Wassersprudler-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

  • Das Wichtigste in Kürze
  • Wassersprudler ermöglichen durch Zugabe von Kohlenstoffdioxid in Leitungswasser unter Druckatmosphäre die Herstellung von gesprudeltem und gesundem Tafelwasser zu Hause.
  • Neben vielen anderen positiven Aspekten ermöglichen Wassersprudler den täglichen Konsum von gesprudeltem Wasser ohne das Schleppen von Getränkekisten.
  • Bei der Auswahl des geeigneten Wassersprudlers sollten Verbraucher neben einer angenehmen Bedienbarkeit vor allem auf eine gute Verfügbarkeit von Ersatzteilen wie Ersatzsprudlerflaschen und CO₂-Zylindern achten.
  • Bei regelmäßiger Pflege und Reinigung der einzelnen Komponenten kann sich die Anschaffung eines Wassersprudlers auch in finanzieller Hinsicht rasch bezahlt machen.

Wassersprudler erobern die Haushalte

Was trinken die Deutschen am liebsten? Im Rahmen der üblichen Klischees gedacht, ist man geneigt, diese Frage mit „Bier“ oder „Kaffee“ zu beantworten. Überraschenderweise ist die Antwort jedoch viel banaler als mancher vermutet: 86,7 Prozent der Deutschen geben an, dass es sich bei ihrem Lieblingsgetränk tatsächlich um das Mineralwasser handelt. Das flüssige Lebenselixier verweist gar mit gebührendem Abstand Fruchtsäfte und -nektare mit 56,6 Prozent, Kaffee mit 49,2 Prozent, Cola mit 42,6 Prozent und Bier mit 38,9 Prozent auf die Plätze. 144 Liter Mineralwasser trinkt jeder Deutsche im Durchschnitt pro Jahr.

Mineralwasser – Das Lieblingsgetränk der Deutschen

Ganz hoch im Kurs steht bei den Deutschen der Sprudel. Über die Hälfte der Verbraucher bevorzugt Wasser in der Classic-Variante, das heißt stark gesprudeltes Wasser. Fast ein Drittel der Bevölkerung genießt am liebsten die Medium-Variante mit wenig Kohlensäure. Insgesamt trinken mehr als 84 Prozent der Deutschen mit Kohlensäure versetztes Wasser. Deutschland hat damit den größten Sprudelwasser-Konsum pro Kopf weltweit, und der Absatzmarkt von Mineralwasser befindet sich seit Jahren im steten Aufschwung.

Konstant wachsender Beliebtheit erfreuen sich vor diesem Hintergrund natürlich auch Trinkwassersprudler.

Was ist ein Wassersprudler?

Ein Trinkwassersprudler oder Wassersprudler ist ein Haushaltsgerät, mit dem der Konsument gewöhnliches Leitungswasser unter Druckatmosphäre mit Kohlenstoffdioxid (CO₂) versetzen kann, um so sein eigenes kohlensäurehaltiges Tafelwasser herzustellen. Auf diese Weise wird aus stillem Leitungswasser echtes Sprudelwasser. Alles, was man dazu benötigt, lässt sich an einer Hand abzählen: Leitungswasser, CO₂-Zylinder und Wassersprudler. Der Sprudler ermöglicht es jedermann, zuhause ohne größeren Zeit- oder Kraftaufwand Trinkwasser mit Kohlensäure in Sprudelwasser zu verwandeln.

Wachsende Beliebtheit von Trinkwassersprudlern

Die wachsende Beliebtheit von Mineralwasser wird nur noch getoppt vom enormen Trend zum selbstgesprudelten Wasser. Nach Angaben des Marktführers SodaStream sollen bereits über 1,5 Millionen deutsche Haushalte dessen Geräte nutzen. Selbstverständlich gibt es daneben noch einige andere Hersteller von Wassersprudlern, wie Rosenstein & SöhneAqua BarKitchenAid oder Levivo, deren Produkte ebenfalls in zahlreichen deutschen Haushalten tagtäglich zum Einsatz kommen. Der Hersteller Wassermaxx, dessen Produkte in der vergangenen Dekade sehr weit verbreitet waren, wurde bereits 2009 von SodaStream übernommen. Bereits mehr als jeder vierte deutsche Haushalt karbonisiert sein Leitungswasser selbst.

Welche Vorteile bietet ein Wassersprudler?

