im Büro oder in der Werkstatt ist der Gebrauch überaus praktisch – eine Steckdose genügt!

Wie funktioniert ein Wasserkocher?

Typischer Wasserkocher

Die Funktionsweise beruht darauf, dass mit einer integrierten Heizspirale Hitze erzeugt wird. Wenn die Kochtemperatur erreicht ist, schaltet sich das Gerät aus Sicherheitsgründen ab. Bei einigen Geräten ist die Heizspirale direkt im eigentlichen Wasserbehälter untergebracht. Üblich sind auch Bauweisen mit gedruckten Schaltungen. Bei der Nutzung Letzterer muss besonders auf die Sicherheit geachtet werden, weil der Wasserkocher unmittelbar mit der Steckdose verbunden ist. Bei den anderen Modellen, die weitaus häufiger auf dem Markt sind, nehmen Anwender nur die Kanne vom Sockel ab.

Das erhöht die sichere und gefahrlose Nutzung erheblich. Die Bezeichnung für solche Geräte lautet „kabellos“, was nicht völlig richtig ist: Für den Gebrauch und die Erhitzung ist natürlich ein Stromkabel erforderlich. Lediglich zum Ausgießen des heißen Wassers wird die Kanne vom Sockel genommen. Der Kontaktsockel mit der Kabelverbindung bleibt stehen, das Gefäß ist frei beweglich.

Die Vorteile eines Wasserkochers auf einen Blick
  • Zubereitung von heißem, kochendem Wasser in sehr kurzer Zeit
  • Gerät überall einsetzbar, wenn elektrischer Strom vorhanden ist
  • Kein separater Topf für die Wassererhitzung notwendig
  • Geeignet für kleine und große Haushalte
  • Geringe Energiekosten im Vergleich zur Erhitzung von Wasser auf dem Herd
Ein kleiner Rückblick: Vom Tauchsieder bis zum Wasserkocher

Der Tauchsieder ist ein schon fast historisch zu nennendes Gerät. Er gilt als Vorläufer für moderne Produkte zur schnellen und effizienten Wassererhitzung. Dabei handelt es sich um eine Metallspirale an einem Kabel mit Stecker. Die Spirale kommt in ein passendes, mit Wasser gefülltes Gefäß. Wird die Stromverbindung hergestellt, erhitzt sich die Spirale und dementsprechend das Wasser. Tauchsieder waren früher oft die einzige Möglichkeit, ohne Herd heißes Wasser zu produzieren. Die Geräte sind in unterschiedlichen Größen auf dem Markt. Die Benutzung eines Tauchsieders war (und ist es noch) mit zahlreichen Gefahrenquellen verbunden. Schon die Verbindung von Wasser und elektrischem Strom birgt etliche Risiken. Außerdem gelten allgemeine Sicherheitsvorschriften: Der Tauchsieder darf nur unter Aufsicht betrieben werden. Wenn Kinder in der Nähe sind, sind ein ausreichend großer Sicherheitsabstand und ein fester, sicherer Standplatz für das Gefäß besonders wichtig. Andererseits gibt es zum Beispiel sehr kleine Modelle, die sich perfekt als Reisetauchsieder eignen. Im Gepäck beansprucht ein solches Gerät nur wenig Platz, man kann aber trotzdem überall heißes Wasser zubereiten, wenn eine Steckdose verfügbar ist. Das Funktionsprinzip ist bei Wasserkochern ähnlich, nur wesentlich komfortabler.

Welche Typen von Wasserkochern gibt es?

Man unterscheidet Geräte mit und ohne Kontaktsockel sowie solche mit verdeckten und mit freiliegenden Heizelementen. Außerdem gibt es optische Unterschiede, die hauptsächlich auf dem verwendeten Material und der Form des Wassergefäßes beruhen.

