Saugwischer-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

  • Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Saugwischer erleichtert Ihnen die Bodenreinigung, da er drei Arbeitsschritte in einem Gerät vereint: Saugen, Wischen und Trocknen.
  • Dank der aufrechten Haltung, die Sie beim Putzen einnehmen, ist der Saugwischer nicht nur leicht zu bedienen, sondern verhindert zudem Rückenschmerzen.
  • Neben kabelgebundenen Saugwischern gibt es auch akkubetriebene Modelle, mit denen Sie unabhängig von Steckdosen arbeiten können.
  • Manche Saugwischer haben eine Funktion, die es ermöglicht, auch Teppiche damit zu reinigen.

Wie die Hausarbeit leichter wird

Wer sein Leben lebt, muss mit einer Menge Schmutz rechnen. Besonders in Haushalten mit Kindern und Haustieren trägt der Boden deutliche Spuren davon. Neben all den anderen Haushaltspflichten ist die Reinigung des Bodens lästig und zeitaufwendig. Wer nicht viel Arbeit mit der Bodenpflege haben will, kann auf ein Gerät zurückgreifen, das mehrere Vorgänge in einem erledigt. Ein Saugwischer ist praktisch, da er jeglichen Verschmutzungen sowohl schnell als auch einfach entfernt und dabei die Vorteile eines Wischmopps sowie eines Staubwischers verbindet.

Was ist ein Saugwischer?

Bei einem Saugwischer handelt es sich um ein handgeführtes elektrisches Gerät für die Bodenreinigung. Er reinigt Fliesen, Parkett, Laminat oder anderen Bodenbelag aus festem Material. In seiner Optik ähnelt er meist Akku-Staubsaugern, mit dem Unterschied, dass er zusätzlich über Rollen und einen Wassertank verfügt. Die Rollen drehen sich sehr schnell und üben Druck auf den Boden aus, wodurch selbst festgetretener Schmutz entfernt wird. Da sie sich dem Boden anpassen, reinigen sie sogar einen unebenen Untergrund problemlos. Sie erleichtern die Bedienung des Gerätes, da bei der Anwendung kaum Druckausübung nötig ist. Der Saugwischer besitzt außerdem einen Tank, in dem das Schmutzwasser gesammelt wird. Dieser ist vergleichbar mit einem Staubsaugerbeutel.

stehender saugwischer
So sieht ein typischer Saugwischer aus.

Der Saugwischer ist eine schnellere, gründlichere Alternative zum Staubsauger und Wischmopp. Er vereint die drei Arbeitsschritte Saugen, Wischen und Trocknen. Traditionell ist er nur für harten Boden geeignet, es gibt jedoch auch Modelle, die für die Teppichreinigung konzipiert sind. Den Reiniger gibt es in verschiedenen Größen, weshalb er sowohl im privaten als auch im gewerblichen Raum Verwendung findet. Häufig gebrauchte Synonyme für den Begriff Saugwischer sind Wischsauger und Hartbodenreiniger.

Für einen perfekt sauberen Boden

Mit einem Saugwischer ist eine effiziente Bodenreinigung in nur einem Arbeitsvorgang möglich. Er ist universell einsetzbar, weil er sowohl Fliesen als auch Holz- und je nach Gerät sogar Teppichboden reinigen kann. Da die Leistung eines Saugwischers meist nur bei 500 Watt liegt, ist er stromsparender als ein Staubsauger. Ein weiterer Vorteil sind die beiden getrennten Wassertanks. Beide Behälter lassen sich gut abnehmen und leicht befüllen beziehungsweise leeren. Durch die Trennung bleibt das Wasser für die Reinigung stets sauber. Insgesamt ist ein Saugwischer auch deutlich wassersparender als ein Wischmopp, da er mit nur wenig Wasser auskommt.

Die Trockenfunktion sorgt außerdem dafür, dass niemand auf dem nassen Boden ausrutscht. Dank dieser Funktion und der dosierten Wasserabgabe sind Saugwischer auch für empfindliche Böden wie Parkett geeignet. Der Reiniger eignet sich aber nicht nur für den Innenbereich, auch Terrassen oder Balkone lassen sich damit schnell und einfach säubern. Im Herbst können Sie beispielsweise Laub entfernen. Mit seiner hohen Reinigungskraft bewältigt ein Saugwischer sowohl trockene als auch nasse Verschmutzungen. Für Allergiker ist dieses Reinigungsgerät ebenfalls ideal, da es sämtliche Allergene beseitigt.