Jeder, der gerne Wasser trinkt, jedoch bislang noch keinen Wassersprudler besaß, wird nach den konkreten Vorteilen fragen, die die Anschaffung eines solchen Gerätes mit sich bringt – gerade im Vergleich zum Kauf von herkömmlichem Mineralwasser. Die Gründe, die für die Anschaffung eines Wassersprudlers und den Konsum gesprudelten Leitungswassers sowie gegen den Kauf herkömmlichen Mineralwassers sprechen, sind ebenso zahlreich wie vielfältig. In der Folge erläutern wir die zehn besten Argumente. Wassersprudler sind…

RÜCKENSCHONEND

Das Schleppen schwerer Kisten oder Sechserträger entfällt völlig. Dies ist vor allem für ältere, körperlich eingeschränkte Menschen, Menschen ohne eigenen PKW in abgelegenen Wohnlagen oder Großfamilien eine gewichtige Entlastung.

UMWELTENTLASTEND

Der Nutzer eines Wassersprudlers trägt seinen Teil dazu bei, dass weniger umweltschädliche Plastik-Einwegflaschen energieaufwendig produziert und recycelt werden müssen.

GESUNDHEITSFÖRDERND

Leitungswasser enthält mehr lebenswichtige Mineralien als Mineralwasser und unterliegt strengeren Qualitätsstandards und -kontrollen. Eine Studie des Marktforschungsinstituts GfK stellte zudem heraus, dass Nutzer von Wassersprudlern 59 Prozent mehr Wasser trinken als Verbraucher, die Ihr Wasser kaufen.

LAUFWEGSPAREND

Wenn auch das Einkaufen fürs Wasser nicht völlig der Vergangenheit angehört, da auch CO₂-Zylinder zyklisch eingetauscht werden müssen, so entfällt doch die regelmäßige Rückgabe der Pfandflaschen.

PLATZSPAREND

Die Lagerung von Wasserkästen, Sixpacks, Einzelflaschen und auch des Leerguts entfällt. Der Wassersprudler selbst benötigt vergleichsweise wenig Raum und ist gegebenenfalls auch schnell verstaut. Dies ist vor allem für Mieter kleinerer Stadtwohnungen oder Wohngemeinschaften ein bedeutender Vorteil.

GELDSPAREND

Bei längerer, regelmäßiger Benutzung amortisiert sich die Anschaffung eines günstigen bis mittelpreisigen Wassersprudlers relativ schnell im Vergleich zum Kauf von Marken-Mineralwasser. Teurere Wassersprudler bieten gegenüber dem regelmäßigen Kauf von Discount-Mineralwasser allerdings keine Geldersparnisse.

INDIVIDUELLEN VORLIEBEN ANPASSBAR

Der Konsument muss sich nicht zwischen Classic oder Medium entscheiden, sondern dosiert die gewünschte Sprudelstärke ganz nach eigenem Wunsch.

SCHNELL UND SPONTAN

Der gesamte Sprudelvorgang dauert kaum eine Minute.

VIELSEITIG

Durch Zukauf von Sirup können sprudelnde Erfrischungsgetränke jedweder Art selbst hergestellt werden. Wer beispielsweise Gäste empfängt, muss nicht unterschiedliche Getränke vorab kaufen.

FASZINIEREND

Gerade für Kinder ist das Auslösen und Beobachten des Sprudelvorgangs faszinierend. Die Bedienung eines Wassersprudlers ist förderlich für das Erlernen eines bewussten Umgangs mit der Ressource Trinkwasser.

Aufbau und Nutzung von Wassersprudlern

Aufbau Wassersprudler

Um die Bedienung und Funktionsweise von Wassersprudlern zu verstehen, ist es unerlässlich, sich zunächst näher mit ihrem Aufbau und ihren einzelnen Komponenten zu befassen. Sonderformen wie den Soda Siphon oder portable Sprudlervarianten berücksichtigen wir hier wegen ihres unterschiedlichen Aufbaus und ihrer abweichenden Funktionsweise zugunsten einer besseren Vergleichbarkeit nicht.

Wassersprudler – Wie sind sie aufgebaut?

Nahezu jeder Wassersprudler in unserem Vergleich, ganz gleich, von welchem Hersteller, besteht aus den folgenden, lediglich leicht variierten Grundkomponenten:

1 – Sprudlertaste

Sie dient zum manuellen Auslösen des Sprudelmechanismus. Bei nahezu allen Geräten befindet sich diese Taste auf der Oberseite oder der Vorderseite des Korpus. Einige Geräte sind anstelle eines kleinen Plastikdruckknopfes mit breiteren Tasten, welche mit mehreren Fingern gleichzeitig betätigt werden können, oder mit Hebeln aus Plastik oder Metall ausgestattet. Elektronische Modelle besitzen pro Sprudelprogramm je eine Taste, die per One-Touch mit einmaligem Drücken betätigt wird.