Wasserkocher mit Kontaktsockel

Wenn der Wasserkocher mit einem Sockel ausgestattet ist, befindet sich das Heizelement im unteren Teil des Wassergefäßes. Das Gerät lässt sich nur einschalten, wenn das Gefäß fest auf dem Kontaktsockel steht. Zum Ausgießen des heißen Wassers nehmen Anwender das Wassergefäß vom Sockel ab. Der Sockel ist mit einem Zuleitungskabel mit der Steckdose verbunden. Ein solcher Wasserkocher heißt deshalb im allgemeinen Sprachgebrauch „kabelloser Wasserkocher“. Außerdem muss vor der Inbetriebnahme der Deckel des Kochgefäßes geschlossen sein. Das verhindert die Verdunstung des Wassers. Der Deckel ist außerdem wichtig für die Abschaltung. Beim Erreichen der Kochtemperatur schaltet sich das Heizelement selbstständig ab. Damit lässt es sich verhindern, dass das Gerät wieder heizt, wenn das Gefäß erneut auf den Sockel gestellt wird. Wasserkocher dürfen nur mit eingefülltem Wasser betrieben werden, sonst droht Brandgefahr.

Moderne Geräte sind mit einem Überhitzungsschutz ausgestattet. Generell gilt der kabellose Wasserkocher als sicherer als Geräte, bei denen sich das Heizelement direkt im Gefäß befindet.

ProKontra
Extra StromversorgungKeine
Kabelloser Umgang beim Ausgießen
Schnelle Heißwasserzubereitung

Wasserkocher ohne Sockel

Bei Geräten ohne Sockel ist das Stromteil mit dem Kochgefäß verbaut. Das Heizelement liegt bei diesen Wasserkochern ebenfalls direkt im Gefäß. Es kann sich um eine sichtbare Heizspirale handeln, möglich sind aber auch verdeckte Bauweisen. Die Funktionsweise ist ansonsten gleich wie bei einem kabellosen Wasserkocher: Wasser einfüllen, Deckel schließen, Gerät an die Steckdose anschließen, Einschalter betätigen und kurz warten. Vor dem Ausgießen sollte das Gerät von der Stromversorgung getrennt werden. Die automatische Abschaltung bietet einen zuverlässigen Schutz vor Überhitzung und verhindert, dass das Wasser erneut zu kochen beginnt.

ProKontra
Kompakte BauweiseMehr Vorsicht beim Ausgießen erforderlich
Alles an einem Platz

Wasserkocher mit verdecktem Heizelement

Bei dieser Art von Wasserkochern verdeckt ein Edelstahlboden das Heizelement. Dadurch steigen während des Erwärmens durchgängig Siedebläschen nach oben, was zu einer höheren Geräuschentwicklung führt als bei Wasserkochen mit freiliegender Heizspirale. Einige Wasserkocher mit verdecktem Heizelement beinhalten daher eine Funktion zum langsameren und damit leiseren Erhitzen. Am Boden des Wasserkochers bildet sich schnell Kalk. Diesen können Verbraucher aber schnell und einfach durch regelmäßiges Ausspülen mit kaltem Wasser entfernen. Entkalken ist bei dieser Art von Wasserkochern in der Regel nicht notwendig.

ProKontra
Heizelement wird geschützt Recht hohe Lautstärke
Einfache Reinigung
Ansprechende Optik

Wasserkocher mit freiliegendem Heizelement

Bei dieser Geräteart ragt die Heizspirale in das innere des Kochgefäßes, wo sie das Wasser erwärmt. Dadurch, dass das Heizelement nicht geschützt wird, lagert sich dort schnell Kalk ab, was ein regelmäßiges Entkalken notwendig macht. Darüber hinaus müssen Anwender beachten, dass die Heizspirale beim Kochen immer vollständig mit Wasser bedeckt ist. Das Kochen kleiner Wassermengen ist also nicht möglich. Dafür sind Wasserkocher mit freiliegendem Heizelement meist sehr leise im Betrieb.

ProKontra
GeräuscharmRegelmäßiges Entkalken notwendig
Nicht zum Kochen kleiner Wassermengen geeignet

Übliche Materialien für Wasserkocher

Wasserkocher Materialien

Der Sockel besteht entweder aus Kunststoff oder aus Metall. Das Wassergefäß kann aus Kunststoff, Metall oder Glas hergestellt sein. Kunststoff bietet wegen der geringeren Wärmeleitfähigkeit den Vorteil, dass die äußere Oberfläche sich weniger stark erhitzt. Der Inhalt bleibt länger heiß. Der verwendete Kunststoff muss lebensmittelecht sein. Bei Gefäßen aus Metall erhitzt sich die Außenseite stark. Glas wird ebenfalls recht heiß. Generell ist beim Umgang mit einem Wasserkocher Vorsicht angesagt!