Durch seine Bauart ergibt sich ein weiterer Vorteil: Nutzer müssen keine gebeugte Haltung einnehmen, sondern können es bequem aufrecht vor sich herschieben und auf diese Weise ihren Rücken schonen. Durch die rotierenden Rollen wird das Gerät nahezu selbstständig über den Boden gezogen, weshalb für die Nutzung keinerlei Kraft oder Anstrengung nötig ist.

Frau in Zimmer mit Saugwischer
Mit einem Saugwischer gibt es keine Rückenschmerzen.

Der Unterschied im Betrieb

Saugwischer gibt es mit Akkubetrieb und mit Stromkabel. Zwar ist die Leistung bei beiden Ausführungen gleich, Unterschiede gibt es aber in der Handhabung, beim Gewicht und bei der Bewegungsfreiheit, die sie bieten.

Saugwischer mit Akkubetrieb

Modelle mit Akku haben eine etwas kompaktere Form. Sie ermöglichen eine größere Bewegungsfreiheit beim Reinigen. Außerdem bieten sie keine Stolperfalle. Das Gerät kommt durch seine Flexibilität gut in verwinkelte Ecken, Nischen zwischen Möbelstücken und unter die Heizung. Diese Art des Saugwischers ist besonders für kleinere Wohnungen geeignet. Der Wischer kann etwa 60 Quadratmeter reinigen, bevor er erneut geladen werden muss. Wie lange die Ladezeit des Gerätes ist, hängt vom Hersteller ab. Sie sollten zwischen einer Stunde und drei Stunden dafür einplanen. Um unangenehme Überraschungen zu vermeiden, informieren Sie sich am besten schon vor dem Kauf anhand der Produktinformationen über die Ladezeit.

Saugwischer mit Stromkabel

Geräte mit Stromkabel benötigen eine Steckdose. Sie sind meist mit einem bis zu sieben Meter langen Kabel ausgestattet, sodass sich auch größere Räume problemlos reinigen lassen. Das Umstecken in eine andere Steckdose ist dadurch meist unnötig. Bei einem solchen Modell sollten Sie eines mit automatischer Kabelaufwicklung wählen, damit es sich nach der Reinigung schnell und einfachverstauen lässt. Diese Art des Hartbodenreinigers ist besonders für größere Wohnungen geeignet. Bei einem Gerät mit Kabel können Sie den Boden in einem Arbeitsgang ohne Unterbrechungen für das Laden des Akkus reinigen.

Zusätzliche Features

Einige Modelle bieten praktische Zusatz-Features, etwa eine Teppich- oder eine Selbstreinigungsfunktion.

Die Umschaltfunktion für Teppichböden: Eigentlich sind Saugwischer nicht für einen Teppich gedacht, dennoch gibt es einige Ausführungen auf dem Markt, die sich auf die Reinigung von Teppichböden umstellen lassen. So können Sie mit dem Saugwischer auf Knopfruck auch Ihren Teppich säubern.

Die Selbstreinigung: Mit diesem praktischen Feature reinigt sich das Gerät von selbst. Es erspart den aufwendigen Reinigungsprozess und nimmt Ihnen so eine Menge Arbeit ab. Hartnäckigen Schmutz, insbesondere Tierhaare, müssen Sie trotzdem per Hand entfernen.

Was Sie beim Kauf beachten sollten

Bevor Sie sich einen Saugwischer anschaffen, sollten Sie überlegen, was für Ihr Gerät essenziell ist. Abhängig von der Größe der zu reinigenden Fläche spielen die Akkulaufzeit und das Volumen des Wassertanks eine mehr oder weniger wichtige Rolle. Auch die Wattleistung des Saugwischers und seine Zusatzfunktionen können Kaufkriterien sein. Nicht zuletzt müssen Sie sich entschieden, ob Sie einen Akku-Saugwischer oder ein kabelgebundenes Gerät bevorzugen.