2 – Flaschenaufnahme

Die ist die Verbindungsstelle zwischen dem Korpus des Wassersprudlers und der Flasche. Hierbei gibt es verschiedene Ausführungen, die unterschiedlich leicht zu bedienen sind. Bei der Mehrzahl der Modelle lässt sich die Flaschenaufnahme nach vorne kippen, um das Andocken der Flasche zu erleichtern. Für den Andockmechanismus selbst gibt es verschiedene Varianten. Neben dem klassischen Gewinde zum Einschrauben existieren auch verschiedene Bajonettverschlüsse mit in der Regel vier Plastikfortsätzen am Flaschenhals, die in die Flaschenaufnahme mittels einer Steck-Dreh-Bewegung eingehakt werden, und SNAP-Lock-Mechanismen, bei denen sich nach Berührung automatisch eine Manschette fest um den Flaschenhals legt und diesen drucksicher verschießt.

3 – Abnehmbare Rückwand mit Kohlensäurezylinder

Bei den meisten Modellen setzen Anwender den CO₂-Zylinder nach Herausnahme der Rückwand ein und schrauben diesen unter leichtem Druck nach oben fest. Wenige Modelle bieten alternativ einen abnehmbaren, direkt auf die Flasche aufschraubbaren Kopf.

4 – Sprudlerdüse

Aus ihr tritt nach Betätigung der Sprudlertaste die gewünschte Menge an CO₂ aus und wird unter Druckatmosphäre von bis zu zehn Bar direkt in das Wasser geschossen. Die Düse muss sich dabei unter der Wasseroberfläche befinden. Wie gut sich das CO₂ im Wasser verteilen und in der Folge mit dem Wasser zur Kohlensäure reagieren kann, hängt hauptsächlich von der Verarbeitung und Qualität der Sprudlerdüse ab.

5 – Sprudlerflasche

Je nach Modell sind die druckbeständigen Flaschen in den Materialien PET (Polyethylenterephthalat), Glas oder spülmaschinenfestes PEN (Polyethylennaphthalat) erhältlich. Gängige Größen sind 0,5 Liter und 1,0 Liter.

Wie bedient man den Wassersprudler?

In der Regel benötigt ein Wassersprudler weder einen Stromanschluss noch Batterien. Zunächst muss ein passender CO₂-Zylinder an der Rückseite des Geräts oder in einigen Fällen in ein abnehmbares Kopfteil eingeschraubt werden. Vor dem ersten Gebrauch ist dem Nutzer eine Reinigung der Sprudlerdüse zu empfehlen.

Ein wenig Geschichte am Rande

In Großbritannien werden bereits seit 1903 Wassersprudler hergestellt, die anfangs vor allem in der Gastronomie Anwendung finden. SodaStream bringt Anfang der 1970er Jahre den ersten preisgünstigen Wassersprudler auf den Markt.

Der Verbraucher füllt die Flasche für den Trinkwassersprudler bis zu einer angebrachten Markierung mit Leitungswasser und bringt sie anschließend in die Flaschenaufnahme ein, welche die Flaschenöffnung druckdicht verschließt. Je nach eigenen Vorlieben und gewünschtem Grad des Kohlensäuregehalts löst der Nutzer den Sprudelmechanismus durch ein- oder mehrmaliges Drücken der Sprudlertaste oder Ziehen des Sprudlerhebels aus. Bei elektronisch betriebenen Wassersprudlern existieren mehrere Sprudlertasten, die per One-Touch-System das jeweils gewünschte Programm nach einmaliger Betätigung der entsprechenden Taste selbstständig abspulen.

Über ein Leitungs- und Ventilsystem strömt das Gas direkt ins Wasser, wo es sich mit den Wassermolekülen zu Kohlensäure verbindet.

Nach Abschluss des Sprudelvorgangs entweicht der entstandene Überdruck selbstständig über ein Ventil und der Nutzer kann das Trinkgefäß entnehmen. Das fertig Sprudelwasser wird nun von der Flasche in andere Gefäße (Karaffe, Glasflasche) umgefüllt. Da gekühltes Wasser leichter mit CO₂ zu Kohlensäure reagiert als warmes Wasser, empfiehlt es sich, das Leitungswasser vor dem Aufsprudeln im Kühlschrank zu lagern.

Zubehör für Wassersprudler

Selbstverständlich ist für Wassersprudler eine beträchtliche Menge an Zubehör erhältlich. Dies reicht von durchaus verzichtbaren Artikeln wie herstellereigenen Reinigungstabs, Abtropfständern für Glaskaraffen oder verschiedensten Sirupvarianten bis hin zu mehr oder weniger unverzichtbaren Zubehör- und Ersatzartikeln wie Zusatz- und Ersatzsprudlerflaschen in verschiedenen Materialien und Größen sowie CO₂-Austauschzylindern.

Glas- oder Plastikflaschen?