Gefäße aus Kunststoff oder Metall sind in vielen Farben auf dem Markt. So passt der Wasserkocher auch optisch zur Küche oder zu den sonstigen Küchenkleingeräten wie Toaster oder Eierkocher. Bei Wasserkochern aus Metall sind viele Optiken möglich: Edelstahl, Chrom oder Alu, Hochglanz, matt oder gebürstet sowie Lackierungen in vielen Farben – der Fantasie der Küchengeräte-Designer sind fast keine Grenzen gesetzt.

Wasserkocher mit einem Gefäß aus Glas sind zunehmend beliebt. Dazu trägt einerseits der Wunsch vieler Verbraucher bei, die auf Plastik und Kunststoffe weitgehend verzichten möchten. Andererseits bieten Wasserkocher aus Glas einen sehr dekorativen Anblick.

Diverse Formen für das Wassergefäß

Wasserkocher Formen

Der Verbraucher hat die Wahl: Wasserkocher gibt es mit einem Wasserbehälter in Kannenform, als Krug oder Kessel. Teilweise sind auch extravagante Formen auf dem Markt, besonders dann, wenn es sich um Modelle von renommierten Designern handelt. Wichtig ist bei allen Bauformen ein sicherer und stabiler Griff, der auch hitzeisoliert sein muss. Der Deckel sollte sich weit öffnen lassen. Beim Ausgießer ist ein feinmaschiges, integriertes Sieb sinnvoll.

Spezielle Aspekte bei der Temperaturwahl

Wasserkocher schräg

Einfachere Modelle erhitzen das Wasser bis zum Siedepunkt und schalten sich dann ab. Im Handel sind jedoch auch Wasserkocher mit diversen Sonderfunktionen erhältlich. Wer heißes Wasser überwiegend für die Teezubereitung braucht, entscheidet sich vielleicht für einen Wasserkocher, bei dem sich die Temperatur individuell einstellen lässt. Für etliche Teesorten ist eine Temperatur von 90 Grad Celsius ideal, in diesem Fall wird der Wasserkocher auf die gewünschte Temperatur eingestellt.

Praktisch sind auch Geräte, die das Wasser erst zum Kochen bringen und dann nach dem Abkühlen auf der gewünschten Temperatur halten – optimal für die Zubereitung von Babynahrung, bei der das Wasser abgekocht sein muss. Der Nachteil liegt darin, dass diese Geräte wegen der speziellen Warmhaltefunktion mehr Energie verbrauchen als normale Wasserkocher.

Besondere Geräte für die Heißwasserbereitung

Der Wasserkocher ist in fast jedem Haushalt anzutreffen. Es gibt jedoch auch noch andere Geräte für die Heißwasserzubereitung.

Beim Kochendwassergerät oder Boiler handelt es sich um ein Gerät, das fest an der Wand über dem Spülbecken installiert ist. Es hat einen direkten Zulauf über die normale Kaltwasserleitung. Üblich sind Füllmengen bis zu fünf Litern, am Gerät ist eine Skala angebracht. Das kochende Wasser entnimmt man über einen separaten Wasserhahn. Heißwasser-Boiler waren früher sehr gebräuchlich. Seit jedoch in den allermeisten Haushalten die reguläre Versorgung mit heißem Wasser zum Spülen und Putzen über den Wasserhahn sichergestellt ist, finden Boiler inzwischen nur noch selten Verwendung. Hauptsächlich sind Kochendwassergeräte nur noch in Altbauten zu finden, bei denen keine andere Heißwasserversorgung über die Wasserleitung möglich ist. Der Vorteil gegenüber dem mobilen Wasserkocher liegt darin, dass die Nutzung sehr sicher ist. Bei einem Fassungsvermögen von fünf Litern sind größere Mengen Heißwasser möglich als beim Wasserkocher mit ein bis zwei Litern. Als Nachteil gilt die schwierige Reinigung, auch der Platzbedarf muss berücksichtigt werden. Zudem sind Boiler in der Anschaffung und bei der Montage teurer als ein Wasserkocher.