Die Art der Stromversorgung

Sie können zwischen einem Akku-Saugwischer und einem kabelgebundenen Modell wählen. Ihre Entscheidung sollte davon abhängen, wofür Sie das Gerät verwenden. Für kleine Räume mit vielen Winkeln ist ein leichter Akku-Saugwischer ideal. Wollen Sie allerdings größere Flächen mit dem Reiniger säubern, empfiehlt sich ein kabelgebundenes Gerät, um ohne Unterbrechungen durch den Ladevorgang arbeiten zu können. Bedenken Sie aber, dass es mehr Gewicht hat und sich deshalb schwieriger in andere Stockwerke transportieren lässt.

Wassertank

Der Wassertank muss nicht besonders groß sein. Für gewöhnlich hat ein Saugwischer einen Behälter mit einem Volumen zwischen 200 und 800 Milliliter. Wenn das Gerät nur für kurze Reinigungen benötigt wird, reicht ein kleiner Wassertank aus. Wollen Sie jedoch längere Reinigungen am Stück vornehmen, empfiehlt sich ein etwas größerer Wassertank, damit Sie diesen nicht ständig nachfüllen und infolgedessen Ihren Reinigungsprozess unterbrechen müssen. Modelle mit 800-Milliliter-Tank sind in der Lage, bis zu 100 Quadratmeter in einem Durchgang zu wischen.

Zusatz-Features

Wenn auch Teppichboden zu reinigen ist, sollten Sie einen Saugwischer mit Teppichreinigungsfunktion wählen. Praktisch ist zudem die Selbstreinigungsfunktion, die Ihnen die Wartung des Saugwischers erleichtert. Beide Funktionen sind jedoch zumeist Ausstattungsmerkmale von hochwertigen und somit auch teuren Geräten. Wer nur ein knappes Budget für die Anschaffung eines Saugwischers hat, sollte daher genau überlegen, ob er sie wirklich benötigt.

Leistung

Damit der Saugwischer ordentlich reinigt, sollten Sie auf die Saugleistung des Gerätes achten. Die meisten Modelle haben eine Leistung von 500 Watt, was ausreichend ist. Für mäßige Verunreinigungen genügt auch ein Gerät mit nur 400 Watt. Wenn Sie jedoch einen Haushalt haben, in dem zum Beispiel durch Kinder oder Haustiere viel Schmutz entsteht, lohnt sich ein Saugwischer mit mehr als 500 Watt oder mehr. Die Wattzahl bezieht sich nur auf die Saugfunktion und hat nichts mit der Wischfunktion zu tun.

Gewicht

Saugwischer gibt es in unterschiedlichen Ausführungen und das bezieht sich durchaus auch auf das Gewicht des Gerätes. Vor allem wenn Sie das Gerät auf mehreren Etagen oder Treppen verwenden wollen, sollten Sie ein leichteres Modell wählen. Saugwischer für Privaträume wiegen meistens zwischen drei und sieben Kilogramm. Bedenken Sie außerdem, dass Sie das Gewicht des einzufüllenden Wassers hinzurechnen müssen.

Geräuschpegel

Da es sich bei einem Saugwischer um ein Reinigungsgerät mit Saug- und Trockenfunktion handelt, ist er mitunter sehr laut. Wie hoch der Geräuschpegel ist, unterscheidet sich von Modell zu Modell.

Preis

Hartbodenreiniger kosten in der Regel etwa 200 bis 300 Euro. Ob es ein akkubetriebenes Gerät oder eines mit Stromkabel ist, spielt dabei keine Rolle. Zahlreiche Zusatzfunktionen sorgen allerdings für einen höheren Preis. Grundsätzlich sind höherpreisige Modelle vorzuziehen, da sie eine gute Verarbeitung aufweisen und deshalb lange halten. Hinzu kommt der Preis für das Reinigungsmittel. Legen Sie sich daher im Idealfall einen Vorrat an Reinigungsmitteln an.

Tipps zur Nutzung

Saugwischer sind zwar einfach zu handhaben, dennoch gibt es einiges, das Sie beachten sollten. Vor der Verwendung ist das Gerät entsprechend vorzubereiten. Im Anschluss sind die Pflege und Wartung wichtig, damit es lange hält.

Ein sauberer Saugwischer steht neben einem Eimer
Auch ein Saugwischer muss gepflegt werden.

So machen Sie den Saugwischer einsatzbereit

Bevor Sie den Saugwischer verwenden können, müssen Sie den Wassertank füllen. Dieser sollte nie bis oben hin gefüllt werden. Wenn Sie besonders hartnäckiger Schmutz entfernen müssen, können Sie zusätzlich Reinigungsmittel einfüllen. Achten Sie aber darauf, dass das Reinigungsmittel für den zu säubernden Boden geeignet ist.