Es gibt auf beiden Seiten hinreichend gute Argumente, die für oder gegen die Anschaffung eines Wassersprudlers mit Glas- oder Plastikflaschen sprechen. Letztendlich ist dies eine Frage von persönlicher Präferenz und voraussichtlichem Hauptanwendungsbereich.

So eignen sich Glasflaschen weniger gut zur Mitnahme des Sprudels außer Haus, da sie vergleichsweise schwer sind. Wer das Sprudelwasser vorrangig zu Hause konsumiert, dem bieten sich die meist ansprechend designten Glasflaschen durchaus an. Da sie auch spülmaschinenfest sind, fällt ihre regelmäßige Reinigung leichter. Im Vergleich zu Plastikflaschen halten sie die Kohlensäure tendenziell besser und gelten gemeinhin als hygienischer. Glasflaschenfreunde betonen zumeist außerdem den besseren Geschmack des Wassers.

Plastikflaschen bieten die Auswahl aus verschiedenen Größen bei geringem Gewicht, sind jedoch anfälliger für Kalkablagerungen. Die Trinkflaschen aus PET und PEN sind mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum von in der Regel drei bis vier Jahren versehen. Nach Ablauf dieses Datums ist nicht mehr gewährleistet, dass die Kartusche unter dem hohen Druck von bis zu zehn Bar beim Sprudelvorgang stabil bleibt. Der Anwender sollte die Flaschen daher nicht mehr gebrauchen, sondern Ersatzflaschen nachkaufen. Somit entsteht zwar etwas Plastikmüll, doch ist diese Menge im Vergleich zum Kauf von Einweg-Plastikflaschen über den gleichen Zeitraum hinweg nahezu vernachlässigbar.

PET-Flaschen sind frei von Bisphenol A (BPA)

Die Chemikalie Bisphenol A (BPA) wird für viele Flaschen aus Plastik, beispielsweise PET-Einwegflaschen verwendet.

Sämtliche PET-Flaschen sind nicht spülmaschinenfest, da sie sich unter Hitzeeinwirkung verformen können. Bei regelmäßiger und sachgemäßer Reinigung von Plastikflaschen und Wassersprudler sind auch sie, entgegen einiger Vorurteile, hygienisch völlig unbedenklich. PET-Flaschen geben auch keine Chemikalien ins Wasser ab. Die Flaschen aller Hersteller sind garantiert BPA-frei und kaum mit Weichmachern belastet.

FlaschensortePET-FlaschenPEN-FlaschenGlaskaraffen
MaterialKlarer KunststoffBlau gefärbter KunststoffGlas
Spülmaschinenfest
Verschiedene Größen
Ansprechende Optik
Speicherung der Kohlensäure
Transportierbar

CO₂-Zylinder

Kein Wassersprudler funktioniert ohne Gaszufuhr aus dem passenden CO₂-Zylinder. Diese Kartuschen sind generell in verschiedenen Größen erhältlich. Die Produkte im Vergleich benötigen fast ausschließlich 425 Gramm-Kartuschen. Nur der Aqua Bar Wassersprudler basiert auf der Nutzung von 290 Gramm-Kartuschen, der Soda Fresh Silverflash benötigt 430 Gramm-Kartuschen. Der Lieferumfang beim Kauf eines Neugerätes beinhaltet in der Regel bereits einen passenden CO₂-Zylinder. Will man einen Zweitzylinder erwerben, kostet dieser inklusive der „Kartuschenabgabe“ bei Neukauf in der Regel zwischen 20 und 30 Euro. Ein Zweitzylinder empfiehlt sich durchaus, denn dass sich die Füllmenge eines Zylinders dem Ende zuneigt, macht sich erst kurz vor seiner völligen Entleerung bemerkbar.

Abhängig von der jeweiligen Intensität der Sprudelvorgänge und Anzahl der Konsumenten im Haushalt muss der Verbraucher den CO₂-Zylinder in regelmäßigen Abständen wechseln. Zylinder im Standardformat von 425 Gramm lassen sich in zahlreichen SupermärktenDrogeriemärktenBaumärkten und Apotheken problemlos zum Preis von etwa acht bis neun Euro gegen Abgabe des geleerten Zylinders eintauschen, Spezialgrößen von 290 Gramm und 430 Gramm sind vor allem auf das Angebot spezialisierter Online-Shops beschränkt.

Kartuschenabgabe

Wer einen neuen CO₂-Zylinder kauft, zahlt eine einmalig fällig werdende Kartuschenabgabe. Diese entfällt, wenn der Nutzer einen alten Zylinder im Gegenzug zurückgibt.