Der Heißwasserspender kommt sehr selten vor. Er gleicht in der Funktionsweise einer Mischung aus Durchlauferhitzer und Wasserkocher.

In Japan ist die sogenannte elektrische Kanne üblich. Dieses Gerät hält ständig heißes Wasser auf einer vorgegebenen Temperatur bereit. Nach einem ähnlichen Prinzip arbeitet der Samowar, der hauptsächlich in der Türkei, im orientalischen Raum und in Russland verbreitet ist.

Die Kaufberatung: Wichtige Kriterien beim Kauf eines Wasserkochers

Welcher Wasserkocher ist der richtige? Hier spielen Ihre persönlichen Wünsche eine wichtige Rolle. Grundsätzlich arbeiten alle Geräte energieeffizient. So ist oft die Optik ausschlaggebend, denn der Wasserkocher verschwindet meist nicht im Küchenschrank, sondern steht auf der Arbeitsplatte und ist ständig einsatzbereit. Grundsätzlich ist die kabellose Variante bei zweiteiligen Geräten mit Kontaktsockel sicherer als einteilige Wasserkocher. Zudem geht die Tendenz zu wartungsärmeren Wasserkochern mit verdecktem Heizelement.

Wasserkocher Grafik

Material und Design

Wählen Sie also zunächst, ob Sie einen einteiligen Wasserkocher oder ein Gerät mit Kontaktsockel bevorzugen. Dann folgt die Entscheidung, ob der Wasserkocher aus Glas, Kunststoff oder Metall sein soll. Die Modelle mit Kochgefäßen aus Glas oder Metall sind meist etwas teurer, aber dafür in einer hochwertigen Einbauküche auch ein schöner Blickfang. Die unterschiedlichen Designs reichen von nostalgisch über klassisch-modern bis hin zu extravaganten Objekten.

Wasserkocher Grafik

Das Fassungsvermögen des Wasserkochers

Ein weiterer wichtiger Faktor ist das Fassungsvermögen. Auf dem Markt finden sich Wasserkocher mit einem Füllvolumen von ein bis zwei Litern, seltener sind kleine Modelle für einen halben Liter. Richten Sie sich bei der Entscheidung über das Fassungsvermögen nach den üblichen Mengen in Ihrem Haushalt.

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Die Leistung eines Wasserkochers

Die Heizleistung bei modernen Wasserkochern liegt zwischen 600 bis 3.100 Watt. Wenn die Leistung höher ist, ist die Kochzeit kürzer. Auch an die Umgebung wird weniger Wärme abgegeben. Ein Hochleistungsgerät bietet also eine bessere Energiebilanz. Dabei gilt es aber auch zu berücksichtigen, dass der Energieverbrauch bei Wasserkochern ohnehin recht niedrig ist.

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Wie laut ist ein Wasserkocher?

Grundsätzlich sind Wasserkocher mit verdecktem Heizelement im Betrieb lauter als solche mit freiliegendem Heizelement. Je schneller der Wasserkocher arbeitet, umso höher ist die Geräuschentwicklung. Geräuschempfindliche Nutzer sollten sich für ein Modell entscheiden, das das Wasser langsamer erhitzt.

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Die Handhabung beim Befüllen

Der Deckel sollte sich weit aufklappen lassen, dann kann das Gefäß direkt unter dem Wasserhahn befüllt werden. Gute Wasserkocher haben eine von außen sichtbare Skala, so ist der jeweilige Füllstand leicht nachvollziehbar. Bitte niemals über die Höchstmarkierung hinaus Wasser einfüllen, das Gerät arbeitet sonst nicht mehr richtig.

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Besondere Ausstattungsmerkmale

Wasserkocher mit einem Gefäß aus Glas können zusätzlich mit einer LED-Beleuchtung versehen sein. Beim Gebrauch ergeben sich faszinierende Lichtspiele, die den Wasserkocher zu einem tollen Eyecatcher in der Küche machen. Ebenfalls ein schöner Blickfang ist ein Wasserkocher, der zum Design des Geschirrs passt. Etliche Porzellanmanufakturen haben eine Kooperation mit Wasserkocher-Produzenten, so dass eine gemeinsame Designlinie umgesetzt werden kann.