Wenn Sie ein Gerät mit Reinigungstuch besitzen, müssen Sie dieses vor der Anwendung befeuchten. Dazu tragen Sie die Reinigungslotion auf das Tuch auf. Nur wenn Sie diesen Schritt ordentlich ausführen, gelingt Ihnen eine saubere Reinigung des Bodens. Hängen Sie das Mikrofasertuch in die Tuchträgerplatte, setzen Sie diese in den Saugwischer und schließen Sie die Sicherheitsklappe.

Die Verwendung

Um mit dem Reinigungsvorgang zu beginnen, müssen Sie Ihren Saugwischer entweder an eine Steckdose anschließen oder dafür sorgen, dass der Akku aufgeladen ist. Dann bewegen Sie den Saugwischer in ruhigen Vor- und Rückwärtsbewegungen über den Boden. Bei hartnäckigem Schmutz wischen Sie am besten mehrfach sowie besonders langsam über die Stelle.

Die Wartung

Damit der Saugwischer möglichst lange standhält, müssen Sie ihn pflegen. Er ist allerdings sehr wartungsarm: Leeren und reinigen Sie nach jeder Nutzung den Schmutzwassertank. Kontrollieren, leeren und befüllen Sie auch den Reinwassertank. Für den Fall, dass Sie das Gerät länger nicht benutzen, lassen Sie den Wassertank leer. Behandeln Sie zudem regelmäßig beide Behälter mit Reinigungsmittel, damit sich kein Schimmel bildet oder Kalk ablagert. Das Reinigungstuch oder Reinigungspad, wenn vorhanden, ist einfach in der Waschmaschine zu säubern. Befreien Sie die kleinen Rollen regelmäßig von Flusen. Einige Saugwischer verfügen über eine Selbstreinigungsfunktion, die Ihnen sehr viel Arbeit erspart. Wenn die Mikrofasertücher zu schmutzig und abgenutzt sind, können Sie diese ganz einfach ersetzten.

Die bekanntesten Marken

Saugwischer sind inzwischen fester Bestandteil im Angebot großer Hersteller. Zu den bekanntesten Marken gehören Vorwerk und Kärcher. Sie stellen sowohl Saugwischer mit Kabel als auch Akku-Saugwischer her. Bei Geräten von Vorwerk besteht oft die Möglichkeit, den Saugwischer mit anderen Geräten der Firma zu kombinieren. Wer also bereits einen Staubsauger von dieser Marke zu Hause hat, kann ihn bequem zu einem Saugwischer umbauen. Andere renommierte Hersteller für Saugwischer sind Phillip, Bissell und Thomas.

Weiterführende Testberichte

Zu Saugwischern gibt es aktuell noch keinen Test von der Stiftung Warentest. Allerdings testete das Testmagazin verschiedene Saug-Wischroboter. Die Tester prüften acht Staubsauger-Roboter, zwei Wischroboter und fünf Saug-Wischroboter auf ihre Reinigungskraft und Haltbarkeit. Die Saug-Wischroboter schnitten in den Tests nicht sonderlich gut ab. Es zeigte sich außerdem bei allen Geräten, dass Saugroboter nicht so effektiv sind wie handgelenkte Geräte. Das ETM Magazin testete zudem den Kärcher FC 5 Premium Saugwischer. Zwar erleichtert der Saugwischer die Reinigungsarbeit, dafür erreicht er mitunter einen unangenehmen Geräuschpegel. Das Magazin Haus und Garten Test testete 2020 den Saugwischer Leifheit Regulus Aqua PowerVac, der zu den Akku-Saugwischern gehört und die Note „sehr gut“ erhielt. Die Tester stellten fest, dass das Gerät kosteneffizient, leicht und gut in der Anwendung ist.

Interessant wäre ein Test mit mehreren Saugwischern, darunter sowohl Akku-Saugwischer als auch Modelle mit Stromkabel. Einzelne Tests sind gut geeignet, wenn der Käufer bereits weiß, welches Gerät er möchte. In einem Gesamttest lässt sich dagegen der beste Saugwischer ermitteln.

Blanche Cremer

Blanche Cremer

23.11.2020