Ein 425-Gramm-Zylinder soll laut Herstellerangaben für die Herstellung von bis zu 60 Liter Sprudelwasser reichen. In der Regel wird diese Menge jedoch nicht erreicht, es sei denn man führt gewohnheitsmäßig nur relativ wenig Kohlensäure zu. Bei maximal gesprudeltem Wasser sind selbst bei sehr guten Geräten höchstens 45 Liter erreichbar. Die Menge des CO₂-Verbrauchs können Nutzer allerdings optimieren, wenn sie ein Gefühl dafür entwickeln, wann der gewünschte Kohlensäuregehalt im Wasser erreicht ist und den Sprudelvorgang einstellt, bevor das Überdruckventil überschüssigen Druck und damit CO₂ austreten lässt.

Oft werden, basierend auf der auf den Zylindern aufgedruckten Angabe von 60 Litern, Kostenkalkulationen vorgenommen, ab wann sich die Anschaffung eines Wassersprudlers amortisiert, doch entbehren derartige Rechenbeispiele in der Regel jedweder objektiv beurteilbaren Grundlage. Zu sehr sind die sprudelbare Menge und damit auch der Literpreis des selbst gesprudelten Wassers von individuellen Variablen, wie der pro Sprudelgang zugeführten Kohlensäuremenge, der Handhabung des Sprudlers und der Qualität des Wassersprudlers abhängig. Zudem ist es von entscheidender Bedeutung, ob man als Vergleichsgröße den Preis von Markenmineralwasser heranzieht oder jenen von Discount-Wasser.

Brausegetränke herstellen mit Sirup

Der Hersteller SodaStream bietet eine breite Varietät von über 40 Sirupsorten mit Zucker, ohne Zucker und auch in der Biovariante an, mit denen der Anwender verschiedene Limonaden, Energy-Drinks, zahlreiche andere Brausegetränke und sogar Bier selbst mischen kann. Die Sirupe sind vorrangig in Flaschengrößen von 375 Millilitern (ergibt neun Liter Fertiggetränk) und 500 Millilitern (ergibt zwölf Liter Fertiggetränk) erhältlich. Auch andere Hersteller bieten verschiedene Sirupsorten in geringerer Varietät an. Dabei ist zu beachten, dass Sirup immer erst nach dem Aufsprudeln des Leitungswassers zugesetzt werden sollte. Versetzt man das Wasser vor dem Aufsprudeln mit dem Sirupgemisch, kommt es im Zuge der Kohlensäurebildung zu einer beträchtlichen Schaumentwicklung. Der entstehende Schaum verunreinigt den Sprudelkopf und die Flaschenaufnahme. Da gerade diese Komponenten bei den meisten Modellen nicht leicht zu reinigen sind, kommt es hier in der Folge zu erhöhter Keimbildung.

Im Grunde genommen kann jeder Sirup unabhängig vom Hersteller für alle anderen Modelle von Trinkwassersprudlern und auch für herkömmliches Mineralwasser angewendet werden. Hierfür misst der Verbraucher die benötigte Menge an Sirup je nach gewünschter Geschmacksintensität nach Beschreibung in der Verschlusskappe der Sirupflasche oder in einem Messbecher ab und gibt sie zum fertig aufgesprudelten Wasser in die Flasche. Nach leichtem Schütteln verteilt sich der Sirup gleichmäßig im Wasser und der Verbraucher kann das Brausegetränk genießen. Ist die Flasche vollständig geleert, sollte sie gründlich gereinigt werden.

Pflege und Reinigung

Will der Nutzer über längere Zeiträume regelmäßig selbstgemachtes kohlensäurehaltiges Wasser genießen und die Funktionstüchtigkeit seines Wassersprudlers langfristig sicherstellen, ist neben entsprechend sorgsamer Bedienung auch die regelmäßige Pflege und Reinigung der einzelnen Komponenten unerlässlich. Wird das Gerät sachgemäß behandelt und gepflegt, ist darüber hinaus das Risiko der Entwicklung einer Keimbelastung minimierbar.

Den Trinkwassersprudler schonend bedienen

Um eine möglichst lange Nutzbarkeit eines Wassersprudlers zu garantieren, kommt es darauf an, ihn möglichst schonend zu bedienen. Der Nutzer sollte die Sprudlertaste im täglichen Gebrauch nicht mit zu viel Elan, Krafteinsatz und Ausdauer durchdrücken, um schnellem Verschleiß und dem Verhaken des Sprudelmechanismus vorzubeugen. Ist der maximale Druck in der Flasche erreicht und wird das Überdruckventil aktiv, was sich in einem dumpfen Ton äußert, sollte der Nutzer die Sprudlertaste nicht weiter betätigen.

