Dutch Oven-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

Der Dutch Oven ist ein universelles Kochgeschirr, das sich zum Kochen, Braten und – wie der Name andeutet – sogar zum Backen eignet. Mit seinem speziell geformten Deckel, seinen drei Standfüßen und dem starken Drahtbügel als Henkel eignet sich der Dutch Oven optimal für das Kochen auf offenem Feuer beziehungsweise mit Holzkohlen.

Camping nie wieder ohne Dutch Oven

Dutch Oven auf Feuer

Das wichtigste Detail, das den Dutch Oven von anderen Töpfen unterscheidet, ist sein dicht schließender Deckel mit dem ausgeprägten, nach oben gezogenen Rand. Diese Kante ermöglicht es, Holzkohle oder Brennholz auf den Topf zu legen, ohne dass sie herunterrutscht oder Asche in das Essen gelangt. Das macht wiederum ein echtes Backen mit Ober- und Unterhitze im Dutch Oven möglich. Das ist vor allem beim Campen ein Vorteil, wo die Backgelegenheiten ansonsten besonders rar sind. Der Dutch Oven ist aber auch eine spezielle Attraktion auf der Grillparty. Außerdem lässt er sich hervorragend als rustikale Auflaufform im normalen Backofen verwenden. Der Name „Dutch Oven“ geht auf die gusseisernen holländischen Kochtöpfe zurück, die im 17. Jahrhundert in England beliebt waren. Seine charakteristische Form, mit Füßen und dem zum Beheizen mit Glut geeigneten Deckel, entwickelte sich aber in den USA. Der Dutch Oven war dort ein unverzichtbares Utensil der westwärts ziehenden Siedler.

Der Alleskönner in der Campingküche

Der Dutch Oven ist so vielfältig einsetzbar wie kein anderes Kochgeschirr. Er eignet sich für jede Art der Zubereitung, Kochen, Braten, Backen, Dünsten, Schmoren und Rösten. Eintopf, Pizza oder Kuchen, alles lässt sich im Dutch Oven zubereiten.

Im Dutch Oven auf offenem Feuer backen

Die Besonderheit des Backens ist die spezielle Art der Beheizung des Garguts. Sie erfolgt nur indirekt, über die erhitzte Luft im Ofen. Da der Dutch Oven beim Backen tatsächlich die Rolle des Backofens übernimmt, liefert er im Allgemeinen die besten Ergebnisse, wenn das Gebäck in einer separaten Backform und mit etwas Abstand im Topf platziert wird. Hierfür eignen sich Dreifüße aus Draht, beispielsweise aus dem Schnellkochtopf, zur Not aber auch ein umgedrehtes Pizzablech oder ähnliches. Manche Rezepte, wie zum Beispiel der Dump Cake, gelingen aber auch ohne diesen zusätzlichen Aufwand perfekt im Dutch Oven.

Mit dem Dutch Oven kochen

Beim Kochen ist der Dutch Oven besonders vielseitig einsetzbar. Mit seinem Henkel lässt er sich wie ein Kessel über ein Feuer hängen. Er kann aber auch direkt in die Glut des ausgebrannten Feuers oder eine Holzkohlenglut gestellt werden. Seine Füße sorgen hierbei dafür, dass die Glut unter dem Topf ausreichend Sauerstoff erhält. Dank seines dicht schließenden Deckels ist es zudem möglich, den Dutch Oven nach dem Ankochen vom Feuer zu nehmen und beispielsweise mit Sand abzudecken, um ihn wie eine Kochkiste zu nutzen.

Braten im Dutch Oven

Da der Dutch Oven in der Regel aus Gusseisen hergestellt wird und eine eher flache Form besitzt, lässt er sich wie eine gusseiserne Pfanne nutzen. Lediglich die Handhabung ist etwas anders, da der Handgriff fehlt. Es gibt den Dutch Oven allerdings auch in anderen Materialien, aus gebranntem Ton, wie man es vom Römertopf kennt, aus leichtem Aluminium oder aus Walzstahl, wie der australische Bedourie Oven, der eine höhere Bruchfestigkeit aufweist und kein Einbrennen benötigt.

Der gusseiserne Dutch Oven – robust und pflegeleicht

Dutch Oven

Der echte Dutch Oven ist, wie alles Kochgeschirr aus Gusseisen, sehr dauerhaft und benötigt wenig Pflege, wenn ein paar Details beachtet werden. Der Topf sollte nach der Benutzung sehr bald gereinigt und leicht eingefettet werden, sonst können sich schnell Rostflecken bilden. Zum Einölen eignen sich prinzipiell alle Speiseöle. Öle mit einem hohen Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, beispielsweise Sonnenblumen- und Distelöl, neigen allerdings zum Verharzen und sollten auch nicht über 100° C erhitzt werden. Speisefette wie Butter oder Margarine sind wegen ihres Wassergehalts ebenfalls weniger geeignet. Wird ein Dutch Oven gesäubert, sind scharfe Reinigungsmittel normalerweise unnötig und ihre Anwendung kann ein erneutes Einbrennen nötig machen. Dazu wird der Topf eingeölt und anschließend erhitzt. Bei neuen Töpfen hat oft schon der Hersteller das Einbrennen durchgeführt, sodass sie ohne weiteres direkt zum Kochen genutzt werden können. Ein perfekt eingebranntes Gusseisengeschirr zeigt eine seidig glänzende, schwarze Oberfläche. Das Abheben des heißen Deckels erfolgt besonders einfach und stilecht mit einem Deckelheber aus geschmiedetem Eisen.