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Die Temperaturwahl

Der gewöhnliche Wasserkocher erhitzt Wasser bis zum Siedepunkt und schaltet sich dann ab. Für den individuellen Gebrauch kann jedoch ein Gerät mit einer besonderen Temperaturwahl sinnvoll sein. Teetrinker schätzen es, wenn sie die Temperatur exakt wählen können. Für Früchte- und Kräutertee sollte das Wasser sprudelnd kochen, ideal ist eine Temperatur zwischen 95 und 100 Grad Celsius. Schwarztee gelingt gut mit einer Wassertemperatur von etwa 90 bis 95 Grad Celsius. Für grünen, weißen und gelben Tee sind Temperaturen von 70 bis 75 Grad Celsius optimal.

Sicherheitshinweise zum Gebrauch eines Wasserkochers

Wie bei allen elektrischen Geräten gelten einige Sicherheitsbestimmungen. Grundsätzlich haben gute Geräte bestimmte Kennzeichnungen. Das Siegel GS steht für Geprüfte Sicherheit. Auch das TÜV-Siegel gilt als gutes Entscheidungskriterium. Nehmen Sie Abstand von Billiggeräten, die schon auf den ersten Blick wackelig aussehen. Das Gerät muss unbedingt einen festen Stand haben und darf nicht kippen. Außerdem sollte es stets außerhalb der Reichweite von Kindern betrieben werden. Besondere Vorsicht gilt bei eventuell herabhängenden Kabeln, an denen der Wasserkocher samt Inhalt heruntergerissen werden kann. Auch nach dem Erhitzen kann die äußere Oberfläche eine Zeitlang noch recht heiß sein. Vor der Reinigung bitte den Stecker ziehen!

Hinweise zur Pflege, Wartung und Entkalkung

Wasserkocher offen

Moderne Wasserkocher sind nicht besonders pflegeintensiv. Das Gefäß lässt sich außen mit einem feuchten Tuch abwischen und – je nach Material – gegebenenfalls nachpolieren. Innen spülen Sie das Gefäß nur mit klarem Wasser aus. Entkalken ist bei Wasserkochen mit verdeckter Heizspirale nur selten notwendig. Die Kalkpartikel, die im Wasser enthalten sind, sammeln sich am Boden des Gefäßes, werden abgesprengt und verteilen sich im Wasser. Beim Ausgießen hält ein feines Sieb die Kalkteilchen zurück. Kontrollieren Sie ab und zu den Zustand im Inneren des Gefäßes.

Wenn sich tatsächlich Kalk festgesetzt hat, ist ein handelsüblicher Entkalker die beste Lösung. Entkalkungsmittel auf Basis von Zitronensäure oder Essig sind gesundheitlich unbedenklich. Zudem informiert jeder Hersteller in der Gebrauchsanweisung, welcher Entkalker verwendet werden soll.

Der Kontaktsockel darf nicht mit Wasser in Berührung kommen. Achten Sie bei der Reinigung darauf, dass der Stecker gezogen ist. Dann können Sie den Sockel abwischen, er muss aber vollständig trocken sein, bevor das Gerät wieder in Betrieb genommen wird.

Nicht zu empfehlen: Die Gulaschsuppe im Wasserkocher

Obwohl die Hersteller ausdrücklich darauf hinweisen, dass sich die Geräte nur zum Erhitzen von Wasser eignen, verwenden einige Verbraucher den Wasserkocher zum Erhitzen von Milch, Dosensuppen oder Würstchen. Verboten ist es natürlich nicht, aber auch nicht sinnvoll. Das Gefäß ist danach nur sehr schwer wieder zu reinigen. Besonders bei offenen Heizspiralen kann es zu Verkrustungen und Verklebungen kommen. Also: Wer am Arbeitsplatz keine richtige Gelegenheit zum Kochen hat, ist mit einer einzelnen Kochplatte oder einem Mikrowellengerät wesentlich besser beraten als mit einem Wasserkocher, der zweckentfremdet wird.