Zur schonenden Bedienung ist die regelmäßige Reinigung der einzelnen Komponenten unerlässlich:

  • Die innere und äußere Reinigung der Flasche ist generell nach jedem Sprudelvorgang zu empfehlen.
  • Der bei einigen Modellen vorhandene Auffangbehälter unter der Flaschenaufnahme sollte nach jeder Nutzung entleert und mit Spülmittel gereinigt werden.
  • Die Hersteller empfehlen, täglich die Oberfläche des Korpus zu säubern.
  • Der Sprudelmechanismus ist einmal wöchentlich einer eingehenden Reinigung und Entkalkung zu unterziehen.

Aus der Flasche selbst sollte der Verbraucher in keinem Fall direkt trinken, da so leicht Bakterien aus dem Mundraum in die Flaschenaufnahme gelangen können und diese bei einigen Modellen nur schwer gründlich zu reinigen ist.

Den Wassersprudler reinigen

Nach Empfehlung der meisten Hersteller sollte jeder Sprudlernutzer die Geräteoberfläche möglichst täglich mit einem feuchten, weichen Tuch abwischen, um der Anlagerung von Staub und Küchenfett vorzubeugen.

Einmal wöchentlich sollte eine eingehende Reinigung des Sprudlers erfolgen. Hierzu kann der Nutzer spezielle Reinigungstabs, handelsübliche Zitronensäure oder Entkalker auf Zitronensäurebasis verwenden. Die Flasche wird mit dem jeweiligen Reinigungsmittel und warmem Leitungswasser bis zur Fülllinie aufgefüllt und in die Flaschenaufnahme eingeführt. Daraufhin betätigt der Nutzer einmal kurz den Sprudlerknopf und lässt die Lösung für etwa 15 Minuten einwirken. Danach entleert er das Gefäß und reinigt diese in der Spülmaschine oder mit einer Flaschenbürste eingehend. Zuletzt spült er die Sprudlerdüse mit klarem Wasser ab.

Wie reinige ich die Sprudlerflasche?

Wassersprudler reinigen

Das Gefäß ist je nach Herstellungsmaterial auf unterschiedliche Art und Weise zu reinigen. Glaskaraffen, PEN-Flaschen und zugehörige Flaschenverschlusskappen sollte der Nutzer nach jedem Sprudelvorgang mit warmem Wasser und Spülmittelvon außen und innen unter Zuhilfenahme einer Flaschenbürste reinigen oder in die Spülmaschine geben. PET-Flaschen sind hitzeempfindlich, sollten nicht Temperaturen über 50 Grad Celsius ausgesetzt werden und dürfen auch nicht in der Spülmaschine gereinigt werden. Nutzern von PET-Flaschen empfiehlt es sich, diese ausschließlich mit handwarmem Wasser und Spülmittel von außen und innen unter Zuhilfenahme einer Flaschenbürste aus Schaumstoff oder Naturhaar zu spülen. Nach der Reinigung sollte der Nutzer die Flaschen immer über Kopf und offen lagern.

Wichtig: Hierbei handelt es sich um einen Vergleich. Netzvergleich testet in dieser Kategorie keine Produkte selbst, sondern recherchiert, analysiert und bewertet Produktdaten, Kunden- und Expertenrezensionen, Tests und Verkaufsrankings. Die Bewertungen basieren auf Vergleichsanalysen und erfolgen in Form von Schulnoten, die von „sehr gut“ bis „ungenügend“ reichen. In unseren Vergleichen stellen wir nur die sieben besten und bekanntesten Produkte dar. In der Regel wurden weit mehr Produkte analysiert und bewertet.

Die Bewertung des ermittelten Vergleichsergebnisses basiert auf der Skala der deutschen Schulnoten und rangiert von „sehr gut“ bis „ungenügend“. Unsere Redaktion nimmt die besten und bekanntesten Produkte aus jeder Kategorie unter die Lupe und bewertet sie, wobei nur die ersten sieben Plätze aus unserem jeweiligen Ranking angezeigt werden.

Produktmerkmale

Relevant ist zunächst der empfohlene Preis des Herstellers. Hierzu sei erwähnt, dass die einzelnen Modelle in der Regel deutlich günstiger zu haben sind, als es die UVP des Herstellers suggeriert. Für zahlreiche Interessenten sind natürlich neben dem Preis die Maße des Geräts von Interesse: Passt das Gerät auf die Arbeitsplatte, unter das Küchenregal oder den Hängeschrank? Wird das Gerät auch von Kindern bedient, sollte der Kunde neben einer möglichst einfach zu bedienenden Flaschenaufnahmevorrichtung, im Optimalfall per SNAP-Verschluss, vor allem auf eine gute Standfestigkeit achten, auch wenn diese in der Regel mit einem höheren Platzbedarf einhergeht.

Bei kleinen Arbeitsflächen in der Küche, die nicht dauerhaft einem Wassersprudler Platz bieten, sollten Kaufinteressierte neben der Größe vor allem auf das Gewicht des Sprudlers achten, sodass dieser ohne größeren Kraftaufwand bei Bedarf schnell verstaut werden kann. Soll das Gerät aber einen echten Blickfang in der Küche darstellen, wirken Geräte mit Edelstahlkomponenten natürlich wertiger als reine Plastiksprudler. Damit das Gerät sich harmonisch in das Ambiente der heimischen Küche einfügt, ist eine entsprechende Farbauswahl unerlässlich.

Bedienung und Funktion

Die Kategorie der Bedienung und Funktion umfasst zunächst die Art und Bedienbarkeit der Sprudlertaste beziehungsweise des Sprudlerhebels. Ein kleiner Plastikdruckknopf, der zusätzlich noch in das Kopfteil eingelassen ist und sich mit nur einem Finger eindrücken lässt, stellt Kinder oder einen unter Arthritis leidenden Nutzer mitunter vor Probleme. Besser bedienbar sind größere Tasten, die eine Betätigung mit zwei oder drei Fingern erlauben.

Ein weiteres wichtiges Kriterium stellt die Flaschenaufnahme dar. Diese gestaltet sich per selbst schließendem SNAP-Verschluss einfacher als per Schraubverschluss, bei dem man des Öfteren sogar eine zweite Hand benötigt, die den Gerätekorpus festhält. Bietet die Flaschenaufnahme zusätzlich wenig Raum für die Hand kann das Einsetzen der Flasche gerade für ältere Menschen oder Kinder schwierig werden.

Gleichermaßen fließt in die Bewertung ein, ob das Wechseln des CO₂-Zylinders leicht oder nur umständlich zu bewerkstelligen ist. Entscheidend dabei sind die Faktoren der Komplexität der Entfernung der Abdeckung, der Zugänglichkeit des Gewindes und des Raumes, den das Korpusinnere des Wassersprudlers für die Hand bei der Schraubbewegung bietet.

Abgesehen vom SodaStream Power bieten alle Modelle im Vergleich die Möglichkeit, die Kohlensäure vollständig individuell und stufenlos zu dosieren. Nur der KitchenAid ARTISAN erlaubt zusätzlich die Überprüfung des Kohlensäuregehalts im Wasser durch eine batteriebetriebene Anzeige.

In keinem Fall kann mit einem Wassersprudler ein anderes Getränk außer Leitungswasser gesprudelt werden. Vor allem zuckerhaltige Getränke könnten die Sprudlerdüse verkleben und dort sowie in der Flaschenaufnahme zu Keimbildung führen.

Grundvoraussetzung zur Erklärung der Funktionen und Bedienbarkeit ist natürlich eine entsprechend detaillierte Gebrauchsanweisung, die dem Nutzer die korrekte Handhabung und Reinigung des Geräts erläutert. Daher stellt auch sie ein Bewertungskriterium dar.

Sehr wichtig ist außerdem eine möglichst einfache Reinigung sowohl der Glaskaraffe bzw. PET-Flasche als auch des Korpus – hierbei vor allem der Sprudlerdüse und der Flaschenaufnahme, also jenen Komponenten, die in direkten Kontakt mit dem Trinkwasser kommen. Große Spaltmaße von Abdeckungen und Sprudlertaste schlagen ebenso negativ zu Buche wie schwer zu reinigende Schraubgewinde in der Flaschenaufnahme. Ein Plus ist die Verfügbarkeit von spülmaschinenfesten Flaschen.

Sprudlerflasche und CO₂-Zylinder

Diese Bewertungskategorie prüft zum einen, ob und wie viele Flaschen und CO₂-Zylinder üblicherweise im Lieferumfang mit enthalten sind.

Hinsichtlich des CO₂-Zylinders ist von Relevanz, ob das Gerät Zylinder in der Standardgröße 425 Gramm aufnehmen kann und ob es gegebenenfalls auch mit anderen Zylindergrößen kompatibel ist. Die Anschaffung von Zylindern in Spezialgrößen wird sich schwerer gestalten als im Fall von 425-Gramm-Zylindern.

Ersatzteile und Zubehör

Die Verfügbarkeit von Ersatzteilen für den Wassersprudler ist ein sehr wichtiger Aspekt, da Sprudlerflaschen alle drei bis vier Jahre austauscht werden müssen. Ein Plus ist es natürlich, wenn Sprudlergefäße in verschiedenen Größen erhältlich sind. Positiv bewerten wir zudem, wenn die Hersteller neben den mitgelieferten PET-Flaschen auch spülmaschinenfeste PEN-Flaschen anbieten. Sollte der Flaschenverschluss defekt sein, ist es zudem von Vorteil, wenn der Konsument diesen einzeln nachkaufen kann, ohne gleich eine oder mehrere Flaschen mitbestellen zu müssen.

Neben der leichten Verfügbarkeit von Ersatzteilen fließt zudem positiv in die Bewertung ein, welches Zubehör der Hersteller darüber hinaus im Angebot hat. Dieses kann breit gefächert sein und umfasst in der Regel Artikel wie verschiedene Sirupsorten, spezielle Reinigungsmittel für Flasche und Korpus sowie eigens für die Sprudlerflaschen hergestellte Reinigungsbürsten.

Service und Support

Ein durchaus nicht zu vernachlässigender Aspekt ist auch beim Kauf eines Wassersprudlers, ob der Hersteller einen zuverlässigen Kundenservice anbietet, an den sich Kunden wenden können, sofern Probleme bei der Bedienung des Geräts oder mit der Glaskaraffe auftreten. Einige Anbieter verfügen auch über einen mehr oder weniger ausführlichen FAQ-Bereich, in dem Interessenten bereits vor dem Kauf einige wichtige Antworten auf Fragen zu Spezifikationen und Kompatibilität des Zubehörs eines Modells mit anderen Wassersprudlern oder Vorgängermodellen finden. Meist dreht es sich hier um Fragen der verwendbaren CO₂-Zylindergrößen oder der Kompatibilität von Glaskaraffe. Pluspunkte in der Bewertung bringen darüber hinaus kostenfreie oder zumindest kostenpflichtige Service-Hotlines sowie eine Service-E-Mail-Adresse, über die die Nutzer schnell Antworten auf Ihre Fragen erlangen können. Sollte sich die Flasche beispielsweise trotz sachgemäßer Anwendung verformen, kann der Kunde hier schnell über persönlichen Kontakt einen Ersatz anfordern oder Garantiefälle abklären.

Weiterführende Testberichte

Achtung: Hierbei handelt es sich um einen Wassersprudler-Vergleich. Wir haben die vorgestellten Produkte keinem Test unterzogen.

Im Juni 2019 veröffentlichte die Stiftung Warentest einen Test zu sieben Wassersprudlern, darunter Einsteigergeräte, Modelle des Marktführers Sodastream und Designerprodukte von Aarke und Kitchenaid. Fünf Wassersprudler waren mit Kunststoff- und zwei mit Glasflaschen ausgestattet. Getestet wurden die Geräte in den Kategorien „Aufsprudeln“, „Handhabung“, „Sicherheit“ sowie „Gesundheit und Umwelt.“ Zu den Testkriterien im Bereich „Aufsprudeln“ gehörten unter anderem der Kohlensäuregehalt, der Preis pro Liter, der CO2-Verlust und die Füllmenge. In puncto Handhabung waren vor allem das Aufsprudeln und Einsetzen der Wasserflaschen, der Wasseraustritt, die Standfestigkeit, die Reinigung der Flaschen beziehungsweise des Gerätes und der Platzbedarf von Belang. Bezüglich der Sicherheit schauten sich die Tester an, ob die Geräte scharfe Kanten haben, und nahmen die zudem die Druckbegrenzung unter die Lupe. Schließlich wurden die Geräte auf Schwermetalle, Phenole, Phthalate und Acetaldehyd geprüft.

Das Testfazit: Lediglich drei Testgeräte erzeugten tatsächlich spritziges Wasser. Während manche Geräte bis zu 86 Liter Wasser mit einem Zylinder aufsprudelten, schafften andere nicht mehr als 44 Liter. Darüber hinaus zeigten sich Unterschiede in der Bedienung: Manche Wassersprudler waren problemlos mit einer Hand zu bedienen, wohingegen andere wackelten. Den ersten Platz teilen sich der Aarke Carbonator II für 229 Euro und der Soda Trend Style für 80 Euro, jeweils mit der Testnote 2,0 und somit dem Testurteil „Gut“. Letzterer bereitete das spritzigste Wasser im Test. Im Hinblick auf die Bedienung überzeugte beispielsweise der Kitchenaid Artisan auf ganzer Linie. Das lässt sich das Liebhaberstück aber auch einiges kosten: 299 Euro müssen Sprudelfreunde zahlen. Nur zwei Testmodelle kamen an den Preis günstigen Mineralwassers heran, nämlich der Pearl und der Sodastream Easy.

Auch ÖKO-TEST nahm im Juli 2018 acht Wassersprudler von Sodastream, Kitchenaid und Co. unter die Lupe. Die  Tester können drei Geräte mit einem „Sehr gut“ und zwei mit einem „Gut“ weiterempfehlen. Die restlichen Wassersprudler aus dem Test zeigten im Praxistest zu viele Mängel. Jedes zweite Testgerät war beispielsweise nicht standfest.

Steffen Stasick

Steffen Stasick

17.10.2019